Was kommt gesetzmäßig auf Immobilienbesitzer zu?

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von Ali, 14.04.2011.

  1. Ali

    Ali Neuer Benutzer

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    Bevor ich meine Frage ausführe, zuerst einmal ein herzliches HALLO an alle da ich hier neu bin!
    Ich wohne zur Zeit mit meiner Frau zur Miete und wir möchten uns ein Haus kaufen.
    Nun habe ich meinen Schwager um Rat gebeten weil er Polier bei einem Bauunternehmen ist und sich recht gut auskennt. Er sagte mir, ich solle beim Hauskauf darauf achten kein Haus welches älter als 1980 ist, zu kaufen. Er sagte, in Zukunft wird es gesetzliche Auflagen zur Dämmung und solchen Dingen geben, die der Hausbesitzer erfüllen MUSS! Momentan ist es ja so dass ich gewisse Dinge nur erfüllen muss wenn neu baue und vorhabe zu vermieten, richtig?
    Er meinte jedoch dass JEDER Hausbesitzer Auflagen gemacht bekommen wird egal ob er vermietet oder baut oder ein altes Haus hat. Auch beim Thema Abwasser würde es schon bald bestimmte Auflagen geben wie das zu sein hat. Da geht es wohl um die Trennung von echtem Abwasser (Toiletten usw.) und Regenwasser oder normales Wasser aus z.Bsp. der Küchenspüle.
    Was da genau passieren wird konnte er mir nicht sagen. Ich habe jetzt gegoogelt wie blöd und auch hier mal gestöbert, aber ehrlich gesagt ist es schwierig was zu finden wenn man nicht genau weiss wonach man suchen soll. Deshalb also meine Fragen:

    1. Kann es sein dass einem Hausbesitzer der NICHT vermietet, Auflagen zur Dämmung und Abwasser usw. gemacht werden die er Erfüllen MUSS?

    2. WAS kommt denn da auf einen zu? Kann man da schon was sagen, bzw. WO kann man sich da informieren was der Gesetzgeber geplant hat?

    Ich hoffe ihr könnt mir da etwas helfen. Vielen Dank im Voraus, Ali
     
  2. AdMan

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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Ali,
    es dürfte wohl kaum durchsetzbar sein, dass in Millionen von Häusern die Abwasserinstallationen geändert werden müssen, sprich bspw. Abwaschwasser von Toilettenwasser.
    I.d.R. sind ja in den Gemeinden, wo ein duales Abwassersystem existiert, Abwasser (grau und schwarz) in den einen Kanal und Regenwasser in den anderen Kanal eingeführt.
    Was jedoch kommen wird, ist eine Überprüfung der Abwasserleitungen von den Häusern in die Strassen-Längsentsorgung auf undichte Stellen, wo auch bspw. Wurzeln hineingelangen könnten.
     
  4. Ali

    Ali Neuer Benutzer

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    Und wie sieht es bei dem Thema Energieverbrauch aus? Was wird da so passieren? Gibt es irgendwelche Seiten im Web wo man sich informieren kann was der Gesetzgeber so vor hat diesbezüglich? Also so Dinge wie Vorschriften bei der Dämmung von Haus und Dach, irgendwelche Heizungsanlagen usw.
    Kann ich nicht einfach ein altes Haus kaufen und es so lassen wie es ist, oder zumindest selbst entscheiden WIE und OB ich es dämme? Den wirtschaftlichen Faktor für mich, möchte ich jetz hier aussen vor lassen. Es geht mir nur um das, was mir evtl. "aufgezwungen" werden kann.

    Danke, Ali
     
  5. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Irgendwann werden alle Häuser auf Nullenergiestandart hehoben werden müssen. Das ist auf Dauer bei den steigenden Energiepreisen auch unumgänglich.

    Die Frage sollte also nicht lauten was der Gesetzgeber will, sondern was langfristig die geringsten Kosten verursacht.

    Eine Sickergrube für Abwasser kostet nur sagen wir 1000-2000€. Das Niederschlagswasser beim Entsorger kostet im Jahr sagen wir 100-200€ an Kanalgebühren. Wie würden Sie entscheiden?

    Die Gebäudedämmung kostet sagen wir 20.000€. Dadurch würden die Heizkosten im Jahr um 2.000€ sinken. Was ist wohl auf Dauer billiger?

    Der Tipp mit keine Häusern vor 1980 ist sicher nicht unberechtigt. Aber ich würde anderen Kriterien den Vorzug geben. Ein EFW Bj. 1960 welches in den 90ern top saniert wurde ist sicher besser als eins Bj 1980 wo seit dem fast nix gemacht wurde.
     
  6. #5 lostcontrol, 08.05.2011
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    kommt drauf an wo du wohnst. google mal unter "wärmeschutzgesetz" - in bawü gilt es schon, in anderen bundesländern soll es eingeführt werden. im prinzip läuft's darauf raus, dass du auch bei alten häusern gewisse auflagen hast, z.b. den dachboden zu dämmen (sollte wohl nicht das problem sein, bedeutet nämlich nicht zwangsläufig ein neues dach sondern - sofern der dachboden nicht ausgebaut ist - nur dass der boden des dachbodens neu gemacht werden muss und das ist ja nun abgesehen vom gerümpele wohl eher 'ne kleine nummer.
    ABER: die frage ist halt ob das überhaupt kontrolliert wird. und wenn du dir die vorgaben mal anguckst, kriegste eh 'n lachkrampf, die sind nämlich sowas von ungenau und schwammig dass du mit ein bisschen eloquenz da ALLES draus machen kannst. und letztendlich haste da dann die gleiche situation wie beim denkmalschutz: klar kannste/darfste/musste das eine oder andere tun oder lassen, aber hier in unserer historischen altstadt ist es gang und gäbe lieber zu machen was man will und dann hinterher - falls der verstoss gegen die auflagen überhaupt jemals entdeckt wird - die vergleichsweise lächerliche strafe zu zahlen. mir ist jedenfalls kein einziger fall bekannt wo jemand tatsächlich rückbauen musste (z.b. das neue kunststofffenster tatsächlich gegen ein holzfenster tauschen musste).

    wie gesagt, kommt auf's bundesland an.
    und natürlich auf die einzelsituation - ein haus, das komplett unter denkmalschutz steht (denkmalschutz ist ja nicht zwingend aufs ganze haus bezogen sondern kann z.b. nur die fassade betreffen) könnte zu den ausnahmen gehören.

    also hier bei uns haben sie mit einem riesenaufwand (luftaufnahmen etc.) jetzt neue berechnungen angestellt. die aktion war 'ne ziemliche frechheit, aber das will ich jetzt garnicht ausführen.
    worauf das ganze rausläuft: künftig werden wir für versiegelte flächen abwassergebühren bezahlen müssen, sofern das wasser von dort in die kanalisation eingeleitet wird. sprich: was über dachflächen etc. an regen in die kanalisation eingeleitet wird (und nicht in zisternen, wasserbütten oder sonstwie gespeichert wird) soll als abwasser bezahlt werden (immerhin der 3fache preis wie für klarwasser), was an gartenwegen, rund ums haus etc. versiegelt ist und nicht versickern kann und ebenfalls in die kanalisation eingeleitet wird, auch dafür muss abwassergebühr bezahlt werden.
    und das obwohl wir alle gelernt haben, dass unsere kanalisation auf dieses doch einigermassen saubere wasser angewiesen ist...
    ich ärgere mich massiv darüber, nicht nur weil die hier komplett die leute verarscht haben mit ihren luftaufnahmen und ihrer berechnung (ohne anzugeben worum's dabei eigentlich geht - die haben so getan als sei das nur 'ne bestandsaufnahme und nicht 'ne berechnung zukünftiger zusatzkosten). vor allem ältere leute, die garnicht kapiert haben was da vor sich geht oder was die stadt überhaupt von ihnen will haben da nicht widersprochen, obwohl gerade bei älteren häusern gartenwege etc. eben im normalfall NICHT mit einer entsprechenden drainage und ableitung in die kanalisation versehen sind. sie werden die haupt-leidtragenden sein, und das finde ich massiv unfair. aber ich geh eh davon aus dass da 'ne prozesslawine ins haus steht...

    definitiv: JA.

    ich könnt jetzt sagen: steht alles in der tageszeitung, kannste im fernsehen gucken oder im radio hören.
    bezüglich wärmeschutzgesetz solltest du googeln, ansonsten weiss ich nicht WAS genau du wissen willst, kommunal kann da so einiges individuell laufen, gerade so sachen wie wasser- bzw. abwasserkosten usw.
    ich geh in solchen fällen immer aufs bauamt und verlange dass mir erklärt wird was sache ist. hat bisher immer bestens funktioniert. nur hab ich ja mein haus (und auch die häuser die ich hausverwaltungstechnisch betreue sind bekannt) und bekomme dann auch objektbezogen klare auskünfte.
     
  7. #6 Christian, 09.05.2011
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Hallo,

    ich denka auch, daß es schwierig bis unmöglich sein wird, alle Regelungen hier aufzulisten - es gibt einfach zu viele unterschiedliche Konstellationen.

    Losti hat meine Meinung schon perfekt in Worte gefasst:

    "steht alles in der tageszeitung, kannste im fernsehen gucken oder im radio hören.
    ... solltest du googeln"

    Klar, googeln kann man nur, wenn man einen Begriff oder ein Schlagwort hat, welchen/-s man bei Google eintippen kann - daher hat dieser Thread durchaus seine Berechtigung.

    Und um die Schlagwortliste zu ergänzen: Dichtheitsprüfung --- Gut für die Umwelt --- Gut für Nordrhein-Westfalen

    In NRW sollen/müssen Hausbesitzer nachweisen, daß aus ihren Abwasserrohren kein (potentiell "dreckiges") Wasser unkontrolliert im Boden versickert - und kein Grundwasser in die Abwasserrohre eindringt (wie in ein Drainagerohr) und so das Klärwerk unnötig viel Wasser verarbeiten muss.
    Zumindest die Prüfung kostet erst mal Geld. Wenn sich dabei rausstellt, daß die Abwasserrohre nicht dicht sind, kostet es nochmal Geld.

    Gruß,
    Christian
     
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