Was kann ich tun bei extremen Lärm über mir?

Dieses Thema im Forum "VF - Ankündigungen!" wurde erstellt von Zahira, 04.10.2014.

  1. Zahira

    Zahira Gast

    Seit zwei Wochen wohnt eine Türkische Familie über mir in einer Etagenwohnung. Seit ich diese Weibliche Person bat sich bitte in ihrer Wohnung etwas angemessener zu bewegen weil dieses Haus extrem hellhörig ist durch die Hohlwände hier.
    Seit dem trampelt die noch lauter in voller Absicht von morgens 4 Uhr bis kurz vor Mitternacht und das täglich.
    Ich bin hier der Verzweiflung nahe und stehe kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 04.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 04.10.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Zahira,

    also, wissendlich in einem "extrem hellhörigen" Haus zu wohnen und sich dann zu beschweren, der neue Mieter über dir möge sich "etwas angemessener" in seine Wohnung bewegen .... naja, also da stößt man i.d.R. nicht auf neue Freunde :91:

    Vielleicht ist der beste Rat, vorerst Hörenstöpsel zu benutzen und dann sich eine neue Wohnung zu suchen, die weniger hellhöriger ist :?

    Ich mein, der Vermieter wird sicherlich jetzt nicht wegen dir eine Bodendämmung + neuen Bodenbelag einbauen lassen und solange das normale Bewegungen sind, wird man das dem Mieter über dir auch nicht verbieten können. Auch Begründe das deinerseits m.E. keine Mietminderungsansprüche, wenn das Haus eben altersbedingt so hellhörig ist. Alles im allen ist m.E. also "sich was neues suchen" wohl oder übel die beste Wahl.

    Alternativ, frieden schließen mit der Familie über dir und evtl. hat die Familie Verständnis, wenn sie bei Tee & Süßkram in deiner Wohnung das mal live miterlebt, wie "laut" das bei dir unten ankommt.
     
  4. #3 anna, 05.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2014
    anna

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    Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur dazu raten, eine andere Wohnung zu suchen. Wenn man erst einmal darauf "eingeschossen" ist, stört die buchstäbliche Fliege an der Wand. Ratschläge helfen da wenig. In dieser Zeit habe ich erfahren müssen, dass die Geräuschempfindlichkeit bei den einzelnen Menschen sehr unterschiedlich ist. Entsprechend fehlt daher bei vielen Mitmenschen auch das Verständnis.

    Beim Frühstück z.B. hat mein Mann das Getrampel von oben und das Kindergeschrei von der Wohnung unter uns wahrgenommen, aber das war's dann auch. Mir hat sich schon morgens fast der Magen umgedreht. Ich hab richtig gelitten. Verstärkt wurde dies noch durch Reaktionen aus der Umgebung nach dem Motto: Du bist aber auch empfindlich ......

    Leider helfen auch Ohrstöpsel nur begrenzt. Mein Eindruck war, ich wurde dadurch mit der Zeit noch empfindlicher gegen Lärm. Einzig beim Schlafen war es eine Hilfe.
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Das nachbarschaftliche Gespräch brachte keinen Erfolg. Also fangen wir an, mit einem Lärmprotokoll. Auch mal erkunden, wie ist die Wahrnehmung der anderen Nachbarn.
    Davon ausgehend, dass Zahira Mieterin ist, das Lärmprotokoll mit kleinem Anschreiben an den Vermieter zum Zwecke der Abmahnung.
    Nach meinen Erfahrungen mit dem beschriebenen Kulturkreis* wird auch dies nur begrenzt helfen. Man kann das dann noch etwas eskalieren und in einen mittleren Kleinkrieg ausarten lassen, oder man holt sich neben Ohropax dazu die aktuelle Zeitung mit den Wohnungsanzeigen und tritt die Flucht an. Ein Grund warum innerhalb kurzer Zeit ganze Wohnblocks von homogenen Kulturen bevölkert werden.

    Die Tipps vom türkischen Bäcker, bekennender NPD-Wähler, gebe ich hier besser nicht wieder. Er hat eine sehr drastische Meinung zu denen seiner Landsleute die mit ihrem Verhalten ihm hier das Leben erschweren.





    *ja, die aus diesem Kulturkreis stammenden auf die das nicht zutrifft, mit denen hat auch keiner ein Problem, auch nicht die beschriebenen.
     
  6. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Lärm...

    durch ständigen Lärm im Haus, Ruhestörungen bis Mitternacht etc. und das über Jahre,
    wurde ich schwer krank. Bitten und betteln um Mäßigkeit in Bezug auf Lärm half nicht.
    Nun drehte ich den Spieß um.
    Wenn ich um Mitternacht aus dem Schlaf gerissen wurde, stand ich auf, beruhigte mich
    etwas, und nach einiger Zeit, wenn es wieder ruhig wurde und ich annehmen konnte,
    Herrschaften schlafen nun auch, drehte ich mein Radio so laut, daß mit Sicherheit auch
    diese Leute wach sind. Hat prompt gewirkt. Sie kamen am nächsten Morgen ganz auf-
    geregt, beschwerten sich wegen meiner Musik, ich erwiderte, ich drehe deshalb so laut, damit ich ihren Krach nicht so stark höre, Musik sei mir lieber.

    Es wurde noch ein recht gutes Mietverhältnis.

    (mein Verhalten war übrigens gesetzeswidrig, ich hätte diese Mieter anzeigen müssen)
     
  7. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    wirklich schön das das bei dir geholfen hat, aber falls nicht, dann ist der Kleinkrieg m.E. vorprogrammiert. Mal abgesehen davon, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt, stört man damit ggf. auch andere Nachbarn die das garnicht betrifft.
     
  8. #7 Nanne, 05.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 20.10.2014
    Nanne

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    Der Krach durch die Mieter hatte natürlich auch andere Mieter gestört, aber wie es so
    ist, sind diese zu feige sich dagegen zu stellen, zu wehren. Meine Methode war wirklich
    die einzige Möglichkeit - und es hat geklappt. Wie sagt man: der Zweck heiligt die Mittel
     
  9. anna

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    Bei Trittschall sehe ich das allerdings anders. Was soll man dagegen unternehmen ? Man kann niemanden das Gehen verbieten bzw vorschreiben, wie er in seiner Wohnung zu bewegen hat. Problematisch sind da ja leider auch die ganz alltäglichen Geräusche. Das hat sich bei uns manchmal angehört, als ob die Bude zusammengeschlagen wird.

    Allerdings war das ein Haus aus den 30er Jahren und der Speicher wurde später mit einfachstenen Mitteln als Wohnung ausgebaut. Wenn das Haus in begehrter Wohnlage einer beliebten Uni-Stadt steht, kann man nur ausziehen, wenn einen das stört.
     
  10. #9 Blauaeugig, 09.10.2014
    Blauaeugig

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    Guten Morgen,

    wir leben in unserer Eigentumswohnung in sehr ähnlicher Lage: die über uns wohnende Miteigentümerin macht permanent einen unglaublichen Lärm. Von morgens 7 Uhr bis nachts um 22:30 Uhr (dann geht sie endlich ins Bett) werden Möbel gezogen, Haus- und Zimmertüren geknallt, musiziert, der Müll entsorgt, die Fenster zugeknallt, mit Holzschuhen auf dem Holzparkett herumgelaufen usw. Es ist wirklich kaum auszuhalten.
    Zuerst haben wir sie darauf angesprochen, sie zu uns eingeladen und sie hören lassen, welchen Lärm ihre (erwachsenen) Kinder machen. Sie war total erschrocken und hat Abhilfe versprochen. Da aber statt Abhilfe noch mehr gelärmt wurde, haben wir den HV um Einhaltung der Hausordnung gebeten. Kein Erfolg. Also haben wir ihr (inzwischen mehrfach) vom Anwalt einen Brief mit Erläuterung des Nachbarschaftsrechts zukommen lassen. Das brachte immer nur kurzen Erfolg.
    Da nach 2,5 Jahren unsere Nerven blank liegen und die Gesundheit am Boden ist (wir wissen nun: Lärm kann wirklich krank machen), haben wir uns entschlossen, das Feld zu räumen und die Wohnung zu verkaufen.
    Aus meiner Erfahrung kann ich Dir ebenfalls nur raten, schnellstens eine neue Wohnung zu beziehen. Am Ende gibt der Klügere manchmal nach und geht einfach.
    Genieß die Ruhe in der neuen Wohnung.
    VG,
    Blauaeugig
     
  11. Nanne

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    [QUOTE=Blauaeugig;140086
    Da nach 2,5 Jahren unsere Nerven blank liegen und die Gesundheit am Boden ist (wir wissen nun: Lärm kann wirklich krank machen), haben wir uns entschlossen, das Feld zu räumen und die Wohnung zu verkaufen.
    Aus meiner Erfahrung kann ich Dir ebenfalls nur raten, schnellstens eine neue Wohnung zu beziehen. Am Ende gibt der Klügere manchmal nach und geht einfach.

    Wenn immer der Klügere nachgibt, entsteht eine Herrschaft der Dummen.
    Solchen Krachmachern kannst Du nur mit Gegenmaßnahmen beikommen.
     
  12. #11 anna, 09.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.10.2014
    anna

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  13. #12 Leipziger82, 09.10.2014
    Leipziger82

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    Ich hatte auch mal ein ähnliches Problem, nur mit dem Unterschied, dass ich der Verursacher des "Lärms" war und auch keine Abhilfe versprochen habe. Warum auch?

    Wenn die Mieterin mit Holzschuhen auf Parkett laufen möchte, kann sie das tun. Wenn ich Nachts um 1 Uhr durch meine Wohnung laufe und der Mieter unter mir hört das, hat er Pech gehabt und kann sich diesbezüglich gern an den Hausverwalter wenden.
    Ich würde niemals meine persönlichen "Freiheiten" dahingehend einschränken, dass ich durch die Wohnung schleiche und permanent im Hinterkopf habe, dass der Nachbar meine Bewegungen hören kann.

    In meinem Fall habe ich einfach mal die (korpulente) Frau des Mieters unter mir durch meine Wohnung laufen lassen während ich mit ihm in seiner Wohnung stand und gelauscht habe. Spätestens dann hatte er erkannt, dass hier kein Verstoß gegen die Hausordnung vorliegt.

    Den Mieter über mir höre ich auch regelmäßig (da wackeln auch schon mal die Gläser in der Vitrine), was mich aber nicht sonderlich stört. Ich lebe halt in einem Mehrfamilienhaus und muss mit Geräuschen, die durch den (vertragsgemäßen) Gebrauch der Mietsache entstehen leben.
     
  14. #13 Nanne, 09.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 12.10.2014
    Nanne

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    ja, warum auch? Und da liegt der Hase im Pfeffer. Nicht jeder Mensch ist gleich lärmempfindlich. Einer hat durchaus nichts einzuwenden, wenn die Türen zugeworfen
    werden, im Treppenhaus gesprungen und geschrien wird usw., ein anderer mag das
    störend empfinden.
    Ich mache bei einer Vermietung einer Wohnung im Inserat schon darauf aufmerksam "ruhiges Haus". Gaudiburschen melden sich da gar nicht. Ich merke nun seit es im Haus
    ruhig abläuft, wieviel mehr Wohn- bzw. Lebensqualität das bringt.

    Übrigens, in meinen Wohnungen gibt es zum Teil Laminat. Im Mietvertrag heißt es: Das Begehen auf Laminat ist mit Stöckelschuhen oder Holzschuhen untersagt. Den MV liest jeder vor seiner Unterschrift und kann das akzeptieren oder auch nicht.
     
  15. #14 Raimond, 09.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.10.2014
    Raimond

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    ....Gelöscht....
     
  16. #15 Leipziger82, 09.10.2014
    Leipziger82

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    Das ist übrigens sogar durch diverse Urteile bestätigt worden.

    Ich muss meinen vorherigen Beitrag dahingehend korrigieren, weil ich schrieb: "Wenn die Mieterin mit Holzschuhen auf Parkett laufen möchte, kann sie das tun."
     
  17. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Dies würde ich als Individualvereinbarung kennzeichnen mit Unterschriften von M+VM.
     
  18. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Rein gefühlsmäßig würde ich es nicht als Individualvereinbarung bezeichnen. Demnach wäre ja der Hinweis in der Hausordnung (die in meinen Mietverträgen integriert ist) z.B."Türen dürfen nicht zugeschlagen werden" auch nur individuell zu vereinbaren.
    Ich glaube, hier gibt es keine eindeutige Rechtssicherheit.

    Meine Mitbewohner im Haus sind alle recht ruhebedürftig und deshalb stellt sich die
    Frage nach Indiv-Vereinbarung gar nicht.
     
  19. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Doof nur, das man oft vorab nicht genau weis, wie das Mietverhältnis mit dem neuen Mieter tatsächlich wird .... :91: Ich mein, wenn alles so klar wäre, denn bräuchte man theoretisch nicht mal einen schriftlichen Mietvertrag, ect.

    Im übrigen halte ich Zitat "Das Begehen auf Laminat ist mit Stöckelschuhen oder Holzschuhen untersagt" nicht für eine "echte" Individualvereinbarung. Mal abgesehen davon, das dies ja im Mietvertrag steht und dann eh fraglich wäre, ob man das verbieten darf - du hast das Bad vergessen, denn Bodenfliesen und Stöckelschuhe vertragen sich manchmal auch nicht so, sei es ggf. wegen Lärm oder Beschädigung. Und gerade beim letzteren ist so eine Vereinbarung m.E. wieder überflüssig, den für Schäden haftet i.d.R. eh der Mieter, wenn er Schuld daran hat.
     
  20. #19 Nero, 09.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.10.2014
    Nero

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    @Nanne, ich muss Dir dazwischen schnell was sagen/dich bestätigen ....

    Der Spruch heißt:Der Klügere gibt nicht solange nach, bis die Dummheit siegt.

    Ob er im vorliegenden Fall hilft/zutrfft, es aber fraglich.

    Ich würde als der/die Klügere die Koffer packen.

    Aber ich klinke mich jetzt aus, weil ich erkenne, dass das Thema Hellhörigkeit sehr speziell ist.
     
  21. anna

    anna Erfahrener Benutzer

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    @ Nane

    Das ist ja alles schön und gut, wenn man selbst Eigentümer ist. Aber als Mieter hat man doch kaum eine Chance. Vermieter wählt die Mieter aus und will danach möglichst seine Ruhe haben, da er nicht im Haus wohnt. In unserem Fall war uns klar, dass Er bzw Sie natürlich auch nichts investieren wollte. Warum auch , wenn nach unserem Auszug gut 200 Interessenten auf der Matte stehen.... Wir haben die ersten 2-3 Jahre versucht, die Sache unter uns Mietern zu regeln um die Eigentümerin nicht zu belästigen.

    Alle Bewerber betonen, wie ruhig sie sind. Es wurden im Inserat ausdrücklich ruhige Mieter gesucht. In der Wohnung oben ist beim Einzug ein Klavier aufgetaucht. Gerechterweise muss man sagen, sie hat sehr viel Talent gehabt. Deshalb hat es uns nicht gestört. Aber sie hatte halt leider sehr häufig Besuch, da sie alleinstehend und 30 Jahre jünger war als wir. Die Besucher waren nicht sonderlich laut, aber wenn man jeden Schritt hört, ist es störend. Man hat jede Unterhaltung mitbekommen, den Fernseher, Musik, eigentlich alles.

    In der Wohnung unter uns hat die Mieterin nach der Unterschrift des Mietvertrags plötzlich festgestellt, dass sie im 5. Monat schwanger ist ..... Mit anderen Worten, wir haben jede Nacht mitgemacht, was junge Eltern mitmachen .... Als das Kind dann irgendwann durchgeschlafen hat, war es ein schönes Spiel, morgens um 5 aus dem Kinderzimmer auf dem Parkett ins Elternschlafzimmer zu rennen. Es hat uns immer wieder erstaunt, wie so ein zierliches kleines Mädchen über das Parkett poltern kann.

    Das Haus war so hellhörig, dass man bei den diversen Mitbewohnern vom Kindermachen bis zu etwas lauteren Differenzen das ganze Privatleben mitbekommen hat. Wir hatten die mittlere Wohnung von dreien. Zwischendurch waren wir so weit, dass wir nach dem Freiwerden der anderen Wohnungen diese mieten wollten, um unsere Ruhe zu haben. Mit so etwas hatte die Vermieterin aber schon schlechte Erfahrungen gemacht, weil vor Urzeiten mal ein Mieter, der das ganze Haus gemietet hatte "Pleite gemacht hatte" ... Wir hatten in unsere Wohnung mit großem Gartenanteil beim Einzug sehr viel Zeit und Geld für Modernisierungen investiert und haben uns in dem innenstadtnahen Villenviertel sehr wohl gefühlt. Das gibt man nicht so schnell auf. Nach 10 Jahren mit diversen Mitbewohnern war ich gesundheitlich so angeschlagen und mit den Nerven runter, dass wir ausgezogen sind.

    Es hat also manchmal weder was mit Nachgeben noch mit Dummheit gewähren lassen zu tun. Das ist ganz schlicht reiner Egoismus, wenn man irgendwann das Handtuch wirft !
     
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