Wertsicherungsklausel - Indexmiete in Folgejahren

Diskutiere Wertsicherungsklausel - Indexmiete in Folgejahren im Mietvertrag über Gewerberäume Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo zusammen! Als Neumitglied habe ich mal eine generelle Frage zum Thema Wertsicherungsklausel im Bereich der gewerblichen Vermietung: Es...

  1. #1 gpmh-ger, 08.10.2018
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    Hallo zusammen!

    Als Neumitglied habe ich mal eine generelle Frage zum Thema Wertsicherungsklausel im Bereich der gewerblichen Vermietung:

    Es handelt sich um einen Altvertrag aus 2007, bei dem im Jahr 2013 eine Mietanpassung entsprechend der vertraglichen Vereinbarung gezogen wurde. Der Rahmenvertrag sagt bei einer Indexveränderung von >10% eine Mietänderung von 75% der Indexveränderung zu.

    Im vergangenen Fall also: Index 2007 = 96,3 Pkt. -> Index 2013 = 106,1 Pkt. -> Veränderung 9,8 Pkt. bzw. 10,18% x 75% = neue Mietforderung (Basis 2010 = 100).

    Nun meine Frage: bei künftigen Anpassungen ergeben sich meiner Meinung nach 2 Möglichkeiten

    -als neue Basis wäre die Veränderung zwischen der aktuellen Mietforderung (Indexbasis 2013) und der gegenwärtigen (2018) zu betrachten (in dem Fall 5,28% = keine neue Anpassung)

    oder

    -als neue Basis wäre die Veränderung zwischen der Basis 2010 (=100) und des gegenwärtigen Indexes (2018 = +11,48%) zu betrachten (in dem Fall erfolgt eine Anpassung der Miete), jedoch nur um den Wert der Veränderung zwischen der gegenwärtigen Miete (Basis Index 2013) und der "neuen" Miete (Index 2018) -> +5,28% * 75% = Veränderung.

    Für konstruktive Meinungen zu diesem Thema wäre ich Euch dankbar!
     
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  3. Andres

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    Wie immer ist die genaue (und das heißt: wörtliche) Formulierung interessant. Welche der beiden Varianten es wird, könnte ein einziges Wort in dieser Formulierung entscheiden. Im Moment tendiere ich zu dieser Berechnung:

    Das Wort "Basis" ist in diesem Kontext schon anders belegt. Man nennt das Bezugsjahr, -monat oder allgemein -zeitpunkt.
     
  4. #3 gpmh-ger, 08.10.2018
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    Hier mal die genaue Formulierung:
    "Verändert sich der vom statistischen Bundesamt amtlich festgestellte und veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschland insgesamt (Basis 2010 = 100) gegenüber dem Stand des Monats des Mietbeginns oder gegenüber dem Stand des Monats, in dem die Miete aufgrund dieser Wertsicherungsklausel zum letzten Mal geändert wurde, um mehr als 10% nach oben oder unten, so verändert sich die zum Zeitpunkt der Änderung geltende Miete in Höhe von 75% der eingetretenen prozentualen Indexveränderung."

    Aus dem Grund würde ich auch eher zu Variante 1 (= keine Anpassung der Miete) tendieren!
     
  5. Andres

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    Ja, in dieser Formulierung ist das für mich auch ziemlich eindeutig.
     
  6. #5 jorgk, 08.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2018
    jorgk

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    Nur als grundsätzliche Hilfe, hier ist ein Einstieg mit ganz gut erklärenden Hinweisen zu Wertsicherungsklauseln:
    Wertsicherungsklauseln/Preisindizes in Verträgen

    Grüsse,
    jorg

    P.S.: Wenn man das mal grundsätzlich verstanden hat kann man schon verzweifeln, warum bei der oben wiedergegebenen Klausel, die auf eine prozentuale Veränderung bez. des Verbraucherpreisindex abstellt, die Angabe "Basis 2010 = 100" gemacht wurde. Denn es ist vollkommen irrelevant auf welche Basis abgestellt wird - allein bei der Berechnung der jeweiligen Veränderungen muss natürlich mit Indexständen stammend aus der selben Basis-Serie gearbeitet werden. Und wenn die Zeitreihen einer Basis nicht mehr reichen ist es recht einfach von einer Basis-Serie in die andere umzurechnen.
     
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