Wasserschaden durch Nachbarn - korrekte Vorgehensweise?

Diskutiere Wasserschaden durch Nachbarn - korrekte Vorgehensweise? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, ich hoffe, Ihr habt hier einen Tip für mich: Ich habe eine kleine Wohnung möbliert vermietet und mein Mieter hat mich vor einem...

  1. #1 Andy027, 25.11.2020
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    Hallo zusammen, ich hoffe, Ihr habt hier einen Tip für mich:

    Ich habe eine kleine Wohnung möbliert vermietet und mein Mieter hat mich vor einem halben Jahr informiert, daß ein großer Fleck an der Decke aufgetreten ist. Den darüber wohnenden Nachbarn habe ich kontaktiert und verstanden, es hat sich um einen einmaligen Wasserschaden gehandelt.
    Ich habe ihn gebeten, sich um das Malern des Flecks zu kümmern, nur leider ist bis heute nichts passiert.

    Wie wäre denn grundsätzlich die korrekte Vorgehensweise? Weil es ja auch sein kann, daß die Mauern geschädigt/durchfeuchtet sind? Der Schaden müsste doch zunächst festgehalten und dokumentiert werden. Wer macht das? Der Hausverwalter? Oder gleich ein Gutachter? Oder ist das eine Angelegenheit, die man gleich dem Rechtsanwalt zur Nachverfolgung übergeben sollte?

    Ich weiß, ich bin spät dran (und das Kind ist vielleicht schon in den Brunnen gefallen) - trotzdem freue ich mich über jeden Rat.
     
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  3. #2 immobiliensammler, 25.11.2020
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    Ist das eine Eigentumswohnung?
     
  4. Jobo45

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    Unabhängig von ob WEG oder eigenes Haus, sollte die Schadensursache geklärt werden.
    Dafür gibt es plausible Erklärungen, manchmal ist die Leckortung auch etwas aufwendiger. Zumindest diese Aktion würde ich zeitnah, veranlassen.
    In einer WEG sollte die Versicherung eingeschaltet werden, die schicken dann einen Gutachter der feststellt woher das kommt und was zu tun ist.
    In einem eigen Haus gibt es vielleicht auch eine entsprechende Versicherung, dann wie bei WEG verfahren.
    Gibt es keine Versicherung oder möchte man diese nicht in Anspruch nehmen und es handelt sich um eine bekannte Schadensquelle, würde ich den Maler beauftragen den Fleck zu entfernen (isolieren und streichen).
     
  5. #4 immobiliensammler, 25.11.2020
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    Deshalb meine Frage, ob es eine ETW ist. Bei einer WEG wäre der TE nämlich für diese Aktion wohl überhaupt nicht zuständig (Gemeinschaftseigentum)
     
  6. #5 Gewohnheitstier, 25.11.2020
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    Schadensursache in Erfahrung bringen.
    Schadensursache beseitigen lassen bzw. sicherstellen, dass diese beseitigt wurde.
    Prüfen ob ggf. eine Trocknung erforderlich ist.
    ggf. Vorarbeiten zur Trocknung
    ggf. Trocknung
    ggf. Wiederherstellung nach Trocknung
    Wiederherstellung, wenn keine Trocknung erforderlich war.

    Parallel dazu die zuständigen Parteien, Gemeinschaftseigentumverwaltung, Versicherung usw. informieren. Für Versicherungen ist derlei Alltag, die spulen dann ihr Programm ab, sind ja auch irgendwie daran interessiert keine neue Bude bezahlen zu müssen (je nach Vertrag).

    Wichtig: Allen Beteiligten so lange auf die Nerven gehen, bis zumindest die Schadensursache geklärt und beseitigt ist. Je nach Sachstand vielleicht noch so lange, bis ermittelt wurde, ob eine Trocknung erforderlich ist oder nicht. Sich eben nicht zurücklehnen und hoffen, dass sich wer anders kümmert.
    Im Zweifelsfall meldet dir dein Mieter einmal, dein Nachbar behauptet sich kümmern zu wollen, kann/will/darf sich aber nicht kümmern, dein Mieter ist aus Gründen ein paar Wochen/Monaten nicht da - du hörst nichts von dem, der Verwalter hat es verplant/leitet es spät weiter, die Versicherung hat es verpalnt/leitet erst spät weiter und die ganze Bude, inklusive dieser schicken Holzbalkendecke vergammelt.

    Dann bist du irgendwie deinen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen.

    Im Zweifelsfall, du.

    Sonder- oder Gemeinschaftseigentum?

    Wenn du den bezahlen willst und kannst bitte.

    Wenn du den bezahlen willst und kannst bitte.
     
  7. #6 Daniela Häusler-Konrad, 27.11.2020
    Daniela Häusler-Konrad

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    Am besten im ersten Schritt bei der Gebäudeversicherung melden und jemanden zur Leckageortung von der Versicherung anfordern. Ich habe bei vielen Schadenfällen erlebt, dass durch dieses Vorgehen Kosten (eben für die Ortung) verhindert werden konnten, da die Versicherung der Auftraggeber für die Leckageortung ist, nicht der Versicherungsnehmer. Das funktioniert natürlich nur, wenn in der Gebäudeversicherung Leitungswasser versichert ist und es dann auch ein Leitungswasser ist.

    Wenn nichts passiert und ggf. eine Hausverwaltung zuständig ist, ist es gut, diese zu Nachweiszwecken schriftlich z.B. per E-Mail zu kontaktieren.
     
  8. #7 immobiliensammler, 28.11.2020
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    Wobei das wohl nur der Versicherungsnehmer kann und wenn es sich hier - wie ich nach der Rubrik (WEG) vermute - um eine Eigentumswohnung handelt dann ist Versicherungsnehmer die WEG (vertreten durch den Verwalter) und nicht ein einzelner Eigentümer.
     
  9. #8 Daniela Häusler-Konrad, 29.11.2020
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    Ja genau, dann erstmal an die Hausverwaltung wenden. Wichtig: gute Fotos vom Schaden machen
     
  10. #9 Andy027, 03.12.2020
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    Vielen Dank für die Antworten.
    Ja, es ist eine Eigentumswohnung (hatte ich ja auch geschrieben) in einer Gemeinschaft.

    Ich vermute (und sollte sowas nochmal vorkommen, weiß ich Bescheid), beim nächsten Mal wäre:

    1. Hausverwalter zu informieren und bitten, das zu dokumentieren
    2. Gutachter einladen
    3. Schadenbeseitigung fordern
    4. durch die Versicherung abrechnen lassen (Hausverwalter, falls Leitungswasser / Verursacher in der Wohnung drüber: Haftpflicht (falls nicht versichert: privat)
    5. gegebenenfalls Rechtsanwalt einschalten, falls es bei einem der Punkte nicht weitergeht.
     
  11. #10 immobiliensammler, 03.12.2020
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    richtig

    falsch, das ist dann Aufgabe der Versicherung sofern sie auf einen Gutachter besteht

    richtig

    teilweise richtig, falls es sich um einen LW-Schaden handelt ist immer (auch bei einem bekannten Verursacher) die Gebäudeversicherung zuständig, ob und bei wem diese Regreß nimmt ist deren Sache!


    Ansichtssache!
     
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Wasserschaden durch Nachbarn - korrekte Vorgehensweise?

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