Wasserrohrbruch...wer zahlt? + Hausverwalterversicherung

Diskutiere Wasserrohrbruch...wer zahlt? + Hausverwalterversicherung im Versicherungen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo ein paar kurze Fragen : 1) Da ich ja rechtlich nicht die Möglichkeit habe eine Haftpflichtversicherung zu verlangen, (man kann es zwar in...

  1. #1 Jasper187, 20.02.2011
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    Hallo ein paar kurze Fragen :

    1) Da ich ja rechtlich nicht die Möglichkeit habe eine Haftpflichtversicherung zu verlangen, (man kann es zwar in den Mietvertrag aufnehmen aber eben nicht
    rechtlich verlangen richtig?) wer zahlt dann wenn z.B. die Waschmachine kaputt geht und das Haus überschwemmt oder ähnliche Fälle?

    Zahlt das dann die Wohnhausversicherung oder muss man eine extra Versicherung abschliessen? Wie kann man das einrichten, dass man beruhigt schlafen kann?

    2) Auf welche Deckungssumme sollte die Hausverwalterversicherung abgeschlossen werden?

    Vielen Dank und einen schönen Sonntag.

    LG
     
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  3. #2 lostcontrol, 20.02.2011
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    der schuldige zahlt, ob versichert oder nicht (bzw. wenn er versichert ist, dann zahlt evtl. - je nach sachverhalt - seine versicherung).
    wenn die waschmaschine mitvermietet wurde und aus altersgründen kaputt geht, dann zahlt der vermieter für eine neue bzw. die reparatur sofern möglich.
     
  4. Heizer

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    Kommt darauf an wo genau das Wasser austritt.

    Ist der Hahn oder die Leitung defekt trifft es die Gebäudeversicherung. Ist es der Schlauch oder die Maschine selber, muss die Hausrat zahlen.

    Hat der Mieter keine Hausratversicherung muss er den Schaden selbst bezahlen. Ggf kommt für Schäden an anderen Wohnungen die Privathaftpflicht in Frage.


    Aber soooo teuer wird so ein Wasserschaden in der Regel nicht. Bei uns kommt das leider gelegentlich immer mal vor. Wasserzählerwechsel an teils uralten Installationen.

    Der teuerste Versicherungsschaden war bisher ca. 3.500 und da ist fast ein halbes Hochhaus abgesoffen.
     
  5. #4 lostcontrol, 20.02.2011
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    heizer - erstmal ist die frage wer schuld ist bzw. was warum kaputtgegangen ist.
    wenn der mieter die waschmaschine nicht fachgerecht angeschlossen hat, und daraus ist ein wasserschaden entstanden, dann haftet er dafür. punkt, aus, amen. ob er dagegen versichert ist oder nicht ist sein bier, dem vermieter kann's dann egal sein woher das geld kommt.

    ein wasserschaden, der sich über mehrere stockwerke erstreckt, kann durchaus ganz schön teuer werden. ich erinner mich sehr gut an einen fall bei uns im städtle wo's um 'ne sechsstellige summe ging.
    was ist für dich "teuer"?

    was warn das fürn schaden?
    soviel kostet bei uns ja schon ein kaputtes vordächle...
     
  6. Heizer

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    @losti: Ich habe nicht von einem Hochwasserschaden geredet. Ne schstellige Summe. Dafür kann man ja fast ein komplettes Haus neu bauen.

    Aus so einem 1/2" Wasseranschluss oder Schlauch kann nicht so viel Wasser austreten, dass in Minutenschnelle das ganze Kellergeschoss gelfutet wird.

    In der Regel beschränkt sich so ein Wasserschade auf die Renovierung der entsprechenden Räume der darunterliegenden Wohnungen. Ggf. kommt noch eine Parketterneuerung dazu. Aber auch jeweils nur in dem betroffenen Raum.

    Da es sich meist um das Bad handelt, haben dort die meisten nicht soooo oft Holzfußboden :ätsch


    Aber Du hast natürlich Recht. Im allergungünstigsten Fall kann so ein ganzes Haus Schrott sein. Dann zahlt aber in der Regel auch keine Versicherung, weil da mindestens die Sorgfaltspflicht und/oder Schadenminderungspflicht vernachlässigt wurde.

    Von Wasserschaden duch Unwetter oder Löscharbeiten rede ich jetzt mal nicht. Wir reden hier ja nur von einer stino Waschmaschine.
     
  7. #6 lostcontrol, 20.02.2011
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    stimmt. aber in unseren mietwohnungen stehen die waschmaschinen meist in der küche, und da ist leider (noch) nicht überall gefliest.
    stell dir vor der mieter im dritten stock ist im urlaub, derweil geht die waschmasch ohne aquastopp und ohne fachgerechten anschluss kaputt.
    sifft so vor sich hin... tropft durch die decke (altbau, d.h. holzkonstruktion usw.) in die wohnung drunter. kann tage dauern. jetzt ist in der wohnung drunter auch niemand zuhause, das spiel geht weiter...
    tropf... tropf... tropf...
    schimmel... schimmel... schimmel...
    ach, ich brauch's nicht zu ende erzählen, den ultimativen GAU.

    ich weiss schon, warum wir unseren mietern das spendieren, dass ihre waschmaschinen auf unsere kosten vom profi angeschlossen werden - die versicherung hat uns sehr lieb dafür.

    jepp. womit wir wieder bei der frage wären, wie das versicherungstechnisch aussieht.
     
  8. #7 Jasper187, 21.02.2011
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    Danke für die Antworten,

    doch noch eine Frage: Was mache ich denn wenn der Mieter z.B. Hartz 4 Empfänger ist oder einfach kein Geld hat. Dann muss ich in Vorlage treten und habe pech ?! richtig? Zahlt in dem Fall z.B. das Sozialamt?

    Danke und liebe Grüße
     
  9. #8 lostcontrol, 21.02.2011
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    dass das sozialamt für die fahrlässigkeit oder gar absichtlich verursachte schäden ihrer klientel bezahlen würde wär mir jetzt komplett neu (wobei für hartz4 nicht das sozialamt zuständig ist, aber egal).
    genau DAS ist übrigens einer der hauptgründe, warum hartzer als mieter so unbeliebt sind. selbst wenn die miete tatsächlich pünktlich und vollständig kommt - wenn sie schäden verursachen siehste deine kohle vermutlich nie bzw. kriegst höchstens einen weiteren titel mit dem du dir die wand tapezieren kannst...
     
  10. #9 Jasper187, 21.02.2011
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    Ja das habe ich befürchtet. Also gibt es keine möglichkeit sich gegen Schäden durch den Mieter wirklich abzusichern es sei den er hat eine Haftpflicht und Hausrat für sich selber.

    Vielen Dank auf jeden Fall.

    Liebe Grüße
     
  11. Heizer

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    Schöner hätte ich es nicht formulieren können.
     
  12. #11 lostcontrol, 21.02.2011
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    die haftpflicht zahlt auch nicht für alles.
    die standard-haftpflicht, wie sie der grossteil der leute hat, zahlt sowieso NICHT für schäden am gemieteten.
    und für fahrlässig oder gar absichtlich angerichtete schäden so oder so nicht.
    und die hausrat ist - wie der name schon sagt - sowieso nur für den hausrat des mieters zuständig, also nicht für schäden die der vermieter erleidet.

    ja, du hast recht: es gibt KEINE möglichkeit, sich gegen schäden durch den mieter wirklich abzusichern. außer der, einfach nicht zu vermieten.
     
  13. #12 RobertR, 04.04.2011
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    Da hat er recht. die Frage ist, und das hatten wir mal in einer Wohngemeinschaft vor einiger zeit, ob vor oder hinter dem WAMA-schlauch das Leck liegt. Davor = Gebäudehaftpflicht, dahinter privathaftpflicht. Darüber hing außerdem eine Gastherme, die ebenfalls für den Schaden (Wasser war ausgelaufen) hätte verantwortlich sein können. Bis heute streiten sich die Versicherungen, weil unklar ist, wo dr schaden herkommt. Kostenpunkt: 2500 Euro - aber du bist ja als Vermieter in einer anderen Position ...
    In HH habe ich es häufig erlebt, dass eine Haftplicht im Mietvertrag vorgeschrieben war. es waren zwar nur Untermietverträge aber ich weiß nicht, wo stehen soll, dass man diese Klausel nicht mit einbauen darf.

    Du hast ja das Recht, erst nach Sichtung der ensprechenden Police einen Vertrag aushändigst. aber natürlich kannst du über die Jahre nicht kontrollieren, ob die Versicherung noch besteht. Bei meiner letzten Wohnung war eine Glasbruchversicherung im Mietvertrag Bedingung. Abgeschlossen hab ich sie allerdings nie (Wohndauer war nur 11 Monate).
     
  14. Leana

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    Wenn ein Mieter keine Versicheurng hat, dann muss er natürlich selbst für die Kosten aufkommen, das ist ja wohl selbstverständlich.
     
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