Wasserschaden - Wer zahlt die Renovierung in der anderen Wohnung?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Christine, 14.05.2008.

  1. #1 Christine, 14.05.2008
    Christine

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    Hallo. Wir sind Vermieter einer ETW in einem Mehrfamilienhaus mit einem Hausverwalter. Unser ehemaliger Mieter hat einen Wasserschaden durch undichte Dichtungsfugen im Bad in unserer Wohnung und in der Wohnung darunter verursacht. Wir wurden zwar darüber telefonisch informiert, aber sowohl der Mieter als auch der Hausverwalter hat mitgeteilt, dass der Schaden von einem Fachmann behoben werde. Ein Sanitärfachmann hat die Fliesen und Fugen in unserer Wohnung wiederhergestellt. Die Rechnung ging an die Hausverwaltung. Viel später hat eine Malerfirma die Decke in der Wohnung unter unserer renoviert. Die Rechnung ging ebenfalls an die Hausverwaltung. Wir haben nie einen Auftrag erteilt und wurden auch über die Renovierung nicht informiert.

    Der Verwalter will nun die Kosten erstattet haben. Unser Mieter weigert sich.

    Sind wir als Wohnungseigentümer verpflichtet die Rechnungen zu begleichen, obwohl wir keinen Auftrag dazu erteilt haben?
     
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  3. #2 Thomas123, 15.05.2008
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    1. Fragen: Wie wurde ihr informiert, wie ist der Schaden entstanden? Durch einen Wasserrohrbruch?

    2. Welcher Schaden ist genau entstanden? Hat es an der Decke unter der Wohnung getropft? Habt ihr euch den Schaden angeschaut? Fliesen und Fugen sind Sondereigentum, wie kommt es, das in Eurer Wohnung Arbeiten dort vorgenommen werden?

    3 Wer einen Auftrag erteilt zahlt. Aber um die Sache beurteilen zu können ist das mitgeteilte Gerippe zu dürftig....mehr Fleisch an die Fische....

    4. Fragt ihn doch einfach, wie er dazu kommt, bei Euch die Fliesen von der Wand zu schlagen...die neuen Fleisen sind doch dermaßen geschmacklos, wolltet ihr nie haben....

    5. Irgendjemand wird schon zahlen müssen....aber wer? :lol
    :lol
     
  4. #3 Christine, 15.05.2008
    Christine

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    Vielen Dank für die Resonanz.

    zu 1. Die Hausverwaltung hat bei uns angerufen und erklärt, dass in der Wohnung unter unserer Wasserflecken entstanden sind. Wir haben dann unseren Mieter angerufen und um Aufklärung gebeten. Er hat erklärt, dass er wohl längere Zeit geduscht hätte und durch eine undichte Silikonfuge wohl Wasser nach unten gelaufen wäre. Der Schaden würde repariert. Ein Fachmann sei schon beauftragt.

    Ein Rohrbruch liegt nicht vor.

    Den Schaden haben wir selbst nicht in Augenschein genommen, da die Wohnung nicht in unserer Nähe liegt, der Mieter ganz schlecht greifbar ist und der Hausverwalter auch erklärt hat, dass der Schaden an den Fließen und Fugen behoben worden sei. Bei den Fließen handelt es sich um welche, die offenbar abgegangen waren und wieder angeklebt wurden. Das Ganze hat sich bereits im Dezember 2006 ereignet.

    Der Mieter ist im März darauf ausgezogen. Die Fuge war tatsächlich repariert. Die Rechnung wurde uns vor ein paar Wochen vom Verwalter zugesandt mit der Bitte, diese an den Mieter weiterzureichen, damit er sie seinerseits an seine Versicherung weiterleite. Bezahlt wurde die Summe vorerst vom Hausverwalter, auf den auch die Rechnung ausgestellt war.

    Dieses Jahr im Februar wurde dann vom Hausverwalter eine Malerfirma beauftragt, die Schäden an der Decke in der Wohnung unter uns zu beseitigen. Diese Rechnung wurde uns ebenfalls in Kopie zugesandt mit der Bitte um Begleichung durch die Versicherung oder den Mieter direkt an die Malerfirma.

    Der Verwalter hat auch beim ehemaligen Mieter angerufen, nachdem er für mich nicht erreichbar war, und zur Antwort bekommen, dass die Versicherung nicht zahle, da es kein Rohrbruch sei und der Sanitärfachmann behauptet hätte, hinter der Badewanne sei nur eine Rigipswand, die für Sanitäranlagen ungeeignet wäre und es läge somit ein Baumangel vor. Er als Mieter könne da gar nichts dafür und er werde die Rechnungen auch nicht bezahlen.

    Der Verwalter hat zwar alle Aufträge erteilt, will aber nun auch von irgendwem das Geld haben bzw. die Malerrechnung nicht mal bevorschussen.

    Wenn ich nun von der Devise ausgehe, wer beauftragt der bezahlt auch, dann belastet der Verwalter ganz einfach die Hausgemeinschaft mit den Kosten, was diese sicher ablehnt. Dann kommt er wieder zu uns als Eigentümer. Aus seiner privaten Tasche wird er die Rechnungen sicher nicht bezahlen...

    Gibts irgendwelche schlagenden Argumente dagegen, ohne wegen 700 EUR das Gericht bemühen zu müssen.

    Vielen Dank schon mal vorab.
    Christine
     
  5. #4 Vermieterheini1, 15.05.2008
    Vermieterheini1

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    Hallo Christine,

    aus deinen dürftigen und sehr ungenauen Angaben kann ich nur raten was war.

    Von deiner Mietwohnung ausgehend (undichte Verfugung der Duschwanne) ist ein Schaden am WEG-Gemeinschaftseigentum und an einem fremden Sondereigentum (Wohnung unter deiner) entstanden.
    Somit bist zunächst mal eindeutig DU als Wohnungseigentümer für den gesamten Schaden am WEG-Gemeinschaftseigentum und an einem fremden Sondereigentum uneingeschränkt haftbar!

    Nach deinen Ausführungen war eine undichte Verfugung der Duschwanne die Ursache.
    Somit hat nicht dein Mieter den Schaden verursacht, sondern die undichte Verfugung der Duschwanne, für die DU als Wohnungseigentümer und Vermieter die alleinige Verantwortung trägst!

    => Also den Schaden am WEG-Gemeinschaftseigentum und an einem fremden Sondereigentum musst Du voll bezahlen.



    Da du zu faul warst den Schaden selbst zu begutachten und die Schadenursache selbst herauszufinden,
    hat die Hausverwaltung das entgegenkomenderweise für dich erledigt
    und darüber hinaus anscheinend mit deiner Billigung den Schaden in deiner (vermieteten) Wohnung fachgerecht beheben lassen.

    Bei so viel Großzügigkeit der Hausverwaltung, da kommst du - der sich um nichts gekümmert hat! - daher und willst der Hausverwaltung die Kosten nicht erstatten!
    Ich finde das von dir eine Frechheit.

    Nochmal - dein inzwischen Ex-Mieter muss (gemäß Deiner Sachverhaltdarstellung) absolut gar nichts zahlen, da kein Verschulden vorliegt!

    --------------------------------------------------------------------

    Rigipswände sind im Zeitalter von "Geiz ist Geil" üblich.
    Selbst in meinem noch konventionell gemauertem Haus hat man meist anstelle von Naßputz Trockenputzplatten genommen.
    Ob sich aus Rigipswände ein Baumangel herleiten lässt kann ich aus der Ferne und bei den dürftigen Angaben nicht beurteilen.

    Hat der Fragesteller eine Ahnung was Ihn das kostet, wenn er sich über einen von Ihm gerichtlich nachzuweisenden Baumangel der Zahlungspflicht entziehen will?
    Die Gewähleistungfrist vom Bauträger wird wohl abgelaufen sein.
    Also selbst wenn es gelingt vor Gericht einen Baumangel nachzuweisen, ist es nicht sicher ob nicht doch der Fragesteller einen Großteil der durch Gerichtsverfahlen, Sachverständige, Anwälte, usw. erheblich erhöhten Kosten bezahlen muss.
     
  6. #5 Christine, 15.05.2008
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    Vielen Dank. Ich hab mal wieder etwas gelernt.
     
  7. #6 F-14 Tomcat, 15.05.2008
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    also ich sehe das wiedermal anders

    der Mieter hat den schaden nicht gemeldet erst als die Hausverwaltung angerufen hat und einen schaden beim unteren Wohnungseigentümer zu melden der wahrscheinlich von ihrer Wohnung ausgeht.

    darauf hin haben sie sofort beim Mieter angerufen und sich erkundigt dieser teilte mit das er bereits eine fachfirma beauftragt hat dies fachmännisch zu beheben

    somit wenn ich alles richtig interpretiert habe ist der Mieter der Auftraggeber der Vermieter hat hiermit meines Erachtens nichts zu tun da sich der Mieter für die Reparatur verpflichtet hat
     
  8. #7 Thomas123, 16.05.2008
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    Grundsätzlich dürfte Vermieterheini1 Recht haben, er sollte nur nicht ganz so drastisch formulieren .....

    Der Verwalter, nicht der Mieter hat den Auftrag für die Reparatur erteilt....somit hat der Mieter damit nix zu tun....
    :wink
     
  9. #8 Vermieterheini1, 16.05.2008
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    Hallo Christine,

    "Ich hab mal wieder etwas gelernt." <= Genau darauf kommt es an.

    Wenn ich so nachdenke, was ich alles als unfreiwilliger Kleinst-Vermieter falsch gemacht habe, dann wird mir schlecht! Ich habe bisher nur Glück gehabt, dass sich meine unzähligen Fehler noch nicht negativ ausgewirkt haben.

    Deshalb ist es so wichtig, dass man seine eigenen Fehler schonungslos und knallhart vorgehalten bekommt - das ist der Grund, warum ich so "scharf" schreibe.

    Was glaubst du wie ein Mieterverein oder ein Richter mit einem Vermieter unspringt, der nur einen klitzekleinen Fehler gemacht hat?
     
  10. #9 F-14 Tomcat, 16.05.2008
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    dem Vermieter hatte keine kenntnis davon das die Hausverwaltung aufträge verteilt hat sondern war in der annahme das dies durch den miete geregelt wurde hierbei meines Erachtens hätte zu minderst die Hausverwaltung dem Vermieter einen Kostenvoranschlag geben müssen

    der Mieter hat dem Vermieter den schaden nicht rechtzeitig angezeigt obwohl er es schon früher wusste anders hätte er nicht schon eine Fachfirma beauftragen können
     
  11. #10 Vermieterheini1, 16.05.2008
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    Hallo F-14 Tomcat,

    um deine Worte zu benutzen "also ich sehe das wiedermal anders".
    Der Mieter konnte, so wie ich dich Sachlagendarstellung von Christine verstehe den Schaden gar nicht bemerken. Wenn Wasser durch eine undichte Verfugung in das Mauerwerk eindringt, dann merkt man das oft erst sehr spät.
    Ich sehe - so wie das Christine dargestellt hat - kein Verschulden des Mieters.

    Und wenn, dann muss erst mal der Vermieter dem Mieter ein Verschulden nachweisen! Mache das in so eimem Fall mal.

    -------------------------------------------------------------------------

    " Vermieter hatte keine Kenntnis davon das die Hausverwaltung Aufträge erteilt "
    <= Der WEG-Verwalter hat rechtmäßig und verantwortungsvoll gehandelt, indem er bei einem dringendst zu behebenden Schaden am Gemeinschaftseigentum sofort Fachfirmen mit der Reparatur beauftragt hat. Der Schädiger der WEG-Eigentümergemeinschaft, das ist hier der Vermieter hat keinen Rechtsanspruch auf sofortige Information, Kostenvoranschläge, usw..
    Ich weis nicht, ob ich bzw. du den Sachverhalt richtig verstanden habe.
    Wenn sich der Vermieter nicht um die Schadenbehebung gekümmert hat, hatte der Mieter, NACHDEM er den Vermieter nachweislich zur sofortigen Schadenbehebung vergeblich aufgefordert hat, das Selbsthilferecht. D.h. zahlen muss der Vermieter.
    Da sich der Vermieter um nichts gekümmert hat, lief anscheinend alle über den WEG-Verwalter.
    Ich sehe hier weger der Untätigkeit des Vermieters die VERPFLICHTUNG des WEG-Verwalters, die Schadenursache in der Wohnung des Vermieters sofort zu beseitigen - natürlich auf alleinige Kosten des untätigen Vermieters (=Wohnungseigentümer).

    Bei so einem eindeutigen Fall würde ich mich als Wohnungseigentümer auch nicht weigern die Rechnungen sofort zu bezahlen.
    Als WEG-Verwalter würde ich bei Verweigerung der sofortigen Bezahlung bei der nächsten WEG-Eigentümerversammlung den Antrag stellen, dem pflichtvergessenen WEG-Miteigentümer zusätzlich zu den Rechnungsbeträgen Verzugszinsen und alle Aufwendungen der Verwaltung in Rechnung zu stellen.
     
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