Wasserschaden durch von außen eindringendes Regenwasser

Dieses Thema im Forum "Versicherungsschäden" wurde erstellt von nordvendt, 07.07.2016.

  1. #1 nordvendt, 07.07.2016
    nordvendt

    nordvendt Neuer Benutzer

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    Guten Abend,

    ich muss zugeben das ich die Netiquette noch nicht gelesen habe und mich deshalb nicht vorstelle. Werde es später, so vorhanden und erwünscht, nachholen.

    Die Situation: Es ist Regenwasser über ein hinter der Fassadendämmung verlegtes Leerrohr in das Wohnungsinnere unserer Mieterin gelaufen. Das Wasser tropft aus der Deckenleuchtenanschluss. Die Tapete war etwas nass aber nicht schlimm. Nachdem mich die Mieterin informiert hat, habe ich sofort die HV informiert und von ihr die Kontaktdaten des Hauswartes bekommen. Den habe ich ebenfalls sofort angerufen mit bitte unsere Mieterin zu kontaktieren. Diese Kontaktdaten habe ich auch unser Mieterin mitgeteilt.
    Über eine Woche war die Mieterin nicht zu erreichen für den Hauswart. Arbeit, Schule, Klausuren und Familie habe sie dazu veranlasst sich nicht weiter zu kümmern. So ihre Aussage. Nachdem Handwerker organisiert und Gerüst nach kurzer Zeit aufgestellt waren, bekam ich Fotos von der Mieterin die sich darüber beklagt, dass das Laminat schaden genommen hat und es unter der Decke und an den Wänden feucht ist. Der Schaden hatte sich also aufgrund der Lebenssituation der Mieterin vergrößert.

    Meine Frage: Muss die Mieterin wegen mangelnder Obhutspflicht den Fußboden ersetzen?
    Muss sie vielleicht auch die Schäden an der Wand und Decke bezahlen, weil sie sich nicht ausreichend gekümmert hat?

    Gruß nordvendt
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Was hat der Hauswart denn unternommen, um die Mieterin zu erreichen?


    Dieser Schaden wäre doch sowieso entstanden, hat also mit dem Verhalten der Mieterin nichts zu tun. Das bleibt deine Angelegenheit.
     
  4. #3 nordvendt, 07.07.2016
    nordvendt

    nordvendt Neuer Benutzer

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    Er hat mehrfach angerufen und war sogar öfter vor der Wohnungstür und hat geklingelt. So seine Aussage.
     
  5. Pitty

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    Alles was zum Haus gehört übernimmt die Wohngebäudeversicherung. Ist das Dein Fußboden? Dann versuche etwas von der Versicherung zu bekommen. Ist das Ihr Fußboden, so muss sie ihre Hausrat fragen. Hat sie keine, ist das Ihr Problem.
     
  6. #5 nordvendt, 07.07.2016
    nordvendt

    nordvendt Neuer Benutzer

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    Ja, ist mein Fußboden.
     
  7. Oberst

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    Leerrohre sind nicht Sache des Mieters und Wasserführende Fastleerrohre schon gar nicht,
    ist dein Problem, du kommst für alles auf, schließlich bezahlt der Mieter seine Miete.
     
  8. Andres

    Andres
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    Es besteht also die ganz reale Möglichkeit, dass die Mieterin von diesen Versuchen nichts mitbekommen hat - und das Gegenteil dürfte fast unmöglich zu beweisen sein. Was hat die Mieterin denn deiner Meinung nach nun eigentlich falsch gemacht? Sie hat den Mangel gemeldet und dass sie die Beseitigung des Mangels schuldhaft verzögert hat, wird (sofern es denn überhaupt stimmt) nicht zu beweisen sein.

    Wenn die Mieterin persönlich nicht zu erreichen ist, muss man das eben schriftlich tun und/oder die Wohnung so lange belagern, bis man sie antrifft.


    Eigentlich bist du lange genug dabei, um zu wissen, dass diese Aussage so pauschal nicht stimmen kann. Die konkreten Versicherungsbedingungen wären im Einzelfall zu prüfen, aber bis dahin schadet ein Blick in die Musterbedingungen des GDV nicht, § 4 Nr. 4 (nicht versicherte Schäden):

    "Nicht versichert sind ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen Schäden durch
    [...]
    bb) Eindringen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster, Außentüren oder andere Öffnungen, es sei denn, dass diese Öffnungen durch eine der versicherten Naturgefahren (siehe Nr. 1 a) entstanden sind und einen Gebäudeschaden darstellen; [...]"

    Das Leerrohr ist eine "andere Öffnung" und es ist nicht durch eine versicherte Naturgefahr entstanden, sondern war von Anfang an vorhanden. Nach den Musterbedingungen ist dieser Schaden nicht abgedeckt.

    Wenn der Baupfusch neueren Datums ist, würde ich mich am ausführenden Betrieb schadlos halten. Ansonsten gehört diese Geschichte in die Kategorie "unternehmerisches Risiko".
     
  9. Pitty

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    Schau mal in die Versicherungsunterlagen. Da das Regenrohr innenliegend ist, kann es sein, dass es versichert ist. So ist es bei unser Verwaltung, wo wir auch schon etliche innenliegende Regenrohre und Wasserschäden hatten.
     
  10. #9 immobiliensammler, 07.07.2016
    immobiliensammler

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    Ich hatte das Wort Leerrohr auch dahingehend verstanden, dass es ein Elektro- oder Telefonleerrrohr war, welches vollgelaufen ist, nicht ein "Regen(leer)rohr"
     
  11. Pitty

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    Dann ist es wohl ein Mangel an der Haussubstanz, was Sicht ein Leerrohr der Fassade? Das würde ich bei der Verwaltung mal ansprechen, dass man aufgrund dieses Rohres einen Wasserschaden hat. Aber dann muss die Fassade ja auch einen Defekt haben. Das gilt es wohl zu prüfen.
     
  12. #11 nordvendt, 08.07.2016
    nordvendt

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    Guten Morgen,
    um das mal klar zu stellen! Ich kenne die Rechtslage nicht. Deshalb bin ich hier. Ich habe auch Grundsätzlich kein Problem damit den Schaden selbst zu zahlen und es deshalb nicht nötig mir eine Geschichte auszudenken. Nur um der Mieterin doch noch irgendwie eine Schuld anlasten zu können. Ich bezahle ohne mich zu beklagen wenn ich es muss. Um mehr geht es für mich nicht.
    Habe gerade mit dem Hauswart gesprochen. Er hat mir erzählt, dass das Wasser wegen eines verstopften Abflusses nicht ablaufen konnte ( Fachdach ) und über die Dachkante hinter die Dämmung gelaufen ist. Mal sehn was die HV dazu sagt.
    Danke für die bisherigen Antworten.
     
  13. #12 BHShuber, 08.07.2016
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    Hallo,

    und genau hier ist der springende Punkt, nach seiner Aussage, sei mir nicht böse aber als Vermieter und Wohnungseigentümer, bin ich der Erste, der dort aufschlägt und sich den Schaden ansieht.

    Sich blindlinks auf Andere zu verlassen ist natürlich das beste Rezept.

    Zudem sollte die HV in die Puschen kommen, denn nicht nur Sondereigentum wurde durch das Eindringen von Wasser beschädigt, Folgeschäden nicht ausgeschlossen.

    Hier scheint sich eine Horde von Kopf in den Sand stecker gefunden zu haben, angefangen vom Eigentümer, sprich Vermieter über die Hausverwaltung bis zum Hausmeister.

    Gruß
    BHShuber
     
  14. Pitty

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    Da frage ich mich wann die letzte Reinigung der Regenrinne erfolgt ist. Ich würde mir das mal selber anschauen.
     
  15. #14 nordvendt, 08.07.2016
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    Ich kann nicht abstreiten, dass ich mich zu sehr auf andere verlassen habe. Ein Fehler, richtig.
    Deshalb sind wir noch lange keine " Horde " die sich getroffen hat.
     
  16. #15 BHShuber, 08.07.2016
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    Hallo,

    einer ist keiner, 2 sind Binär, 3 sind eine Gruppe und dann auch noch ein nachlässiger Mieter sind eine Horde, ne, Spass beiseite, es ist ärgerlich genug.

    So nun heisst es echt Druck machen, fordere bitte die Hausverwaltung auf, den Defekt sofort zu beheben und den daraus resultierenden Schaden zu regulieren!

    Lies dir hierzu dies bitte aufmerksam durch:

    http://www.haus-verwalter.de/index.php/component/content/article?id=35:folgeschae

    Auch wenn durch das Versäumnis der Mieterin, hier ein Einwand entstanden sein sollte, was nun aber maßgeblich den Schaden, bzw. die Schadenfeststellung im Sondereigentum betrifft, heisst das nicht, dass man als HV oder auch der Hausmeister den Schaden und die Ursache hätte mittels beauftragten Fachleuten oder Handwerkern hätte feststellen lassen können, ohne die Wohnung betreten zu müssen.

    Andererseits obliegt es nun dem Sondereigentümer nachzuweisen, dass der Schaden aufgrund von Instandhaltung und Instandsetzungsfehlern oder Versäumnissen, sprich fehlende Reinigung der Dachrinnenabläufe, entstanden ist.


    Gruß
    BHShuber
     
  17. #16 nordvendt, 12.07.2016
    nordvendt

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    Guten Abend BHShuber,

    ich habe den Link gelesen und denke das es besser ist Geld und Nerven zu schonen. Ich werde den Schaden auf meine Kosten reparieren.Danke für den Link.

    Gruß
    nordvendt
     
  18. Pitty

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    Die Reparatur des Schaden ist Sache der Gemeinschaft. Es muss ja geprüft werden woher das Wasser kam, nicht dass Du die Wohnung wieder renovierst und 4 Wochen später tritt der gleiche Schaden wieder auf. Die Ursache muss schon gefunden werden.
     
  19. #18 BHShuber, 13.07.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    ich kann Pitty nur beipflichten, es muss um jeden Preis verhindert werden, dass dieser Umstand nochmal auftritt, somit ist das auch ein Problem der Eigentümergemeinschaft, vor allem die Hausverwaltung ist hier absolut in der Pflicht dem Umstand der zum Schaden geführt hat nachzugehen und auch abzustellen!

    Gruß
    BHShuber
     
  20. #19 nordvendt, 13.07.2016
    nordvendt

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    Hallo,

    eine Ursache, nämlich die defekte Balkondichtung, ist Teilsaniert worden. Und somit angeblich dicht. Bin aber noch an der Sache bezgl. des Überlaufs auf dem Flachdach dran.
     
  21. Pitty

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    Defekte Balkonabdichtung heißt aber Eigentümergemeinschaft.

    Die müsste eigentlich für den Schaden aufkommen. Da ich mich hier nicht gut auskenne, könnte vielleicht jemand anderes etwas dazu sagen.
     
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