WEG: Wechsel des Energieversorgers

Diskutiere WEG: Wechsel des Energieversorgers im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Vor einem Jahr ist unsere 10er-Gemeinschaft zu einem - damals - günstigen Gasanbieter gewechselt. Nun kam eine deftige Preiserhöhung an. >>>...

  1. #1 PHinske, 08.10.2015
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    Vor einem Jahr ist unsere 10er-Gemeinschaft zu einem - damals - günstigen Gasanbieter gewechselt.

    Nun kam eine deftige Preiserhöhung an.

    >>> Also wieder: Neuer Preisvergleich!

    Ergebnis: Neuen seriösen Anbieter gefunden.
    Ersparnis: Über 1.100 Euro gegenüber dem Preis nach der Erhöhung.
    (Zur Klarstellung die Größenordnung:
    95.000 kWh würden nach der Erhöhung 5.367 € kosten, bei dem neuen Anbieter ca. 4.227 €.)

    >>> Wie läuft das in anderen Eigentümergemeinschaften?
    >>> Heftet der Verwalter die Preiserhöhungen immer nur in den Jahresordner ab und alle bezahlen willig die höheren Heizkosten?

    MfG, PHinske
     
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  3. #2 Fremdling, 08.10.2015
    Fremdling

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    "Anbieter-Hopping" macht Mühe und hat immer mehrere Seiten, die wohl abgewogen sein wollen. Auch ist bei veränderlichen Preisen, unterschiedlichen Festlaufzeiten und umfangreichem Kleingedruckten (teils mit Vorkasse!) selbst im Rückblick nicht immer der klare Sieger auszumachen. Eine Gemeinschaft ist beschluss-träge und ein Verwalter ist gut beraten, wenn er sich nicht durch eigenmächtiges Handeln dem Risiko aussetzt, eines Tages eines unwirtschaftlichen Handelns bezichtigt zu werden. Heißt konkret, wenn weder Beirat noch interessierte Eigentümer sich auf die ständige Suche nach dem "Schnäppchen" begeben und die Gemeinschaft für diesen Wechsel begeistern, bleibt es beim "Anbieter des Vertrauens".
     
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  4. #3 HVF0212, 18.10.2015
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    Also meiner Ansicht her würde es nie zu einen billig Anbieter gehen, macht der Pleite hat man Pech und man fliegt zurück in die Grundversorgung.
    Zu dem bedeutet dies jedes Jahr Zusatzarbeiten, wir schließen mit den örtlichen Stadtwerken einen guten Versorgungsvertrag ab, die Stadtwerke sind ebenfalls daran interessiert bei ihnen zu bleiben.
     
  5. #4 Newbie15, 19.10.2015
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    Es kommt sicherlich darauf an, welche Preise der Grundversorger macht, hier ist er unglaublich teuer. Die Grundversorgung kostet locker das doppelte wie ein seriöser Konkurrenzanbieter, aber auch die anderen Tarife sind wenig attraktiv.

    Billig heißt ja nicht klein und nur mit Vorkasse. Klar muss man schauen. Es gibt viele Anbieter, die anderen Orts der Grundversorger sind und an anderen Standorten sehr günstige Preise anbieten. Die sind, was das Risiko angeht, auch nicht wirklich anders als der eigene Grundversorger.
     
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  6. #5 PHinske, 19.10.2015
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    Hallo
    und vielen Dank für die bisherigen Beiträge!

    Mit der Grundversorgung hatte ich mich überhaupt nicht auseinander gesetzt. Ist ja klar, dass sie unwirtschaftlich ist.
    Nun habe ich sie aber doch ergänzend nachgerechnet.

    So ist die ermittelte Preislage für 95.000 kWh Erdgas:

    Anbieter A (Vertrag in 2014) ...................................4.835 €
    Anbieter A nach angekündigter Preiserhöhung ...5.367 €
    Stadtwerke vor Ort mit Vertrag ..............................5.587 €
    Stadtwerke Grundversorgung ................................6.388 € (!)
    Neu ausgewählter seriöser Anbieter .....................4.362 €
    Dieser Anbieter mit Zusatzbonus im ersten Jahr...4.227 € (135 € einmalig)

    Der neu ausgewählte Anbieter ist die Discountmarke eines örtlichen Stadtwerks in 50 km Entfernung.
    Es besteht keine Sorge, dass die pleite gehen mit der großen Muttergesellschaft.

    Und wenn doch: Dann fällt man für kurze Zeit (vielleicht 1 bis 2 Monate) in die Grundversorgung.
    Nicht schlimm also. Man muss dann natürlich wieder nach einem neuen günstigen Vertrag schauen.

    Laufzeit ist 12 Monate; genau so lang besteht eine eingeschränkte Preisgaranatie auf den Energiepreis und das Netzentgelt.
    Keine Vorkasse, sondern monatliche Abschläge. Also kein Risiko.

    Eigentümergemeinschaften sind beschlussträge, wenn sich niemand kümmert.
    Verwalter sind wechselträge wegen der jährlichen Zusatzarbeit.

    Solange die Eigentümer nicht wach werden, bezahlen sie für Energie jedes Jahr also mehr als sie müss(t)en.

    Persönlich für meine Wohnung spare ich durch den Wechsel immerhin noch ca. 150 €.

    Es gibt (noch) keine Beiträge, die da lauten: Das machen wir auch!

    Beste Grüße, PHinske
     
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  7. #6 Fremdling, 19.10.2015
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    Ein nackter Preis ist m.E. leider nicht alles. Bei Gaslieferverträgen können aus dem umfangreichen Kleingedruckten auch interessieren: Laufzeit, Kündigungstermin und -frist, alle Preiskomponenten im Preisblatt (z.B. Gaslieferung, Netznutzung, Messstellenbetrieb, Messung, Abrechnung, Konzessionsabgabe, ...), Termine für Abschlagsleistungen, Abschlaghöhe, Entgelt für unterjährig terminierte Abrechnung (Ultimo Wirtschaftsjahr der WEG), Preisabhängigkeit vom Abnahmevolumen, Preisanpassungsregelungen (Mitteilung, Wirkungstermin), Zahlungsart und -termin, ggf. Zusatzleistungen (Hotline, Notdienst,...), bedingte Vorauszahlungsansprüche, ggf. Entgelt für nachfolgenden Anbieterwechsel, ggf. Identität Anbieter und Netzbetreiber, ...

    Aber eins ist glasklar: Es ist zweifellos prima, falls sich Eigentümer/Beirat vorbildlich engagieren und die Gemeinschaft das mitträgt und die Beschlusslage einen Anbieterwechsel flexibel ermöglicht und die Verwaltung als ausführendes Organ (für von der Gemeinschaft zur Entscheidung und zum Wechselauftrag ermächtigte Personen) ihren Aufwand eingepreisen darf. Und es wäre nahezu himmlisch, falls dann zu keiner Zeit jemand in den Versammlungen aufzeigt und sich mit Preiskritik zu Wort meldet, dass es zu einem günstigeren Wechselzeitpunkt mit einem von ihm beobachteten Anbieter nochmals um € 200,- günstiger gegangen wäre. Vielleicht scheitert das Erscheinen von "Das-machen-wir-auch-Beiträgen" bereits am schnöden Wörtchen "falls"?
     
  8. #7 PHinske, 08.10.2017
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2017
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    Hallo liebe Fories,

    aus aktuellem Anlass mache ich mal ein Update zu meinem Preisvergleich (Beitrag #5) nach zwei Jahren:

    Im Herbst 2015 haben wir tatsächlich den Wechsel zu dem "seriösen" Anbieter vollzogen.
    Entgegen der Erwartung kam nach 12 Monaten Vertragslaufzeit keine Preiserhöhung.
    Auch der versprochene Bonus wurde von Klickenergie (Stadtwerke Neuss) in der ersten Rechnung korrekt berücksichtigt.

    Beim aktuellen Preisvergleich konnte ich nach 95.000 kWh in 2015 jetzt mit einem geschätzten Verbrauch von 80.200 kWh rechnen.
    (Die 33 Jahre alte Heizung wurde gegen eine Brennwertheizung ausgewechselt, wodurch sich ein relevanter Minderverbrauch ergibt!)

    Bei dem neu ausgewählten "seriösen" Anbieter müssen wir für diese Menge Erdgas für die nächsten 12 Monate 3.458 € bezahlen.

    Ersparnis gegenüber dem bisherigen Vertragspartner: 580 €.
    Ersparnis gegenüber dem örtlichen Stadtwerk mit Vertrag: 801 €.
    Ersparnis gegenüber der Grundversorgung beim örtl. Stadtwerk: 875 €.

    Fazit: Das Wechseln des Energieanbieters lohnt sich und verringert die Heizkosten spürbar!
    (Fast immer!)

    Beste Grüße und
    mit der Empfehlung zum Nachmachen,
    PHinske

    (PS: Ich bin ein aktives und sich kümmerndes Mitglied im Beirat unserer WEG.
    Der neue Anbieter arbeitet ohne irgendwelche Boni und ist trotzdem günstig.
    Der neue Vertragspartner ist ein seriöser Flächenanbieter und kommt aus der Region "Maingau".)
     
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  9. #8 immodream, 08.10.2017
    immodream

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    Hallo ,
    ich hab schon vor ca. 4 Jahren mit der Strom- und Gasversorgung zu einem seriösen Anbieter ( der örtlicher Wasserversorger ) gewechselt.
    Ohne irgendwelche Boni oder ominöse Vorauszahlungen .
    Immer telefonisch gut erreichbar ( im Gegensatz zu RWE/ innogy ), saubere nachvollziehbare Abschläge und auch korrekte Rechnungen.
    Einsparung gegenüber dem Grundversorger RWE immer um die 15 % .
    Wechsel funktionierte ohne Probleme.
    Grüße
    Immodream
     
  10. Berny

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    Positive Erfahrungen haben auch wir gemacht, Strom und Gas nun bei Eprimo.
     
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  12. #10 immobiliensammler, 08.10.2017
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    Ich bin auch bei den fleißigen Wechslern, kommen absolut komische Konstellation raus, z..B. Strom in Thüringen = ENBW, Gas in Nürnberg = TEAG (Thüringer Energie) etc. etc.

    Aber die Ersparnisse sind durchaus nicht ohne, und ich vertrete die Meinung, dass der Wettbewerb hier den Kunden durchaus gut tut, wenn alle beim heimatlichen Versorger bleiben hätten sich die Preise wohl noch ganz anders entwickelt ...
     
  13. GSR600

    GSR600
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    Wir habe ne Firma die für uns immer die Anbieter wechselt und dann eine %satz der Ersparnis als Honorar bekommt.
     
Thema: WEG: Wechsel des Energieversorgers
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