WEG beauftragt Architekten

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  1. immo16

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    Eine WEG beauftragt auf Anraten der Hausverwaltung einen Architekten, der Angebote über eine Renovierung einholt. Die Angebote sind da, keines von denen findet eine Mehrheit.
    Die Miteigentümer sind der Meinung, dass der Architekt seinen Job nicht richtig gemacht hat, sie finden einen anderen Handwerker, der ein Angebot erstellt, das eine Mehrheit in der Eigentümerversammlung findet.
    Der Architekt stellt eine Rechnung über ...Tausend(e)... Euro aus.

    Nun will die WEG vorsichtshalber einen anderen Architekten beauftragen um die Arbeit des neu gefunden Handwerkers zu überwachen. Fragen:
    - muss es eurer Erfahrung nach ein Architekt sein oder es kann auch ein "Bauingenieurbüro" oder ein "Baugutachter" sein?
    - ist es realistisch einen solchen "Überwacher" zu finden, der seinen Job gewissenhaft machen kann, obwohl er an der Auswahl des Angebotes nicht beteiligt war?

    Danke und Grüße!
     
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  3. Andres

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    Das ist ziemlich egal.


    Dafür ist mir die Frage etwas zu unspezifisch. Wenn der Handwerker vorschlägt, ein Loch im Dach mit etwas Silikon abzudichten, wird man vielleicht Schwierigkeiten haben, jemanden zu finden, der diesen Pfusch überwachen will. Grundsätzlich sehe ich aber kein Problem dabei, wenn ein Architekt, Gutachter oder Ingenieur ein Vorhaben überwachen soll, das nicht auf seinem Mist gewachsen ist.
     
  4. immo16

    immo16 Benutzer

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    Danke, Andres.

    Muss man bei der Wahl des "Überwachers" auf bestimmte Dinge achten, mal abgesehen von der fachlichen Qualifikation? Soll er z.B. eine bestimmte Versicherung vorweisen können?

    Angenommen, im Angebot des Handwerkers ist eine bestimmte Arbeit aufgeführt, aber nicht alle Materialien genau ausgewiesen. Dann fängt die Bauphase an und der "neue Architekt" ist mit dieser Abdichtung oder mit jener Farbe kategorisch nicht einverstanden, weil aus seiner Sicht die Qualität nicht stimmt. Was dann? Die Baustelle stoppen oder dem Handwerker mehr Geld für eine andere Ausführung anbieten, etwa so?
     
  5. Andres

    Andres
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    Die Frage ist ungünstig gestellt. Wenn man so spezifische Vorstellungen hat, sollte man den ausführenden Betrieb vorab bereits darauf festlegen - oder wenigstens einen Betrieb auswählen, mit dem man in der Vergangenheit positive Erfahrungen gemacht hat. Einen Handwerker in der laufenden Ausführung auf ein höheres Qualitätsniveau zu heben, ist aus rein praktischer Sicht schwer durchführbar. Wie soll das auch aussehen? Soll der "Aufpasser" hinter den Handwerker stehen und bei jedem Handgriff, jedem Werkzeug und jedem Baustoff die Qualität hinterfragen?

    Also entweder vorher festlegen (dann sucht ihr einen Architekt oder Bauingenieur) oder hinterher kontrollieren (Gutachter/Sachverständiger). Oder beides.


    Berufshaftpflicht für alle, Bauvolageberechtigung für Architekten und Bauingenieure, auch wenn sie für dieses Vorhaben nicht erforderlich sein sollte.
     
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  6. immo16

    immo16 Benutzer

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    Ich dachte, es wäre schon die Aufgabe eines Architekten die Baustelle 1 mal am Tag zu besuchen oder so.
     
  7. Andres

    Andres
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    Nein, noch dazu wird der Architekt hier ja gar nicht in seiner eigentlichen Funktion beauftragt, sondern als externe Kontrollinstanz. Es wäre ja auch nicht mit täglichen Besuchen getan, wenn man z.B. die Qualität der eingesetzten Materialien überwachen will.

    Irgendwie scheinen mir hier ziemlich seltsame Vorstellungen vorhanden zu sein, wie es auf einer Baustelle so zugeht ...
     
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  8. immo16

    immo16 Benutzer

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    Deswegen frage ich ja :)


    Wenn man 1 und 2 vergleicht:
    1) Der Architekt wird beauftragt eine Ausschreibung zu machen, die Handwerker zu finden und sie bei der Ausführung zu kontrollieren.
    2) Der Architekt kontrolliert nur die Ausführung.

    Angenommen, es werden hinterher irgendwelche Mängel in der Ausführung festgestellt: haftet der Architekt nur im Fall 1 oder in den beiden Fällen oder gar nicht?

    danke
     
  9. Andres

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    In Fall 1 könnte der Architekt als Generalunternehmer auftreten - dann wäre recht klar, an wen man sich bei Problemen wenden darf. Ob das nun schlecht geplant oder "nur" schlecht ausgeführt war, wäre dann egal. Das muss aber so vereinbart sein und der Architekt wird dann selbst entscheiden, welche Handwerker man beauftragt usw.

    In Fall 2 kann man sich wunderbar streiten, wer denn nun eigentlich für Probleme haftbar ist. Hat der Handwerker objektiv schlecht geleistet oder hat der Architekt nur die subjektiven Interessen der Gemeinschaft schlecht vertreten?

    Fall 3 wäre, dass man den Handwerker "machen lässt" und danach mit einem Gutachter die Abnahme durchführt. Dann haftet der Gutachter für das, was er schuldhaft übersieht (sehr vereinfacht ausgedrückt).

    Alle Beteiligten sind aber durchaus geübt darin, sich nicht selbst in Haftungsrisiken zu bringen. Beim Generalunternehmer ist das nicht zu vermeiden, daher wird er für diese Leistung auch einen Aufschlag verlangen. Welche Variante zu bevorzugen ist, hängt sicher auch vom Vorhaben und natürlich den eigenen Fähigkeiten ab.
     
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  10. #9 Hannoveraner, 15.09.2018
    Zuletzt bearbeitet: 15.09.2018
    Hannoveraner

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    Die Aufgabe des Architekten sind dann nach HOAI: Leistungphase 6 Vorbereitung - Mengenermittlung u. erstellen des LV (Leistungsverzeichniss)
    darin wird alles festgelegt. Wie,was, womit das Gewerk (z. B. Flachdach) herzustellen ist.
    Leistungphase 7: Mitwirkung bei der Vergabe einschl. Prüfung Kostenanschlag
    Leistungsphase 8: Objektüberwachung- Bauüberwachung u. Dokumentation
    Leistungsphade 9: Objektbetreung- allgemeine Bauleitung hier ist ein Bautagebuch zu führen
    Haftung des Architekten: Er muss eine Architektenhaftplichtversicherung haben er haftet für seine Leistungsphasen

    Bei der Ausführung setzt die Gewährtleistung Handwerker für Baueleistungen ein. Mein Tipp: Die Handwerker geben fast immer Gewährleistung nach VOB
    (Verdingungsordnung fur Bauleistungen) aber die ist nur 2 Jahre. Besser ihr handelt eine Gewährleistung nach BGB aus, die ist 5 Jahre.
    Der Architekt hält immer eine Sicherheitsleistung vom Handwerker ein, entweder wird ein Geldbetrag einbehalten bis die Leistung abgenommen ist, oder der Handwerker muss eine Bankbürgschaft vorlegen.

    Ein Architekt kommt nicht jeden Tag auf den Bau. Zur Überwachung muss er auch nicht unbedingt jeden Tag zur Baustelle kommen, das hat ein guter Architekt im Griff. Ist ihm ein Verschulden nachzuweisen muss er haften. Außerdem hat der Handwerker nach dem LV auszufürhren,

    Hi, heute habe ich meine Zehnfinger nicht im Griff
     
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