Werbungskosten

Diskutiere Werbungskosten im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo an alle. Ich bin neu hier und euer Forum gefällt mir sehr gut. Ich bin Vermieter von mehreren Wohnungen. Da ich dieses Jahr...

  1. Renee

    Renee Neuer Benutzer

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    Hallo an alle.
    Ich bin neu hier und euer Forum gefällt mir sehr gut.
    Ich bin Vermieter von mehreren Wohnungen.

    Da ich dieses Jahr außerordentliche Einkünfte hatte, möchte ich nach Möglichkeiten suchen, noch im Dezember die Kosten für 2014 zu erhöhen.

    Wie sieht es mit Vorrauszahlungen für 2015 aus ?
    Grundsteuer, Hausgeld an den Hausverwalter, Gebäudeversicherung etc.
    Könnte ich durch Überweisung im Dezember die Werbungskosten für 2014 dadurch erhöhen.


    Gruesse Renee
     
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  3. Andres

    Andres
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    Der frühe Vogel ... - ist jetzt nur noch schwer zu ändern. Es wäre besser gewesen, rechtzeitig im Jahr noch Geld auszugeben, z.B. geplante Instandhaltungen vorzuziehen. Steuern sparen hat fast immer etwas mit Planung zu tun.


    Zunächst einmal müsstest du dein Gegenüber dazu bewegen, dir dafür eine Rechnung zu schreiben. Ich bin mal so mutig zu behaupten, dass das bei diesen Positionen nicht passieren wird. Würdest du die Grundsteuer für das Folgejahr einfach so schon jetzt überweisen, dürfte das FA bezweifeln, dass diese Ausgabe notwendig war. (Und im nächsten Jahr wird dir die Ausgabe auch bezweifelt, weil sie im Veranlagungszeitraum nicht deinem Vermögen abgeflossen sein soll - aber das soll für den Moment nicht das Thema sein.)

    Selbst wenn dir der Hausverwalter jetzt schon das Hausgeld für 2015 fällig stellen würde, gäbe es noch einen weiteren Fallstrick, nämlich die 10-Tage-Regel: Die genannten Kostenpositionen sind wiederkehrende Ausgaben. Bei Bezahlung innerhalb von 10 Tagen vor oder nach dem Ende des Kalenderjahrs, werden sie dem Jahr zugerechnet, zu dem sie wirtschaftlich gehören, d.h. nach Leistungsprinzip statt nach Abflussprinzip. Faktisch hast du also nur noch zwei Wochen Zeit für deinen Plan.


    Sofern es Maßnahmen gibt, die sich noch dieses Jahr durchführen und abrechnen lassen, kannst du so noch ein paar Ausgaben anhäufen. Erhaltungsaufwand, der dieses Jahr angefallen ist, sollte nicht verteilt werden. Keine großen Erleichterungen, aber besser als nichts ...
     
  4. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Nächstes Jahr solltest Du besser planen. Was hast Du Einnahmen, was kannst Du ausgeben.

    Doppelte Grundstückssteuer wird Dir das Finanzamt raus schmeißen, weil es nicht im Veranlagungszeitraum gezahlt wurde.
     
  5. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    @Renee
    Die von Dir genannten Posten fallen doch finanztechnisch nicht unter Werbungskosten - diese sind normalerweise Peanuts.

    Instandhaltungen/Investitionen wären das richtge Stichwort gewesen.
    Aber ich glaube auch, in deinem Fall ist es hierfür zu spät.

    Und wie ich es verstanden habe - um das Finanzamt zu umgehen - müsste man grob gesagt - die Ausgaben den Einnahmen gleichsetzen = Unsinn. Dann lieber einen Obulus an das FA.
     
  6. Andres

    Andres
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    Doch.


    Allerdings Unsinn. Ich bin immer wieder fasziniert, wie manche Leute selbst die absoluten Grundzüge des Steuerwesens (ich meine jetzt nicht die legendäre deutsche Gründlichkeit, sondern wirklich die Basics) nicht verstehen wollen. Aufgrund der Progression ist es selbstverständlich sinnvoll, Ausgaben möglichst in Jahren ansetzen zu können, in denen man besonders viele Einnahmen hatte, um insgesamt über die Jahre einen möglichst gleichmäßigen Überschuss zu erzielen. Der Überschuss ist die Grundlage der Besteuerung.

    Das bedeutet nicht, dass man immer Ausgaben in Höhe der Einnahmen haben sollte, obwohl es natürlich steuerlich der Idealfall wäre. Eigentlich hat das aber auch gar niemand behauptet ...
     
  7. #6 Lierose, 23.12.2014
    Lierose

    Lierose Neuer Benutzer

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    Hi @ Renee.

    Wenn man meistens zu spät mit der Steuererklärung dran ist, ist es ratsam, sich von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein unterstützen zu lassen. Dadurch liegen die Fristen nochmal anders, zudem hat man dann die Kalkulation, was Ausgaben und Einnahmen betrifft, vielleicht besser im Blick.

    MfG,
    Lierose
     
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