Welches Auskunftsrecht hat Mieteranwalt (bei reiner WEG-Verwaltung)

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Tobias F, 01.08.2012.

  1. #1 Tobias F, 01.08.2012
    Tobias F

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    Also ich habe folgende Situation (reine WEG-Verwaltung).

    Die Hausgeldabrechnung wurde erstellt, geprüft und von der WEG einstimmig beschlossen.


    Jetzt legt ein ohnehin schon frecher Mieter eines Teileigentümers Einspruch gegen die Heizkostenabrechnung ein – mittels eines ebenso frechen Anwalts ;-).

    Im Prinzip geht mich die ganze Sache ja nichts an da es sich hier um eine Angelegenheit zwischen Mieter und Vermieter handelt. Grundsätzlich habe ich auch nichts dagegen in einem solchen Fall den „kleinen Dienstweg“ zu gehen und die Bitten eines Anwalts um Kopien von Abrechnungen (z.B. Gaslieferant) direkt zu beantworten, was ja auch im Sinne der jeweiligen Teileigentümer ist.
    Dieser Anwalt geht mir aber langsam auf die ... .
    Ständig neue Wünsche nach Kopien, die ich am besten auch noch kostenlos erstellen und versenden soll.


    Daher meine Frage:
    Muss ich die Wünsche dieses Mieteranwalts nach Kopien, z.B. Rechnungen des Gaslieferant oder Auskunft über Zählerständen (die der Mieter im übrigen selbst abgelesen und übermittelt hat) und eventuellen weiteren Unterlagen der WEG, eigentlich erfüllen oder kann ich ihn an den Vertragspartner (Vermieter) des Mieters verweisen?

    (Natürlich wird der Teileigentümer die Unterlagen dann von mir anfordern, bekommen und weiterleiten. Es geht auch nicht darum etwas zu verbergen, sondern einfach nur darum diesem ganz besonderen Anwalt das Leben etwas schwerer zu machen.)
     
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  3. #2 Papabär, 01.08.2012
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    Hallo Tobias,

    meines Erachtens kannst Du den Mieter bzw. seinen Anwalt nicht nur an den Sondereigentümer verweisen ... Du MUSST es sogar.

    Nach meinen Erfahrungen hat man bei solch penetranten Zeitgenossen meist erst Ruhe, wenn man einen eigenen Anwalt einschaltet ... doch das kann hier eben nur der Sondereigentümer - zumal der ja auch erst mal evtl. Kostenvorschüsse übernehmen muss.
     
  4. #3 Tobias F, 01.08.2012
    Tobias F

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    Wieso meinst Du ich MÜSSE?

    Es geht doch hier um die Abrechnung Eigentümer/Vermieter - Mieter.
    Ich als WEG-Verwalter habe doch mit dem Vertragsverhältnis der beiden nichts am Hut, oder sehe ich da so falsch?
     
  5. #4 Christian3737, 01.08.2012
    Christian3737

    Christian3737 Gast

    Ich sehe das genau so.

    Wenn ein Mieter was von dir als WEG-Verwalter will, kannst du ihm netterweise sagen daß du der falsche Ansprechpartner bist oder das Ganze direkt in der Rundablage ablegen.

    Lies doch noch mal, was du laut Papabär musst. Papabär hat nicht gesagt, daß du Kopien anfertigen musst.
    Ich gehe davon aus, daß Papabär damit sagen wollte, daß du überhaupt nicht dazu berechtigt bist, Kopien an Mieter rauszugeben und du den Mieter an seinen Vermieter verweisen musst, wenn er denn unbedingt Kopien haben will.

    Ob jetzt der Mieter etwas verlangt oder ob er seinen Vertreter, den netten Anwalt, etwas verlangen lässt, ist m.E. total egal.

    Gruß,
    Christian
     
  6. #5 Tobias F, 01.08.2012
    Tobias F

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    Sorry, ich hatte die Antwort von Papabär zwar gelesen, aber irgendwie falsch gelesen/verstanden ;-) - und zu schnell geantwortet.
    Ja, ich denke eigentlich auch das der "nette Anwalt/Mieter" lieber seinen Vermieter nerven und belästigen soll ;-)
     
  7. #6 Papabär, 01.08.2012
    Papabär

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    Jep, ... ganz genau das meine ich.

    Wie willst Du beurteilen, was der Eigentümer mit seinem Mieter in punkto Betriebskosten vertraglich vereinbart hat? Mir fällt jetzt zwar kein realistisches Beispiel ein, aber wer haftet, wenn der Eigentümer durch eine unbedarfte Äußerung einen finanziellen Nachteil erleidet ... oder wenn er bereits Kosten für ´nen Mahnbescheid ausgegeben hat, weil er von einem Widerspruch überhaupt nicht wusste.

    Das klingt jetzt vlt. hohl ... aber manchmal kann man garnicht doof genug denken.
     
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