Wer zahlt Betriebskosten für Whg. ohne Eigentümer?

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Skygirl237, 23.02.2009.

  1. #1 Skygirl237, 23.02.2009
    Skygirl237

    Skygirl237 Erfahrener Benutzer

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    Hallo liebe Forumnutzer :wink, hier gleich mal ein paar Eckdaten bevor ich zu meiner Frage komme.
    Es handelt sich um ein Ojekt mit 12 Eigentumswohungen; 11 davon werden durch die Eigentümer selbst bewohnt oder sind eben vermietet.
    Eine Wohnung steht nun 2005 leer (nach Todesfall) und noch immer läuft die Erbensuche über das Amtsgericht.
    Nun ist aber das Problem, durch die nun mittlerweile so lange Dauer von 4 Jahren, sind für diese Wohnung verbrauchsunabhängige Betriebskosten angefallen (Versicherung, Grundsteuer, Verwaltergebühren u.a.) und nun hat sich nach 4 Jahren schon ein Betrag von über 1000 € zusammengesammelt und die WEG hat langsam Schwierigkeiten laufende Abschläge zu zahlen bzw. musste bereits eine Einlage vom Rücklage- auf das Betriebskostenkonto verbucht werden, und das Rücklagegeld ist ja eigentlich nur für bauliche Veränderungen/Instandhaltungen etc. zu verwenden.
    Da noch immer keine Erben in Sicht sind und somit auch niemand, der den Betrag von ü1000€ zahlen kann, muss nun dringend irgendwo das Geld her. (Übrigens der Nachlass ist überschuldet, da ist nichts zu holen!)
    [B]Können die für die leere Wohnung angefallenen Betriebskosten erstmal auf die übrige WEG aufgeteilt werden und sind diese von denen zu begleichen?[/B]
    Jeder Eigentümer würde dann nach m² einen gewissen Teil erstmal zahlen müssen und wenn nie Erben gefunden werden (oder die zahlungsunfähig sind), sehen sie ihr Geld nicht wieder.....was wir nicht hoffen!
    Denn es sind ja nunmal angefallene Betriebskosten, die ich als Verwalter umzulegen habe.....und die nicht durch das Rücklagekonto finanziert werden können.
    Oder kann auch ein Beschluss gefasst werden, dass dies vorübergehend aus dem Rücklagekonto bezahlt werden kann? Aber in der Gemeinschaftsordnung des Objektes steht halt, dass dieses Geld nur für die Instandhaltung/Instandsetzung des gemeinschaftlichem Eigentums zu verwenden ist und da dies ja eine Vereinabrung ist, ist diese ja nicht abdingbar, noar?
    Ich weiss einfach nicht, wo das Geld herkommen soll und dabei fehlt es eben dringend. Und allein durch das Anheben der Abschläge ist dies nicht zu bewältigen, da ja schon heute die über 1000€ fehlen.
    Kann demnach die fehlende Summe auf die übrige WEG aufgeteilt werden?
    Vlg skygirl237
     
  2. AdMan

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  3. Capo

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    Es gibt also doch einen eigentümer. Er ist eben tot. Es muss aber einen gesetzlichen Vertreter geben und wenn es das AG ist oder ein Betruer vom AG bestellt. Stichwort: Nachlaßverwalter. Von diesem sind die Forderungen anzufordern.
     
  4. #3 Skygirl237, 24.02.2009
    Skygirl237

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    Hallo, ja klar gibts nen Nachlassverwalter aber der Nachlass ist überschuldet...er kann uns keinen cent zahlen und somit hilft uns dies nicht weiter....kann der außenstehende Betriebskostenbetrag auf alle übrigen Eigentümer aufgeteilt werden oder nicht?????
    Selbst wenns nen Erben bzw. Eigentümer für die Wohnung gäbe, wenn der nichts hat und nichts zahlen kann? Dann sind da noch immer die fehlenden Kosten...........!
    VlG skygirl237
     
  5. #4 Vermieterheini1, 03.06.2009
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    Hallo Skygirl237,

    solange niemand gefunden wird, der für die Eigentumswohnung des Verstorbenen das Hausgeld bezahlt, müssen die übrigen 11 WEG-Miteigentümer den Betrag anteilig übernehmen. Hierbei sind genau die Verteilerschlüssel anzuwenden die in der Teilungserklärung stehen bzw. von der WEG-Eigentümerversammlung festgelegt wurden.

    Wer ist denn der WEG-Verwalter?
    Weis der denn nicht was nach dem Gesetz zu tun ist?
    Im Jahr des Ablebens hätte der WEG-Verwalter (nachdem man absehen konnte, dass nicht so schnell für die Eigentumswohnung des Vertorbenen ein Zahlender gefunden wird) eine Sonderumlage zur Beschlußfassung auf der WEG-Eigentümerversammlung vorschlagen müssen.
    Für alle weiteren Jahre (= Abrechnungsperioden ab 2006) hätte der WEG-Verwalter das Hausgeld für die übrigen 11 WEG-Miteigentümer so hoch vorschlagen müssen, dass in der Summe der 11 so getan wird, als würden 12 Eigentumswohnung zahlen. (Siehe der erste Absatz).

    Des weiteren hätte der WEG-Verwalter (nachdem man absehen konnte, dass nicht so schnell für die Eigentumswohnung des Vertorbenen ein Zahlender gefunden wird) alles Sinnvolle der WEG-Eigentümerversammlung vorschlagen müssen, damit die Rückstände eingetrieben werden oder zumindest nicht unendlich weiterwachsen.
    Hier kommt meiner Meinung nach nur die Zwangsversteigerung in Frage.
    Die Einschaltung eine erfahrenen Fach-Anwaltes ist hier unerlässlich.

    Die Entnahme von Geld aus den Instandhaltungsrücklagen für nicht richtige verteilte Hausgelder bzw. unterlassene Sonderumlage ist nicht zulässig.

    Wohlgemerkt der WEG-Verwalter muss das alles VORSCHLAGEN. Wie die WEG-Eigentümerversammlung dann abstimmt ist deren Sache.
    Der WEG-Verwalter ist nicht der Vormund der WEG-Miteigentümer!
     
  6. #5 Schoschok, 08.04.2015
    Schoschok

    Schoschok Gast

    Verkauf

    Hi,

    wenn kein Erbe ermittelt werden kann, erbt der Staat. Die Wohnung wird dann vom Nachlassverwalter verkauft um offene Forderungen zu bezahlen.

    Der neue Eigentümer (Käufer der Whg) hat dann für künftige Kosten im Zusammenhang mit der Whg aufzukommen.

    VG
    Schoschok
     
  7. Andres

    Andres
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    Gut, dass das nach 6 Jahren noch jemand aufklären konnte!
     
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