Wer übernimmt Mietausfall bei Wasserschaden

Diskutiere Wer übernimmt Mietausfall bei Wasserschaden im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, ich bin Eigentümer einer Wohnung in einer WEG im 18. OG. Zwei Etagen über meiner Wohnung ereignete sich ein Wasserschaden. Die...

  1. MarQi

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    Hallo zusammen,
    ich bin Eigentümer einer Wohnung in einer WEG im 18. OG. Zwei Etagen über meiner Wohnung ereignete sich ein Wasserschaden. Die Hausverwaltung hat daraufhin eine Firma beauftragt. Da ein Versorgungsschacht betroffen war, hat die Firma die Küchen im 19.OG und im 18.OG komplett gesperrt, den Versorgungsschacht geöffnet und Trockungsgeräte aufgestellt. Aufgrund von Schadstoffen durfte die Küche nicht betreten werden. Mein Mieter hat für diese Zeit (vier Wochen) die Miete um 100% gemindert. Wer haftet für den Mietausfall? Muss die Versicherung das auch übernehmen oder kann ich das von der Gemeinschaft verlangen? Bislang weigert sich die Versicherung und behauptet, dass sei keine Leistung ihrerseits.
     
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  3. #2 immobiliensammler, 12.03.2019
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    Was ist denn genau versichert? Das muss Dir die Hausverwaltung ja sagen können!
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 12.03.2019
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    Wenn Mietausfall nicht versichert ist, zahlt das keine Versicherung. Was abgeckt ist und was nicht steht in den Versicherungsverträgen.

    Wenn die Eigentümergemeinschaft den Schaden nicht verursacht hat, warum sollte sie dann dafür haften?
    Verlangen kannst du das, wie erfolgreich, naja... besser nicht drüber reden.

    Abhängig vom Baujahr, kann das noch unter Gewährleistung der Handwerker laufen. Vorausgesetzt da wurde wirklich Murks gemacht und das ist auch nachweisbar.

    Mietausfall gehört zum unternehmerischen Risiko eines Vermieters. Es gibt Versicherungen, die auch Mietausfall für Vermieter unter bestimmten Bedingungen abdecken. Hast du eine solche Versicherung?
     
  5. #4 immobiliensammler, 12.03.2019
    immobiliensammler

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    Natürlich kannst Du den Mietausfall vom Verursacher ersetzt verlangen, sofern der den Wasserschaden auch schuldhaft verursacht hat (z.B. die übergelaufene Badewanne etc.)
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 12.03.2019
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    Naja "Versorgungsschacht betroffen" klingt nicht wirklich nach Bewohner hat, wie auch immer, den Schaden verursacht.
    Aber diese Schächte sollen ja auch schon mal angebohrt worden sein...
     
  7. Andres

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    Auch die Gemeinschaft könnte ein Verschulden treffen, z.B. wenn es sich einen Folgeschaden von unterlassener Schadensbeseitigung an Gemeinschaftseigentum handelt. Letztendlich ist das aber alles Kaffeesatzleserei - ein Fremdverschulden ist aus der Frage nicht im Ansatz zu erkennen.

    Vielleicht kann man es so zusammenfassen:
    • Eine Gebäudeversicherung würde das meist übernehmen, falls Leitungswasserschäden versichert sind. Das ist zwar wünschenswert, aber nicht selbstverständlich. Das klärt man über den Versicherungsvertrag.
    • Sofern jemand den Schaden schuldhaft verursacht hat, haftet derjenige. Das könnte ein Mieter, ein anderer Eigentümer, die Gemeinschaft oder sonst jemand sein - aber im Moment fehlen dafür jegliche Anhaltspunkte.
    • Zuletzt bleibt die Möglichkeit, dass sich hier schlicht ein Teil des wirtschaftlichen Risikos des Vermieters realisiert hat: Die Mietsache hat einen Mangel, für den niemand "verantwortlich" gemacht werden kann. Der Vermieter trägt den Schaden.
     
  8. MarQi

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    Danke für die Antworten.

    Dann frage ich mal bei der Hausverwaltung nach, wie das im Versicherungsvertrag geregelt ist. Habe ich einen Anspruch darauf diesen einzusehen?

    Ich selbst habe keine eigene Versicherung. Bin zwar auch Eigentümer eines MFHs in dem ich auch mal einen Wasserschaden hatte mit Mietminderung und da hatte das die Versicherung anstandslos gezahlt daher bin ich jetzt etwas über den Zirkus verwundert bzw kann man der Hausverwaltung vorwerfen, dass sie einen schlechten Vertrag abgeschlossen hat?

    Das Haus ist von 1974 da ist nichts mehr mit Gewährleistung.

    Naja ich ich wurde ja von der Gemeimschaft „gezwungen“ meine Wohnung zu räumen. Also mir leuchtet es schon ein, dass ich Maßnahmen zur Reparatur am Gemeinschaftseigentum dulden muss, dachte vielleicht dass die Gemeinschaft dafür auch „haftet.“
     
  9. Andres

    Andres
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    Ja, so wie alle Unterlagen der Verwaltung.


    Vielleicht warten wir einfach mal ab, was im Vertrag steht.
     
  10. MarQi

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    Ein Großteil des mietausfalls wurde inzwischen erstattet. Nicht erstattet wurde die Vorauszahlung für die Heizung, da „bei der Erstattung können nur die fortlaufenden Kosten berücksichtigt werden. Die Vorauszahlung für die wärmeversorgung wird daher nicht erstattet.“
     
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  11. Andres

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    Ob das rechtlicher Nachprüfung wohl standhalten würde, möchte ich doch bezweifeln.
     
  12. MarQi

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    Das kommt mir auch total komisch vor. Vor allem die Begründung. Die Vorauszahlung für die Heizung sind ja genauso fortlaufend wie alle anderen auch...
     
  13. #12 immobiliensammler, 27.03.2019
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    Ich verstehe es so, dass die Versicherung die laufende Vorauszahlung nicht übernimmt, da es später ja evtl. eine Erstattung gibt. Vielleicht soll das bedeuten, dass die Versicherung erst erstattet wenn die Endabrechnung vorliegt.
     
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  14. #13 C. M. Burns, 18.04.2019
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    Ich empfehle die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Versicherung nach Mietausfällen zu prüfen. Dort sollte genau aufgelistet sein, welche Ausfälle übernommen werden. In der Regel kann man dann auch direkt bei der Versicherung anrufen und fragen, wie das tatsächliche Vorgehen vom Schaden bis zur Erstattung abläuft. Ich meine vor kurzen erst in den AGBs gelesen zu haben, dass der Mietausfall aufgrund eines Schadens entstanden sein muss, der versichert ist. Ebenfalls muss der Mietausfall auch mietrechtlich einwandfrei seitens des Mieters angezeigt worden sein.
     
  15. dots

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    Eine Mietminderung (meinst du das mit "Mietausfall"?) muss nicht angezeigt werden.
    Schon gar nicht vom Mieter, und schon garnicher mietrechtlich.
    Egal, ob ein-, zwei- oder mehrwandfrei.
     
  16. #15 immobiliensammler, 18.04.2019
    immobiliensammler

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    Ich kenne keinen Versicherungsvertrag, bei dem auf irgendwelche AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) verwiesen wird. Meinst Du vielleicht die AVB (Allgemeine Versicherungsbedingungen)?
     
  17. MarQi

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    Update: Versicherung hat nach ein wenig Hin und Her nun "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" auch die Heizkostenvorauszahlung erstattet.
     
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  18. #17 ehrenwertes Haus, 12.05.2019
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  19. C. M. Burns

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    Danke für die Korrektur, wirklich, vielen vielen vielen Dank, du bist der beste
    Frag mal den Sammler, in den AVBs steht meistens, dass die zu erstattende Mietausfall berechtigt sein muss und auch vom Mieter eingefordert werden musste. Sonst würde die Versicherung einen Mietausfall erstatten der 1. unbegründet und 2. gar nicht geltend gemacht wurde.
     
  20. dots

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    Jajajaja ...
    Ich bleibe dabei, auch wenn du das nicht verstanden hast:
     
  21. Papabär

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    Können wir uns darauf einigen, dass die Höhe des Geldeingangs beim Vermieter i.V.m. einem dem Vermieter bekannten Mangel einer Anzeige gleichkommt?

    Ich bin mir zwar gerade nicht zu 100% sicher, aber ich meine sogar, dass die Minderung zumindest im Verwendungszweck der Mietzahlung dargestellt sein müsse. Da war mal was ...
     
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