Wasserzähler Qn nach DIN

Dieses Thema im Forum "Kaltwasserversorgung" wurde erstellt von devilsister, 02.12.2007.

  1. #1 devilsister, 02.12.2007
    devilsister

    devilsister Neuer Benutzer

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    Hallo,

    hab nach langer Suche endlich dieses Forum gefunden ... in der Hoffnung endlich eine Antwort zu finden.

    Ich war Mieterin in einem Mehrfamilienhaus (10 Parteien). In der NK-Abrechnung sind nun Wasser- und Abwassergrundpreise für Wasserzähler mit Qn 6 berechnet. Ich habe gehört, dass nach DIN Qn 2,5 ausgereicht hätte. Damit wäre meine NK-Abrechnung wesentlich geringer. Ich würde nun gern in Einspruch gehen. Doch ohne Grundlagen oder Quellen ist das wahrscheinlich zwecklos.

    :?

    Würde mich über eine schnelle Antwort sehr freuen, da ich nur noch ein paar Tage habe bis die Frist abläuft.

    Vielen Dank.
     
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  3. #2 DiplomHM, 02.12.2007
    DiplomHM

    DiplomHM Erfahrener Benutzer

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    Ist das der Hauptwasserzähler? Zur Erläuterung: Das Versorgungsunternehmen berechnet für die Wasserlieferung die Position des Wasserverbrauchs und die Miete für den Wasserzähler. Jedes V-Unternehmen hat eine so genannte Gebührensatzung in dem das Nachzulesen ist.

    Die angefallenen Gesamtkosten dürfen anteilig auf die Mieter umgelegt werden.

    Als Hauptwasserzähler reicht keineswegs ein QN 2,5 aus.

    Einen Einspruch wegen der - mit Verlaub - "Wunschvorstellung" ein paar Cent zu sparen sehe ich erstmal nicht, da es sich meiner Meinung nach um den Hauptwasserzähler handelt. Aber deinen Alt-Vermieter kannst du danach fragen und im Zweifel dir die Rechnung der Kaltwasser-/Abwasserversorgung zeigen lassen.
     
  4. #3 devilsister, 02.12.2007
    devilsister

    devilsister Neuer Benutzer

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    Leider handelt es sich nicht um ein paar Cent. Die Grundgebühren für das ganze Haus belaufen sich auf rund 1.400 € im Jahr. Auf mich entfallen 100€. Für mich ist das richtig Kohle. Ich habe gehört, dass die Grundgebühren bei Qn 2,5 auf die Hälfte schrumpfen würden.

    Ich weiß leider nicht ob hier der Hauptwasserzähler gemeint ist, aber danke für den Tipp mit der Versorungsabrechnung.
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Weil wir es gerade mit Querschnitten haben:
    Es wurde mal diskutiert, ob ein größerer Querschnitt beim WC nicht langsam mal Zeit wird, dass diesbezüglich die DIN geändert wird. Schließlich produziert der Otto-Normalverbraucher immer mehr Sch... und so sollte der Querschnitt auch geändert werden.

    wie wäre das bei Dir? Der Querschnitt wird geändert, wodurch die Miete geringer ausfällt. Das heißt dann aber auch, dass nicht mehr alle Mieter gleichzeitig Wasser bekommen würden. Während jemand im Haus duscht, darfst du dann nicht spülen, da sonst der Wasserdruck weg ist...
     
  6. #5 devilsister, 02.12.2007
    devilsister

    devilsister Neuer Benutzer

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    Hallo Capo,

    vielen Dank für die hilfreichen Hinweise mit den Querschnitten.

    Da Du es selbst angesprochen hast: Welche DIN regelt denn die Querschnitte bei den Wasserzählern in solchen Häusern wie ich gewohnt habe?

    :x

    LG
     
  7. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Rohre für Entwässerungsleitungen DIN 4033
    Steinzeug DIN 1230
    Betonrohre DIN 4032
    Spannbeton DIN 4227
    Stahlbeton DIN 4035

    Dann wird nach verschiedenen Formel der notwendige Druck, die min Durchlaufgeschw usw berechnet. Daraus ergibt sich unter beachtung der Geländelage ein Querschnitt. Um den notw Querschnitt von Leitungen zu bestimmen, muß man sowohl die Leistung der Pumpe, die Haushöhe und einiges mehr kennen.

    Ich möchte darauf auch nicht stärker eingehen, da das Architektenarbeit ist und weder mein Fachgebiet noch habe ich entspr Unterlagen dazu.
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Eine Grundgebühr für Wasser wird gewiss nicht nach dem Querschnitt der Wohnungszähler berechnet. Ich habe auch noch nie einen Wohnungszähler Qn 6 gesehen. Etwas anderes als der Hauptzähler kann nicht gemeint sein.

    Einwendungen gegen eine Betriebskostenabrechnung müssen begründet werden. "Habe gehört", "wäre weniger", "zuviel" oder "kann nicht sein" sind keine substantiierten Begründungen.

    Behauptet der Mieter eine Missachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots, wird er dies im Streifall auch beweisen müssen. Der Mieter wird also den Nachweis führen müssen, dass ein Zähler Qn 2,5 für ein 10-Familien-Haus ausreichend wäre.
    Man sollte sich aber vielleicht vorher kundig machen, ob die Zählergröße nicht vom Wasserversorger vorgegeben ist. In diesem Fall sind alle Einwendungen auch dann überflüssig, wenn rein rechnerisch auch ein kleinerer Zähler ausreichen sollte.
     
  9. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Qn6 ist für ein 10Familienhaus eher sogar recht knapp bemessen.

    Bei einer Dusche gehen ca. 10L je min durch. Das sind 600L die Stunde.

    Man muss davon ausgehen, dass alle 10 auch mal gleichzeitig Duschen, Wäsche waschen, den Spülknopf betätigen etc.

    Da wäre ein Qn2,5 sehr schnell überlastet. Außerdem wäre dann der Druckabfall zu groß. Wenn unten 2-3 gleichzeitig duschen kommt oben das Wasser möglicherweise nur noch Tröpfchenweise raus. Dann würde es sicher gleich Mietminderungen hageln.


    Die Grundgebühr ist zwar in vielen Tarifen vom Qn abhängig, aber auch noch von vielen anderen Tarifdetails.
     
  10. #9 devilsister, 09.12.2007
    devilsister

    devilsister Neuer Benutzer

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    Deshalb mach ich mich ja schlau, damit ich nicht mit sowas wie "habe gehört" und "kann nicht sein" argumentieren muss. Das hatte ich auch nie vor.

    Mir geht es auch im wesentlichen darum zu hinerfragen und zu erfahren ob alles i.O. mit meiner Abrechnung ist, denn ich als normaler Mieter habe bislang noch nie etwas von Qn gehört und bin froh etwas gerlernt zu haben.

    ... auch dass ich wahrscheinlich nichts gegen meine NK-Abrechnung machen kann.
    :-(
    Natürlich hatte ich auch gehofft, den Preis etwas drücken zu können.

    Naja, jedenfalls vielen Dank für Eure Hilfe.
     
  11. #10 Unregistriert, 14.06.2011
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    Kiel) Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Wasserversorgungsunternehmen gehalten sind, eine Ermessensentscheidung zu treffen, ob ein Austausch eines Wasserzählers im Interesse des Kunden vorzunehmen ist, wenn sich der technische Standard in einem wesentlichen Maße ändert und beachtenswerte Interessen des Kunden geltend gemacht werden.




    Darauf verweist der Kieler Rechtsanwalt Jens Klarmann, Landesregionalleiter „Schleswig-Holstein“ der DASV Deutsche Anwalts- und Steuerberatervereinigung für die mittelständische Wirtschaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 21. April 2010 – VIII ZR 97/09.

    Die Klägerin, eine Wohnungseigentümergemeinschaft, verlangt von dem beklagten Wasserversorgungsunternehmen den Austausch eines Wasserzählers. Die Beklagte versorgt die Wohnungseigentumsanlage der Klägerin seit Jahren mit Wasser und entsorgt das Abwasser. Bei der Wohnungseigentumsanlage handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus mit 21 Wohnungen. Das Versorgungsunternehmen hat als Entnahmearmatur einen Wasserzähler der Größe Qn 6 (mit einem Nenndurchfluss von 6 m³/h) eingebaut. Im Januar 2007 bat die Klägerin um einen Einbau eines Wasserzählers Qn 2,5 (mit einem Nenndurchfluss von 2,5 m³/h). Dies lehnte das Versorgungsunternehmen mit der Begründung ab, dass es dadurch zu Beeinträchtigungen der Versorgung nach Menge und Druck kommen könne. Nach dem ab 1. Januar 2007 gültigen Preisblatt des Versorgungsunternehmens beträgt der Grundpreis für die Bereitstellung des Wassers bei Wasserzählern mit einer Nennleistung von 2,5 m³/h ab 401 m³ pro Jahr 29,50 € netto pro Monat. Bei Wasserzählern mit einer Nennleistung bis Qn 6 beträgt der Grundpreis für die Bereitstellung des Wassers ab 501 m³ pro Jahr 68 € netto pro Monat. Im erstgenannten Fall beträgt der Servicepreis für Schmutzwasser 15 € pro m³ und im letztgenannten Fall 36 € pro m³.

    Die Klägerin meint, vor dem Hintergrund der mehr als 130 Prozent höheren Kosten beim Einbau eines Zählers Qn 6 hätte die Beklagte bei Ausübung ihres Ermessens nach § 18 AVBWasserV einen Zähler der Größe Qn 2,5 einbauen müssen. Mit der Klage hat die Klägerin verlangt, den Wasserzähler Qn 6 durch einen Wasserzähler Qn 2,5 zu ersetzen. Das Amtsgericht hat der Klage stattgegeben. Auf die Berufung der Beklagten hat das Landgericht die Klage abgewiesen.

    Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat das Berufungsurteil auf die Revision der Wohnungseigentümergemeinschaft aufgehoben, betont Klarmann.

    Denn nach derzeitigem Stand hat die Beklagte mit der Verweigerung des Einbaus eines Wasserzählers der Dimensionierung Qn 2,5 ihr Leistungsbestimmungsrecht gemäß § 18 Abs. 2 Satz 2 und 4 AVBWasserV nicht ermessensfehlerfrei ausgeübt.

    In dem Vertragsverhältnis der Parteien bestehen Schutz- und Rücksichtnahmepflichten. Aus diesen folgt ein Anspruch auf erneute Ausübung des Leistungsbestimmungsrechts jedenfalls dann, wenn sich der technische Standard, der einen Einfluss auf die Auswahl der Messgeräte hat, in einem wesentlichen Maße ändert und beachtenswerte Interessen des Kunden geltend gemacht werden. Ein solches Interesse ist hier insbesondere darin zu sehen, dass der Grund- und Servicepreis für die Leistungen der Beklagten und damit die Kostenbelastung des Kunden von der Dimensionierung des Wasserzählers abhängen. Das Wasserversorgungsunternehmen ist danach gehalten, eine neue Ermessensentscheidung zu treffen, ob ein Austausch des Wasserzählers unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der Technik im Interesse des Kunden vorzunehmen ist. Das Landgericht hat zu Unrecht eine fehlerfreie Ermessensentscheidung des Versorgungsunternehmens angenommen. Es hat insbesondere keine ausreichenden Feststellungen zum aktuellen Stand der Technik getroffen.

    Die Sache ist an das Landgericht zurückverwiesen worden, damit nähere Feststellungen dazu getroffen werden können, ob ein Wasserzähler Qn 2,5 in der Wohnanlage der Klägerin dem Stand der Technik entspricht.

    Klarmann empfahl, dies zu beachten und ggfs. rechtlichen Rat in Anspruch zu nehmen, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deutsche Anwalts- und Steuerberatervereinigung für die mittelständische Wirtschaft e. V. – DASV - Die Deutsche Anwalts- und Steuerberatervereinigung für die mittelständische Wirtschaft e.V. | Deutsche Anwalts- und Steuerberatervereinigung fr die mittelstndische Wirtschaft e.V. – verwies.
     
  12. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Ungeachtet der rechtlichen Betrachtung hier mal meine technischen Anmerkungen dazu:

    Ein MFH mit 21 WE verfügt über schätzungsweise 50 Wasserentnahmestellen. An jeder dieser Zapfstellen könnten je Stunde bis zu 0,6m³ entnommen werden. Dies wären in der Summe 30m³/h.

    Nun wird dies in der Praxis nie vorkommen. Vorkommen könnte aber, dass gleichzeitig 10 Zapfstellen in den 21 WE in Benutzung sind. Dies entspräche einem Volumenstron von bis zu 6m³/h.

    Stand der Technik ist jedoch, dass ein Qn 2,5 Zähler einen Qmax von 4m³/h aufweist. Bei obigem Beispiel wäre dieser also überlastet und würde außerhalb seiner Betriebsfehlergrenze arbeiten. Dies wäre auch bereits bei nur 7 gleichzeitig benutzten Zapfstellen der Fall. Vom Druckverlust bei Qmax will ich mal garnicht reden.

    Keine Ahnung was der Mieter im Dachgeschoss sagt wenn aus seinem Wasserhahn kaum was herauskommt nur weil zwei andere Mieter im Erdgeschoss sich gerade ein Bad einlassen.

    Aus technischer Sicht ist diese Messstelle also richtig dimensioniert. Eventuell käme noch ein Qn 3,5 in Frage. Dieser kostet aber genausoviel wie ein Qn 6.
     
  13. #12 Unregistriert, 09.11.2011
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    Unregistriert Gast

    BEvor das Thema hier so falsch beantwortet stehen bleibt

    Bei 10 WE reicht Qn 2,5 selbstverständlich aus

    Für genauere Recherche empfiehlt sich DVGW W 406. Und selbst diese Auslegung führt tw.
    noch zu zu großen Zählern. Ganz falsch ist die Praxis mancher Versorger, nach dem Spitzendurchfluss
    ge. DIN 1988 den Zähler zu wählen.

    Siehe auch folgenden Link:
    http://www.vdi.de/fileadmin/media/content/bvleipzig/57.pdf

    Also erst mal selber richtig schlau machen, bevor hier Mieter für dumm verkauft werden.
    Frank
     
Thema: Wasserzähler Qn nach DIN
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