Wer bezahlt Bauschaden nach 15 jahren?

Diskutiere Wer bezahlt Bauschaden nach 15 jahren? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo Forum, Achtung es wird kompliziert... ich habe vor einigen Jahren eine Eigentumswohnung gekauft in einem 10 Fam Haus. Der Bauherr selbst...

  1. #1 Baufrau, 02.04.2009
    Baufrau

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    Hallo Forum,

    Achtung es wird kompliziert...

    ich habe vor einigen Jahren eine Eigentumswohnung gekauft in einem 10 Fam Haus. Der Bauherr selbst besitzt noch 3 Einheiten u.A. die Unterkellerung des Parkplatzes.

    Laut Protokollen der WEG besteht seit Baufertigstellung (1995) ein Mangel an der Dichtigkeit dieser Unterkellerung, dass Wasser in diesen Keller läuft. Der Bauherr selbst hätte schon vor Jahren dies reparieren können, hat es aber nicht getan. Diese Unterkellerung wurde von ihm in Eigenleistung selbst erstellt (sein Sondereigentum)
    Nach nun seinem Verkauf von mehreren Einheiten möchte er dies von der WEG bezahlt bekommen und behauptet nun neu: der Parkplatz ist undicht geworden, deshalb dringt Wasser ein. Deshalb wäre die WEG nun verantwortlich und soll alles beheben und natürlich bezahlen.

    Wie seht Ihr das nun:
    1. muss nun dieser Eigentümer beweisen, dass der Schaden erst vor kurzem entstand? Oder die WEG?
    2. er möchte einen Gutachter, der aber soll auch von der WEG bezahlt werden (jeder weiß, was das kostet!)
    3. die WEG hat mit Mehrheit beschlossen, dass sie keine Kosten daran tragen wird. (ist so ein Beschluß gültig?)

    Wir wissen alle, dass dies ein Baufehler des Bauherren selbst war. Nun aber versucht er jeden Trick sich dies von uns bezahlen zu lassen. :help

    Für jeden Tip, wie wir weiter vorgehen können wäre ich dankbar. (Hausverwaltung ist damit überfordert).

    Viele Grüße
    Baufrau
     
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  3. RMHV

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    Warum sollte es? Es liegt offensichtlich ein Mangel am Gemeinschaftseigentum vor und Instandsetzungen des Gemeinschaftseigentums gehen zu Lasten der Eigentümergemeinschaft. Jeder Wohnungs- oder Teileigentümer hat Anspruch auf eine ordnungsgemäße Instandsetzung. Ganz einfach... auch wenn es nicht das erwünschte Ergebnis ist.

    Zu welchem Zeitpunkt der Mangel entstanden ist, ist unerheblich.

    Ob die Eigentümergemeinschaft noch Gewährleistungsansprüche gegen den Bauträger geltend machen kann, ist ein völlig anderes Thema. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit könnte nach 15 Jahren Untätigkeit bereits Verjährung eingetreten sein. Ob es auch tatsächlich so ist, kann nur bei Kenntnis sämtlicher Umstände des Einzelfalls beurteilt werden.
     
  4. #3 Baufrau, 02.04.2009
    Baufrau

    Baufrau Neuer Benutzer

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    Hallo RMHV,

    vielen Dank für die Antwort.
    Das würde aber doch bedeuten, dass mit dem Verkauf der Bauherr Zahlende für seinen selbstverschuldeten Bauschaden gefunden hat...Wir wurden vom Verkäufer über diesen Mangel bei Kauf nicht informiert.

    Hätten nun zwar die Chance die Wohnungen zurückzugeben, möchten aber nicht ausziehen.
    Wie ist das mit der Verjährung gemeint? Laut Protokollen hat ein früherer Eigentümer ihn immer wieder aufgefordert seinen Mangel zu beheben.

    Denke auch es ist ein Einzelfall, der gestritten werden muss. Nur wer fängt den juristischen Weg an?
    Da nun die WEG jede Kostenübernahme ablehnt, muss doch dieser Eigentümer klagen - ist das so richtig?

    Dann würden wir abwarten und dann sehen, was passiert.

    Grüsse
    baufrau
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Davon wird man bei der beschriebenen Ausgangslage ausgehen können.

    Das Ergebnis dürfte in § 21 Abs. 5 Nr. 2 WEG nachzulesen sein.
    Fehlende Einsichtsfähigkeit der Wohnungseigentümer wird dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kostenträchtig durch die Entscheidung des Gerichts ersetzt.
     
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