Wer hatte schonmal geklagt?

Dieses Thema im Forum "Was nicht passt - der Small-Talk" wurde erstellt von Sepultura, 18.01.2015.

  1. #1 Sepultura, 18.01.2015
    Sepultura

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    Hallo,

    ich habe mal folgende Fragen:

    Wieviel mal wurdet ihr schonmal von euerem (Ver)Mieter verklagt bzw. habt ihr euren (Ver)Mieter verklagt?
    Worum ging es?
    Wieviel mal hast du dich außergerichtlich geeinigt?
    Wieviel mal hast du verloren?
    Wieviel mal hast du gewonnen?
    Hast du dich für die Klage revangiert (als Vermieter z.B. habt ihr euren Mieter rausgemobbt)?

    Für Vermieter:
    Fragt ihr bei euren Selbstauskünften (auch wenn ihr keinen Anspruch auf Wahrheitsgemäße Antwort habt), ob der Mieter mal geklagt hat?

    Für Mieter:
    Habt ihr schonmal bei der Frage nach Klagen geflunkert oder beantwortet ihr diese wahrheitsgemäß (hier zu lügen, ist kein Kündigungsgrund)

    So meine:
    ich habe nie geklagt und wurde nie verklagt.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Glaskügelchen, 18.01.2015
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Erfahrener Benutzer

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    Einmal geklagt und gewonnen. Ging um eine Räumungsklage aufgrund fehlender Mietzahlungen.
    (Grade haben Mieter einer wirklich angemessenen Mieterhöhung widersprochen, und da hätte ich auch geklagt und vermutlich gewonnen, aber das hat sich zum Glück erledigt, da die Mieter ein Einsehen hatten)
    Verklagt wurde ich noch nie, aber ich versuche mich auch so zu verhalten, dass das nicht nötig ist.
    Und ich frage nicht, ob ein Mietinteressent einen seiner Vermieter schonmal verklagt hat.
     
  4. Andres

    Andres
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    Keine Ahnung - müsste ich dicke Aktenberge wälzen. Ist auch schwierig zu beantworten, weil ich eine Zeit lang auch Wohnungen aus der Familie verwaltet habe. Zählt das mit? Papabär wird da bestimmt auch lustige Antworten geben können.

    Grob geschätzt:
    Mieter verklagt: Im Schnitt einmal pro Jahr, aber sehr ungleichmäßig, also auch mal ein paar Jahre ohne ...
    Vom Mieter verklagt worden: deutlich seltener.


    Selbst geklagt: Säumige Mietzahlungen im Regelfall im Verbund mit Räumungen und Betriebskosten.
    Verklagt worden: Überwiegend Betriebskostenabrechnungen und Rückzahlung der Kaution, d.h. Mängel bei Rückgabe der Mietsache.


    Oft. Ist meist für beide Seiten besser.


    Keine Ahnung. Jedenfalls deutlich öfter gewonnen als verloren, was auch an der vorherigen Frage liegt. Als ich angefangen habe, war meine Quote außerdem schlechter, als sie heute ist. Man lernt aus den eigenen Fehlern am besten.


    Nein, ich habe ein Wörterbuch und einen funktionierenden Internetanschluss am Schreibtisch. :069sonst:

    Wenn du mir eine saubere Definition von Mobbing liefern kannst, kann ich deine Frage vielleicht vernünftig beantworten. Bis dahin kann ich nur sagen: Erstens siehst du an der Aufzählung oben, dass das Mietverhältnis in vielen Fällen schon beendet war, womit sich deine Frage erübrigt. Zweitens kann ein Mieter, der mich wegen ein paar Cent oder irgendeinem Sch..., den er selbst nicht glaubt, verklagen will, danach jedenfalls mit keinen Sonderbehandlungen mehr rechnen. Mieterhöhungen werden falls möglich durchgeführt (Gegenfinanzierung für Prozesskostenrisiko) und Geschenke gibt es nicht mehr. Ich sehe das nicht als Mobbing an, aber aus der Mieter-Opfer-Sicht bin ich bestimmt trotzdem der Böse ...


    Nein. Unzulässige Fragen stelle ich prinzipiell nicht, weil sie ohne Not die Atmosphäre vergiften und ohnehin keine Aussagekraft haben. Erstens darf der Mieter lügen, zweitens gibt es durchaus gute und legitime Gründe, seinen Vermieter zu verklagen, wie man auch an einigen Anfragen hier im Forum erkennen kann.

    Die notwendigen Einblicke bekomme ich meist auch so - und andernfalls gibt es bei mir fast immer noch genug andere Interessenten.
     
  5. #4 Sepultura, 18.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2015
    Sepultura

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    Gibt es keine Rechtsschutzversicherung für Vermieter?

    Revanchieren*

    sorry, Im Englischen heißt es Revenge
     
  6. Andres

    Andres
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    Natürlich gibt es das - eigentlich gibt es kaum eine Versicherung, die es nicht gibt. Von der Jahresprämie, die ich zahlen müsste, könnte ich jährlich mehrfach prozessieren. Also erstklassiges Geschäft - hauptsächlich für die Versicherung.

    Man sollte sich vor Augen halten, dass eine Versicherung immer mehr Prämien kassiert, als sie dafür Leistungen erbringt. Selbst wenn die Versicherung keinen Gewinn erwirtschaften wollte, müsste sie trotzdem ihre Verwaltung bezahlen - und die Versicherungssteuer. Auf lange Sicht und im Durchschnitt bekommt man von der Versicherung also weniger Geld zurück als man eingezahlt hat.

    Es gibt daher drei gute Gründe, eine Versicherung abzuschließen:

    1. Gesetzliche Verpflichtung

    Beliebtes Beispiel: Kfz-Haftplficht. Wenn man muss, dann muss man eben.


    2. Schaden würde den Versicherungsnehmer wirtschaftlich überfordern

    Wenn es mich ruiniert, falls mein Haus abbrennt, sollte ich mich dagegen versichern. Oder um beim Kfz-Beispiel zu bleiben: Wenn ich auf mein Auto zwingend angewiesen bin, z.B. um zur Arbeit zu kommen, und mir bei einem selbstverschuldeten Unfall oder Diebstahl keinen Ersatzwagen (bar oder finanziert) leisten kann, brauche ich eine Kaskoversicherung. Andernfalls ist das Ansparen der Versicherungsprämie langfristig billiger.


    3. Versicherungsprämie liegt unter persönlichem Schadenbedarf

    Anders gesagt: Die Versicherung hat sich verkalkuliert. Wenn mir gegenüber jemand so etwas behauptet, bezweifele ich das zunächst einmal ganz grundsätzlich. Meistens habe ich damit Recht.


    So, und wie ist es mit dem Vermieter-Rechtsschutz?
    1. Pflicht ist er nicht.
    2. Für Prozesse und viele andere Risiken habe ich eine mehr als ausreichende Rücklage. Alles andere wäre auch Harakiri mit Zeitzünder.
    3. Nicht einmal knapp.

    Punkt 2 mag für kleine Vermieter direkt nach dem Kauf eine Zeit lang zutreffen. Aber auch mit einer einzigen Wohnung: Wenn man langfristig keine Rücklagen aufbauen kann, ist die ganze Investition faul.

    Sollte Punkt 3 zutreffen, sind besonders Rechtsschutzversicherungen schnell dabei, Verträge zu kündigen. Das ist nach jedem regulierten Schaden (beiderseits) möglich. Danach bekommst du zumindest für ein paar Jahre gar keine Police mehr angeboten.
     
  7. Berny

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    Wieviel mal habt ihr euren Mieter verklagt? - Sieben mal.

    Wieviel mal hast du dich außergerichtlich geeinigt? - Null mal.

    Wieviel mal hast du verloren? - Null mal.

    Wieviel mal hast du gewonnen? - Sieben mal.

    habt ihr euren Mieter rausgemobbt)? - Nein.

    Für Vermieter:
    Fragt ihr bei euren Selbstauskünften (auch wenn ihr keinen Anspruch auf Wahrheitsgemäße Antwort habt), ob der Mieter mal geklagt hat? - Nein.
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Et en francais...?
     
  9. #8 Sepultura, 18.01.2015
    Sepultura

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    War hier jemand schonmal vor dem BGH?

    Eine Klage bis zum BGH mit Streitwert 3.000 EUR würde 1887,04 EUR kosten
     
  10. Berny

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    Was nichts kostet, taugt auch nichts...:smile001:
     
  11. #10 SingleBells, 19.01.2015
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    Hallo,

    um was geht es dir hier eigentlich wirklich?
     
  12. #11 alibaba, 19.01.2015
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    :finger009: nur wenn du verlierst :7::45:

    Gruss
    alibaba :45:
     
  13. #12 Topcgi, 19.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 19.01.2015
    Topcgi

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    Wir klagen nun zu ersten Mal in fast 57 Jahren gegen eine Mieterin.

    Zustimmung zur Mieterhöhung Streitwert knapp 1000€.

    Kostet bis jetzt ca. 600€ Anwalt inkl. Gerichtsgebühren.
     
  14. GSR600

    GSR600
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    Mieter verklagt?

    Hmm so ca 3-10 Stück pro Jahr

    zu 95% gewonnen

    Vergleiche auch manchmal.
     
  15. #14 Aktionär, 19.01.2015
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    Einmal geklagt (Räumungsklage wegen säumiger Mieten), einmal gewonnen.
    Zum Vergleich kam es nicht. Die Mieterin hat es vorgezogen nach Abschluss des Verfahrens Insolvenz anzumelden.
    Die genannten Fragen stelle ich nicht.
     
  16. #15 Sepultura, 19.01.2015
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    Ich will nur wissen, wieviele schon wegen ihrer Vermietung geklagt haben. Und ob jemand, der verloren hat z.B. seinen Mieter durch rechtliche Kniffe rausgemobbt hat (z.B. Eigenbedarf angemeldet, der nicht gekommen wäre, wenn es den Streit nicht gegeben hätte)
     
  17. #16 Anhalter, 19.01.2015
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    Wird das hier die neue Undercover-Recherche der Bildzeitung?
     
  18. Andres

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    Kopf bitte nicht nur zum Abdichten des Halses gegen Regenwasser gebrauchen. Und jetzt nochmal nachdenken: Glaubst du das wirklich?

    Dass der Streitwert ziemlich wilkürlich gewählt ist und z.B. in einem Räumungsstreit garantiert höher liegt, lassen wir einfach mal unter den Tisch fallen.
     
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