WBS: Amt zahlt nur 1/3 der fälligen Miete wg. Sanktionen

Diskutiere WBS: Amt zahlt nur 1/3 der fälligen Miete wg. Sanktionen im Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Liebes Vermieter-Forum, in einer unserer Mietswohnungen (Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien) lebt eine Damemittleren Alters mit schulpflichtigem...

  1. #1 Dirk081084, 04.06.2019
    Dirk081084

    Dirk081084 Neuer Benutzer

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    Liebes Vermieter-Forum,

    in einer unserer Mietswohnungen (Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien) lebt eine Damemittleren Alters mit schulpflichtigem Kind, die Harz 4 bezieht und außerdem über einen WBS verfügt. Die Wohnung ist auf Grundlage des WBS vermietet und das zuständige Amt bezahlt normalerweise die Miete direkt an uns.

    Leider hat die Dame kürzlich Sanktionen vom zuständigen Amt verhängt bekommen. Sie hatte sich bei einer zugewiesenen Arbeitsstelle falsch verhalten. Die Folge war, dass das Amt ohne vorankündigung einfach nur noch 1/3 der vereinbarten Miete zahlt.

    Nach Rückfrage durch uns wird dies mindestens weitere 3 Monate der Fall sein. Wir als Vermieter können ja nun wirklich nicht für die Verfehlungen der Dame.

    Ist dies rechtens? Darf das Amt derartige Angelegenheiten auf unserem Rücken austragen? Gegen wen klagt man in diesem Falle (die Dame oder das Amt)

    ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und jeden Tipp wie man vorgeht, um die Mindereinnahmen zu kompensieren?


    Vielen Dank
    Dirk
     
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  3. GSR600

    GSR600
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    Hallo,

    naja wenn eben mehr wie 1 Monatsmiete offen ist könnt ihr ja kündigen wegen Zahlungsverzug.
    Klagen müsst ihr gegen den Vertragspartner, weil das Amt hat ja keinen Vertrag mit euch.
    Die Dame muss eben den fehlenden Betrag selbst aufbringen.
     
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  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ja, das ist rechtens.
    Du hast keinen Vertrag mit dem "Amt", sondern mit der Mieterin. Die Mieterin schuldet dir die Miete - nicht das Amt!
    Woher die Mieterin das Geld für die Miete nimmt, kann euch (aktuell) egal sein.
    Die Mieterin könnte sich das Geld für die Miete von ihrer Oma leihen, auf dem Strich verdienen oder beim "Amt" noch mal betteln - das ist nicht dein Problem.
    Rechtlich hast du noch nicht einmal einen Anspruch auf Auskunft vom "Amt".
    Gegen deinen Vertragspartner bzw. denjenigen, gegen den du den Anspruch richtest.

    Sieh es positiv: Bei der nächsten Mietersuche hast du hoffenlich noch im Hinterkopf, dass bei Leuten, die nichts haben, im Fall der Fälle halt nichts zu holen ist. Auch wenn manch einer beteuert, dass die Miete direkt vom Amt kommt und dass das ja sooo sicher sei.
     
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  5. #4 Dirk081084, 04.06.2019
    Dirk081084

    Dirk081084 Neuer Benutzer

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    Wie gehen wir am besten vor, um an die restliche Miete zu kommen? Ist die Dame besonders rechtlich geschützt, weil sie ein schulpflichtiges Kind hat? Der Normalfall wäre wohl eine Abmahnung und wenn 2 Mieten ausstehen die fristlose Kündigung? Im Zweifelsfall dann eine Räumungsklage, wenn sie nicht von allein auszieht? Richtig?
     
  6. Andres

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    Nett fragen. Da die Dame sehr wahrscheinlich unter der Pfändungsfreigrenze liegt und auch kein nennenswertes Vermögen haben wird, ist das schon das Ende der Fahnenstange.


    Ja, aber so besonders dann auch nicht. Früher oder später wird da genau so geräumt, wie bei praktisch jedem anderen Mieter auch,


    Solange der Rückstand aus zwei aufeinander folgenden Terminen stammt, genügt es, wenn er eine Miete übersteigt.


    Ja. Danach darf man hoffen, dass man einen besseren Mieter findet.
     
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  7. GSR600

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    Hier würde ich euch dringen den Gang zum Fachanwalt für Mietrecht raten und diesen mit der Kündigung/Räumungsklage beauftragen.
     
  8. Nanne

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    Mir ist ein Fall in dieser Richtung bekannt. Mieterin mit Kind ließ es auf eine Räumung ankommen, fand aber keine Wohnung und wurde vom Amt wieder in diese Wohnung eingewiesen, bzw. blieb in der Wohnung. Alle Mietrückstände wurden vom Amt beglichen und die laufende Miete pünktlich bezahlt. Ob diese Regelung heute noch aktuell ist weiß ich nicht, und ob Vermieter und Amt sich auf diesen Deal geeinigt hatten ist mir ebenfalls nicht bekannt. Diese Mieterin wohnt nun seit Jahren in dieser
    Wohnung, offensichtlich war das für die Dame ein Denkzettel.
     
  9. GHD

    GHD Neuer Benutzer

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    Ist in diesem Fall, Sozialhilfeempfängerin + Kind, ein Mahnverfahren zur Zahlung der ausstehenden Mietschuld nicht Voraussetzung für das Kündigungsbegehren oder von Vorteil?
     
  10. Andres

    Andres
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    Ein gerichtlicher Mahnbescheid ist niemals erforderlich (weder zur Durchsetzung der Hauptforderung noch für die Räumung) und bei einer offenkundig nicht vollstreckbaren Forderung auch einigermaßen sinnlos.
     
  11. GHD

    GHD Neuer Benutzer

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    DANKE Andres!
     
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