Wer hat recht...wichtig?

Dieses Thema im Forum "Versicherungen" wurde erstellt von john_kodiacc, 28.03.2007.

  1. #1 john_kodiacc, 28.03.2007
    john_kodiacc

    john_kodiacc Neuer Benutzer

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    Hallo,

    bin neu hier im Forum...

    Ich bräuchte da mal eure Meinung zu einem wichtigen Thema.

    Wir hatten eines Tages einen ziemlichen Sturm (Orkan) die Stärke des Orkans ging schon weit über 8.
    Als dieser Sturm war, standen in unserer Einfahrt 2 Autos (Meins und das von unsterer Tante)
    Der Sturm war auf jedefall sehr stark und lockerte ca 3 Ziegel von unserem Dach, die dann einmal auf mein Auto und auf das Auto der Tante fielen.
    Feurwehr war bei uns in der ganzen Nachberschaft im Einsatz, da es andere Häuser noch schlimmer erwischt hatte.


    Die Schäden an beiden Autos haben wir dann jeder einzeln seiner Versicherung (Teilkasoko/Meins, Vollkasko/Tante) gemeldet.... und auch gleich Bezahlt worden. Ich hatte mit meiner dann keinerlei Probleme.


    Doch nach ein paar Wochen kam dann die Autoversicherung der Tante an und wollte das Geld von uns haben...wir können ja eigentlich nichts dafür...es war ja höhere Gewalt die das Dach abdeckte und es war ja nicht nur an unserem Haus sondern im ganzen Landkreis.

    Das ganze haben wir an unseren Rechtsanwalt übergeben, er meinte das die nicht das Recht haben, das Geld von uns zu holen.

    Die Versicherung meint immer was von Dachprüfung.. warum wir den sowas nicht gemacht haben usw. Wir haben bei viellen Experten nachgefragt und die meinen alle, eine solche Dachprüfung gibt es garnicht.

    Nach langem hin und her wollte die Versicherung dann die ganze Sache unter den Tisch fallen lassen, wenn wir die hälfte des Geldes zahlen.
    Laut Anwalt sollten wir das nicht machen.

    Das ganze ist jetzt vor Gericht und wir warten auf nen Termin.

    Nun wollt ich euch mal Fragen, was denkt ihr von der ganzen Sache?
    Sind wir im Recht?

    MFG
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 28.03.2007
    lostcontrol

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    ich geh mal davon aus, dass du vom orkan "kyrill" redest. tut zwar nichts zur sache, aber ich habe diesbezüglich auch mit diversen versicherungen zu tun.
    fakt ist: schäden, die an deinem gebäude durch einen orkan entstehen (bei kyrill ist klar, dass das ein orkan war, da zickt keine versicherung rum - über eine windböe würden sie streiten wollen), sind durch deine gebäudeversicherung gedeckt (die hast du ja hoffentlich, obwohl sie nicht mehr pflicht ist).

    da wäre jetzt wichtig, von welcher versicherung wir gerade reden.
    die gebäudeversicherung deckt schäden, die z.b. durch einen orkan an deinem gebäude entstehen (also in diesem falle das flicken des dachs - da fehlen jetzt ja ziegel).
    die gebäudehaftpflichtversicherung deckt schäden, die ANDEREN durch dein gebäude entstehen. klassischer fall: ziegel fällt runter und erschlägt den briefträger. oder: jemand bricht sich das bein, weil's im treppenhaus vom putzen noch feucht ist.

    tatsache ist: BEIDE versicherungen bezahlen nur dann, wenn du deinen instandhaltungspflichten nachgekommen bist. d.h. in deinem fall: wenn das dach vernachlässigt wurde, muss die versicherung nicht bezahlen. ob's nun eine "dachprüfung" gibt oder nicht (ich hör das auch zum ersten mal) - im grundgesetz steht der spruch (und zwar GANZ VORNE) "eigentum verpflichtet". das heisst konkret: wenn ihr das dach vernachlässigt habt, müsst ihr bezahlen.
    selbstverständlich zahlt die versicherung deiner tante deiner tante erstmal ihren schaden - die holt sich das dann aber wieder vom verursacher. und jetzt bleibt zu klären, ob euer dach vernachlässigt wurde oder nicht. das kann zäh werden...

    ich habe mich mit dieser ganzen versicherungsproblematik im zusammenhang mit orkan "kyrill" aus zwei gründen beschäftigen müssen:
    a) bei mietshaus meiner mutter wurde durch herunterfallende ziegel des nachbarhauses (!!!) das glas-vordach schwer beschädigt - unsere gebäudeversicherung will davon aber nur einen kleinen anteil bezahlen, obwohl sie es sich von der versicherung des nachbarn den kompletten betrag zurückholen könnte. da läuft ein schriftverkehr, in dem viel von "eigenbeteiligung" etc. geredet wird, obwohl der schadensverursacher der nachbar ist.
    b) in meinem eigenen garten hat es einen 10m-baum umgeschmissen. der ist zwar (zum glück!!!) nicht aufs nachbarhaus gefallen (es hat wirklich nicht viel gefehlt), aber das hat mich veranlasst zu erforschen, was denn gewesen wäre wenn... fazit: ICH hätte den schaden am nachbarhaus bezahlen müssen, denn: es ist meine pflicht dafür zu sorgen, dass der baumbestand gesund ist, ich hätte also quasi eine "baumprüfung" regelmässig durchführen lassen müssen. der baum war krank, das wissen wir seit wir "rein" gucken konnten. aber von aussen hat man ihm das wirklich nicht angesehen (sagte mir auch der forstwirt, der sich das dann noch genau angeguckt hat, weil die anderen bäume aus der "gruppe" dann auch sterben mussten).

    mein fazit daraus:
    weiterhin regelmässig nach allem schauen, auch wenn es keinen grund gibt. das ist ohnehin nützlich, man will ja wissen was auf einen zukommt, und gerade dächer können ja schon sehr teuer werden, da muss man vorausschauend rücklagen bilden.
    bezüglich baumbestand etc. SEHR genau hinschauen.

    keine versicherung dieser welt bezahlt dir etwas, was du selbst verschuldet hast. und nachlässige instandhaltung wird von versicherungen offensichtlich als selbst verschuldet betrachtet (meiner ansicht nach zurecht).

    edit: klar, die haftpflicht ist dafür zuständig sachen zu bezahlen, die du selbst verschuldet hast - aber eben dann nicht, wenn du etwas absichtlich bzw. wissentlich gemacht bzw. verschuldet bzw. vernachlässigt hast, und hier greift eben das grundgesetz bezüglich "eigentum verpflichtet".

    ihr werdet auf jeden fall einen gutachter (in sachen dachzustand) brauchen vor gericht.
    und natürlich die letzten rechnungen bezüglich dachsanierung / dachreparaturen.
    vielleicht geht da ja auch was in sachen gewährleistung (je nachdem wann ihr zuletzt an eurem dach "rumgeschraubt" habt).
     
  4. #3 hamichel, 28.03.2007
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    Wenn Ihr Mieter in dem Haus seid, ist es absolut unverständlich, dass sich die Versicherung wegen der Schäden durch heruntergefallene Dachpfannen an Euch wendet.
    Es könnte bestenfalls die Gebäudeversicherung des Hauseigentümers in Regress genommen werden.
     
  5. #4 lostcontrol, 28.03.2007
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    hamichel - aus der fragestellung geht doch klar hervor, dass der fragesteller eigentümer des hauses ist.
     
  6. #5 hamichel, 29.03.2007
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    @ lostcontrol:
    sorry, ich kann auch lesen ;-).
    Oben links steht:

    john_kodiacc
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  7. #6 Thomas123, 29.03.2007
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    Hallo Lostcontroll, das läuft unter "Verkehrssicherungspflicht", (...wie den Gehweg von Schnee befreien...) :wink
     
  8. #7 john_kodiacc, 31.03.2007
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    Hi...

    danke für die Antworten.

    Hab jetzt nochmal unsere ganzen Versicherungspapiere durchgeschaut, wir haben zwar eine Gebäudeversicherung und auch nocht eine Versicherung für Sturm, Gewitter, Wasser usw, nur ist es halt so, ich wollte sie nicht mit der ganzen Sache konfrontieren da solche Schäden an Autos durch die Kasko-Versicherung abgedeckt sind...hab die Versicherung gestern mal angerufen und ihr die ganze Sache geschildert und die meinten die werden das alles jetzt gründlich prüfen ob wir Anspruch hätten.

    Was ich nicht versteh ist, unsere Versicherung (Gebäudeversicherung) hat ja die Rechnung von den Dachdeckern die die Reperatur durchgeführt haben ja auch ohne Probleme gezahlt und uns nícht gefragt ob wir eine jährliche Dachprüfung durchführen oder so ein schmarn machen.... Im Jahre 1994 hatten wir schonmal das selbe und die haben da auch alles bezahlt(wurde aber nichts beschädigt).
    Soll ich micht jetzt bei einem Sturm aufs Dach stellen und jeden einzelnen Ziegel festkleben oder festhalten, keiner kann sagen ob das Dach jetzt sicher ist oder nicht, mit so einer Dachprüfung wäre man zwar auf der sicheren Sache aber naja...Ich kenne genug Leute die ihr Haus erst vor nem Jahr gebaut haben und denen hat es fast das ganze Dach weggeweht... wie mich sowas ärgert.

    Eigentlich müsste ja dann die Gebäudeversicherung dafür aufkommen oder??

    MFG
     
  9. #8 Thomas123, 31.03.2007
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    Wie schon gesagt, die Gebäudeversicherung bezahlt die Schäden am Haus, wenn was passiert..... z. B. wenn der Sturm eine bestimmte (Bovor??) -stärke überschreitet, fragen die nicht lange nach den Ursachen.....
    :wink
     
  10. #9 hamichel, 31.03.2007
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    Beaufort, Abkürzung: Bft.

    Weiteres hier nachzulesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Beaufortskala
     
  11. #10 lostcontrol, 01.04.2007
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    neeee - eben nicht.
    der baum stand ja auf einem privatgrundstück, da gibt's keinen "verkehr", da hat niemand was verloren ausser den leuten, die zum haus gehören (bzw. gästen).
    aber wie auch immer man das nennt - ich hab nur geschildert, was mir die versicherung diesbezüglich gesagt hat.
    so oder so - es empfiehlt sich seinen baumbestand immer mal wieder gründlich zu überprüfen - dass das für dächer und ähnliches, was tatsächlich vorbeilaufende menschen, briefträger oder geparkte autos gefährden könnte erst recht gilt, dürfte selbstverständlich sein...
    aber ich muss gestehen, es hat mich geschockt - vor allem weil ich mir ja in etwa ausrechnen konnte, was so ein 10m-baum am nachbarhaus alles hätte anrichten können...
     
  12. #11 Thomas123, 01.04.2007
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    Genau darum liebe lostcontroll.... Genau darum.....
    Verkehrssicherungspflicht..... wenn du Eigentümer des Objektes bist.....:zwinker :zwinker :zwinker
     
  13. #12 lostcontrol, 02.04.2007
    lostcontrol

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    thomas - der unterschied zum GEHWEG liegt darin, dass dieser öffentlich ist und auch von unschuldigen passanten benutzt wird (bei mir zudem auch noch massig von touristen), die gefährdet wären. das ist im garten definitiv NICHT der fall.
     
  14. Dr.No

    Dr.No Erfahrener Benutzer

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    Die Verkehrssicherungspflicht heisst nicht Verkehrssicherungspflicht weil Sie ausschließlich den öffentlichen (Strassen-)Verkehrsraum sichern soll.

    Ein Blick in Wikipedia und Du wirst sehen, dass die Geschichte eine Dimension hat, die über Deine (aktuelle) Vorstellungskraft hinausgeht.
     
  15. #14 Thomas123, 03.04.2007
    Thomas123

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    Ach lostcontroll..... :party
    :wink
     
  16. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Wieso zahlt Deine Gebäude- und nicht Glasversicherung ?
    Wieso hast Du den Schaden nicht direkt bei dem Nachbarn`s Haftpflicht-versicherung geltend gemacht ?
    :?
     
  17. #16 lostcontrol, 17.04.2007
    lostcontrol

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    es geht um einen sturmschaden (kyrill) - da ist die gebäudeversicherung zuständig. und sie zahlt ja - nur müssen wir leider eben einen eigenanteil selbst bezahlen.

    auch dort ist die gebäudeversicherung zuständig - wie gesagt, es geht um einen sturmschaden. unsere gebäudeversicherung verhandelt da noch mit der des nachbarn - eigentlich müssten die ja alles bezahlen und es dürfte an uns garnichts hängen bleiben...
    aber das ganze läuft noch - bin gespannt wie's ausgeht.
     
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