Wer trägt Kosten für Mietkautionskonto?

Diskutiere Wer trägt Kosten für Mietkautionskonto? im Sicherheitsleistung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Bereits letztes Jahr teilte mir die Hausbank (bei der derzeit mehrere Kautionskonten meiner Mieter liegen) mit, dass es nicht nur wie im...

  1. #1 Wetterfrosch, 15.01.2018
    Wetterfrosch

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    Bereits letztes Jahr teilte mir die Hausbank (bei der derzeit mehrere Kautionskonten meiner Mieter liegen) mit, dass es nicht nur wie im vergangenen Jahr keine Zinsen gibt, sondern das ab 2018 pro Konto 7,95€ "Auslagenersatz" verlangt werden. Wer diese zu tragen hat, geht aus dem Schreiben nicht hervor.
    Muss diese jetzt der Vermieter tragen oder der Mieter, auf dessen Namen das Konto ja läuft (wäre für mich logisch, denn die Zinsen hat der Mieter bislang ja auch erhalten)? Dann würde der Kautionsbetrag aber jedes Jahr um 7,95€ gemindert oder bekommt der Mieter jedes Jahr eine Rechnung?
    Man kann ab 50 Konten auch eine Software erhalten, über die man sich die paar A4-Ausdrucke selbst anfertigen kann. Nur habe ich leider nicht so viele Konten dort. Wie würdet Ihr in so einem Fall reagieren?
    Ein Bankwechsel wäre recht viel Aufwand und vermutlich wird eine heute noch kostenfreie Bank sicherlich im nächsten Jahr auch Gebühren verlangen, da die Guthabenzinsen inzwischen bei Null angekommen sind.

    Viele Grüße
    vom Wetterfrosch
     
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  3. #2 immobiliensammler, 16.01.2018
    immobiliensammler

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    Lass mich raten: Hausbank München?

    Ich bin schon vor einigen Jahren von denen weg und komplett bei der DKB.

    Zu Deiner Frage: Meines Erachtens der Mieter, es wäre ja das Gleiche, wenn die Bank jetzt Minuszinsen verlangen würde. Fraglich wäre aus meiner Sicht, ob der Vermieter hier nicht ein Art "Schadenminderungspflicht" hat und wechseln muss, um den Mieter diese Kosten zu ersparen!
     
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  4. Andres

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    Ich kann zu diesem Thema kein Urteil zitieren, daher eine Antwort aus dem Bauch:

    Wenn es das Konto des Mieters ist, wundere ich mich ein wenig, warum die Bank gerade dich anschreibt. Wie auch immer: Diese Kosten dürfte der Inhaber des Kontos zu tragen haben.


    Nun, das Guthaben ist ja verpfändet, also würde ich doch leicht angep.... reagieren, wenn die Bank versuchen würde, darauf zuzugreifen. Sollte es wirklich dazu kommen, müsste man vom Mieter eben jährlich die Auffüllung der Kaution verlangen. Aber warum fragst du das nicht einfach bei der Bank nach?


    Wechsel, weg von den Filialbanken. Wenn die das Geschäft nicht mehr haben wollen, könnten sie es auch einfach sagen, aber man kommuniziert dort wohl eher über das Preis- und Leistungsverzeichnis.

    Dass das Vermieterpaket der DKB, das hier im Forum gerne empfohlen wird, in absehbarer Zukunft etwas kostet, halte ich für eher unwahrscheinlich. Und der Wechsel dürfte ja wohl nach spätestens 2-3 Jahren weniger Aufwand verursacht haben, als mit dem Mieter über diese Gebühren zu streiten. Für neue Mieter hat man sogar weniger Aufwand - wirst du merken, wenn du's selbst ausprobiert hast.
     
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  5. #4 Ich-bin-es, 16.01.2018
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    Guter Tip mit dem DKB Vermieterpaket. Die Volksbank hat übrigens auch vor einiger Zeit vom kostenlosen Mietkautionskonto auf eine einmalige Gebühr von € 20 bei Neueröffnung bzw. Mieterwechsel umgestellt.
     
  6. Nanne

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    Meine Sparkasse wollte für ein Kautionssparbuch € 10,00 kassieren, und für ein normales Sparbuch wurde diese Gebühr nicht berechnet. Also lassen wir den Hinweis "Kaution" weg und es geht somit ohne Kosten/Gebühr.
     
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  7. Andres

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    Und ist noch insolvenzsicher?
     
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  8. #7 immobiliensammler, 16.01.2018
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    Habe ich mir auch gedacht.

    Handelt es sich

    a) um ein Sparbuch auf Nanne´s-Namen ohne Zusatz Kaution, dann wäre es nicht insolvenzsicher

    oder

    b) um ein Sparbuch auf den Namen des Mieters ohne Verpfändung, nur Nanne hat das Sparbuch, dann hat sie keine Sicherheit, dass der Mieter nicht morgen eine Verlustanzeige ausfüllt (bei Sparkassen normalerweise mit Aufgebotsverfahren) und dann doch über das Geld verfügt!
     
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  9. #8 Wetterfrosch, 16.01.2018
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    Vielen Dank für die rege Beteiligung. Ja, es handelt sich um die Hausbank München. Habe dort nachgefragt - die 7,95€ sind nicht pro Jahr sondern nur einmalig bei Auflösung fällig und dann auf den Mieter umlagefähig, sprich man zieht es bei der Auszahlung oder mit der Abschlußrechnung gleich ab. Und zu diesem Zeitpunkt hat sich das Verhältnis zum Mieter ja ohnehin erledigt. Dann sollte ich mir wohl besser keinen Streß machen.
    Die Software gibt es leider ausnahmslos erst ab 50 Kautionskonten.
     
  10. #9 immobiliensammler, 16.01.2018
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    Ach, gibt die Hausbank denn jetzt zu, dass es eine Auflösungsgebühr ist? Schon komisch, das würde gegen die entsprechende BGH-Rechtsprechung verstoßen. Wir hatten damals Streit mit der Hausbank, als wir die Konten zur DKB verlegen wollten. Zumindest damals war das als "Gebühr für die unterjährige Erstellung der Zinsabrechnung" definiert. Wir wollten dann zum 31.12. auflösen, kam die Antwort, das ginge aufgrund des Jahresabschlusses nicht, wir müssten spätestens zum 20.12. oder frühestens zum 05.01. auflösen, dann würde natürlich wieder die "Zusatzgebühr" anfallen.

    Der Streit ging dann zum Ombudsmann und die Gebühr wurde zurückerstattet, Schuld hätte ein Mitarbeiter, der uns dies falsch erklärt hatte.

    Wir hatten vorher auch den Einsatz der Software dort besprochen, ging hier aber wegen des zwingend vorgeschriebenen 4-Augen-Prinzips nicht, können wir hier nicht sicherstellen. Kam doch allen ernstes die Aussage von der Hausbank, wir sollen halt zwei Pins eingeben, wenn dies der gleiche Mitarbeiter macht wäre das der Bank egal, für sie wäre dann das 4-Augen-Prinzip gegeben. Ich bin kein Freund von solchen Spielchen, hat dann den Wechsel zur DKB nur noch weiter beschleunigt!
     
  11. #10 Lucky Strike, 16.01.2018
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    Betrifft noch nicht alle Volksbanken, bei manchen ist es noch kostenlos, dafür ist der Zinssatz direkt mit 0% festgelegt.

    Mich würde aber auch interessieren, ob und auch wann diese "Eröffnungs-Gebühr" umlegbar ist. Muss das vllt. im MV geregelt sein? Macht man das mit der ersten BK-Abrechnung, bei Auszug bzw. Auflösung des Kautionskontos, oder...?
     
  12. Nanne

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    Ja, die Sparkasse kennt meinen finanziellen Status.
     
  13. #12 immobiliensammler, 16.01.2018
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    Hallo Nanne,

    es geht darum, dass die Anlage insolvenzsicher ist, sonst kann Dein Mieter - so es später einmal Streit geben sollte - sofort zum Staatsanwalt rennen, Stichwort ist Untreue durch Vermögensgefährdung. Selbst wenn Du die Frau Klatten (aktuell glaube ich die reichste Frau Deutschlands) wärst würde das keine Rolle spielen, Kautionen sind getrennt vom eigenen Vermögen anzulegen!
     
  14. dots

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    :-D

    Das war nicht die Frage, Nanne.
    Und insolvenzsicher ist das dadurch noch lange nicht - und wird es vermutlich auch nie werden.
     
  15. Nanne

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    Ist mir bekannt. Es wurde mit gesondertem Schreiben von der Sparkasse so festgeschrieben, dass rechtsmäßig alles einwandfrei ist.
    Ich würde mich diesbezüglich niemals unrechtmäßig verhalten.
     
  16. #15 immobiliensammler, 16.01.2018
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    Achso, die Sparkasse will für ein Kautionskonto Gebühren, Du machst ein normales Sparkonto um diese Gebühr zu sparen, die Sparkasse schreibt dann aber fest, dass es ein Kautionskonto ist? - Interessant!
     
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  17. Nanne

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    Aus meinem Kautionssparbuch wurde lediglich das Wort "Kaution" weggelassen, alle anderen vorschriftsmäßigen Belange geregelt. Mach Dir mal keine Sorgen.
     
  18. #17 Gewohnheitstier, 16.01.2018
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    Wie ich reagieren würde?

    Mir §551 BGB zu Gemüt führen. Zum Schluss kommen, dass eine Kaution gänzlich optional ist. Feststellen, dass der Mieter diese wohl nicht freiwillig angeboten hat. Mal darüber nachdenken oder im Mietvertrag schmökern ob etwas bezüglich Absatz 3 des Paragraphen vereinbart wurde.

    Zum Schluss kommen, dass ich eine Kaution will, ich eine anzulegen habe, ich eine anlegt habe. Meine Bank mir die Kosten erhöht. Mir eine günstigere Bank suchen und ggf. die Kröte schlucken.

    Für das nächste Mal über eine kostenfreie Sicherungsleistung nachdenken.

    Das die Kontoführungsgebühren des Vermieters umlagefähige Betriebskosten seien möchte ich mal in Abrede stehen.
     
  19. dots

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    Was sind denn "alle anderen vorschriftsmäßigen Belange"?
     
  20. Nanne

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    Alle, die vom Gesetz in Bezug auf Kaution verlangt werden. Deine Bank sagt Dir das ganz genau:15:
     
  21. #20 Lucky Strike, 17.01.2018
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    Es geht ja nicht um regelmäßig wiederkehrende KontoFÜHRUNGSgebühren...sondern um einmalige ERÖFFNUNGS- oder AUFLÖSEgebühren. Und im maximalbürokratischen Deutschland kann ich mir zumindest sehr gut vorstellen, dass dies vllt. (mittlerweile?) iwie anders beurteilt wird...
     
Thema: Wer trägt Kosten für Mietkautionskonto?
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