Welche Kautionsform wählen

Dieses Thema im Forum "Sicherheitsleistung" wurde erstellt von gast100, 29.06.2013.

  1. #1 gast100, 29.06.2013
    gast100

    gast100 Gast

    Hallo,
    ich bin im Begriff zum ersten Mal eine Wohnung zu vermieten. Ich würde hier gerne fragen, welche Erfahrungen mit den verschiedenen Kautionsformen (Einrichtung Sparkonto, Mietbürgschaft, usw.) gemacht wurden? Ich habe nicht so viel Lust, extra ein Sparkonto eröffnen zu müssen.
     
  2. AdMan

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  3. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Gast100,

    sicherlich hat alles Vor- und Nachteile und evtl hängt es ja auch etwas von einem selber ab.

    Wir machen zB das mit einem Mietskautionssparbuch, wo wir auch vorschreiben bei welcher Bank und haben damit keine Probleme. Das Kautionssparbuch kann der Mieter selber eröffnen (muss auch kein Kunde dieser Bank sein) und du als Vermieter musst dann nur noch unterschreiben. Je nach Bank kann es ratsam sein, seine Daten dort zu hinterlegen.

    Natürlich gibt es noch x andere Möglichkeiten, die sicherlich auch gut seinen können.
     
  4. #3 anitari, 30.06.2013
    anitari

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    Dann wirst Du wohl oder übel diese komische Versicherung akzeptieren müssen bei der angeblich der Vermieter happy ist.

    Kautionsbürgschaft macht kaum noch eine Bank.

    Du kannst natürlich auch den Mieter das Kautionssparbuch anlegen lassen. Es wird ja an Dich verpfändet.
     
  5. #4 MonikaBerger, 30.06.2013
    MonikaBerger

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    So machen wir das auch , in der Regel.
    Allerdings dürfen wir nicht vorschreiben bei welcher Bank dies geschiet. Dafür gibt es keine rechtliche Handhabe.

    Es kam aber auch ab und an vor dass die Kaution bar überreicht wurde , gegen Quittung und wir das halt gemacht haben.

    M.
     
  6. #5 sara, 30.06.2013
    Zuletzt bearbeitet: 01.07.2013
    sara

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    ich habe das auch meist so gehandhabt, dass die Mieter ein Kautionssparbuch anlegten, das an mich verpfändet ist. Dieses nehme ich in Verwahrung.
    Für mich ist dabei auch der Aspekt wichtig, dass die Zinsen nicht meinem Kto. gutgeschrieben werden. Freistellungen der Mieter dadurch auch berücksichtigt werden.

    Allerdings habe ich auch schon Mietbürgschaften von der Bank gehabt, damit gab es auch keine Probleme, als ich dieses nach Ende der Mietzeit einlösen musste.
     
  7. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    ich hab mehrere Gründe, warum ich eine ganz bestimmte Bank vorschreibe: mit der gab es noch nie Probleme auf beiden Seiten und zudem ist diese Bank auch die nächste von der Immobilie. Das sehen die meisten dann auch ein, denn wer wartet schon gerne mal 1 1/2 Jahre bis seine Kaution wieder zurück bekommt, nur weil die Bank probleme macht ?
     
  8. #7 MonikaBerger, 01.07.2013
    MonikaBerger

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    Komisch auch das haben wir noch nie erlebt.
    Also ich kenne keine Bank bei der es durch die Bank 1 1/2 Jahre dauert.

    Man lernt nie aus...

    M.
     
  9. #8 Martens, 03.07.2013
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    Meist ist es doch der Eigentümer, die die Rückzahlung verzögert - und nicht die Bank.

    Man muß bei der Frage unterscheiden, ob man als Vermieter anfangs wenig Arbeit haben (dann läßt man sich z.B. ein verpfändetes Sparbuch geben) oder ob man nötigenfalls schnell und einfach an die Mietsicherheit kommen möchte (dann nimmt man Bargeld und legt es bei der eigenen Bank an).

    Da man als Vermieter unternehmerisch tätig ist, bleibt ein gewisser Aufwand nicht aus. :)
    Will man diesen nicht selbst erbringen, kann man dafür eine Hausverwaltung beauftragen.

    Christian Martens
     
  10. #9 Soontir, 03.07.2013
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    Also ich lege die Kautionen immer auf meinen Namen an (also auf den Vermieter).
    Alles andere ist mir zu doof.
     
  11. #10 Mattieu, 03.07.2013
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    Damit zahlst Du doch aber die Kapitalertragssteuer auf die Kautionszinsen, die eigentlich dem Mieter auferlegt gehörten.
     
  12. sara

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    Bei einem verpfändeten Mietkautions - Sparbuch zahlt die Bank aus! Da hat der Mieter keine Einspruchsmöglichkeit!
    Der Bank interessiert es auch nicht ob die Forderung gerechtfertigt ist.
     
  13. #12 Aktionär, 03.07.2013
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    Ich lege entweder ein Mietkautionssparbuch an (bei richtiger Anlage fallen dann auch keine ZAS/Soli an), oder nehme eine Mietkautionsbürgschaft der Mieterbank. Allerdings ist die Bürgschft in meinen Augen zu teuer für den Mieter, aber das ist am Ende nicht meine Entscheidung was die mit ihrem Geld machen.
    Bar gegen Quittung geht natürlich auch immer gut.
     
  14. Syker

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    Hallo Mattieu


    Nein!
    Das Geld gehört ja trotzdem dem M und so zahlt auch der M die Abgeltungssteuer.
    Bei einem verpfändeten Konto hätte der M allerdings die Möglichkeit dieses Konto auch freizustellen.


    VG Syker
     
  15. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Etwas Haarspalterei: die Frage, wer die Kapitalertragssteuer zahlt, ist eigentlich müßig, da* (sofern kein Freistellungsauftrag erteilt wurde) die Kapitalertragssteuer direkt aus den angefallenen Zinsen an das Finanzamt abgeführt wird und entsprechend weniger dem Guthaben zugeschlagen wird.

    Und bei ner Sparbuchverzinsung von 0,5 % p. a. fällt da eh nicht viel an - weder an Zinsen, noch an daraus sich ergebender Kapitalertragssteuer...

    * zumindest bei unserer Bank wird das so gehandhabt
     
  16. #15 Aktionär, 03.07.2013
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    Entscheidend ist nicht ob ein FSA erteilt wurde, sondern ob er ausgeschöpft ist.
     
  17. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Naja, was nicht erteilt wird, kann doch auch nicht ausgeschöpft sein...
     
  18. sara

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    Es geht ja nicht darum wie viel da ans Finanzamt geht, sondern, dass dem Mieter bei existierendem und noch freien Kapazitäten seiner Freistellung eben nichts einbehalten wird.

    Sicher ist das jetzt fast vernachlässigbar, aber vor 10 Jahren war das doch einiges mehr. Ich habe Mieter die schon über 20 Jahre da wohnen.
     
  19. Pharao

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    Hi,

    in unserem Fall war es aber die Bank die das verzögert hat. Wie es genau dazu kam, dazu müsste ich zu weit ausholen.
     
  20. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Klar. Bestreit ich auch nicht. Mir ging's nur darum, dass man die Größenordnung im Auge behält:

    Guthaben = 1200,00 --> 0,5 % Zinsen = 6,00 --> KESt = 1,58 (inkl. Soli)

    Da können sowohl Mieter als auch Vermieter nur hoffen, dass die Zinsen wieder deutlich steigen - sonst wird da, grad bei so langfristigen Mietverhältnissen, jede Menge Geld verbrannt.
     
  21. Syker

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    Hallo sara


    das könnte sich der M dann aber auch in der ESt.-Erklärung wieder zurückholen.


    VG Syker
     
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