was ist Miete in "Höhe der marktüblichen, angemessenen Miete"?

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Gewerberäume" wurde erstellt von susi, 02.10.2014.

  1. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    In einem Vordruck kann dem Mieter die Option auf Verlängerung des Vertrages um x Jahre eingeräumt werden. Das ist, wenn ich das richtig sehe, eine einseitige Bindung des Vermieters.

    Hier steht nun, dass die Miete bei Ausübung der Option neu zu vereinbaren sei "und zwar in Höhe der marktüblichen, angemessenen Miete". Wie ermittelt man diese Miethöhe?

    Und vor allem, was passiert, wenn sich beide Seiten nicht einig sind? Kommt die Verlängerung dann nicht zu Stande, bleibt die Miete unverändert oder entscheidet eine dritte Partei (Gericht)?
     
  2. AdMan

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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Scanne den Vordruck doch mal ein, oder mach ein Foto von dem Vordruck.
     
  4. Andres

    Andres
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    Vergleichobjekte (bei Gewerbe noch deutlich schwieriger als bei Wohnraum), Gutachten (kostet), wenn man ganz viel Glück hat, gibt es zu diesem Zeitpunkt vielleicht sogar einen Gewerbemietspiegel (nicht planbar), ...


    Letzteres. Da das weder in deinem Interesse noch im Interesse des Mieters liegen kann, würde ich das anders vereinbaren. Wenn man die Miete neu verhandeln will, sollte einfach die Option gestrichen werden. Andernfalls wäre eine langfristige Staffelvereinbarung ein guter Weg.
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    kannst du diese Satz "und zwar in Höhe ..." nicht einfach streichen/weglassen ? Ich mein, wäre der einfachste Weg und in einem Gewerbemietvertrag dürfte das sicherlich gültig sein. Denn wenn man sich dann eben nicht einig wird in der neuen Miethöhe für eine Verlängerung, dann endet eben das Mietverhältnis.
     
  6. susi

    susi Erfahrener Benutzer

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    Es wird eine Indexmiete vereinbart.

    Momentan kann ich mir nicht vorstellen, das es im Viermieterinteresse sein wird die Miete neu zu verhandeln und deshalb soll dem Mieter dieser Wunsch erfüllt werden. Wenn man aber eine Option von 2 x 10 Jahren vereinbart (will der Mieter), sollte man schon bedenken, dass sich in so langer Zeit vieles ändern kann.

    Das streichen war auch mein erster Gedanke. Aber ich bin mir nicht sicher, ob bei fehlender Einigung wirklich der Vertrag endet. Wenn dem so wäre, dann verlöre die Option ja ihren Sinn, dem Mieter die einseitige Entscheidung zu geben, ob er den Vertrag verlängert, weil der Vermieter dann ja durch überhöhte Mietforderungen den Vertrag doch beenden könnte.
     
  7. #6 Pharao, 02.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 02.10.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    m.E. verliert das nicht ganz den Sinn, immerhin weis der Mieter zB nach 10 Jahren (wenn solange der Mietvertrag läuft), das das Mietverhältnis verlängert werden kann, wenn man sich eben über den neuen Mietzins einig wird. Im anderen Fall steht eine Verlängerung evtl. garnicht zu Debatte, also von dem her hätte der Mieter durchaus was von der "gekürzten Version".

    Mal angenommen du als Vermieter willst es nach 10 Jahren beenden, dann wird das aber sicherlich einen triftigen Grund haben. Ansonsten bist du doch an einer Weitervermietung interessiert, sodass du eh i.d.R. nicht "mehr" verlangen kannst, als üblich ist. Mit deiner jetzigen Regelung könntest du das Mietverhältnis aber garnicht beenden, soweit der Mieter immer bereit wäre diese "marktüblichen, angemessenen" Miete zu bezahlen.

    Also wenn schon Einseitig, dann lieber auf Vermieterseite, also meiner persönlichen Meinung nach ;)
     
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