Weiterbildung Hausverwalter

Diskutiere Weiterbildung Hausverwalter im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo NiRo, Du hast offensichtlich den vehementen Wunsch, in die Rolle eines Verwalters zu schlüpfen. Warum startest Du nicht fast kostenlos (!)...

  1. #41 Fremdling, 29.08.2015
    Fremdling

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    Hallo NiRo,

    Du hast offensichtlich den vehementen Wunsch, in die Rolle eines Verwalters zu schlüpfen. Warum startest Du nicht fast kostenlos (!) über die Funktion eines Beirates, versuchst Euren aktuellen Verwalter für Eure WEG zu begeistern und lernst aus der dank Deines engagierten Einsatzes verbesserten Zusammenarbeit in der Praxis, was genau in Eurer WEG so alles ohne Wissen des Normalo-Eigentümers auf dem Verwaltertisch landet? Falls tatsächlich eine echt unzufriedene (?) Mehrheit Eurer Eigentümer für einen Verwalterwechsel steht, solltet Ihr mal in Ruhe zuende denken, welche Schritte dafür konkret erforderlich sind und was die WEG bewegen könnte, den neuen Kandidaten zum Verwalter zu bestellen. Dann wird Dir gleichzeitig klar, auf welche Weise Du Dich präsentieren musst und ob Du alle Anforderungen erfüllst, die ein Eigentümer von seinem Verwalter erwartet. Am Ende wirst Du auch selbst am besten einschätzen können, welche "Ausbildung" Dir fehlt bzw. nützlich sein kann.

    Ohne hier Werbung machen zu wollen, sei erwähnt, dass sich im Netz ein e.V. tummelt, der eine kostenpflichtige Unterstützung für Selbstverwaltungen anbietet. Auch dort könntest Du Deinen "Verwalterwunsch" auf den Prüfstand stellen.

    Mit der Frage nach einer Aus- oder Weiterbildung zu starten, zäumst Du m.E. das Pferd von hinten auf ;-) Aber gut, lasse Dich nicht bremsen. - Ansonsten hast Du hier ja hinreichenden "Denkstoff" bekommen.

    Viel Erfolg!
     
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  3. Duncan

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    Dein Eindruck teile ich stark. Da ich gerne souverän und schnell entscheide gibt es für mich kaum einen größeren Horror als vor jeder namhaften Entscheidung immer erst x verschiedene ET anfragen zu müssen. Alternativ steht man immer voll in der Haftung, wenn es einem nicht gefällt.

    Wenn man 19 eigene WE hat und man sich sagt ok, wenn ich die Verwaltung selbst mache, dann komme ich langsam in den Bereich, dass ich davon leben kann und die andere Arbeit entsprechend herunterfahren kann ist schon wieder ein anderer Schnack.
    Hausverwalter ist mit Sicherheit kein langweiliger oder gar uninteressanter Job, aber Traumbeschäftigungen für mal schnell nebenbei reich werden sehen anders aus.
     
  4. #43 NiRo, 30.08.2015
    Zuletzt bearbeitet: 30.08.2015
    NiRo

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    Ihr müsst ein merkwürdiges Diskussionsumfeld haben, wenn man nach einigen wenigen Postwechseln als beratungsressistent oder ähnliches bezeichnet wird.
    Fakt ist, dass ich mir die Ratschläge durch aus zu Herzen nehme. Nur muss man die Beiträge erstmal nach solchen screenen und für sich bewerten. Es ist eben auch "mumpitz" dabei.
    Das heißt aber nicht, dass meine Entscheidung später kongruent mit der allgemeinen Threadmeinung ist.

    Da ich in meinem Leben noch weitere ETW besitzen werde, möchte ich mich in den Bereichen Verwaltung, Vermietung und Mietrecht besonders gut auskennen. Sollte ich zum Schluss kommen, dass mein Wissen von der Hausverwaltung irgendwann ausreichend ist, was spricht dann gegen eine Selbstverwaltung?
    Der Aufwand ist für mich kein Argument, ich bin leistungsbereit. Der mögliche Verdienst von ca. 25€/WE ist nicht überragend aber ok. Zusätzlich spare ich kosten und steigere die Rendite.
    Haltet euch doch nicht immer an den 15€/WE fest. Das ist ein Einstiegspreis der nach und nach erhöht wird.
    Auch da kann man fair und ehrlich mit offenen Karten spielen.
    Für mich das Hauptgehenargument: die Haftbarkeit, welche mich übrigens auch von einer Beiratstätigkeit absehen lässt.
     
  5. NiRo

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    Das ist auch völlig ok. Dafür bezahlst du dann jemanden.

    Aha, also ist es für dich eine Frage der Anzahl der WE. Die wird sich erhöhen und Ziel ist es davon zu leben. Ansonsten sehr subjektiv und wenig hilfreich. Aber es ist auch nicht meine Vorstellung eines Traumjobs. Ich bezweifle allerdings, dass es dieses "schnell mal reich werden mit Traumjob" häufig gibt.
     
  6. #45 NiRo, 30.08.2015
    Zuletzt bearbeitet: 30.08.2015
    NiRo

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    Wie kommst du auf 100€/Monat für Vermögensschadenshaftpflicht?
    Meine Recherche ergab eher 10€/Monat. Wären dann zu Beginn: (18x15€x12)x0,7-120+25€x12= 2.448
    Mehr im Vergleich zum status quo.

    Die Versicherung könnte später allerdings auch evtl. durch meinen Job gedeckt sein.
     
  7. Duncan

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    DA du aber auf die konkreten Hinweise und Tipps nicht eingehst, sieht es sehr danach aus, dass du alles was dir nicht in den Kram passt ignorierst.
    Da spricht auch gar nichts dagegen. Das sollte auch so sein.
    Nichts. Der wichtige Punkt ist die Selbstverwaltung! Fremdverwaltung ist ein ganz anderer Schnack.
    Es zweifelt keiner an deiner Leistungsbereitschaft, sondern an deiner Leistungsfähigkeit. Nach deiner Beschreibung musst du deinen Job als Maschinenbauing. kündigen um die WEG-Verwaltung machen zu können!
    Wenn der Verlust deines Haupteinkommens eine Renditesteigerung bedeutet, dann liegst du derzeit unter ALG2....
    Ja, das solltest du tun. Dann wird auch offensichtlich, dass du mit Wissensstand =0 und Erfahrung =0 dir einbildest die Verwaltung besser machen zu können als in Jurist der dies schon einige Zeit macht.... - das du da eigentlich nurzZweiter Sieger sein kannst sollte dir klar sein.
    Du willst aber eine Haftung eingehen, die die eines Beirates um ein Vielfaches übersteigt?
    Hier ein super Beispiel, dass du nicht liest und begreifst was dir dazu gesagt wird. Die Anzahl ist nicht so wichtig! Das eigene Eigentum daran ist das wichtige! Was du mit deinem Eigentum für Blödsinn machst ist dein Ding, aber in der Fremdverwaltung interessiert sich im Zweifel nicht nur der Beirat und einige Eigentümer sondern auch ein Staatsanwalt dafür.
    Du merkst, dass du blauäugig die gegebenen Hilfen ausschlägst. Und um von der Verwaltung leben zu können brauchst du Hunderte, besser Tausende und Personal. Um von eigenen selbstverwalteten Wohneigentum leben kannst brauchst du auch deutlich mehr als eine Handvoll WE.
    Die 100€ sind vermutlich von meiner Bemühung eines Onlinekostenrechners einer Versicherung übernommen. Ich habe nicht die Mindestversicherungssumme genommen, sondern eine die annähernd in die Richtung von einem 19WE-Gebäude passt. Bei deinem Vorwissen ist mit Totalverlust zu kalkulieren. Dieses Risiko gehen übrigens auch alle Selbstverwalter ein, mit dem was sie machen und tun, aber es ist ihres nicht das Eigentum Fremder!

    Und nun Rechne mal realistisch auch die Ausgaben:
    2.450,- Einnahme
    - 100-150€ Saalmiete ETV1 ggf. mehrmals, aber mehr als 20/a ist nahezu unmöglich(Fristen).
    - 4.200,-€ (350x12) Büromiete
    - xxxxT€ Einkommensverlust
    - ...
    -...
    -...

    Du merkst was?
     
  8. NiRo

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    Wissenstand = o trifft zwar immer noch nur auf den aktuellen Stand zu, aber sei es drum. Scheinbar liest du nicht immer richtig.
    Du bist also der Meinung, dass eine Fremdverwaltung nebenberuflich, d.h. ein Verwalter der defakto unter der Woche erst ab 17:00 zu 100% greifbar ist nicht möglich ist.
    Da ich hier über keine Erfahrung verfüge, nehme ich das hin. (Wäre K.O. Kriterium)
    Dir ging es hier ja speziell um Handwerkertermine etc. Ich hatte noch nie Probleme Handwerker um 17 uhr zu bestellen. Bei einem Rohrburch werde ich höchstens kurz auf dem Handy angerufen und sage dem Hausmeister bescheid.
    Unsere Immobilie wurde vorher auch von einem Eigentümer nebenberuflich verwaltet. Dem wurde es aufgrund seines Alters und seiner nciht vorhanden Bildung allerdings zu viel.
    Fairerweise muss ich gestehen, dass er auf ein Endgeld verzichtet hat. Im Gegenzug aber auch nicht haftbar war.

    Zu den Kosten:
    Büromiete fällt nicht an, habe eins in der Wohnung. ;-)
     
  9. Duncan

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    Der ist auch nach einem einzelnen Seminar nicht so wahnsinnig viel größer.
    Nebenberuflich ginge schon, aber halt nicht mit dieser starren Zeiteinschränkung.
    Das ist der eine Punkt. Dir ist es also nicht möglich die Handwerksarbeiten zu kontrollieren und bei Nachfragen, sich kurzfristig einstellenden Änderungen usw. Vor-Ort zu beraten und zu entscheiden. Du bist gewillt der WEG unnötige Überstundenzuschläge aufzuerlegen, weil du die üblichen Arbeitszeiten nicht einhalten kannst. Die Thematik Handwerker wird in den nächsten jahren noch sehr interessant. Die weitaus meisten Verwaltungsgesellschaften haben schon merkliche Probleme gute Handwerker zu bekommen. Das haben auch schon zahlreiche EFH-ET mitbekommen.
    Das hat sich mit deiner Funktion als Verwalter geändert. Da hast du sofort auf der Baustelle zu erscheinen und den Schaden versicherungsgerecht aufzunehmen und diesen unverzüglich an die Versicherungen weiterzuleiten. Auch nachts um 2:47 Uhr. Wer ist übrigens der Arbeitgeber des Hausmeisters?
    Das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Arrangement mit dem man sich abgefunden hat gewesen sein. Eine ordentliche Verwaltung macht halt auch Arbeit und erfordert Wissen. Solche WEG mag übrigens kein professioneller Verwalter gerne übernehmen, der braucht z.T. Jahre bis das hinterlassene Chaos behoben ist, ohne größere Schäden zu provozieren (u.a. aus unmöglichen Vertragsgestaltungen).
    Ich mag da eigen sein, aber ich mag nicht so gerne eine Unzahl fremder Leute in meiner Wohnung. Auch mag ich nicht einen 18h Arbeitstag haben, weil jeder meint ach die 5min.. Das lernen Verwalter ganz schnell. Es haben viele im Heimbüro angefangen, sobald sie es sich leisten konnten wurde dieser Missstand behoben.
    Dir ist aber aufgefallen, dass deine kalkulierten Einnahmen auch ohne dies deine Ausgaben nicht decken werden? Es macht kalkulatorisch einen riesigen Unterschied ob ich zu einer bestehenden Struktur noch etwas dazu nehme oder ob ich diese Struktur erst aufbauen muss.

    Wenn du es wirklich machen willst so probiere doch erst mal den ungefährlichen Weg. Seminare, Beirat, Fortbildungen. Wenn du nach 2-3 Jahren immer noch willst. Dann zu. In der Zwischenzeit kaufst dir halt noch eigene Immos die du selbst verwaltest auf dein Risiko. Dazu brauchst du nicht die WEG in der du selbst wohnst und wo du mit haftest ins Unglück stürzen.
     
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  10. #49 Martens, 30.08.2015
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    mal ein paar Anmerkungen aus meiner Praxis:

    Wir haben im Büro einen Besprechungsraum, wenn dieser nicht ausreicht, dann wird auf einen Veranstaltungsraum in einem Hotel o.ä. ausgewichen und die Kosten dafür trägt die WEG. Früher sind wir mit mancher Veranstaltung auch in das Hinterzimmer einer Kneipe (ja doch :)) oder eines Restaurants gegangen, das findet sich aber immer seltener.

    Solange ich keinen 24/7-Service anbiete, interessiert mich ein Wasserschaden um 2:47 Uhr einfach nicht, ich erfahre erst davon, wenn meine Bürozeit beginnt. Ich muß auch nicht selbst dort erscheinen um etwas aufzunehmen, das macht der Installateur, die Trocknungsfirma oder bei größeren Geschichten (Wasser durch diverse Etagen gelaufen, mehrere Wohnungen durch Feuer beschädigt etc.) macht das ein Bauingenieuer, den die WEG bezahlt (und dessen Kosten die Versicherung meist komplett oder zumindest zum Teil erstattet).

    Wir betreiben eine Hausverwaltung und unsere Aufgabe bei solchen Vorfällen ist das Dirigieren und Organisieren. Ich muß weder Wasser schöpfen noch eine Tür aufbohren oder im Keller den Strang absperren, auch öffne ich keine Wände oder repariere Rohre, das ist weder meine Qualifikation noch mein vertraglicher Leistungsumfang.
    Ich führe Telefonate und schreibe email, bewege Fachfirmen zum Ort der Havarie und informiere die anderen Beteiligten (Vermieter / Eigentümer / Verwalter der betroffenen Wohnung, natürlich die Versicherung, ggfs. den Beirat und den Haumeisterservice, sofern die nicht schon durch die Betroffenen eingebunden wurden).

    Wenn ich nach einem solchen Schaden am selben Tag oder auch ein paar Tage später die betroffenen Bewohner besuche, um mir das Drama selbst anzusehen, dient das zu 80% dazu, den Kunden durch meine Anwesenheit Sicherheit zu vermitteln (wir kümmern uns um Sie) und mir deren Sorgen persönlich anzuhören und zu 20% dazu, mir einen Gesamteindruck zu verschaffen, also die Informationen aus den Arbeitszetteln, Beschreibungen und Fotos der Handwerker abzurunden.

    Und wie bereits geschrieben wurde, Handwerkerleistungen werden künftig in Gold aufgewogen, wer da nicht seit Jahren gute Beziehungen zu guten Firmen unterhält, wird Probleme bekommen, zeitnah seine Baustellen abzuarbeiten. Die Preise für solche Leistungen werden sich natürlich an Angebot und Nachfrage orientieren und wenn der Handwerksbetrieb um 7:00 Uhr Arbeitsbeginn hat, seine Leute zu guten Tarifen ausgelastet sind, dann wird niemand noch nach 17:00 Uhr einen Termin bei einem Amateurverwalter machen wollen, der Meister hat da nämlich schon 10h auf dem Buckel und irgendwann Feierabend.

    Christian Martens
     
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  11. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Du erwartest hier, meiner Meinung nach, einfach zuviel. Ich denke es gab hier schon ein paar stichhaltige Argumente, warum man das lieber lasse sollte. Aber es kennt dich hier natürlich niemand wirklich, weder dich privat, noch dein Umfeld, insofern müssen die Ratschläge einfach recht allgemein ausfallen. Und allgemein muß man einfach sagen, das es einfach grundätzlich was anderes ist sein eigenes, oder fremdes Eigentum zu verwalten. Zugegeben es ist sicher keine Hexenwerk, aber es wird sich für dich einfach nicht lohnen, im besten Fall.
    Was willst du wirklich? Willst du ernsthaft auf Dauer ein paar Wohnungen von fremden Leuten zu Minipreisen verwalten? Und selbst wenn du da super hinkriegen würdest, was bringt dir das? Wenn es dir damit ernst ist, konzentriere deine Energie lieber auf dein Eigentum, sprich kauf/erb oder komm sonstwie an ein paar Wohnungen, vieleicht sogar ein kleines Mietshaus, und mach deine Erfahrungen. Damit wirst du nebenberuflich wohl mehr als ausgelastet sein, und da lernst du wirklich was, und das was du da leistest kommt am Ende dir zu gute und nicht allen anderen.
     
  12. ROT

    ROT Gast

    Als Vollzeitverwalter und Eigentümer kann ich Dir nur absolut von Deinem Vorhaben abraten.
    Abgesehen von den hier bereits genannten Haftungs- u. Kostenfallen besteht noch ein - nicht so ganz vordergründiges - Problem.

    Ich weiß zwar nicht ob Du alleine lebst oder mit Frau und vielleicht Kindern. Aber geh mal davon aus, dass ab dem Datum der Verwaltungsübernahme durch Dich, Dein Telefon kaum noch still steht. Zudem wohnst Du in der Anlage. Aus Deiner jetzigen Sicht mag das ein Vorteil sein. Aber du wirst die Nachteile auch recht schnell erfahren. Du bist zu Zeiten zu Hause in denen der Hausmeisterdienst nicht mehr vor Ort ist. Deinen Miteigentümern und den Mietern ist erfahrungsgemäß recht egal, ob Du Verwalter, Hausmeister oder sonstwas bist. Sie werden zu Dir kommen, mit allen möglichen Anliegen und Problemen.

    - Ist die Glühbirne im Fahrradkeller defekt kann man ja eben mal bei Dir klingeln und Dir Bescheid sagen. Ist doch viel einfacher als den Hausmeister anzurufen.
    - Hat man Fragen zum Heizkostenverteiler --> Ach prima, der Verwalter wohnt ja nebenan!
    - Die Dachrinne ist verstopft? Das zeige ich gleich mal dem Verwalter. Der kann dann gleich mal drei Angebote einholen.
    - die Belegprüfung wird an Deinem Wohnzimmertisch durchgeführt und die Versammlung wahrscheinlich auch.

    Das waren nur Beispiele. Ich denke du verkennst, wie oft sich Miteigentümer (und Mieter) aus den unterschiedlichsten Gründen beim Verwalter melden. Mal ist dasAnliegen schnell geklärt und mal erwächst daraus ein massives Problem.

    Stell Dich darauf ein, dass Du mit der Übernahme der Verwaltung ein großes, sogar sehr großes Maß, an Lebensqualität und Privatsphäre verlieren wirst. Das ist eines der größten Probleme die ich sehe.

    Ansonsten benötigst Du

    - Platz für Akten
    - Software (mindestens zur Erstellung der Jahresabrechnung)
    - Rechner, Drucker, Scanner etc.
    - Nicht nur Kenntnisse über die Verwaltung einer Liegenschaft an sich sondern auch eine Viezahl an artverwandtem Basiswissen (Trinkwasserveordnung, Rauchwarnmelderpflicht und und und) Bedenke dabei immer, dass Du haftest!!! Im Falle der RWM´s / Landebauordnung teilweise sogar strafrechtlich!!! Mit einer einfachen Versicherung sind nicht alle Haftungsrisiken aus der Welt zu schaffen! Mittlerweile verlangen Eigentümer bei Übernahme einer Verwaltung immer öfter eine Vertrauensschadenhaftpflichtversicherung. Die erhälst du jedoch nur über eine Verbandszugehörigkeit.


    Und Tu Dir selbst einen Gefallen und baue nicht auf die Rücksichtnahme Deiner Miteigentümer wenn es darum geht, Dir Fehler zu verzeihen. Sobald ein finanzieller Schaden entsteht endet meist die Freundschaft. Die gute Nachbarschaft endet sogar meist schon viel früher. Spätestens dann, wenn Du Deinem Nachbarn erklärst, dass das Schimmelproblem in seiner Wohnung selbst verschuldet ist....

    Ich denke, Du weißt worauf ich raus will.....

    Lass es lieber bleiben. Wenn es Dir nur um die Rendite geht, dann geh am Wochenende raus und sammel ein paar Pfandflaschen. Da ist der Verdienst höher wenn Du fleißig bist, stressfreier und vor allem ungefährlicher für Deine Zukunft und Deine Nerven.

    Gruß ROT
     
  13. #52 immobiliendirk, 24.11.2016
    immobiliendirk

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    wie oben gennant. Als Hausverwalter sollte man sich sehr viel Zeit dafür nehmen...nur so
     
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