Werteverlust von Immobilie

Diskutiere Werteverlust von Immobilie im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Ich habe eine Frage: Wenn meine Immobilie an Wert verliert, sagen wir von 200.000€ auf 150.000€. Wird die Bank dann meine Immobilie...

Dario1234

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Ich habe eine Frage: Wenn meine Immobilie an Wert verliert, sagen wir von 200.000€ auf 150.000€. Wird die Bank dann meine Immobilie zwangsversteigern, obwohl ich meinen Kredit noch monatlich ganz normal abbezahlen kann?
 
GSR600

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Wieso sollte die Bank das tun so lange die Raten bezahlt werden?
 
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Ich habe eine Frage: Wenn meine Immobilie an Wert verliert, sagen wir von 200.000€ auf 150.000€. Wird die Bank dann meine Immobilie zwangsversteigern, obwohl ich meinen Kredit noch monatlich ganz normal abbezahlen kann?

Im Endergebnis schon! Die Bank kann dann eine Nachbesicherung fordern, wenn Du dem nicht nachkommen kannst könnte das Ganze in der Zwangsversteigerung enden! Die Bedingungen für die Nachbesicherung sind entweder im Kreditvertrag oder in den AGB der Bank geregelt.
 

Tinnitus

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Wieso sollte die Bank das tun so lange die Raten bezahlt werden?
Collateral Management. Wenn der Wert des hinterlegten Collaterals den Threshold unterschreitet, fordert die Bank einen Margin Call in Höhe des Minimum Transfer Amount, damit im Falle des Defaults des Kontrahenten möglichst kein Verlust entstehen kann. :wie
 
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Wieso sollte die Bank das tun so lange die Raten bezahlt werden?

Weil sie im Rahmen des Risikomanagements das Engagement mit entsprechend mehr Eigenkapital hinterlegen muss je risikobehafteter es ist. Insofern wird die Bank natürlich versuchen, hier die Sicherheiten zu erhöhen um dies zu vermeiden. Rechtsgrundlage ist § 490 I BGB
 

Ferdl

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Wobei die Frage bleibt warum die Bank eine Neubewertung durchführen sollte.
Anders sieht es bei der Anschlussfinanzierung aus, da kann ein massiver Wertverfall dem Hausbesitzer wirtschaftlich das Genick brechen.
 
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Wobei die Frage bleibt warum die Bank eine Neubewertung durchführen sollte.

Ich denke auch nicht, dass die Bank das so aus Spaß macht, außerdem müssen da ja wirklich gravierende Wertverluste eintreten, die Bank hat vorher schon einen Risikoabschlag vorgenommen.

Andererseits muss die Bank der Bafin halt ein Risikomanagement nachweisen dass diese dann auch überprüfen kann.

Nehmen wir mal als wie bei mir üblich überzeichnetes Beispiel: Die Regionalbank von Hintertupfingen hat im Ort jede Menge Grundstücke beliehen, oft bis zur Beleihungsgrenze. Jetzt entsteht dort eine beliebige dreck- oder lärmverursachende Industrieanlage, d.h. die Wohnimmobilien werden massiv an Wert verlieren. Dann halte ich es schon für möglich, dass die Bank hier eine Neubewertung durchführen muss.

Könnte man analog sehen, wenn jetzt erwiesenermaßen eine Immobilieblase platzt und in gewissen Städten die Marktpreise um sagen wir mindestens 30 % nach unten gehen. Durchaus möglich dass die Bafin dann von allen betroffenen Banken eine Neubewertung verlangt.
 

Tinnitus

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Ganz allgemein bewerten Banken ihr Exposure automatisiert täglich (auch wenn sich die Werte ggf. nicht oder nur geringfügig ändern), für einige Risiken und Linienauslastungen sogar in Echtzeit.
 

Ich-bin-es

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Im allgemeinen ist es eher andersrum. Man hat schon eine Menge abbezahlt und die Bank hat immer noch die ursprünglich vereinbarte Sicherheit.
 
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Im allgemeinen ist es eher andersrum. Man hat schon eine Menge abbezahlt und die Bank hat immer noch die ursprünglich vereinbarte Sicherheit.

Richtig, bei entsprechenden Tilgungssätzen tritt das Problem faktisch nicht auf! Wenn man aber nur 1 % p.A. tilgt und der Immobilienmarkt kurz nach Darlehensvergabe einbricht kann das durchaus zum Problem werden.
 

Wellensittich

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Ich denke auch nicht, dass die Bank das so aus Spaß macht, außerdem müssen da ja wirklich gravierende Wertverluste eintreten, die Bank hat vorher schon einen Risikoabschlag vorgenommen.

Andererseits muss die Bank der Bafin halt ein Risikomanagement nachweisen dass diese dann auch überprüfen kann.

Nehmen wir mal als wie bei mir üblich überzeichnetes Beispiel: Die Regionalbank von Hintertupfingen hat im Ort jede Menge Grundstücke beliehen, oft bis zur Beleihungsgrenze. Jetzt entsteht dort eine beliebige dreck- oder lärmverursachende Industrieanlage, d.h. die Wohnimmobilien werden massiv an Wert verlieren. Dann halte ich es schon für möglich, dass die Bank hier eine Neubewertung durchführen muss.

Könnte man analog sehen, wenn jetzt erwiesenermaßen eine Immobilieblase platzt und in gewissen Städten die Marktpreise um sagen wir mindestens 30 % nach unten gehen. Durchaus möglich dass die Bafin dann von allen betroffenen Banken eine Neubewertung verlangt.
Naja, dann wird die EZB die Gelddrucker wieder laufen lassen… Bzw auf den Turbo drücken.
Und schon sind alle Immobilienbesitzer Multimillionäre und die Banken gerettet.
 
Flat.com

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Richtig, bei entsprechenden Tilgungssätzen tritt das Problem faktisch nicht auf! Wenn man aber nur 1 % p.A. tilgt und der Immobilienmarkt kurz nach Darlehensvergabe einbricht kann das durchaus zum Problem werden.
Zumeist werden 2% Tilgung gefordert. Dabei sehe ich keine Probleme einer Nachbesicherungsforderung.
Zur Not Sondertilgung oder andere Sicherheiten nachschieben.

Ich habe meine Bank damals gefragt, innerhalb der Zinsfestschreibung machen die sowas nicht, aber kommt auf den Vertrag an.
 
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