Warum schädigen Mietervereine ihre Mitglieder?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Vermieterheini1, 04.07.2005.

  1. #1 Vermieterheini1, 04.07.2005
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Gast

    1. Mietnomaden, Asoziale und Verbrecher lassen sich vom Steuerzahler alles bezahlen, also von allen die mit ehrlicher Arbeit Geld verdienen. Schon deshalb müsste es im ureigensten Interesse der Mietervereine liegen dieses Gesindel mit aller Macht zu bekämpfen. Grund: Alle ehrlich arbeiten Mieter bezahlen dieses Pack.

    2. Mietnomaden, Asoziale und Verbrecher schädigen die Vermieter in einem immer größeren Ausmaß. Die Vermieter müssen deshalb von den ehrlichen und anständigen Mietern eine höhere Miete kassieren, um die Verluste durch die Mietnomaden auszugleichen.
    Das ist genau so wie z.B. im Kaufhaus. Die Kosten der Diebstähle zahlt der ehrliche Kunde in Form eines höheren Preises.

    Frage: Warum schädigen die Mietervereine ihre anständigen und ehrlichen Mitglieder (=Mieter), indem sie nicht alles tun, um Mietnomaden zu bekämpfen?
     
  2. AdMan

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  3. wolle

    wolle Gast

    ...wei das nicht ihr Job ist. Bekanntermaßen dürfen Vermieter nach der ersten vollständigen Miete, die nicht gezahlt wird, kündigen.
    Vermieter sollten dieses Recht auch wahrnehmen.
    Damit gibt es keine Mietnomaden mehr. Nur wer es zuläßt, dass Mieter ihren Pflichten nicht nachkommen, muss diese Pille schlucken.

    Trotzdem übe ich auch Kritik an den Mietervereinen, die leichtgläubig ihre Mandanten unterstützen. Allheilmittel Mietminderung ist das Maß aller Dinge und wird mit aller Gewalt angestrengt.
    Was bleibt, ist ein Vermieter, der schon wieder nur Miese gemacht hat.

    Um eine Lektion klüger, versucht der Vermieter natürlich das wieder rein zu holen. Logisch zahlt dann der Nachmieter. Der wehrt sich und schon haben die anderen Anwälte auch was davon...
    Meines Erachtens eine riesengroße Beschäftigungsmaßnahme.

    Die meistens Mieterfreundliche Gerichtsurteile tun ihr übriges, um Mieter im Glauben zu lassen, sie wären die Opfer und die Vermieter die gesellschaftlich verwerflichen Täter.
    Mietervereine strengen manchmal auch Prozesse an, die eigentlich im Vorfeld nicht erfolg versprechend sind. Dann gibt es einen Vergleich und der Mieter ist wieder zufrieden. Manchmal kommt auch eine bahnbrechende Entscheidung dabei raus und das Gesetz wird angeglichen/erweitert.
    Ich denke nicht, dass Mietervereine wirklich nur die interessen ihrer Mieter im Auge haben. Manches ist auch nur ein "Besänftigungs-Prozeß-Führen".
     
  4. #3 Vermieterheini1, 04.07.2005
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Gast

    Hallo Capo,
    ich kann jetzt nur ganz kurz antworten. Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich deine Antworten gründlich durchdenken.

    1. "Bekanntermaßen dürfen Vermieter nach der ersten vollständigen Miete, die nicht gezahlt wird, kündigen." <-So wie du es schreibst ist das total falsch! Mit DEINER Begründung würdest du bei keinem deutschen Gericht durchkommen. Frag mal den Mieterbund!

    2. "Vermieter sollten dieses Recht {das von Punkt 1} auch wahrnehmen.
    Damit gibt es keine Mietnomaden mehr. Nur wer es zuläßt, dass Mieter ihren Pflichten nicht nachkommen, muss diese Pille schlucken." <- Auch total falsch, da weltfremd bzw. praxisfremd!
    Selbst wenn alle Voraussetzungen für eine FRISTLOSE Kündigung vorhanden sind, dauert es bei der deutschen Unrechts-Gesetzgebung und Unrechts-Rechtsprechung Jahre, bist der Mietnomade draußen ist. Jahre keine Mietzahlungen und die Mietwohnung ist nachher schrottreif!

    Ich finde - mit Erlaub gesagt -, deine Ansichten manchmal schon äußerst "weltfremd".
    Siehe z.B. deine Behauptung: gesetzliches Sparbuch mit ca. 800 € und 3-monatiger Kündigungsfrist als Mietkautionssparbuch mind. 2,75% Zinsen
    Üblich sind heutzutage 0,500%. Tendenz fallend.

    Ich gebe zu, dass mein Wissen zu Vermietung sehr gering ist, aber manche Sachen, wie z.B. die gesetzlichen Voraussetzungen für die Kündigung seitens Vermieter kenne ich schon.


    Ich sehe es sehr wohl und auch als EINZIGE Aufgabe an, dass Mietervereine ehrlichen und anstängigen Mietern mit aller Macht helfen müssen. Aber die massive Unterstützung von Mietnomaden durch die Mietervereine schadet - wie bereits aufgeführt - genau den vielen ehrlichen und anstängigen Mietern.
     
  5. wolle

    wolle Gast

    Okay, da hätte ich mich genauer ausdrücken müssen. Mehr wie eine Miete aus 2 aufeinander folgenden Terminen. Das ist das BGB (§569). Vielleicht kennst du es..
    Wenn man als Vermieter auch nachweisen kann, dass ein wirtschaftlicher Verlust droht, kann man auch einen sogenannten Urkunden-prozeß führen, der wesentlich kürzer und schneller geht.

    Wegen den 2,75% müssen wir nicht diskutieren. Wir geben unseren Mietern 4% auf die Kaution. Mein Sparbuch gibt auch 3% her. Das hat nix mit Weltfremd zu tun.
    Ich hatte in dem Zusammenhang nur noch den Leitzins im Hinterkopf. Aber das ist ein anderes Thema.

    Der Mieterbund ist für Mieter da, also wird er auch alle Mieter unterstützen. Noch wird nicht unterschieden. Wenn Du denkst, dass meine Erkenntnisse an der Praxis vorbei sind, ist das deine Meinung. Solange ich nur 3500 Wohnungen in einem vernünftigen Zustand halte, ist meine Praxis erfüllt. Von den Gerichten sehe ich nicht viel, nur Messi-Wohnungen und die eine oder andere Zwangsräumung.

    Deswegen werde ich aber nicht über "Asoziale und Verbrecher" herfallen und sie sozial ächten. Es ist immer leicht, auf andere zu zeigen. Meinst du etwa, die haben sich das so raus gesucht? Ich kenne einige Mietnomaden, die erst so geworden sind, weil sie krank geworden sind. (Sucht, Krankheit oä) Es gibt zugegebnermaßen auch Bestverdienende Mietnomaden (Ärzte, Vorstände) die finde ich schlimmer. die stehen auch dauernd vor Gericht und verklagen Vermieter.
    Die erkennt ein Vermieter auch nicht bei der Wohnungs-"schau" als Mietnomaden.
    Die kosten den Mieterbund nix, dafür aber den Vermieter umso mehr.

    Vielleicht erinnerst du dich noch an den Sinn diesen Forums. Verständnis für BEIDE Seiten. Reicht es nicht, dass Mietnomaden-Datenbanken wie Pilze wachsen?
    Einige Vermieter schützen sich bereits erfolgreich auf diese Art und Weise davor.
    Wenn du soviel editierst, wäre es gut, wenn du dann nochmal drüberlesen würdest.
     
  6. #5 Gast MV, 22.02.2006
    Gast MV

    Gast MV Gast

    Mietervereine - Mietnomaden und andere Betrüger

    MIETERVEREINE haben in der Regel (es gibt evtl. ein paar ideologisch geprägte Ausreißer) KEINERLEI Interesse, Gauner und Betrüger zu unterstützen!

    Es geht dabei nicht nur um unseren guten Ruf, sondern auch um Selbstschutz. Denn daß es sich für den Verein nicht lohnt, notorische Nichtzahler zu unterstützen, ist leicht nachvollziebar: diese zahlen nämlich auch ihre Beiträge und Gebühren nicht und machen nur Ärger.

    Daher versuchen wir, solche Leute gar nicht erst in unseren Verein aufnehmen.
    - Man merkt wohl, daß ich aus der Praxis spreche -
    Zu sinnlosen Prozessen drängen wir schon gar nicht. Wir verweisen derartige Subjekte an Anwälte, die mit Gaunern und Betrügern mehr Erfahrung haben dürften.

    Wir betrachten es als unsere Aufgabe, den meist unbedarften Mietern Rat zu erteilen und sie über die Rechtslage zu informieren. Das kann nur bei solchen Vermietern unangenehm aufstoßen, die, ebenfalls unwissend, oder aber wissentlich, die Rechtslage ignorieren und die Mieter damit übervorteilen wollen. Das ist sicherlich nur ein ganz geringer Anteil an den Vermietern; so wie es auch nur ein kleiner Anteil an den Mietern ist, die mit betrügerischen Absichten Wohnungen mieten, etc.

    MV
     
  7. Stier

    Stier Gast

    Hallo Capo,

    Es ist vollkommen richtig, dass beide Seiten Verständnis erhalten, sowohl Vermieter und Mieter.

    Zu den Mietnomaden - Datenbanken möchte ich sagen, dass sehr viele entstanden sind, die versuchten auf der Welle der Mietnomaden schnelles Geld zu verdienen. Da diese aber datenschutzrechtlich sehr bedenklich waren, mussten diese wieder abgemeldet werden. Zu uns kann ich sagen, dass wir den Datenschutz in vollem Umfang gewährleisten.

    Weshalb wir eine Datenbank auf den Mark plaziert haben, hat den einfachen Grund, dass auch ein Vermieter wie ein Kaufmann denken und handeln muss. Denn es ist nicht umstritten, dass wir einen enormen Ausfall an Mieteinnahmen in Deutschland haben. Es ist heute wichtig genau zu wissen, wen ich meine Immobilie überlasse. Und im Vorfeld der Vermietung zu prüfen, ob mein Vertragspartner (Mieter) zuverlässig ist, gehört nun mal dazu. Denn wenn keine Miete mehr kommt, möchte meine Bank dennoch die Raten für den Kredit bezahlt haben.

    In jeder anderen Branche sind Auskünfte üblich. Du brauchst nur ein Handy-Vertrag oder ein Bankkonto eröffnen wollen und schon werden Auskünfte über dich eingeholt. Daher ist es vollkommen legitim, dass ein Vermieter der einen ernormen Wert (Immobilie) jemand anderen überlässt sich genauestens über den Partner informiert.
     
  8. wolle

    wolle Gast

    Den Sinn der Datenbanken bestreite ich nicht. auch muss das Eigentum beider Seiten geschützt sein. Ich verbinde mit bestimmten Schimpfwörtern beide "Seiten" Der Vermieter, der die Instandhaltung nicht kennt und nur alle 3 Jahre die Abrechnung erstellt, betrügt für mich genauso, wie ein Mieter, der sich bei Einzug bewußt ist, die Miete nicht zahlen zu können.

    Erschreckend an der ganzen Entwicklung sehe ich die Mietervereine. Kurzes Beispiel:
    Kleinreperaturklausel -> glühbirne im Flur durch Handwerker gewechselt (Mieter fühlte sich ausser Stande, wegen der Unfallgefahr) -> Rechnung über Anfahrt, Glühbirne, Arbeitszeit insgesamt 23€ incl MwSt -> Forderung an Mieter eben diese Rechnung. bis hierhin noch normal,aber

    Unverständnis des Mieters: Mieterbund-> widerspruch Ergebnis: Die Rechnung, die Gerichtskosten gehen zu Lasten des Mieters. Der hat jedoch kein Geld und so mancher Vermieter rennt sein ganzes Leben seinem Geld hinterher...

    Sorry, aber sowas ist für mich eine typisch deutsche Beschäftigungsmaßnahme für Rechtsanwälte...

    Ich für meinen Teil sehe nur die Chance, enbtweder die Mieter über die wahren Rechte UND PFLICHTEN zu unterrichten (was wohl regelmäßig daneben geht) oder genauso kompromißlos die eigenen Vermieter-Rechte zu verteidigen.

    Deswegen ist eine Mieter-Datenbank nicht das verkehrteste, auch wenn die Mieter das "anprangern" bemängeln. Ich find's gut, wenn man den Sinn hinter solchen "Projekten" noch erkennen kann...
     
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