Wer weiß, welche Immobilien ich besitze?

Diskutiere Wer weiß, welche Immobilien ich besitze? im Was nicht passt - der Small-Talk Forum im Bereich Off-Topic; Gibt es eigentlich eine staatliche Behörde die "auf Knopfdruck" sehen kann, welche Immobilien ich besitze und welche ich davon selber nutze bzw....

  1. #1 Immofan, 27.09.2018
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    Gibt es eigentlich eine staatliche Behörde die "auf Knopfdruck" sehen kann, welche Immobilien ich besitze und welche ich davon selber nutze bzw. vermiete?

    Die Grundbuchämter sind doch alle nach Bundesländern und Landkreisen aufgeteilt, ebenso wie die Finanzämter, oder?
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Es kann niemand wissen oder sehen, was du vermietest.

    Solange der Mieter nichts "ausplaudert" und du selbst dicht hältst, wird niemand davon erfahren - woher auch?
    Mietverträge werden nicht (wie Immobilienkaufverträge) beim/vom Notar abgeschlossen/beurkundet. Es weiß - außer den beiden Vertragspartnern - niemand davon.

    Aber irgendwann wirst du vielleicht mal in deiner Steuererklärung angeben (wollen), was du vermietest - und dann weiß das Finanzamt plötzlich davon.
     
  4. #3 immobiliensammler, 27.09.2018
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    Auf Anhieb fällt mir auch nur das Finanzamt ein, da da ja alle Infos zu Immobilien-Transaktionen zusammenlaufen. War glaube ich letzte Woche Thema in einer TV-Reportage zur organisierten Kriminalität (im Zusammenhang mit Geldwäsche), dass es eben kein zentrales Register dazu gibt.
     
  5. Andres

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    Solche Informationen sind höchstens indirekt zu gewinnen, indem man mehrere Register und Informationsquellen zusammenzieht. Irgendwo zwischen Grundbuch, Melderegister, Finanzamt und den Kundendatenbanken von Versorgern und Post versteckt sich dieser Zusammenhang. Ein aktueller Zensus würde das vielleicht vereinfachen. Der nächste Lauschangriff auf die persönlichen Lebensverhältnisse soll 2021 stattfinden ...
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 27.09.2018
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    Die von dir genannten Stellen tauschen sich aber teilweise ganz gut untereinander aus.

    Die ehemalige GEZ und Versicherungen sind auch ab und an gute "Plaudertaschen".

    Ich vermute, dass der GEZ-Nachfolger die umfassendste Übersicht hat, Wem welche Wohnung(en) zuzuordnen sind, sowohl als Eigentümer als auch Besitzer.
     
  7. #6 Immofan, 27.09.2018
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    Die Frage ist dann aber auch, ob die entsprechenden Stellen ihre Daten zusammenführen und auswerten dürfen. Also zumindest offiziell.

    Wozu zum Beispiel bräuchte die GEZ meine Kontaktdaten als Vermieter, wenn ich nicht gleichzeitig einen Kabel- oder Satellitenanschluss vermiete? Ich nehme an, dass ich ein Recht auf Löschung meiner Daten für diese Wohnungen habe, wenn ich nicht selbst dort wohne.

    Das Finanzamt ja, das erfährt natürlich von allen vermieteten Einheiten. Wenn die nicht vermietet sind und keine Kosten entstehen, dann aber auch nicht, oder?

    Das beste Bild könnten die Gemeinden per Grundsteuerberechnung haben, wenn sie denn Ihre Daten zusammenführen würden. Soweit ist es aber auch noch nicht, soweit ich weiß. Zumindest nicht bundesweit.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 27.09.2018
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    Mich haben die Gebührenabzocker vor einer Weile angeschrieben wegen einer Leerstandswohnung und wollten abkassieren mit der Begründung Zweitwohnung bis zur Neuvermietung.
    Ich habe denen nie mitgeteilt welche Immos meine sind, außer meinem Wohnsitz.
     
  9. dots

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    Woher sollte das Finanzamt von der Vermietung erfahren, wenn du (als Vermieter) das nicht in der Steuererklärung angibst?
     
  10. #9 Immofan, 27.09.2018
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    Da müsste man mit Hinweis auf die Datenschutzgrundverordnung einen Riegel vorschieben können. Soweit ich weiß, handelt es sich schließlich nicht um eine gesetzliche Aufgabe Gebühren einzutreiben.

    Ich gehe mal davon aus, dass hier alle ihre Einnahmen korrekt angeben. Abgesehen davon, weiß das Finanzamt sich eh zu helfen, wenn es den Verdacht hegt, dass gemauschelt wird.
     
  11. Pitty

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    Hier in Berlin bei den arabischen Familien hat das BKA in Kleinstarbeit die Immos der Familien raus bekommen. So eindeutig sind die nicht vernetzt.

    Gemeinden ja wegen der Grundsteuer, aber danach hört es auch schon auf.
     
  12. #11 immobiliensammler, 27.09.2018
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    Doch, da ja bei jedem Immobiliengeschäft vom Notar eine Kopie ans Finanzamt geht (zwecks Festsetzung Grunderwerbsteuer) und ich könnte mir schon vorstellen, dass da Meldungen an Käufer und Verkäufer gehen (sofern Steuerinländer)
     
  13. dots

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    Dann weiß das Finanzamt, dass ich ein Haus gekauft habe. Ja und? Das heißt noch lange nicht, dass das vermietet ist oder wird, und schon gar nicht, dass ich das vermiete(-- werde).

    Außerdem fällt mir gerade auf, dass die Frage auf Besitz (und nicht auf Vermietung) bezogen war. Damit sind meine Beiträge hier total am Thema vorbei, sorry.
     
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  14. Duncan

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    Hm - bei mir haben sie einfach nachgefragt was ich mit der Immobilie beabsichtige zu tun...
     
  15. #14 Pitty, 27.09.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.09.2018
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    Bei mir auch. Sie haben auch gleich eine Liste mitgeschickt wo ich die Höh3 der Einnahmen dokumentieren konnte.

    So kam bestimmt die Gegenkontrolle ob der Voreigentümer richtig die Steuer angegeben hat.
     
  16. #15 immodream, 27.09.2018
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    Hallo,
    unser zuständiges Finanzamt hat nach einem Immobilienkauf noch nie etwas nachgefragt.
    Ich habe bei jedem Objekt immer artig die Grunderwerbssteuer bezahlt und bei der nächsten Steuererklärung die Anlage V ausgefüllt.
    Vollkommen ohne Probleme.
    Grüße
    Immodream
     
  17. #16 immobiliensammler, 27.09.2018
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    dito!
    Ich könnte mir vorstellen dass beim Kauf eine Kontrollmitteilung vom für die Grunderwerbsteuer zuständigen Finanzamt an die Finanzämter von Käufer und Verkäufer geht. Wenn dann im nächsten Jahr beim Käufer eine zusätzliche Anlage V auftaucht ist alles klar, ansonsten wird eben nachgefragt.
     
  18. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Das war bei uns nach 2 Monaten nach dem Kauf.Berlin ist halt anders.
     
  19. Nic92

    Nic92 Neuer Benutzer

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    Selbe Frage hatte ich erst kürzlich einem Bekannten der beim Finanzamt arbeitet, gestellt. Wie Andreas schon meinte, geht das nur indirekt über versteuerte Mieteinnahmen und hängt natürlich davon inwieweit die Behörden persönlich kommunizieren. Aber i.d.R. interessiert das bei Person X niemand.
     
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  20. #19 taxpert, 08.10.2018
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    Notare und Gerichte sind verpflichtet eine sogenannte Veräußerungsanzeige nach §18 GrEStG zu fertigen. Dieser Vordruck geht in vier-facher Ausfertigung an das FA. Eine Ausfertigung an die Stelle, die für die GrESt zuständig ist, eine Ausfertigung an die zuständige Bewertungsstelle, damit die entsprechende Zurechnungsfortschreibung erfolgt und je eine Ausfertigung an die Stellen, die für die Veranlagung des bisherigen und des neuen Eigentümers zuständig sind!

    Solange die Stellen alle in einem FA sind, ist das Ganze unproblematisch. Es können aber auch vier unterschiedliche Ämter betroffen sein, ggf. sogar in verschiedenen Bundesländern (Finanzverwaltung ist Ländersache!). Ob und in wie weit da ein Versand immer zuverlässig erfolgt, kann dahin gestellt bleiben. Mir sind in den letzten 20 Jahren am ehesten die Berliner Ämter negativ (sprich schlampig) aufgefallen.

    Seit etwa 2 Jahren werden alle Grundstücke, egal ob selber- oder fremdgenutzt oder gar nicht genutzt (was immer das sein mag!), in den sog. FND elektronisch erfasst. Von daher sollte der Bearbeiter der ESt "auf Knopfdruck" einen genauen Überblick über die im Eigentum stehenden Grundstücke haben, da eigentlich alle Grundstücke mittlerweile manuell erfasst sein sollten! Vor der elektronischen Erfassung wurde die Veräußerungsanzeige (und auch der EW-Bescheid, den die Veranlagung eigentlich bekommen sollte!) in der sog. DU-Akte abgelegt, die nie ausgereiht wurde! Leider wurden aber gelegentlich auch steuerlich unerhebliche Grundstücke (z.B. unentgeltliche Vermietung an Kinder) nicht in der DU-Akte abgelegt, sondern in der laufenden Steuerakte im Jahr des Erwerbs. Diese sind dann eben mit ausgereiht worden und nach 11 Jahren auch geschreddert! Es kann daher durchaus sein, dass einzelne Grundstücke in den FND's nicht erfasst sind!

    Es besteht keine bundeseinheitliche Datenbank über Grundstücke seitens des FA. Der Bearbeiter kann, zumindest bei uns in Bayern, aber eine landesweite Abfrage nach EW's machen.

    Grundsätzlich sollte bei jedem neu erworbenen Grundstück die Verwendung nachgefragt werden, denn es kann ja grundsätzlich zu einer Erhöhung oder Minderung der ESt-VZ kommen! Vor 20 Jahren wurde automatisch auch die Finanzierung nachgefragt (unter anderem wegen §29 EStDV!).

    @Pitty: Nein, nicht zur "Kontrolle" des vorherigen Besitzers, sondern um die ESt-VZ ggf. anpassen zu können!

    taxpert
     
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  21. #20 Immofan, 08.10.2018
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