Wasserleitungen

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von Nele, 29.03.2007.

  1. Nele

    Nele Benutzer

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    Hallo. Ich möchte in der Wohnung in der ich lebe eine Gasetagenheizung einbauen lassen. Ich befinde mich im dritten Stock von insgesamt fünf Stockwerken.
    Ich möchte dass die Wasserleitungen bis zu den Heizkörpern unter dem Putz verlaufen und nicht sichtbar durch Kabelkanäle, oder wie sich sowas nennt. Es waren schon 2 Firmen da und die eine wurde es so machen (Unterputz) und die andere sagt: Sie dürfen die Wasserleitugen nicht durch die Wand ziehen da sonst die Wände nach einigen Jahren reissen könnten. Das Haus ist 1956 gebaut worden. Jetzt weiß ich echt nicht was richtig ist?!
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas123, 30.03.2007
    Thomas123

    Thomas123 Erfahrener Benutzer

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    Zunächst mal eine Frage: Bist du Eigentümer oder Mieter? Wenn es nicht dein Haus ist, mußt du die Maßnahme erst mal zur Abstimmung (Zustimmung) bringen, sonst kriegst du massive Probleme...

    Und nu kommen wir zur Physik. Heute nehmen wir mal die Wärmeausdehnungskoeffizienten dran. Wie ihr alle wisst, dehnen sich Gegenstände aus, wenn sie erwärmt werden.....und wenn sie kalt werden ziehen sie sich zusammen.

    Gut, beim Eis ist es umgekehrt....aber da ändert sich auch die Konsistenz....flüssig, fest, flüssig, dampfförmig.....deshalb platzt auch ein (Heizungs)Rohr, wenn es ordentlich friert...

    Wird nun eine Warmwasserleitung unter Putz verlegt, wird sich die Wasserleitung bei Wärme, je nach Durchmesser und Länge um einige Millimeter oder gar cm ausdehnen. Das gibt bei falscher Verlegung ordentliche Risse im Putz und u. U. auch in der Wasserleitung.....man sollte nicht glauben, wie gepfuscht werden kann...

    Weil dieser Platz im Putz zum Ausdehenen und zusammenziehen fehlt....man könnte natürlich ausreichend mit nachgiebigem Material isolieren und so Platz schaffen.....aber das gibt ordentlich Dreck in der Wohnung....weil die Schlitze viiiel größer gemacht werden müssen.....

    Deshalb haben die Leute früher die Warmwasserleitungen auf Putz gelegt (waren auch nicht doof!). Das hatte 2 Vorteile und 1 Nachteil. Die Leitungen konnten sich ausdehnen und wieder zusammenziehen, und gaben die Wärme (meist hinter dem Vorhang) an die Umgebung ab. Sie sahen halt nicht besonders schön aus... :wink :wink
     
  4. Mac

    Mac Erfahrener Benutzer

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    Wer verlegt denn heute noch Warmwasserzuleitungsrohre ohne Isoliermaterial? Die das Rohr umschließende Dämmung sollte die Ausdehnung des Warmwasserrohres soweit kompensieren, dass bei einer Unterputzverlegung eine Rissbildung minimal ist.
     
  5. Nele

    Nele Benutzer

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    Hallo. Ich bin der Eigentümer von der Wohnung. Jetzt weiß ich erst recht nicht was ich machen soll :?
     
  6. Heizer

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    Heizungsrohre werden entweder Aufputz oder in speziellen Schächten verlegt.

    Bei der UP Verlegung in der Regel im Fußboden. Da ist Belag drüber und Risse stören nicht weiter.

    Die meisten Innenwände sind zu dünn um fachgerecht darin Heizungsrohre zu verlegen.

    Bei einer 12er Wand müßte man ja schon fast Durchstemmen um die Rohre samt Isolierung dareinzubekommen.
     
  7. Nele

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    Also die Wand hat einen Durchmesser von 27cm.
    Schade dass sich niemand meldet der auch im Altbau wohnt, um zu berichten wie es da gemacht ist. Mfg
     
  8. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Also im Altbau werden in der Regel die Rohre wie schon gesagt im Estrich verlegt und kommen dann jeweils am Heizkörper aus dem Boden.

    Oder es werden sogenannte Installationswände eingezogen in denen die Leitungen verlegt werden.

    Bei "low cost" Sanierungen werden sie meist auf Putz verlegt. Die Heizkreise verlaufen dann im Keller und die Steigleitungen gehen dann durch alle Wohnungen bis zum Dach.

    Bei einer einzelnen Wohnung ist das so leider nicht möglich.

    Für eine Verlegung in einer Wand benötigt man mindestens einen Kanal von 10x15cm. Das würde bei einer 27er Wand noch gehen. Aber spätere Risse in der Tapete sind zu befürchten.
     
  9. #8 hamichel, 30.03.2007
    hamichel

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    Zunächst einmal nehme ich an, daß es sich um die Heizungsrohre (Vor-/Rücklauf) handeln soll.
    Ob Alt- oder Neubau spielt bei der Frage nach Innenwandverlegung keine Rolle, lediglich das Aufstemmen und der Dreck dabei könnte je nach Baumaterial unterschiedlich sein.
    Eine Wandstärke von 27 cm (Innenwand) dürfte allemal dafür ausreichen.
    Ein Profi-Installateur wird bestimmt wissen, wie solche Leitungen unter Putz zu verlegen sind, ohne daß dadurch Putzschäden entstehen. Eine ordentliche Isolierung ist schon zur Vermeidung von Wärmeverlusten notwendig. 10 mm Schaum nehmen auch die zu erwartenden Ausdehnungen auf.
    So würde ich es bei meinem Altbau machen: Schlitze 40 mm breit, 70 mm tief, Rohre mit Isolierungs(schaum)schlauch darüber einlegen, Streckmetall darüber und verputzen. Und dann langsam anheizen.
     
  10. Nele

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    Ja, es handelt sich um die Heizungsrohre (Vor-/Rücklauf). Die inneren Risse wie zum Beispiel an den Tapeten machen mir keine Sorgen, sondern die Aussage; dass die Wände durch diese Schlitze geschwächt werden und es könnten mit der Zeit Risse in den Wänden entstehen, wodurch das Gebäude nicht mehr stabil wäre. Besteht die Möglichkeit tatsächlich?
     
  11. Heizer

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    Wenn es sich um tragende Wände handelt ja. Ansonsten wäre es egal.
     
  12. Nele

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    O je... es sind tragende Wände. :gehtnicht
     
  13. Heizer

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    Ich habe keine Ahnung um wieviel tragende Wände geschwächt werden dürfen ohne das die Statik leidet. Schließlich schlitzen die Elektriker ja auch einfach drauflos. Allerdings meist nur 2x2cm große Schlitze.
     
  14. #13 hamichel, 31.03.2007
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    Hallo Nele,

    Hat das schon ein(e) Fach(frau)mann/Statiker(in) festgestellt?

    Nach meiner unmaßgeblichen Meinung dürften aber solche Schlitze von ca. 7 cm Tiefe eine tragende Wand von 27 cm Dicke nicht maßgeblich schwächen. Es kommt dabei aber auch auf das Baumaterial an.
    Ich empfehle, Statiker einzuschalten und vor allem die Hausverwaltung, denn bei tragenden Wänden dürfte es sich wohl um Gemeinschaftseigentum handeln.

    .... und nicht Eigentümer des Hauses.
     
  15. Nele

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    Hallo. Festgestellt oder gesagt hat es mir der Mensch von der Firma die mir die Gasetagenheizung dürchführen wird. Der Verwalter sagt ich darf in meiner Wohnung machen was ich will und ob dadurch die Wände geschwächt werden, kann er mir nicht sagen da er kein Fachman für sowas ist.
     
  16. #15 hamichel, 31.03.2007
    hamichel

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    Hallo Nele,

    um sicher zu gehen, würde ich jetzt einen Statiker oder Architekten befragen.
    Schade, daß sich ein solcher nicht hier im Forum meldet.
     
  17. #16 Thomas123, 31.03.2007
    Thomas123

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    Ich kann dir sagen, da gibts gewaltige Pfuscher drunter, die gehen mit dem Abbruchmeisel ran....die machen Schlitze, da fängst du an zu weinen....

    Leider wahr....

    (diesmal ohne Smilies, gibt nix...)
     
  18. joggi

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    Hallo,

    normalerweise schadet die Schwächung der Mauer um wenige cm der Statik nicht. bei uns zu Hause sind die leitungen auch Unterputz verlegt - und das Haus steht immernoch ;-) Von statischer Seite her hätte ich keine Bedenken.
    ABER es gibt ne gewaltige Sauerei beim Schlitzklopfen usw.. Du brauchst danach noch nen Gipser / Maler der Dir die Wände wieder verputzt und tapeziert usw.. Zudem hast Du in der Tat das Problem daß es Innen kleine Schwundrisse geben kann und Du dadurch auch Risse in der Tapete bekommst.. Ist eben nicht schön.
    Soweit mir bekannt gibt es aber Lösungen wo die Wasserleitungen in speziellen Sockelleisten verlaufen. Optisch sollen die wohl kaum von 'gewöhnlichen' Sockelleisten zu unterscheiden sin. Schau Dir das System doch mal an, dürfte vermutlich auch preiswerter sein da Du Dir die Stemmarbeiten und anschließenden Malerarbeiten sparen kannst.

    Gruß Joggi
     
  19. #18 Thomas B., 27.05.2007
    Thomas B.

    Thomas B. Neuer Benutzer

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    Hallo,

    wir haben eine Heizungsfirma.

    Tragende Wände dürfen überhaupt nicht eingestemmt werden.
    Wenn überhaupt nur gefräst und dafür reicht zu zulässige Tiefe überhaupt nicht um die Rohre mit Isolierung zu versenken.

    Angenommen die Statik wäre egal.
    Wo kein Kläger da kein Richter, wäre bei ordnungsgemäßer Verlegung mit keiner Rissbildung zu rechnen.

    Eigendlich gibt es in diesem Fall nur folgende Lösung.

    Verlegung mit besonderer Halterungen auf der Wand.
    Auf diese besondere Halterung wird eine Fußleiste gesetzt.
    Diese gibt es in verschiedenen Farben und Dekoren.
    Sie gar nicht so unübel aus.
    Dieses ist recht günstig und macht nicht soviel Dreck.

    oder

    wenn die Wohnung unbewohnt ist den Estrich aufstemmen und die Leitung dort verlegen.
    Dieses hat leider einige Nachteile,
    der Estrich wird an der Stemmstelle immer wieder Risse bekommen und eine nachträgliche Verfliesung unmöglich.
    Auch mit Gewebe wird die Fliese an der Nahtstelle immer wieder reißen.

    oder

    Rohre auf der Wand verlegen und anschließen mit einer vorgebauten Wand verkleiden.
    Nachteil sehr kostenaufwendig.
    Raum wird etwas kleiner, Türfutter passen nicht mehr usw.


    Also, ich als Fachmann würde zu Version 1 raten und wenn Du genug Geld hast zu Version 2
    Die ist am günstigsten, macht am wenigsten Dreck, sieht nicht unübel aus, bei einer bewohnten Wohnung die einzigste möglichkeit


    Grüße
     
  20. Nele

    Nele Benutzer

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    Hallo Thomas. Danke für deine Antwort. Also wir haben die Wände aufgestemmt und die Leitungen auf diese Art verlegt. Diese Arbeit ist die dreckiste von alllen anderen Möglichkeiten. Gewebe ist auch drunter.Es befindet sich jetzt alles unter der Raufaser und hinter der Sockelleiste vom Laminat. 80% der Leitungen sind durch die Sockelleisten abgedeckt, was mich freut, denn wenn es zu Rissen kommt dann wird es nicht gleich sichtbar sein. Vielleicht sogar garnicht. Das werden wir jetzt im ersten Winter sehen, da bis jetzt "Dank dem Sommer" die Heizung immer aus war.
    Ich muss ehrlich sagen, ich würde es jetzt anders machen. Zum Beispiel über den Boden. Die Handwerker waren zu faul den Boden aufzustemmen und ich wußte gar nicht das man es auch durch den Boden ziehen kann.
    Ich denke jetzt jeden Tag dran und es belastet mich schon ein bisschen. Jedes mal wenn ich nach Hause gehe denke ich das Haus steht nicht mehr. ;-) Nein, aber es würde mir reichen wann da tatsächlich Risse entstehen würden. Obwohl, so wirds oft praktiziert und ich habe noch nie gesehen dass Risse deswegen entstanden sind. Von innen JA was auch nur der Putz ist aber nicht von aussen dass die tragende Wand z.B geschwächt wären. Na ja, wie auch immer, wenn das Haus einstürzen sollte dann seit ihr die ersten die es erfahren werden. Mfg
     
  21. #20 Maxander, 18.09.2012
    Maxander

    Maxander Neuer Benutzer

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    Hallo Nele,

    ich hoffe ich erreiche dich noch über dieses Forum ist ja schließlich schon paar Jahre her wo das hier erfasst wurde.
    Also wenn ich das jetzt richtig gelesen habe hast du die Rohre letztendlich unterputz verlegt oder?

    Wollte von dir gerne wissen welche dicke du für die Isolierung gewählt hast und ob noch alles in Ordnung bei deiner Eigentumswohnung ist?

    Die Methode mit dem Fußboden geht bei mir nicht, da ich einen Holzboden habe und den alten Dielenboden auch gerne behalten würde.

    Lieben Gruß Maxander
     
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