WEG-Abrechnung auf Mieter umlegen

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von peewee, 21.10.2015.

  1. peewee

    peewee Erfahrener Benutzer

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    Irgendwie stehe ich gerade auf dem Schlauch:16:

    Wenn ich eine WEG-Betriebskostenabrechnung habe und dort sind die Kosten nach Miteigentumsanteilen umgelegt, wie lege ich dann die (umlegbaren) Betriebskosten auf den Mieter um, wenn im Mietvertrag die Abrechnung nach der Wohnfläche erfolgt???
     
  2. AdMan

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  3. #2 PHinske, 21.10.2015
    PHinske

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    Hallo peewee,

    dann wirst du wohl die einzelnen Kostenarten aus der WEG-Gesamtabrechnung durch die Gesamtwohnfläche des Hauses teilen müssen und diese Werte dann wieder mit der Wohnfläche deiner Wohnung multiplizieren und das Ganze am Ende aufaddieren.

    Ist ja ganz einfach, da man nur Grundrechenarten anmwenden muss.

    Ich stehe aber außerdem auf dem Standpunkt, dass man als Vermieter einer Eigentumswohnung nur dann eine faire Nebenkostenabrechnung für den Mieter aufstellen kann, wenn man auch die Belege beim Hausverwalter eingesehen hat.

    In unserer WEG-Abrechnung für das Jahr 2014 waren nämlich noch Gartenarbeiten und Hausreinigung aus den letzten Monaten des Jahres 2013 enthalten, die aber erst im Jahr 2014 kontomäßig bezahlt worden sind.
    Diese Kosten darf ein Vermieter nicht mehr ansetzen, da die Jahresfrist vorbei ist.

    MfG PHinske
     
  4. #3 HVF0212, 21.10.2015
    Zuletzt bearbeitet: 21.10.2015
    HVF0212

    HVF0212 Neuer Benutzer

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    Auweia, ob da Wohnfläche oder MEA steht spielt keine Rolle...

    Die Hausgeldabrechnung widerspiegelt die Kosten, die für die NE angefallen sind. In unseren Abrechnung werden die Positionen für Mieter ausgewiesen, hinzu kommt dann noch die Grundsteuer des jeweiligen Eigentümers.

    Wobei Stop... Gibt es Gewerbeflächen im Haus?
    Es gibt Situationen da ist es nicht ganz so einfach wie ich dachte, denn der MEA Schlüssel ist nicht immer gleich den QM.

    Am Besten ist natürlich MV zu unterzeichnen, in denen der Umlageschlüssel MEA vereinbart wurde.
     
  5. #4 Martens, 22.10.2015
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    In §1, 1 BetrKV steht:
    Wie die Kosten, die dem Eigentümer für diese Wohnung laufend entstehen, von der WEG-Verwaltung berechnet werden, ist dabei völlig unerheblich.

    Also 1:1 umlegen.

    Christian Martens
     
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  6. #5 anitari, 22.10.2015
    anitari

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    Das ist doch bei ETWs völlig wurscht. Der Miteigentumsanteil beträgt meinetwegen 1/12, dieser ist 100 m² groß. Und die Kosten des 1/12 sind genau so wie die der 100 m².

    Hinweis am Rande, falls nicht bekannt, Du mußt für den Mieter selbst eine an ihn gerichtete BK-Abrechnung erstellen. Das nur weil ich schon oft gelesen habe das ETW-Eigentümer einfach Ihre Hausgeldabrechnung an den Mieter "durch reichen".
    Und nicht vergessen noch, falls vertraglich vereinbart, die Grundsteuer dazu rechnen.
     
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  7. Jobo45

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    Welchen Umfang die Mietverträge der einzelnen Eigentümer mit ihre Mieter haben, ist der WEG Verwaltung oft nicht bekannt. Eine Ausweisung der abrechenbaren Positionen kann dann nur ein Vorschlag sein.
     
  8. #7 anitari, 22.10.2015
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    Es werden die umlegbaren Betriebskosten ausgewiesen. Ob und in welcher Höhe sie auf den Mieter umgelegt werden können muß der Eigentümer/Vermieter selbst auseinanderklabüsern.
     
  9. #8 Newbie15, 22.10.2015
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    Das gilt aber nur, wenn die MEA nach Wohnfläche verteilt sind und das ist nicht zwangsläufig so. Bei uns hat die größte Wohnung die wenigstens MEA und die kleinste Wohnung die meisten MEA, da die kleinste Wohnung ein Sondernutzungsrecht am gesamten Grundstück hat während die größte Wohnung keine weiteren Rechte außer einem Kellerverschlag hat. Das wurde bei den MEA berücksichtigt. Da würde eine Abrechnung nach Wohnfläche oder MEA schon einen Unterschied machen.

    @Martens: keine Frage, wenn die Umlage der Betriebskosten auf den Mieter nach MEA vereinbart ist, dann kann man so umlegen, aber wenn das nicht vereinbart ist?
     
  10. #9 anitari, 22.10.2015
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    Dann gemäß BGB §556a Abs. 1


    Aus meiner Sicht wäre die Umlage nach MEA ohnehin unzulässig da diese i. d. R. auch Grundflächen außerhalb der Wohnung beinhaltet.
     
  11. #10 Martens, 22.10.2015
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    Nochmal, ich lege in einer WEG als Eigentümer einer (oder auch mehrerer) Einheit(en) keine Betriebskosten um, ich gebe die Betriebskosten an den Mieter weiter, und zwar in der Höhe, wie sie mir entstehen.
    Die Kosten entstehen mir durch die WEG-Abrechnung und da nach den Regelungen der Teilungserklärung sowie den Beschlüssen der Eigentümer, mit den Abrechnungen der anderen Einheiten habe ich ja nichts zu tun (solange mir mindestens eine Einheit im Haus nicht gehört).
    Ich sehe diese Vorgehensweise im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen.

    Bei der Grundsteuer ist es ja auch so, die entsteht direkt für jede Einheit durch den Bescheid des FA.
    Niemand legt alle einzelnen Grundsteuern des Hauses zusammen und verteilt diese dann nach Fläche auf die einzelnen Mieter - die Grundsteuer wird als Betriebskosten 1:1 an den Mieter weitergereicht, in der Höhe, wie sie dem Eigentümer entsteht.

    Christian Martens
     
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  12. #11 PHinske, 23.10.2015
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    Zitat:
    "Nach alter Rechtslage konnte der Vermieter, wenn kein Umlageschlüssel vereinbart war, die Nebenkosten seiner vermieteten Eigentumswohnung nach den in der Teilungserklärung der Wohnungseigentümergemeinschaft festgelegten Wohnungseigentumsanteilen an den Mieter weitergeben. Seit dem 01.09.2001 muss die Verteilung nach Miteigentumsanteilen im Mietvertrag explizit vereinbart sein. Wenn der Vermieter einer Eigentumswohnung also nicht vertraglich festgehalten hat, dass er die Betriebskosten nach den für die Gemeinschaft geltenden Anteilen - den Miteigentumsanteilen - umlegen möchte, muss er zum Taschenrechner greifen und die Kosten nach Quadratmetern umlegen. Auch dann, wenn innerhalb der Eigentümergemeinschaft ganz anders abgerechnet wird."

    Quelle: http://deutschesmietrecht.de/betrie...el/5-umlageschluessel-miteigentumsanteil.html
     
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  13. #12 Martens, 23.10.2015
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    Diese Quelle halte ich für zweifelhaft, die Angaben sind unvollständig.

    Es gibt Teilungserklärungen für WEGs, da werden keine m² genannt, weder für die einzelnen Einheiten, noch gesamt. Wenn dann noch Gasetagenheizungen (oder Nachspeicheröfen) verbaut sind, gibt es auch keine Werte zur Heizfläche.

    Heizfläche und Wohnfläche haben unterschiedliche Berechnungsgrundlagen (siehe z.B. Balkone, Terrassen) und sollten nicht vermischt oder gar verwechselt werden.

    Weiterhin geht die o.g. Seite davon aus, daß Kosten in einer WEG immer nach MEA verteilt werden, das ist nicht zutreffend.


    Christian Martens
     
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