Welchen neuen Erdgas-Heizkessel soll ich für ein MFH einbauen lassen?

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Ekor, 15.10.2014.

  1. Ekor

    Ekor Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich habe in meinem Mietshaus mit 10 Wohnungen unten im Keller einen 19 Jahre alten Erdgas-Heizkessel. Von diesem aus werden alle Wohnungen mit insgesamt ca. 550 qm zentral beheizt. Daneben steht auch der Warmwasserkessel, von dem aus auch die WW-Versorgung zentral erfolgt.
    Nun will ich einen neuen sparsameren Heizkessel anschaffen, er soll modern sein aber sich auch in der Praxis bewährt haben. Also kein ultramodernes Hightec-Gerät, an dem dann aller 14 Tage rumgedoktert werden muss, weil es so störanfällig und kompliziert ist.
    Ich muss weiter bei Erdgasheizung bleiben, zentral und auch zentral WW wie bisher.

    - Einen großen Brennwertechnikkessel halte ich nun für am geeignetsten, eine große an die Wand gehängte Therme für 10 Whg ist wohl nicht so gut, oder?
    - Was soll ich nehmen: Buderus, Wolf, Vaillant,...? Hat jemand Erfahrungen mit einem
    ganz bestimmten Typ?
    - Hättet Ihr den alten WW-Speicher gleich mit erneuert obwohl er noch gut ist?
    - Hydraulischer Abgleich ist wohl nicht nötig, denn bisher sind alle Heizkörper in allen
    Whg immer schön warm geworden. Ist wohl auch nicht Pflicht?
    - Kann ich die Kosten (ca. 10 000 €) als Modernisierungsmaßnahme voll mit "diesen
    11%" auf die Mieter umlegen und werden die Mieter trotzdem noch davon profitieren?

    Viele Fragen, ich wäre schon mit Teilantworten zufrieden... Die Antwort: "Frage einen Heizungsbauer" hilft mir aber nicht, denn die geben oft einander widersprechende Antworten.
    Ich weiß auch: Der beste neue Kessel nützt nichts, wenn die Heizungsfirma ihn nicht richtig installiert und wartet.

    Danke im voraus!
    Ekor
     
  2. AdMan

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  3. #2 sara, 15.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 15.10.2014
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    du schreibst zumindest nicht, dass der alte Heizkessel Probleme macht. -Reparaturen -

    Ich würde nach 19 Jahren nicht unbedingt einen neuen Heizkessel einbauen, wenn der alte noch OK ist. Denke der alte ist auch ein Niedertemperaturgerät. Die sind immer noch am wenigsten Reparaturanfällig.


    Ein Ersetzen des Heizkessel ist ja nicht unbedingt nur eine Modernisierungsmaßnahme.

    Ich habe nur Buderus Heizkessel im Betrieb. (Davon ist keiner ein Brennwertkessel)
    Zumindest habe ich in den ganzen Jahrzehnten keine großen Reparaturen gehabt. (Buderus ist mittlerweile auch keine deutsche Firma mehr).

    denke eher nicht, wenn die Miete entsprechend dem wie du es vorhast erhöht wird.

    Wie hoch sind denn jetzt die reinen Energie = Gaskosten durchschnittlich im Jahr?
     
  4. #3 Papabär, 15.10.2014
    Papabär

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    Ich bin gerade geneigt, zunächst einmal die Frage aus der Überschrift zu beantworten: "Den roten, nimm den roten!"



    Alte Hausverwalterweisheit: Never change a running system!



    Nach 19 Jahren hört sich das für mich aber sehr nötig an. Pflicht isses meines Wissens nach nicht - sinnvoll allemal.



    Nein! Du musst zuvor die anteiligen Instandhaltungskosten - sprich die Kosten die Du für ein Gerät mit Leistungsmerkmalen der derzeit verbaute Heizung bezahlen würdest - abziehen.
    Ich kenne jetzt die Preise nicht genau - aber ich schätze, dass die Preisunterschiede nicht allzu hoch sein werden.
     
  5. #4 immodream, 15.10.2014
    immodream

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    Hallo Ekor,
    warum willst du einen funktionierenden Kessel austauschen?
    Ich habe in einem Haus einen über 30 Jahre alten Viesmann Kessel.
    Reparaturen in den letzten 25 Jahren 500 DM für ein neues Gasmagnetventil und 500 € für einen neue Steuerung ausgegeben.
    Solange wie der Schornsteinfeger diesen Kessel akzeptiert, werde ich den Teufel tun und den Kessel wechseln.
    Ich glaube nicht, das du ohne Probleme die 11 % Modernisierungskosten auf deine Mieter abwälzen kannst.
    Die neuen Vaillant Gasthermen machen nach wenigen Jahren reichlich Probleme.
    Irgendwelche Platinen müssen regelmäßig gewechselt werden.
    Die neuen Geräte sind genauso anfällig wie die neuen Autos ( Elektronikprobleme ).
    Ich würde freiwillig so einen Kessel nur austauschen, wenn dich der Schornsteinfeger dazu zwingt oder regelmäßig teure Reparaturen anfallen.
    Grüße
    Immodream
     
  6. Berny

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    Hallo Ekor,

    was die Technik anbetrifft, so darf ich Dir dieses Forum empfehlen: Heizungsforum
     
  7. #6 Ekor, 16.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 16.10.2014
    Ekor

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    Danke erst mal für die Antworten.
    -Ob rot oder blau ist mir egal. Ich erhoffe mir immer noch eine Antwort wie etwa:
    "Ich habe vor 3 Jahren einen neuen Kessel der Firma xy installieren lassen, der hat
    nur ???? € gekostet und läuft bisher einwandfrei. Den kann ich dir uneingeschränkt
    weiterempfehlen."

    - Mein Kessel läuft seit über 1 Jahr auch ohne einen Aussetzer und auch der
    Schornsteinfeger ist zufrieden und ich will ihn wirklich nicht gern wegschmeissen.

    Aber: Im vorletzten Jahr im kalten Winter setzte er plötzlich 2x hintereinander aus
    und es entstand seitlich auch eine Pfütze. Die Heiz.firma hat ein paar Teile
    gewechselt und dann - und das wahr wohl das Entscheidende-ein Dichtmittel in den
    Kesselkreislauf gegeben. Also war wohl was zwischen den Rippen im Brennraum
    undicht.
    a)Ich bin mir nicht sicher, ob das lange hält. Das weiß wohl niemand. Und wenn das
    wieder passiert, ist wohl doch ein neuer fällig, da hilft bestimmt kein Dichtmittel mehr.
    b) Im Moment hab ich noch das Geld für einen neuen, aber wer weiß, wie das in ein,
    zwei Jahren aussieht...

    Wie hoch die Gaskosten sind, kann ich im mom nicht sagen, die dürften wohl durchschnittlich sein, denn über die BK-Abrechnung hat sich keiner beschwert.

    Aber wenn ich so höre, dass ich von den Kosten eh nur die Differenz zwischen dem Kaufpreis des alten und dem des neuen auf die Mieter "abwälzen" kann, dann ist´s wohl doch besser, ich halte die alte Anlage, so lange es sich noch rentiert, am Laufen.
     
  8. #7 Papabär, 16.10.2014
    Papabär

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    So formuliert nicht ganz korrekt ... aber zumindest so ähnlich.

    Wenn Du ein neues, gleichartiges Gerät anschaffen würdest, wäre das ja lediglich eine Reparatur ... die Grundlage für die Modernisierungsumlage ist aber die Verbesserung des bisherigen Zustandes. Daher zählt nur die Differenz als Modernisierung.
     
  9. Berny

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    ... und zwar nicht die Reparaturanfälligkeit, sondern die Energieeffizienz.
     
  10. Duncan

    Duncan
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    Wir bauen seit Jahrzehnten Heizungsanlagen. In der Region wurden kurz nach der Wende viele relativ billige Wolf eingebaut, die will heute, zurecht, keiner mehr haben. Vaillant hat seinen Kundendienst derart "optimiert", dass wir diese nicht mehr einbauen und auch nicht mehr empfehlen können. Derzeit ist unser Favorit Junkers, ist die gleiche Bude wie Buderus und Bosch. Turnusmäßige Wartung und sonst keine Probleme bisher. Ok, wenn der Herr dann 5 Jahre keine Wartung hat machen lassen....(Anruf heute, auf den Termin freut sich mein Eckhard schon ungemein.)
     
  11. Ekor

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    Danke Duncan,
    genau solche Infos suche ich besonders.
    Wenn ich dich recht verstanden habe, sind also Junkers, Buderus und Bosch nach Euren Erfahrungen alle 3 empfehlenswert.
    Ich werde mir also die 3 Firmen mal genauer ansehen und melde mich dann bestimmt noch mal.
    Viele Grüße
    Ekor
     
  12. Berny

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    Hallo Ekor,

    unsere verbundene Buderus-Gas-Anlage funktioniert seit über 10 Jahren einwandfrei.
     
  13. #12 Papabär, 16.10.2014
    Papabär

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    Ohne Wertung:

    Bei uns lief eine Hoval-Anlage (Bj. 99) 13 Jahre lang störungsfrei. Als es dann allerdings mal einen Ausfall gab, den unser Heizungsbauer nicht selber beheben konnte, mussten wir feststellen, dass es im Umkreis von ca. 150km keine Werksvertretung gibt. (Heizungsausfälle ereignen sich zudem prinzipiell immer an Sonn- und Feiertagen im Winter ... und stets zwischen 21:00 - 6:00 Uhr)
    Es gab zwar einen super Support durch den Hersteller - die haben unserem Monteur sofort alle technischen Unterlagen zu diesem Modell geschickt und ihn telefonisch vor Ort eingewiesen - eines der Ersatzteile benötigte allerdings 5 Tage um in besagten Heizungskeller zu gelangen ... offenbar wird die Baureihe nicht mehr hergestellt.

    Seit der Reparatur gab es bislang keine weiteren Störungen.
     
  14. #13 immodream, 17.10.2014
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    Hallo,
    auch wenn ich der Meinung bin, das die Qualität der Vaillant Geräte nachgelassen hat, habe ich eine sehr gute Sanitärfirma am Start, die trotzdem auf Vaillant schwört.
    Mein neuer Vaillant Kessel in meinem Wohnhaus läuft seit 7 Jahren problemlos .
    Der Wechsel zum neuen Kessel mit Brennwerttechnik hat zwischen 30 -35 % Energieersparnis gebracht.
    In einem anderen Haus funktionierte ein Buderuskessel auch über 20 Jahre tadellos.
    Was eindeutig sch.... war, waren die Unical Thermen ( ich hatte früher eine andere Heizungsfirma die Unical verkaufte ).
    Grüße
    Immodream
     
  15. Pitty

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    Wir bauen mehr Viessmann und Junkers ein. Von Wolf kann ich Dir ganz groß abraten. Da haben wir in einem Haus nur Probleme mit der Kulanz des Herstellers und den Wasserproben für die Heizungsanlage. Das ist nicht mehr lustig.:erschreckt003:
     
  16. #15 Papabär, 20.10.2014
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    Auch so´n Satzteil wie´n schottischer Single Malt ...

    Den muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!




    Ich weiß ja nicht, ob man Heizanlagen mit Auto´s vergleichen kann - aber wenn ich sagen würde, dass ich vor rund 20 Jahren mit meinem ersten eigenen Auto* 2x quer durch Europa geschaukelt bin, würde wohl trotzdem niemand auf die Idee kommen, sich deswegen auf diesen Hersteller zu fixieren.
    Will sagen dass, wenn eine Heizanlage 15 - oder mehr Jahre ohne Probleme lief, das doch noch lange nichts über das aktuelle Modell des gleichen Herstellers aussagt ... oder?



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