WEG Reparaturkosten?

Diskutiere WEG Reparaturkosten? im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo, haben eine Wohnung geerbt und sind jetzt ganz frisch Vermieter. Lese mir gerade alte Wohngeldabrechnungen durch (damit ich Verständnis...

Hohenfried

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Hallo,

haben eine Wohnung geerbt und sind jetzt ganz frisch Vermieter.
Lese mir gerade alte Wohngeldabrechnungen durch (damit ich Verständnis aufbaue) und habe eine Frage dazu.

In der Abrechnung gibt es den Posten Laufender Unterhalt / Reparaturen.
Dazu gibt es eine Auflistung aller Handwerkerrechnungen und die Gesamtsumme.
Die Gesamtsumme wird dann mit dem relativen Eigentumsanteil multipliziert.

Jetzt ist da zum Beispiel der Posten Briefkastenschloss Wohnung 5 wechseln mit 95,40€ angegeben.
Heißt das, dass ich mit meinem Anteil das Briefkastenschloss einer fremden Wohnung mitbezahlen muss?

Vermutlich ja, da die Briefkasten zum Gemeinschaftseigentum gehören, richtig?
Solche Reparaturen am Gemeinschaftseigentum müssen aber in der Eigentümerversammlung beschlossen werden, auch richtig?

Wenn da mal wieder so ein unverschämt hoher Betrag verlangt wird, kann man da dann auch widersprechen?
Ein Briefkastenschloss gibts schon in guter Qualität von Renz für 20€. Den Einbau mach ich gratis in 2min. Da sind 95€ doch ein Witz.
Und den Wucher muss ich dann auch noch mitfinanzieren?

Deswegen ernst gemeint, kann man da an der Mitgliederversammlung mitwirken oder pragmatischere Lösungen einbringen?

Danke!
 
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immobiliensammler

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Solche Reparaturen am Gemeinschaftseigentum müssen aber in der Eigentümerversammlung beschlossen werden, auch richtig?

Nein, nicht jede Reparatur muss in der ETV beschlossen werden, manche mag der Verwalter selbst in Auftrag geben, andere mit dem Verwaltungsbeirat (so vorhanden) absprechen. Oder soll Deiner Meinung nach das Briefkastenschloss erst nach der nächsten ETV erneuert werden oder deswegen eine außerordentliche ETV einberufen werden?

Ein Briefkastenschloss gibts schon in guter Qualität von Renz für 20€. Den Einbau mach ich gratis in 2min. Da sind 95€ doch ein Witz.

Und der beauftragte Handwerker macht das wahrscheinlich auch in 2 Minuten, dazu kommt halt noch Anfahrt etc.

Deswegen ernst gemeint, kann man da an der Mitgliederversammlung mitwirken oder pragmatischere Lösungen einbringen?

Natürlich, Du kannst vorschlagen alle anfallende Reparaturen unentgeltich zu übernehmen und für diese Arbeiten und eventuelle Folgeschäden dann auch zu haften!
 

Hohenfried

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Wieso denn gleich alle anfallenden Reparaturen?
Ich rede von einem Briefkastenschloss, das kann ein blinder mit zwei linken Händen in 2 min austauschen.
Und die Folgeschäden die durch den Austausch eines Briefkastenschlosses entstehen können, kann ich mir auch nach 2 Flaschen Wein nicht ausdenken, da reicht wohl meine Kreativität nicht aus. Ist doch unverschämt sowas.
 
immobiliensammler

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Wieso denn gleich alle anfallenden Reparaturen?
Ich rede von einem Briefkastenschloss, das kann ein blinder mit zwei linken Händen in 2 min austauschen.
Und die Folgeschäden die durch den Austausch eines Briefkastenschlosses entstehen können, kann ich mir auch nach 2 Flaschen Wein nicht ausdenken, da reicht wohl meine Kreativität nicht aus. Ist doch unverschämt sowas.

Dann müsstest Du also in der nächsten Eigentümerversammlung mehrheitlich beschließen lassen, Dich wegen dem nächsten eventuell auszutauschenden Schloss zu beauftragen.

Ich wette nächstes Jahr hast Du dann an den überhöhten Kosten für XXX (beliebige Reparatur eintragen) etwas auszusetzen. Warum übernimmst Du nicht einfach die Verwaltung und koordinierst das kostengünstig zum Wohle der WEG? @Bernie kann Dich hier eventuell beraten!
 

ehrenwertes Haus

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Und die Folgeschäden die durch den Austausch eines Briefkastenschlosses entstehen können, kann ich mir auch nach 2 Flaschen Wein nicht ausdenken, da reicht wohl meine Kreativität nicht aus.
Genau deswegen solltest du dich damit mal ernsthaft auseinander setzten, statt hier rumzublöken mit :
Ist doch unverschämt sowas.

Ich rede von einem Briefkastenschloss, das kann ein blinder mit zwei linken Händen in 2 min austauschen.
Dann beauftrage mal einen und warte ab, was dabei raus kommt.


Glaubst du ernsthaft Jeder selbsternannte DIY-Guru hat Ahnung von dem was er macht?
Die Ahnung spreche ich dir auch ab. Mit Ahnung wüßtest du was schief gehen kann und welche Folgekosten verursacht werden können durch einen scheinbar simplen Tausch von Briefkastenschlössern.
 

Hohenfried

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Was einfacheres als ein Briefkastenschloss zu wechseln gibt es nicht.
Spange rausziehen, Schloss rausziehen, neues Schloss rein und Spange wieder drüber schieben.

Entschuldigt, zwei Minuten ist noch hoch angesetzt. Das ist in 20sek zu erledigen
 

ehrenwertes Haus

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Was einfacheres als ein Briefkastenschloss zu wechseln gibt es nicht.
Spange rausziehen, Schloss rausziehen, neues Schloss rein und Spange wieder drüber schieben.
OK, du hast verloren bei den meisten meiner Briefkästen...
Aber so ist das halt, wenn man Anleitungen zu Schlössern gibt, die man nicht kennt und somit seine Unwissenheit und Überheblichkeit zur Schau stellt.
 
Andres

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Muss dieser feindselige Ton eigentlich sein?

Ja, 95,40 € für den Austausch eines Briefkastenschlosses ist ein Preis, zu dem man über Selbstvornahme ernsthaft nachdenkt.
Ja, bei vielen Briefkästen ist es so einfach, wie @Hohenfried geschrieben hat.
Ja, man kann es trotzdem falsch machen.
Ja, bei manchen Briefkästen ist es nicht so einfach.

Wie ich das sehe, erkundigt sich @Hohenfried hier (vielleicht etwas unbeholfen - das will ich nicht bestreiten), wie es in einer WEG "so läuft", und zwar auch in seinen anderen Themen. Was spricht dagegen, das Thema auf der nächsten Eigentümerversammlung anzuschneiden? Vielleicht ist seine "Hilfe" willkommen, vielleicht nicht. Vielleicht gibt es einen Hausmeister in der Anlage, den man für so etwas beauftragen sollte, was sich kostenmäßig sehr freundlich (keine Anfahrt) oder noch viel schlimmer (ahnungsloser Vollpfosten verzettelt sich) darstellen kann. Vielleicht hat man es auch mit Eigentümern zu tun, die mit solchen Bagatellen nicht belästigt werden wollen.

Die Frage könnte man insofern beantworten mit: Ja, so kann das in einer WEG laufen. Der Verwaltung können die Kosten in gewissen Grenzen egal sein, weil man sie nicht trägt, und die externe Vergabe ist damit erheblich bequemer, als erstmal durchzufragen, ob das nicht einer der Eigentümer selbst machen kann. Außerdem umgeht man Diskussionen, wer schuld ist, wenn der Austausch nicht zur allseitigen Zufriedenheit erfolgt, indem man jemanden beauftragt, der das unzweifelhaft kann. Dass man für diesen Preis auch 8-9 mal hätte nachbessern können, wenn's je nicht so gut funktioniert ...

Über solchen Kleinkram wird normalerweise kein Beschluss gefasst, auch wenn man selbstverständlich auch dieses Thema durch beliebig präzise Beschlüsse regeln kann. Man muss eben mit den Folgen leben, z.B. ausufernde Diskussionen auf der Eigentümerversammlung oder eine Verwaltung, die irgendwann das Handtuch wirft oder den Aufwand von permanentem Rundfragen auf das Honorar aufschlägt. Das ist die Realität einer WEG und einer der Gründe, warum das für mich als Anlagemodell durch ist.

Ganz nebenbei möchte man vielleicht auch bedenken, dass in der "üppigen" Rechnung das Aufbohren oder Aufbrechen des vorhandenen Zylinders enthalten sein könnte, und es dann eben doch nicht in 2 Minuten erledigt war. Trotzdem verstehe ich den Gedanken, keine knapp 100 € für eine Reparatur ausgeben zu wollen, die ich für 10 € Material und ein paar Minuten meiner kostbaren Zeit selbst erledigen kann, noch dazu wenn ich sowieso vor Ort bin.

Auch ich habe schon "das mache ich dir mit links für einen Bruchteil der Kosten"-Typen erlebt, die ganz üble Windbeutel waren, aber muss man das immer gleich unterstellen?
 
immobiliensammler

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Muss dieser feindselige Ton eigentlich sein?

Ich finde es halt sehr befremdlich, man ist jetzt Bestandteil einer WEG und an deren Spielregeln gebunden, wegen nicht mal 100 Euro geht es dann los:

Wenn da mal wieder so ein unverschämt hoher Betrag verlangt wird, kann man da dann auch widersprechen?
Ein Briefkastenschloss gibts schon in guter Qualität von Renz für 20€. Den Einbau mach ich gratis in 2min. Da sind 95€ doch ein Witz.
Und den Wucher muss ich dann auch noch mitfinanzieren?

Sorry, eine Hausverwaltung greift eben nicht selbst zum Werkzeug sondern beauftragt einen Handwerker, und dass der entsprechende Stundensätze hat und inclusive Anfahrt etc. kalkuliert dürfte eigentlich allen klar sein.

Insofern halte ich solche "Sparfüchse" halt nicht für WEG-tauglich!
 
Duncan

Duncan

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Was einfacheres als ein Briefkastenschloss zu wechseln gibt es nicht.
Spange rausziehen, Schloss rausziehen, neues Schloss rein und Spange wieder drüber schieben.

OK, du hast verloren bei den meisten meiner Briefkästen...
Gleiches Spiel bei mir.
Wenn der Briefkasten den erstmals überhaupt aufbekommen wird, beginnt sicher die Suche nach der nicht vorhandenen Spange. Das Schloss lässt sich auch nicht so einfach ziehen, also erstmal Schrauben lösen usw.

An- und Abfahrt, Material, eine Stunde Arbeitszeit inkl. Materialbesorgung und schon ist diese Summe ganz im Bereich das normalen. Keine 60 €/ Handwerkerstunde und dafür, dass du überhaupt einen findest, der sich kurzfristig um so einen Kleinkram kümmert ist eigentlich schon fast gut.

Zu den Folgekosten: ich durfte für eine fremde WEG die Briefkasten- und Klingelanlage reparieren. Da hatte sich ein ET mit viel Elan selbst versucht, nun ist das dortige System maximal bescheiden, da hat man Briefkasten, Klingel und Videosprechanlage in eins kombiniert. Der vom ET verursachte Schaden war dann vierstellig... Eigentlich wäre nur eine kleine Sicherung auszutauschen gewesen.
 

Tinnitus

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Jetzt ist da zum Beispiel der Posten Briefkastenschloss Wohnung 5 wechseln mit 95,40€ angegeben.
Heißt das, dass ich mit meinem Anteil das Briefkastenschloss einer fremden Wohnung mitbezahlen muss?
Vermutlich ja, da die Briefkasten zum Gemeinschaftseigentum gehören, richtig?
Das ist richtig, gilt dann aber auch anders herum.

Solche Reparaturen am Gemeinschaftseigentum müssen aber in der Eigentümerversammlung beschlossen werden, auch richtig?
Eigentlich ja, die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand wegen 100€ Kosten im Jahr aufregt, ist aber eher gering. Da kommt irgendwann noch mehr auf Sie zu.

Deswegen ernst gemeint, kann man da an der Mitgliederversammlung mitwirken oder pragmatischere Lösungen einbringen?
Grundsätzlich würde ich beim Verwalter die Einsicht in die Rechnungen fordern, die mir merkwürdig vorkommen. So manche Kostenrechnung wird dadurch verständlicher.

Da ich selbst mit Renz-Schlössern Erfahrungen habe, würde ich sagen, dass es tatsächlich ein sehr einfaches System ist und man das in Zukunft selbst machen könnte, wenn man den Briefkasten noch öffnen kann und das Schloss vorher schon verbaut war. Falls nicht, würden sich die Kosten schon fast erklären lassen, daher nochmal die Empfehlung die Rechnung einzusehen.

Die einzige Gefahr, die ich bei einem Tausch Renz gegen Renz sehe, ist die Lackierung des Briefkasten bei der Entfernung der Spange oder beim Einschieben des Schlosses zu beschädigen. Dann wird es aber teuer.

@Duncan Alle nötigen Teile werden von Renz mitgeliefert, d.h. auch die Spange.

Der erste Eindruck zählt und an Ihrer Stelle würde ich hier kein Fass aufmachen. Menschen sind verschieden und manche Eigentümer zahlen gerne mehr Geld für ordentliche Arbeit (Vermieter können die Kosten von der Steuer absetzen) und manche ältere Eigentümer wollen es möglichst billig (im Wortsinn).

D.h. sprechen Sie das Thema je nach Rechnung mal an, aber bleiben Sie entspannt und fangen Sie wegen so einer kleinen Position am Anfang keinen Streit an. Sie sehen ja wie schnell manchmal die Emotionen hoch kochen können. Es könnte hierbei helfen, das Wort unverschämt aus Ihrem Wortschatz zu streichen oder gegen unverständlich zu ersetzen, um allen Beteiligten zu helfen, sprachlich auf der Sachebene zu bleiben.

Habe ich schon empfohlen, vor allen Schritten die Rechnung einzusehen? ;)
 

Tinnitus

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Ein Nachtrag: Nicht jeder Eigentümer hat Vertrauen in seine Miteigentümer und eventuell möchte man daher nicht, dass der reparierende Miteigentümer das Schloss des eigenen Briefkasten austauscht und so die Gelegenheit hat, einen Nachschlüssel zu erstellen.
 

Hutchinson Hatch

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Deswegen ernst gemeint, kann man da an der Mitgliederversammlung mitwirken oder pragmatischere Lösungen einbringen?

Danke!

Ernst gemeint, pragmatischere Lösungen in einer WEG enden oftmals im Chaos. Eine externe Hausverwaltung ist niemals die billigste Lösung, aber sie funktioniert wenigstens.

Nehmen wir an, du bietest kostenlose Reparaturen für Schlösser, Türen etc. in deiner WEG an. Nachbar Schmidt hat aber letzte Nacht so laut Helene Fischer gehört, dass du jetzt gerade keinen Bock mehr hast, ihm sein Postrefugium wieder nutzbar zu machen....

Auf sowas kann sich eine WEG nicht verlassen; das System Geld für Arbeit ist auf seine Weise durchaus unschlagbar!

"Kapitalismus ist die schlechteste aller Wirtschaftsformen, mit Ausnahme von allen anderen" (Jordan Peterson)
 

RP63VWÜ

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Ich habe da einen Burgwächter ZBK 72 SB
ist für Knobloch & Rombi
aber auch einen ZBK 75 SB für Renz (mit Spange)
Beiden ist gemein, dass man zum "Einfädeln" zunächst den Schließriegel abschrauben muss.
Auf der Rückseite der Blisterkarte steht in Originalgröße und -farbe:
Schlüssel bei Montagearbeit nicht abziehen
Falls man es doch macht, weiß man endlich, aus wie vielen Einzelteilen so ein simples Schloss besteht.
Außerdem wechselt man so ein Schloss ja meist, weil kein Schlüssel mehr vorhanden ist.
Dann kommt ja noch das korrekte Aufbohren hinzu!
Ich wechsle die Dinger seit Jahren.
Aber mit Einkauf, Anfahrt und ca. 15 Minuten Arbeitszeit ist eine zweistellige Kostennote (für einen Fachhandwerker) doch quasi geschenkt!
Zumal ich diese Kosten bei Schlüsselverlust ohnehin an den Mieter weitergebe.
 
Thema:

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