Wer ist für Wasserschaden "verantwortlich" bzw. Ansprechpartner?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Skygirl237, 04.06.2012.

  1. #1 Skygirl237, 04.06.2012
    Skygirl237

    Skygirl237 Erfahrener Benutzer

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    Hallo lieb Forumuser,

    folgender Sachverhalt - eine WEG mit insgesamt 12 Einheiten.
    Hier geht es jedoch um nur 2 WE´s, welche beide durch die Eigentümer nicht selbst genutzt, sondern vermietet sind.
    Der "obere Mieter" war etwas ungeschickt und hat seinen Wasserhahn nicht abgestellt, bevor er die Wohnung verlies.
    Somit entstand bei der Wohnung darunter ein Wasserschaden (-> nun Fleckenbildung an Wand und Decke).
    Für die untere Wohnung haben wir einen Vertrag über die Verwaltung des Sondereigentums.
    Somit wand ich mich an den Eigentümer der oberen Wohnung, bzgl. nun der Mängelbeseitigung wg. der Feckenbildung. Dieser Eigentümer teilte mir jedoch mit, daß er hierfür nicht zuständig sei, sondern das wir uns direkt an den Mieter wenden müssen und er sinngemäß raus ist aus der Sache.
    Aber ist für uns nicht immer der bereffende Wohnungseigentümer Ansprechpartner in allen Belangen oder ist hier tatsächlich der Kontakt mit dem Verursacher direkt-also mit dem Mieter- herzustellen (was in diesem Fall verdammt schwierig sein würde, weil der Mieter so gut wie nie da bzw. ereichbar ist).
    Könnt ihr mir das weiterhelfen? Ist das tatsächlich so oder will das der Eigentümer der "Verursacherwohnung" nur von seinem Schreibtisch schieben?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 04.06.2012
    Martens

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    moin,

    meinem laienhaften Rechtsverständnis nach muß sich der Geschädigte (offenbar vertreten durch Euch) an den Verursacher halten. Ist die Wohnung vermietet und der Mieter hat unzweifelhaft den Schaden verursacht, so wäre der Mieter der Verursacher und somit Euer Ansprechpartner.

    Ob der nun schwierig zu erreichen ist oder nicht, macht doch keinen Unterschied, die Angelegenheit ist ohnehin schriftlich zu klären wegen Nachweis.

    Christian Martens
     
  4. #3 Gruwo-NDS, 05.06.2012
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2012
    Gruwo-NDS

    Gruwo-NDS Erfahrener Benutzer

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    Hmm beurteile ich doch etwas anders, denn jeder Eigentümer haftet den anderen Eigentümern bzw. der Gemeinschaft gegenüber für Schäden, die durch sein Eigentum verursacht werden. Und so gesehen ist es unerheblich, ob die schadensverursachende Wohnung vermietet oder vom Eigentümer selbst genutzt wird.
     
  5. Ursleo

    Ursleo Benutzer

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    Leitungswasserschaden

    Hallo,
    selbiges ist mir in meiner Verwaltung vor einem halben Jahr auch passiert, habe die Wohngebäudeversicherung (Versicherung für Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und weitere Elementarschäden) damit beauftragt.
    Alles zur Zufriedenheit geregelt!

    Ursleo
     
  6. #5 Papabär, 07.06.2012
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Danke für den Denkanstoß Ursleo ... ich wollt´s auch schon einbringen.

    Da auch der Eigentümer der oberen Wohnung einen Anteil der Versicherungsprämie über sein Wohngeld zahlt, hat er auch Anspruch auf Regulierung über die Versicherung.

    Ob die Wohngebäudeversicherung dafür zuständig ist, hängt m. E. davon ab, ob das Leitungswasser nun bestimmungswidrig ausgetreten ist ... ansonsten sollte es aber über die Eigentümerhaftpflicht laufen.

    Das die Versicherung sich die Kosten dann hinterher vom Verursacher wieder zurückholen wollen wird, kann dem Verwalter dann erst einmal egal sein.
     
  7. #6 Martens, 08.06.2012
    Martens

    Martens
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    Wenn ein Schaden entsteht, weil jemand das Waschbecken / die Badewanne überlaufen läßt, dann handelt es sich um bestimmungsgemäß ausgetretenes Wasser und ist grundsätzlich kein Fall für die Gebäudewasserversicherung, außer dieses Risiko ist explizit versichert.

    Sofern der Mieter eine Haftpflichtversicherung hat, könnte diese herangezogen werden. Da sind wir wieder bei der Haftung des Verursachers.

    Die Eigentümerhaftpflichtversicherung deckt i.a. keine Schäden innerhalb der Eigentümergemeinschaft.

    Christian Martens
     
  8. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Ich würde den Verwalter ansprechen, dass er das über die Versicherung abklärt, wie die Schadensbeseitigung ab zu wickeln ist.
     
  9. Ursleo

    Ursleo Benutzer

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    Wasserschaden

    Die Eigentümerhaftpflichtversicherung deckt i.a. keine Schäden innerhalb der Eigentümergemeinschaft.

    In diesem Fall wurde auch nicht die Haftpflichtversicherung bemüht, sondern die Wohngebäudeversicherung. Da ebend ist in unserer Wohngebäudeversicherung der Leitungswasserschaden als solcher mit versichert.
    Im übrigen für die Haftpflicht, angenommenes Beispiel: einem Eigentümer fällt ein sich selbständig gemachter Dachziegel vom Dach auf den Körper, wer haftet dann? Ich glaube dies innerhalb der Gemeinschaft auszuschliessen ist nicht Sinnvoll und sollte bei Abschluss einer Versicherung durchaus mit beachtet werden!
    Richtig, es gelten ebend immer die jeweiligen Versicherungsbedingungen und die sind im voraus verhandelbar (vom Kostenpunkt abgesehen).

    Ursleo
     
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