Wertsteigerungsangabe auf Internetportalen

Dieses Thema im Forum "Immobilienmarkt /Investments" wurde erstellt von muehlenzwick, 03.09.2015.

  1. #1 muehlenzwick, 03.09.2015
    muehlenzwick

    muehlenzwick Gast

    Sehr geehrte Community,

    ich beschäftige mich im Moment intensiv mit Immobilien und dabei ist mir folgende Frage in den Sinn gekommen:

    Sind die Wersteigerungsangaben auf Immobilienportalen wie Immobilienscout einigermaßen verlässlich?
    Mir ist klar, dass das Angebotspreise sind, die absoulut gesehen höher sind. Aber wie ist das mit der Wertsteigerungsrate?

    Mit freundlichen Grüßen,

    muehlenzwick
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Du meinst das, was beim Immoscout "Preistrend" heißt?


    Ähnliches Problem: Die Stichprobe ist zu ungleichmäßig verteilt, um belastbare statistische Größen abzuleiten. Die Datenbasis sind ausschließlich bei Immoscout inserierte Objekte, was bestimmte Segmente unter-, andere dafür überrepräsentiert.
     
  4. #3 Glaskügelchen 2, 03.09.2015
    Glaskügelchen 2

    Glaskügelchen 2 Erfahrener Benutzer

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    Zusätzlich zur Aussage von Andres vielleicht noch was und zwar:
    Was hat man im Moment von diesen Wertsteigerungsangaben? Meiner Meinung nach ist es abzusehen, dass das mit den Wertsteigerungen so nicht weitergehen kann und wird.
    Wenn ich mich derzeit umschaue, was für Immobilien verlangt wird (und scheinbar auch bezahlt wird, da die Objekte relativ schnell wieder aus dem Netz verschwinden), dann komme ich mit dem Ohrenschlackern nicht mehr hinterher.
     
  5. #4 muehlenzwick, 04.09.2015
    muehlenzwick

    muehlenzwick Gast


    Was wäre, wenn man das auf Objekte, die in Großstädten auf Immobilienscout24.de inseriert werden begrenzt? Da dürfte die Stichprobe doch doch groß genug sein, da hier ja eine Menge Immobiliendaten eingespeist werden.

    Soweit ich weis, unterscheidet Immoscout24 auch relativ gut zwischen vers. Segmenten. Z.b werden ja ETW nicht mit EFH oder anderem in einen Topf geworfen. Auch innerhalb der Stadtteile wird ja unterschieden.
     
  6. #5 Aktionär, 04.09.2015
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    Hallo muehlenzwick!
    Wenn Du schon eine räumliche Eingrenzung vornimmst, dann solltest Du vielleicht besser den örtlichen Grundstücksmarktbericht heranziehen. Der basiert immerhin auf real gezahlten Verkaufspreisen und nicht auf Angebotspreisen.
     
  7. Duncan

    Duncan
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    Du müsstest den genauen Algorithmus von Immoscout kennen und entsprechend analysieren können.

    Hast du es schon mal mit den jährlichen Berichten des örtlichen Gutachterausschusses für Grundstückswerte (Link f. NRW, nach deinem angegebenen Ort) versucht?
    Die beinhalten zumindest real gezahlte Preise, leiden aber auch in vielen Gebieten an einem Mangel an Daten, schlicht weil zu wenig Verkäufe in diesem Gebiet stattgefunden haben.

    PS: Huch, da hat sich was überschnitten. Ist der Ort vom Aktionär...
     
  8. Andres

    Andres
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    Ich habe nicht geschrieben, dass die Stichprobe nicht groß genug ist. Mein Einwand war:

    Es ist nunmal so, dass dort Neubauprojekte stark überrepräsentiert sind, während mittlere und größere MFH eher über andere Vertriebswege laufen. Lustig sind übrigens auch Auktionshäuser, die ihren Katalog mit den Zuschlaggrenzen als Kaufpreis einstellen.

    Und dann gibt es noch den grundsätzlichen Einwand, dass die Preise dort reine Angebotspreise sind. Ob der Kauf zu diesen Konditionen abgeschlossen wird, ist unbekannt. Beispiel: In meiner Nähe ist seit über 2 Jahren ein MFH eingestellt. Der Kaufpreis ist seither quasi unverändert (der Preis wurde etwa um die Höhe der Provision reduziert, die nach einem Maklerwechsel nun der Käufer zahlen soll, also faktisch keine Änderung) und der Grund für die "Unverkäuflichkeit" sind nicht etwa irgendwelche gravierenden Mängel - ganz im Gegenteil, das Haus ist in einem akzeptablen Zustand und gut vermietet - sondern ganz einfach der nicht verhandelbare Kaufpreis. Der Eigentümer ist von diesem Preis überzeugt. Ich auch ... wenn noch 10-20 Jahre Inflation ins Land gezogen sind.
     
  9. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    .. und die wirklichen Sahnestücke gehen oft unter der Hand und/oder im Bekanntenkreis weg, so dass sie gar nicht erst bei Immoscout u.ä. auftauchen.
     
    Syker gefällt das.
  10. #9 muehlenzwick, 04.09.2015
    muehlenzwick

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    okay, verstehe eure Einwände.

    Der Grundstücksmarktbericht für Oldenburg kostet für ein Jahr 50€. Wenn man ne Preissteigerung berechnen will, braucht man ja schon historische Daten von mindestens 5 Jahren. Sonst ist das ja eher sinnlos.

    250€. Teuer Spaß, nur um die ZÜRÜCKLIEGENDE Preissteigerung zu berechnen. :D
     
  11. Andres

    Andres
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    Ja. Die Frage von Glaskügelchen 2, was du mit dieser Information anfangen willst, ist auch noch offen.
     
  12. #11 muehlenzwick, 04.09.2015
    muehlenzwick

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    Keine Sorge, ich möchte keine Immobilie aufgrund dieser Information kaufen. ;) Primär einfach aus Neugier.
    Ich sag immer: Information ist Macht.
     
  13. Pharao

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    Hi,

    denk mal an die Immo-Blase, mache Dinge lassen sich nicht so einfach aus 5 Jahren Vergangenheit errechnen. Desweiteren sehe ich das fast wie bei den Ü-Eiern: nur weil laut einem Büchlein dieser Satz Ü-Eier x hundert Euro Wert ist, bedeutet das noch lange nicht, das wenn du verkaufen willst diesen Wert bezahlt bekommst. Wert ist das ganze immer nur das, was jemand anderes auch tatsächlich bereit ist zu zahlen!

    Desweiteren behaupte ich hier mal, für die meisten Immobilieneigentümer ist die Wertsteigerung eher uninteressant. Denn wenn was gut läuft, dann verkauft man das i.d.R. auch nicht und dann spielt es auch keine Rolle, ob es auf dem Papier mehr Wert geworden ist.
     
  14. #13 muehlenzwick, 04.09.2015
    muehlenzwick

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    wie ich bereits sagte, kaufe ich eine Immobilie nicht aufgrund dieser Information und auch nicht - und das hätte ich dazu sagen sollen - generell nicht aus Wertsteigerungsgründen. Wenn das der Fall ist, ist das ein nettes Zubrot, aber wenn eine Immobilie zum Zeitpunkt des Kaufs nicht profitabel ist, würde ich sie niemals kaufen, weil ich denke, dass ich einen Veräußerungsgewinn damit machen würde.
     
  15. #14 Aktionär, 07.09.2015
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    Und jetzt dreh mal die Annahme aus deinem letzten Satz um, dann weisst du, warum die profitablen Objekte eher seltem am Markt landen...
     
  16. #15 muehlenzwick, 07.09.2015
    muehlenzwick

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    du meinst, dass niemand ein profitables Objekt verkauft, weil er mit den Mieteinnahmen nunmal Profit macht? Ja, logisch. Was ist die Konsequenz daraus? Man muss Objekte suchen, die zum Zeitpunkt des Kaufs ne Karre Mist sind, aber eben ein Potenzial haben. Ich bezahl natürlich nur den Preis für die Karre Mist, optimiere die Immobilie und habe dann ein profitables Objekt. Dass das natürlich die Theorie ist und die Praxis um einiges schwieriger ist, ist klar, aber darin liegt natürlich die Kunst. Anders habt ihr das doch auch nicht gemacht oder?
     
  17. Duncan

    Duncan
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    Ach da gibt es auch noch Nuancen. Auch bei profitablen Objekten besteht gelegentlich der Wunsch zum Verkauf, hier muss man halt auch mal zur richtigen Zeit die richtigen Leute kenne und das nötige Geld parat haben.
    Bei der Karre Mist gehört aber auch ein grüner Daumen dazu um daraus Erdbeeren mit Sahne zu machen. Wenn dir das Wissen und Können fehlt verliert auch der Mist an Kraft und modert vor sich hin.
     
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