Wasser und Heizkostenabrechnung - Muss der Ersteller solche Fehler vermeiden?

Diskutiere Wasser und Heizkostenabrechnung - Muss der Ersteller solche Fehler vermeiden? im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Guten Morgen, ich habe an meinen Wasser- und Heizkostenabrechnungsersteller die Verbrauchskosten (Brennstoff und Wasser) übermittelt. Dieser hat...

  1. #1 Benni.G, 02.07.2018
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    Guten Morgen,
    ich habe an meinen Wasser- und Heizkostenabrechnungsersteller die Verbrauchskosten (Brennstoff und Wasser) übermittelt. Dieser hat die Verbrauchswerte ermittelt und folgende Abrechnung erstellt.

    Soweit so gut - nach ein paar Wochen habe ich die Abrechnung erhalten. Auf Grund der hohen Kosten (507,32 € für 4 Parteien inkl. Miete für 7 Kalt- und 3 Warmwasseruhren und 11 Heizkostenverteilern (eine Heizung demontiert)), bin ich am überlegen meiner WEG den Vorschlag zu machen, diese selbst zu übernehmen. Dafür habe ich die Abrechnung nachvollziehen wollen. Das habe ich auch im Endeffekt gemacht und kann im Endeffekt nur den Kopf über diese Abrechnung schütteln.

    Die Aufstellung der Positionen ist in 5 Punkte unterteilt:
    1. Geb. Verbrauchserfassung
    2. Kosten Geräte Kaltwasser
    3. Abrechnung Hausnebenkosten
    4. Kosten Geräte Heizung
    5. Kosten Geräte Warmwasser

    1. Die Geb. Verbrauchserfassung ergeben zusammen mit den Brennstoffkosten die Summe der Heizanlage. Dort sind aber die Liegenschaftsgebühr, die Nutzergebühr, die Ablesegebühr und der Fahrkostenanteil aufgeführt, die ich dem Punkt Abrechnung Hausnebenkosten zufügen würde und nach Nutzern aufteilen statt sie über die Verbrauch an Wasser und den Besitz an Wohnfläche zu verteilen. Gleiches gilt vom Prinzip für die restlichen Kosten. Wer viel verbraucht trägt einen höheren Anteil an der Verbrauchsanalyse und für die Ermittlung der Werte.

    2. Beim Punkt Kosten Geräte Kaltwasser ist neben den Mietkosten auch die Kosten für die Ermittlung aufgezählt. Sind die hier falsch oder sind sie bei den Kosten Geräte Warmwasser falsch? Diese Kosten werden "einfach" nach Nutzern aufgeteilt, obwohl 3 Nutzer 2 Wasseruhren brauchen und 1 eine.

    3. Was meiner Meinung nach hier reinmüsste, habe ich bereits bei 1. geschrieben.

    4. Werden diese Kosten einfach als Zusatzkosten Heizung angesetzt und somit nach Verbrauch verteilt? Oder müsste man die Kosten der 4 Heizkostenverteiler auf die 3 Nutzer verteilen (2 Nutzer mit 4 Verteilern und 1 Nutzer mit 3 Verteilern)

    5. Werden diese Kosten einfach als Zusatzkosten Warmwasser angesetzt und somit nach Verbrauch verteilt?

    Sind meine Fehler begründet?
    Seht ihr noch weitere Fehler?
    Was würdet ihr machen, wenn euch so eine Abrechnung vorgelegt wird?
    Kann man diesem Unternehmen ein weiteres Jahr die Abrechnung anvertrauen?
     

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  3. Andres

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    Zu 1, 4 und 5: Was zu den Heizkosten gehört, ist in der HeizkostenV abschließend geregelt. Die Kosten der Verbrauchserfassung sind Heizkosten. Ein Umlage nach einem anderen Maßstab ist nicht zulässig.

    Zu 2: In den Worten der BetrKV heißt das "Kosten ihrer Verwendung". Ein spezieller Umlagemaßstab ist nicht vorgeschrieben. Es gilt. was im Mietvertrag vereinbart ist, ansonsten die Regelungen aus § 556a BGB.


    Verlangen, dass mir die ganze Abrechnung vorgelegt wird. Wenn eine Aufzählung mit 3. losgeht, brauche ich mich nicht zu wundern, dass ich nichts verstehe.


    Anhand der vorliegenden Informationen nicht zu beurteilen. Ich habe große Mühe, den Rechenweg nachzuvollziehen, aber das mag wieder einmal an dem Ausschnitt des Gesamträtsels liegen, den wir hier präsentiert bekommen.
     
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  4. #3 Benni.G, 02.07.2018
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    Danke für die rasche Antwort!

    Zu 1: In §7 Abs. 2 lese ich aber nichts von Liegenschaftsgebühr, Nutzergebühr, Ablesegebühr oder Fahrtkostenanteil. Oder übersehe ich da was?
    Zu 4 und 5: ist dann wohl richtig.

    Zu 2: Es geht ja nicht um die Mieter der Wohnung, sondern um die Mieter der Wasseruhren. Da der Vertrag vor meiner Verwaltung abgeschlossen wurde, müsste ich in der Tat mal nach den Verteilungskosten schauen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Kosten der Messgeräte (in diesem Fall die der Kaltwasseruhren) einfach durch 4 geteilt werden.

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    2. Ihrer Nutzeraufstellung
    3. Aufstellung der Gesamtkosten
    4. Ermittlung Heiz- und Warmwasserkosten
    5. Aufteilung der Gesamtkosten
    6. Verteilung der Gesamtkosten
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    3. Aufstellung der Gesamtkosten
    4. Ermittlung Heiz- und Warmwasserkosten
    5. Aufteilung der Gesamtkosten
    6.Ihre Kosten- und Verbrauchsanalyse

    Ich habe meiner Meinung nach alle relevanten Ausschnitte der Abrechnung angehängt. Falls dir Informationen fehlen, gebe bitte bescheid.

    In Anhang 2 sind die unterschiedlichen Kosten aufgestellt. Heiznebenkosten ergibt sich aus Anhang 1. Die Zusatzkosten der Heizung und vom Warmwasser auch.
    Die Hausnebenkosten ergeben sich aus Anhang 1 und der Wasserrechnung in Höhe von 1.044,62 €.

    In Anhang 3 sind alle Kosten je Einheit dargestellt.

    In Anhang 4 sind nun die Kosten je Einheit mit den jeweiligen Faktor multipliziert.

    Klar, zwischendrin ist noch errechnet, wie man zu den Grundkosten und Verbrauchskosten von Heizung und Warmwasser kommt, doch das passt soweit.
     
  5. Andres

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    "die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung sowie die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung, Aufteilung und Verbrauchsanalyse"

    Wie der Anbieter, der die Ausstattung vermietet, seine Leistungen gliedert (Betrag pro Liegenschaft + Betrag pro Nutzer + wasauchimmer oder alles irgendwie in einem Betrag), ist seine Sache.


    Steht ernsthaft zur Diskussion, dass jeder Eigentümer seine eigenen Zähler gemietet hat? Was gibt es dann überhaupt abzurechnen?

    Die Gemeinschaft mietet meist die Zähler.


    Werden sie ja auch nicht, wenn das nicht ausdrücklich vereinbart ist. In der WEG ist der Regelfall die Aufteilung nach MEA, in der Vermietung nach Wohnfläche. Andere Maßstäbe können in beiden Fällen vereinbart sein.


    Wie bereits gesagt: Der Rechenweg erschließt sich mir nicht. Das ist bei dem Anbieter, um den es sich hier handeln dürfte, traditionell quer über alle Seiten verteilt. Die Nachvollziehbarkeit ist aber ein wichtiges Kriterium für die Wirksamkeit der Abrechnung. Du brauchst dir aber nicht die Mühe machen, hier alle 17 Seiten einzustellen - ich lese das sowieso nicht.
     
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  6. #5 Benni.G, 02.07.2018
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    Ok, nur weil ich es unlogisch finde, dass nur 3 der 4 Nutzer an der Grundgebühr beteiligt werden, muss der Anbieter das nicht ebenfalls so sehen.

    Ok, dann werden wir auf der nächsten Versammlung dies wohl festlegen müssen.


    Es sind insgesamt 39 Seiten. Aber danke, dass du mir das schwärzen ersparst.
     
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  8. Olbi

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    Mit diesem Anbieter arbeite ich in einem Haus auch zusammen. Du bekommst ja vorher einen Bogen, den Du ausfüllen musst. Dort gibst Du die Werte und den Umlageschlüssel für diese Kosten an. Umlage entweder nach Verbrauch oder nach Anteilen. Hast Du diesen Bogen ausgefüllt, dann solltest Du aber ein Duplikat bei Deinen Unterlagen haben.

    Dann kommt es ja auch noch darauf an, wo Du was in diesem Bogen hinschreibst.

    Oder Du schaust Dir den Bogen erstmal bei dem an, der ihn ausgefüllt hat. Dann wird vieles klarer.
     
  9. #7 Benni.G, 03.07.2018
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    Hallo Olbi,
    in dem besagten Bogen habe ich die Wassertemperatur korrigiert sowie die Brennstoff- und Wasserkosten eingetragen.

    Meiner Meinung nach ist kein Feld dafür vorgesehen, wo ich eintragen kann, was als Verbrauchserfassungsgebühren und was als Hausnebenkosten angesehen werden soll und wie diese aufgeteilt werden müssen. Falls du dafür eine Lösung hast, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar.

    In der Servicerechnung (3.4.), die mit dem auszufüllenden Bogen kommt, sind sämtliche Kosten ohne Zuordnung aufgezählt.

    Auch in der Abrechnungsbestätigung (eine Art Vertrag) ist nur zu finden, dass "Die Abrechnung der Hausnebenkosten nach den Angaben der jährlich einzureichenden Kostenaufstellung erfolgt. Die anfallende ...Gebühr wird im Rahmen der Abrechnung nicht umgelegt."

    In meinen Fall also die Wasserkosten.

    Dort, wo im Bogen die Wasserkosten angegeben werden ist noch eine Zeile frei. Hätte ich dort die 6 Punkte aufzählen sollen, welche meiner Meinung nach zu den Hausnebenkosten gehören. Dann würde sich für mich das nächste Problem ergeben. Die Ablesegebühr, die HNK-Abrechnung und die Grundgebühr der Hausnebenkosten ist auf der Rechnung, die ich am 3.4. erhalten habe gar nicht aufgeführt. Sondern erst mit der Schlussrechnung vom 1.6., sodass ich dann nochmal 92,87 € zahlen muss.
     

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