Wasserschaden - keiner zahlt??

Dieses Thema im Forum "Hausratversicherung" wurde erstellt von Rock Strongo, 14.01.2012.

  1. #1 Rock Strongo, 14.01.2012
    Zuletzt bearbeitet: 14.01.2012
    Rock Strongo

    Rock Strongo Neuer Benutzer

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    @mod: bitte verschieb mich, falls ich hier nicht richtig bin

    Hallo zusammen,
    hier mal kurz der Rahmen:
    In unserem Wohnbereich gibt es drei Parteien. In der obersten Partei (3. Stock) lief Wasser aus und durch die anderen 2 Parteien bis zum Keller, so dass alle 3 Parteien unbewohnbar wurden (von der Sanierungsfirma bestätigt). "Gut", Mietminderung ist also geklärt. Aber der Teufel steckt im Detail:

    Ich befinde mich im 2. Stock. Das Wasser lief durch meine Wohnung und hat dort den meisten Schaden verursacht. Jetzt kommts: Ich habe KEINE Hausratversicherung (der unter mir schon - egal, aber vielleicht nützlich). Es irgendwie klar, dass ich absolut keine Schuld hab, aber maximal betroffen bin. Der Schaden entstand wie folgt:
    Im 3. Stock befindet sich kein Bad, sondern ein Raum mit Waschbecken und Wasseranschluss in dem eine Duschkabine steht. Diese ist mittels Schlauch mit dem Wasseranschluss verbunden. Laut Vermieter "schon seit 20 Jahren" und eine solche Konstruktion sei "ganz normal".
    Zum Schlauch:
    Auf dem Schlauch steht: "bis 60 Bar belastbar" (oder so ähnlich - semantisch aber so korrekt). Dieser Schlauch ist geplatzt und hat ca. 5 Std. Wasser von sich gegeben. Abgesehen davon handelt es sich dabei um einen recht "simplen"* Schlauch ohne (in meinen laienhaften Augen) Metalummantelung o.ä. (tut das was zur Sache?).
    <meineMeinung>
    Ich vermiete selbst mit meiner Mutter zusammen ca. 25 Mietparteien und in keine würde ich eine solche Konstruktion einbauen, vor Angst wegen Fahrlässigkeit oder "Micky-Maus"-Konstruktion belangt zu werden. Auch wenn ich selber Geschädigter bin, aber sowas geht in meinen Augen "auf Dauer" eben einfach nicht. Egal, tut erstmal nix zur Sache, hier kennt mich keiner persönlich, daher auch nur meine Meinung.
    </meineMeinung>
    Die Mieterin wohnt seit 5 Jahren in der Wohnung, d.h. der Schlauch wurde wohl nicht gewechselt. Interessant ist, dass es sich um keinen durchgängigen Schlauch, sondern um einen "verlängerten" (mittels Metalstift und Schelle) handelt (ist aber nicht an der Schelle geplatzt). Keine Ahnung ob das wichtig ist.
    Jetzt kommt wieder mal meine Meinung, aber auch zugleich meine Frage:
    In diesem Fall kann man doch eigentlich nur entweder dem Vermieter die Schuld geben, weil er keinen vernünftigen Schlauch in seiner Konstruktion verwendet hat, bzw. der Mieterin weil sie bei Nichtbenutzung** der Dusche den Wasserhahn nicht abgedreht hat.
    <Gerüchte>
    Angeblich gab es eine Diskussion zwischen Mieterin und Vermieter bzgl. des Einbaus eines Aquastops o.ä. Und wiederum angeblich wurde es mit den Worten "Nein, zu teuer" vom Vermieter verneint...aber wie gesagt "angeblich". Ich kenn mich dabei nicht aus, da ich erst seit ca. 1 Jahr in der Wohnung wohne.
    </Gerüchte>
    Fakt ist:
    Meine Wohnung wurde schlagartig unbewohnbar, ich MUSS umziehen. Ich habe materiellen Schaden genommen und ich bin unschuldig an allen eventuellen Bullshittigkeiten die vorgenommen wurden.
    Wer zahlt mir den ganzen Scheiss, der mir jetzt netterweise zu Teil wird und noch VIEL WICHTIGER: zahlt es mir überhaupt wer? Allein um zu wissen WIE handlungsfähig ich ab sofort überhaupt bin. Ich hab in meinem Wohnort weder Verwandte noch so gute Bekannte, dass ich auf Dauer dort wohnen könnte. Hotel? Geht das?

    Sorry für den langen Text, aber ich habe versucht möglichen Nachfragen vorzubeugen. Für weiter Nachfragen einfach schreiben.

    Schon mal ein fettes Merci an alle, die mir helfen - bin grad echt am Ende!
    Cheers
    Euer
    Rock Strongo!

    * Der Schlauch befindet sich derzeit bei der Gebäudeversicherung zur Ansicht und kann dort jederzeit von anderen Leuten (Gutachtern? Juristen? Fans?) in Augenschein genommen werden.
    ** In meinem Heimathaus haben wir ein ähnliches Konstrukt bei der Waschmaschine im Keller wobei uns ein befreundeter Installateur abgeraten hat ständig den Hahn auf- und zuzudrehen, da dieser schnell abgenutzt wird und hat uns dringend zum Aquastop geraten.
    Wir sprechen (in beiden Fällen) von ungefähr so einem Wasserhahn (aber ich bin mir sicher dabei gibt es natürlich auch Qualitätsunterschiede):
    http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSKtHm9HUcQK0nvSthvyaatHu9bupVT1k46IlrRXQjKmhCGcbA0ut4Dqhg
     
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  3. #2 Papabär, 14.01.2012
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    Na, das die DEN Schlauch untersuchen wundert mich nicht. Wo kriegt mal solche Schläuche her (die immerhin 20 Jahre unter Druck halten). M. E. hätte´n Stahlflex auch nicht länger gehalten.

    Für Schäden an mit dem Gebäude fest verbundenen Teilen ist eigentlich die Wohngebäudeversicherung zuständig ... ich habe aber auch schon mal ´ne Ablehnung bekommen, weil ein Schlauch eben kein Rohr sei und ein geplatzter Schlauch in Ermangelung einer Grundeigenschaft eben nicht als Rohrbruch zählt. Eine andere Wohngebäudeversicherung wiederum hat in einem solchen Fall anstandslos gezahlt.

    Ansonsten ist der Verursacher des Schaden dafür zum Ersatz verpflichtet ... ich fürchte nur, das der Verursacher in Deime Fall noch nicht feststeht. Für eine kurze Zeit würde das mit dem Hotel sicherlich funktionieren - aber wirst Du die Kosten hierfür sicherlich erst einmal vorstrecken müssen und diese - sobald der Verursacher feststeht, dort geltend machen (abzüglich der Miete, die Du ja ohnehin zahlen müsstest).

    Zu detaillierteren Versicherungsfragen könnte Dir sicherlich die userin lostcontrol besser weiterhelfen, aber leider ... >>Schweigeminute<<
     
  4. #3 Martens, 14.01.2012
    Martens

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    Rock,

    sofern es Dir nicht gelingt, jemandem die Verursachung Deines Schadens erfolgreich "anzuhängen" (ihm ein Verschulden nachzuweisen), zahlst Du Deinen Schaden selbst. Das nennt sich Lebensrisiko und kann in diesem Bereich über eine Hausratversicherung abgefangen werden. Wer die nicht abschließt (obwohl er Wohnungen vermietet?!?), hat das Nachsehen.

    Mal abwarten, vielleicht tut sich da noch was :)

    Christian Martens
     
  5. #4 Rock Strongo, 14.01.2012
    Rock Strongo

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    Danke schon mal für die schnellen Antworten. Gibt es für die Aufstellung von portablen Duschkabinen versicherungstechnische Bestimmungen? In dem Raum war bspw. auch kein Abfluss, keine Fliesen, ...
     
  6. Berny

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    Ich empfehle Rückfrage bei der Versicherung.
     
  7. #6 Martens, 16.01.2012
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    bei welcher Versicherung?

    Sofern man dem Mieter oder Eigentümer in der schadensauslösenden Wohnung ein Verschulden nachweisen(!) könnte, wäre ein zivilrechtlicher Anspruch gegen diesen zu klären. Das ist daher wichtig, weil der betroffene Mieter keine Hausratversicherung unterhält.

    Um die Sache zu klären, würde ich bei einem Hersteller solcher Kabinen nachfragen, welche Vorschriften es gibt und was passiert, wenn das Teil undicht wird. ;)

    Christian Martens
     
  8. #7 Papabär, 16.01.2012
    Papabär

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    Hallo Martens, hast Du Dich vertippt oder sollte ich für meine Wohnungen jetzt tatsächlich auch noch Hausratversicherungen abschließen?



    Naja, genausogut könntest Du wohl einen Gebrauchtwagenhändler fragen, ob seine Auto´s was taugen.

    Ich könnte mir aber vorstellen, daß es irgendwo eine Empfehlung gibt, Gummischläuche nach x Jahren zu erneuern. Bei meinen Reifen erzählt mir der TÜV so etwas immer.
     
  9. Berny

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    Hauptsache, Papa, Du hast kein Profil verloren... ;-)
     
  10. #9 Martens, 20.01.2012
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    Ich unterstelle Sonderwissen, wenn jemand diverse Wohnungen vermietet. Muß aber natürlich nicht sein...
    Der Abschluß einer Hausratversicherung ist Sache des Mieters.

    Es geht darum, zu klären, welche Richtlinien der Hersteller (nicht der (Gebraucht-) Verkäufer) für den Betrieb vorsieht, um dann abschätzen zu können, ob hier evtl. Fahrlässigkeit vorlag.

    Christian Martens
     
  11. #10 Pfeifdireins, 20.01.2012
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    ...da dürfte jegliche Gewährleistung seitens des Herstellers abgelaufen sein,
    Gruss,
    P.
     
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