WG - alle Bewohner Hauptmieter?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von umwelt, 12.03.2013.

  1. umwelt

    umwelt Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ein mitbewohner und ich haben eine 3-zi-wohnung angemietet und möchten das 3. zimmer vermieten. der neue mitbewohner möchte auch hauptmieter werden, damit wir ihn nicht einfach rausschmeißen könnten, wenn wir das wollten.

    meine frage nun: was gibts zu beachten? was sind die vorteile und was die nachteile einer 3-er hauptmieterschaft?

    ich denke, ein untermietvertrag wäre doch sicherheit genug, oder?

    außerdem habe ich noch eine frage:
    sollten wg-interna nochmal vertraglich geregelt werden? worauf sollte genau geachtet werden?

    viele grüße!
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 12.03.2013
    lostcontrol

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    zu beachten erstmal:
    a) ob ein dritter ebenfalls hauptmieter werden kann, das wird in erster linie davon abhängen ob der vermieter das auch möchte.
    b) streng genommen müsste man dazu aber auch erstmal einen mietaufhebungsvertrag und einen neuen mietvertrag machen.
    c) ist überhaupt sicher ob der vermieter eine 3er-WG überhaupt erlauben würde? aktuell seid ihr 2 hauptmieter, habt ihr überhaupt die erlaubnis unterzuvermieten?

    nachteile für die mieter: die gleichen wie bei einer 2er-hauptmieterschaft:
    1.) die wohnung kann nur gemeinsam gekündigt werden, d.h. es kann niemand mal eben so einfach ausziehen wenn nicht der/die andere/n hauptmieter einverstanden sind
    2.) gesamtschuldnerische haftung für jeden einzelnen mieter, d.h. "einer für alle, alle für einen" = es kann sein dass einer für den mist der beiden anderen ganz alleine haften muss, an wen sich der vermieter diesbezüglich wendet ist sache des vermieters.
    3.) da war noch was, was mir grad nicht einfällt *grübel*...
    vorteile für die mieter: öhm... geteilte verantwortung? gleiches stimmrecht?

    nachteile für den vermieter: gleich wie bei einer 2er-hauptmieterschaft und fast gleich wie für die mieter
    1.) die wohnung kann nur gemeinsam gekündigt werden, d.h. jede veränderung bei den mietern ist bürokratischer aufwand... vorteil dabei aber wieder: jedesmal die möglichkeit einen neuen mietvertrag aufzusetzen mit neuen konditionen (mieterhöhung ausser der reihe, vorschriften, einschränkungen usw.)

    solange das zimmer unmöbliert ist gilt meines wissens das gleiche mietrecht (d.h. gleiche kündigungsfrist, gleiche kündigungsbedingungen).

    na du wirst ja wohl hoffentlich mietverträge machen mit untermietern!
    ansonsten ist das WG-sache wie man interna regelt. ich hab bisher noch nie einen WG-vertrag gehabt.
     
  4. Syker

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    Hallo zusammen


    @Losti,
    als WG-Bewohnerin hast du ziemlich sicher einen (mündlichen) GbR-Vertrag gehabt.
    Die Nachteile bei mündlichen Verträgen sollten allgemein bekannt sein.

    Im Fall des TE ist also angeraten (für interne Angelegenheiten)
    einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag aufzusetzten.
    Dies kann formlos erfolgen
    aber je mehr und präziser die Regelungen abgefasst werden
    desto weniger Streit kann es geben.

    Für den MV zwischen WG und VM hat Losti die wichtigsten Punkte im vorherigen Beitrag genannt.


    VG Syker
     
  5. #4 lostcontrol, 13.03.2013
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    ich hatte immer schriftliche mietverträge, auch bei meinen WG-zimmern.
    um den mietvertrag ging's ja bei der frage des TE auch nicht sondern darum wie man INTERNA der WG regelt, ob man dafür auch verträge aufsetzen sollte - zumindest hab ich die frage so verstanden. keine ahnung was er da reinschreiben will - vielleicht die putzregeln? dass es absprachen geben muss in einer WG ist klar - einen vertrag würd ich dafür aber nicht unbedingt aufsetzen. allerdings hab ich nie in 'ner chaos-WG gewohnt.
     
  6. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo Losti


    Mein Beitrag bezog sich auch nicht auf den MV,
    da hast m.E. alles Wesentliche geschrieben.


    Und dies ist ja die GbR-Geschichte bei WG´s.


    Wäre schon mal ein Anfang,
    aber auch die Kostenverteilung,
    ggf. auch zur Kündigung/Nachmieter.

    Im MV mit dem VM steht ja i.d.R. nur die Gesamtmiete der Wohnung,
    es ist also zu regeln wer welchen Anteil zahlt.
    Ebenso bei den BK,
    ggf. auch für weitere Verträge wie Internet, Telefon, Kabelanschluss o.ä.


    Diese Absprachen sind m.E. der Gesellschaftsvertrag,
    der natürlich auch mündlich abgeschlossen werden kann.
    Nur wenn es Ärger gibt dann ist ein schriftlicher Vertrag doch besser.


    VG Syker
     
  7. #6 lostcontrol, 13.03.2013
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    damit wir uns richtig verstehen:
    du meinst also - wie ich auch - nochmal etwas anderes als den bzw. die mietverträge?
    je nachdem welche konstellation da letztendlich entsteht gibt's ja evtl. auch mehrere mietverträge.
    einen gibt's sicher, nämlich den zwischen dem haupt-vermieter (in vielen fällen der eigentümer) und den beiden hauptmietern wie er jetzt schon existiert (und der evtl. neu gemacht wird so dass 3 hauptmieter drin stehen).
    einen zweiten könnte es auch geben, nämlich zwischen dem neuen untermieter und den beiden hauptmietern. den könnte man ja theoretisch auch als "interna" betrachten.

    darüber hab ich mir noch nie gedanken gemacht - ich hatte wie gesagt in WGs immer einen untermietvertrag (hauptmieter war ich da nie) und da stand eigentlich alles drin was ich an rechten und pflichten hatte.
    einen "WG-vertrag" im sinne von "bewohner A hat den müll rauszustellen und bewohner B muss die treppe putzen und wer geschirr dreckig macht der spült es auch" oder ähnliches hatte ich nie. bei uns hat das immer auch ohne schriftliche regeln einigermassen geklappt. hängt vermutlich von der mentalitiät der leute ab.

    aber wenn ich mir sowas wie den "mitbewohner-vertrag" aus "big bang theory" vorstelle (ja, ich hab da schon mal reingeguckt und fand's sogar vergleichsweise witzig) dann dreht sich mir ehrlich gesagt der magen um - ich glaub auf das zimmer würd ich dann doch lieber verzichten bei dem mir vorgeschrieben wird wieviel abstand zum spiegel ich bei benutzung von zahnseide einzuhalten habe usw...

    kündigung und nachmieter regelt doch das allgemeine mietrecht, oder nicht?

    ok, das seh ich ein, daran hatte ich jetzt spontan garnicht gedacht, obwohl ich doch erst letztes jahr entsprechende aufstellungen gemacht hatte als ich noch an 'ne 4er-WG vermieten wollte - einfach um den leuten sagen zu können wieviel da letztendlich auf den einzelnen zukommt.
    klar, ergibt sinn.
    telefon wirste vermutlich heute nimmer brauchen, haben ja alle handy, aber internet ist wichtig, kabelanschluss wohl ebenso und die sonstigen betriebskosten, klar, die muss man auch irgendwie verteilen und wenn die zimmer unterschiedlich gross sind wird der mit dem kleineren zimmer wohl nicht nur bei den heizkosten sondern auch bei der kaltmiete weniger bezahlen müssen...

    ich schliess mich also an - WG-vertrag ist durchaus sinnvoll.
     
  8. Berny

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    Hallo umwelt,

    Untervermietungen bedürfen regelmässig zwingend der schriftlichen Zustimmung des Vermieters.
     
  9. #8 lostcontrol, 13.03.2013
    lostcontrol

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    siehe #2 (erster absatz, punkt c))
     
  10. Berny

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    Abba meine Formulierung klingt doch viel amtlicher, od'r?:brille002:
     
  11. Syker

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    Hallo Losti,


    Genau es gibt verschiedene Vertragsverhältnisse,
    derzeit gibt es beim TE einen MV zwischen den beiden (Haupt)M und dem VM.

    Entweder der MV wird geändert/neuabgeschlossen mit den dann 3 (Haupt)M,
    oder die beiden jetzigen (Haupt)M schließen einen Untermietvertrag ab.

    Daneben gibt es aber schon einen GbR-Vertrag zwischen den beiden (Haupt)M,
    der ggf. auf den dritten (Haupt)M erweitert wird.

    Wie schnell eine GbR entsteht ist in der Bevölkerung ziemlich unbekannt,
    daher sind diese GbR-Verträge in den allermeisten WG´s "mündlich" zustande gekommen.


    Allein schon die Regelungen zur gemeinschaftlichen Nutzung von Bad, Küche usw.
    kann man meiner Meinung nach als GbR-Vertrag ansehen.
    Auch wenn "nur" ein UnterMV abegschlossen wurde.


    Kenn ich gar nicht,
    habe ich was verpasst?


    Ja den MV mit dem VM betreffend schon.

    Im Fall des TE mit ggf. 3 (Haupt)M könnte man aber regeln,
    dass die anderen M der Kündigung eines M unter gewissen Umständen zustimmen müssen.
    Du weist ja dass der MV nur von allen M gemeinsam gekündigt werden kann.

    Auch könnte man ggf. ein Mitspracherecht bei der Nachmieter/Untermieter Suche einführen,
    für den Fall das ein M auszieht und sein Zimmer weitervermieten möchte.
    Wenn es keine Einschränkung zur Untermiete im MV seitens des VM gibt,
    hätten m.E. die Mitbewohner hier keine Mitspracherechte.


    VG Syker
     
  12. #11 lostcontrol, 13.03.2013
    lostcontrol

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    nicht wirklich - amerikanische sitcom halt. spielt hauptsächlich in 'ner physiker-nerd-WG und im zusammenhang mit diesem thread hier interessant ist die "mitbewohner-vereinbarung" des ziemlich durchgeknallten hauptmieters mit seinem nicht ganz so durchgeknallten mitbewohner.
    was ich davon bisher gesehen hab fand ich nicht ganz so schlimm wie die meisten amerikanischen sitcoms - aber verpasst haste da trotzdem nix.

    meinste auf sowas lassen sich die andern ein wenn sie dadurch ihre wohnung verlieren könnten? hm...
    aber ist ja nicht meine WG...

    na die beiden suchen doch den untermieter aus?

    aber ich denke bezüglich solcher fragen sollten wir mal abwarten was der TE eigentlich genau wissen will - falls er da konkrete fragen hat kann er sie ja stellen und wir können gemeinsam brainstormen.
    wobei seitens des vermieters da wohl nur die grundsätzliche erlaubnis zur untervermietung wichtig ist und ob mit einschränkungen oder nicht...
     
  13. Syker

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    Na dann ist ja gut.


    Könnte aber auch zum Vorteil für die bisherigen (Haupt)M sein.
    Wenn denn der neue nicht zustimmt,
    haben auch die beiden jetzigen M ein Problem.

    Und da WGs in den meisten Fällen von Studenten bewohnt werden,
    wo sich die Lebensumstände auch schnell mal ändern können,
    ist eine klare Regelung bestimmt nicht zum Nachteil.


    Das war jetzt unglücklich formuliert,
    ich meinte eher für den Fall das ein M auszieht,
    und für sein Zimmer einen UnterM oder ZwischenM sucht.

    Hier könnte es u.U. dazu kommen,
    dass die wohnen bleibenden M keine Mitsprache haben,
    weil der ausziehende M im MV mit dem VM stehen bleibt.


    VG Syker
     
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