Wer übernimmt die Kosten für eine Balkontrogpflege ?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von esterr, 05.09.2013.

  1. esterr

    esterr Gast

    Hallo,
    Es geht um den Balkontrog einer vermieteten Wohnung. Dieser Betontrog ist an die Außenwand unter dem Wohnzimmerfenster installiert und der Mieter verlangt nun, dass ich für die Ausräumung des Balkontrogsinhaiten (Erde und Unkraut) aufkommen soll. Übrengs wohnt der Mieter schon einige Jahre in der Wohnung.

    Meiner Ansicht nach, gehört der Betontrog jedoch zur vermieteten Wohnung und dessen Pflege o.ä. fällt demnach nicht unter meine Verantwortung.

    Was meint ihr dazu?

    Vielen Dank im Vorraus!
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Was sagt der Mietvertrag zur Frage, ob die Pflanztröge zur Mietsache gehören? Was steht dazu in der Teilungserklärung?

    Wie ich es sehe, gibt es zwei Möglichkeiten:
    • Entweder gehört der Trog zur Mietsache. Dann muss sich der Mieter kümmern. Du musst ihm ja auch nicht die Blumentöpfe auf seiner Fensterbank pflegen.
    • Oder der Trog gehört nicht zur Mietsache. Dann ist weder Erde noch Unkraut ein Mangel an der Mietsache. Wenn du Blumen haben willst, musst du dich darum kümmern. Den Mieter geht das dann allerdings nichts an.
     
  4. #3 Tobias F, 06.09.2013
    Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

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    In der TE wird kaum stehen ob der Balkontrog zur Mietsache gehört oder nicht. ;-)
     
  5. esterr

    esterr Gast

    Der Balkontrog steht nicht im Mietervertrag.

    In der TE wird Balkontrog nicht erwähnt. Ich nehme an, der Balkontrog ist Gemeischafteingentum, aber die
    zugehörige Wohnung hat Sondernutzungsrecht.
     
  6. #5 Tobias F, 06.09.2013
    Tobias F

    Tobias F Erfahrener Benutzer

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    Natürlich ist der Balkontrog, so er fest mit dem Haus verbunden ist (und sich sicherlich auch an anderen Wohnungen befindet), Gemeinschaftseigentum. Das hat aber mit der gestellten Frage überhaupt nichts zu tun.
    Wenn der Balkontrog, wovon ich ausgehe, bereits bei Mietbeginn vorhanden war, und er zudem sicherlich nur aus der vermieteten Wohnung erreichbar ist, so ist dieser zur Mietsache zu rechnen.
     
  7. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    wie groß ist das Ding :?

    Ich mein, wenn der Mieter für`s entleeren Stunden/Tage benötigt, dann versteh ich den Einwand hier durchaus. Wenn das aber eher sowas wie größere Balkonkästen sind, dann finde ich das schon ganz schön lächerlich, diese Forderung vom Mieter.
     
  8. Andres

    Andres
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    Das war zu erwarten, jedenfalls nicht ausdrücklich. Wie ist die Mietsache beschrieben? Gibt es da irgendwelche Hinweise darauf, wozu der Trog (nicht) gehört?

    Damit ist er schon einmal kein Sondereigentum.


    Wieso nimmst du ein Sondernutzungsrecht an? Das fällt nicht vom Himmel.


    Keine Sorge, das habe ich vor dem Posten nachgeschlagen: Balkontröge sind sondereigentumsfähig. Daher frage ich.


    Es ist ein weiteres Indiz. Gemeinschaftseigentum kann man ja nicht einfach mitvermieten ...

    Du hast natürlich recht, dass die Frage nach dem Sondereigentum nicht automatisch die Ausgangsfrage beantwortet - habe ich aber auch nie behauptet.


    Die Frage nach dem Zugang ist übrigens genauso ein Indiz: Nicht alles, was nur über die Mietsache erreichbar ist, wird automatisch Bestandteil. Nur weil das Dach nur über die DG-Wohnung zugänglich ist, ist das Dach noch lange nicht mitvermietet. :50:

    Die Wohnung könnte übrigens auch im EG sein.
     
  9. esterr

    esterr Gast

    Das stimmt. Das Haus hat mehrere Stockwerke, die Wohnung in Frage befindet sich im zweiten Stockwerk. Jedes Wohnzimmerfenster des Hauses hat einen Balkontrog.

    Die Mietsache wird durch die Wohnung (Abstellraum, Bad, Balkon, Dusche, Flure, Küche, Zimmer) samt Garagenstellplatznummer und den Stellplatz in der Tiefgarage beschrieben.

    Nein, obwohl jede Wohnung unter dem Wohnzimmerfenster einen Balkontrog hat, werden diese nirgendwo im Mietvertrag oder in der TE erwähnt. Jedoch gibt es für die Dachterrassen der Dachwohnungen ein Sondernutzungsrecht, da nur der jeweilige Bewohner zu diesen Zugang hat.

    Zum Sondernutzungsrecht der Dachterrassen steht folgendes im TE:

    Ist dies vergleichbar mit dem Balkontrog, welcher auch nur dem jeweiligen Bewohner zugänglich ist?
     
  10. Andres

    Andres
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    Nein, der Balkontrog ist keine Dachterasse.

    Ich kann aber - ganz unabhängig von der Frage nach dem Umfang der Mietsache - nicht erkennen, wo hier der Mangel sein soll. Das würde ich dem Mieter auch so mitteilen.
     
  11. esterr

    esterr Gast

    Der Mieter behauptet, er könne das Fenster nicht mehr öffnen und, dass er auf einige durch den Pollenflug bedingte Pflanzen allergisch sei. Das ist wahrscheinlich der "Mangel".
     
  12. Andres

    Andres
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    Das ist eher ein Mangel am Mieter als an der Mietsache.
     
  13. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    also im Anfangsthread stand da ja was von "Erde und Unkraut". Und wie normaler Weise üblich bei Balkonkästen, obliegt es dem Mieter was er da pflanzt oder eben nicht pflanzt.

    Mich würde ja immer noch interessieren, wie groß dieser Balkontrog ist :?
     
  14. esterr

    esterr Gast


    Stimme zu!

    Danke für die ausführliche Antwort !

    loht es sich noch dagegen zu wehren?
     
  15. esterr

    esterr Gast

    Es gibt nur Erde und Unkraut , Seit Mieter in der Wohnug einzieht. Mieter hat darin nicht gepflanzt.



    Der Betontrog ist ca. 2 m L x 30cm B x 50cm H .
     
  16. esterr

    esterr Gast

    Hallo,

    nochmal zu den Balkontrögen, in Protokoll von Eigentumversammlung steht " dass für deren Bepflanzung, ordnungsgemäße Instandhaltung, insbesondere auch im Hinblick auf möglicher Weise verstopfte Abläufe, die Eigentümer der jeweilifen Wohnungen zuständig sind."

    bedeutet es wenn die Wohnung vermitet wurde, dann ist der Mieter zuständig ?
     
  17. Andres

    Andres
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    Nicht alles, was in Protokollen steht, muss auch richtig sein. Ich will das jetzt nicht im Detail zerpflücken, weil es dir bei deinem Problem nicht hilft, aber diese Aussage ist in mehr als einer Hinsicht fragwürdig.


    Selbst wenn die Aussage im Protokoll richtig wäre, würde es das nicht bedeuten. Es bleibt dann nämlich immer noch die Frage, ob der Trog auch zur Mietsache gehört.


    Wie ich schon im allerersten Beitrag geschrieben habe: Egal wie die Verhältnisse sind, ist das nicht dein Problem. Selbst wenn der Trog zur Mietsache gehört: Die Erde war entweder schon zu Beginn da oder wurde vom Mieter eingebracht, also kein Mangel. Unkraut jäten ist keine Instandhaltung sondern eine Form des Gebrauchs der Mietsache wie z.B. Staubsaugen. Der Mieter kann das machen, wenn er will, aber er muss nicht - er muss nur mit dem Ergebnis leben.

    Allein die Tatsache, dass der Mieter hier den Inhalt des Troges nicht kurzerhand selbst entsorgt hat, zeigt mir schon, dass es nicht um eine konstruktive Lösung sonder nur ums Nörgeln geht. Dabei würde ich nicht mitmachen: klare Ansage, Thema erledigt.
     
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