Widerspruch gegen Mahnverfahren

Diskutiere Widerspruch gegen Mahnverfahren im Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, letztes Jahr ist mein Vater verstorben von dem ich ein Einfamilienhaus, welches vermietet ist, geerbt hab. Das Haus war eigentlich (laut...

  1. #1 Marie1994, 29.04.2019
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    Hallo, letztes Jahr ist mein Vater verstorben von dem ich ein Einfamilienhaus, welches vermietet ist, geerbt hab. Das Haus war eigentlich (laut Aussagen meiner Mutter) kalt vermietet. Es wurde jedoch ein Betrag x für Schornsteinfeger, Grundsteuer, Heizungswartung usw. auf den Mietpreis draufgeschlagen. Es wurde für diesen Betrag x nie eine Abrechnung (ich weiß nicht, ob die wirklich nötig war) erstellt. Die Mieter bestanden jedoch darauf. Also haben wir eine NK-Abrechung erstellt, aus der eine Rückzahlung von 200€ hervorging. Sie schulden uns jetzt nur noch 800€, statt 1000€. Diese 800€ wollen sie nicht bezahlen. Wir haben nun ein Online-Mahnverfahren eingeleitet, gegen das sie Widerspruch eingelegt haben.
    Nun meine Frage: lohnt es sich einen Anwalt einzuschalten?
    Problem: Ich habe keinen Mietvertrag & die Mieter haben zum 31.01.2019 gekündigt, wir haben aber verabredet, dass sie im Februar noch im Haus bleiben dürfen und natürlich Miete zahlen. Ich hab ein Übergabeprotokoll auf dem ich das Mietende (Februar 2019) festgehalten hab. Das haben sie mir auch unterschrieben.
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 29.04.2019
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    Ich denke der Weg zum Anwalt ist die bessere Wahl als Selbstversuche weiter zu betreiben.

    Ohne schriftlichen Mietvertrag wird es schwer irgendwelche Forderungen zu belegen, die sich auf einen mündlichen? Vertrag beziehen.
    Falls nur dein Exemplar des Mietvertrags verloren ging, kannst du beim Mieter eine Kopie anfordern. Aber nicht wundern, wenn auch ihr Exemplar von Mäusen angenagt wurde oder im Aquarium einen Unfall hatte.

    Und damit ist schon nicht mehr klar, ob das wirklich Kaltmiete + NK-Vorauszahlung oder NK-Pauschale, oder eine Inklusivmiete vereinbart wurde.

    Bevor hier nicht wirklich Klarheit herrscht, würde ich die Füße still halten und lieber auf die paar Euros verzichten, als das Risiko einzugehen vor Gericht zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es gar keine Mietschulden gibt, sondern der Mieter evt. ein Guthaben hat.
     
  4. #3 Marie1994, 29.04.2019
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    Das zweite Exemplar hatten wir schon mehrmals bei den Mietern angefordert, aber natürlich nicht bekommen.

    Bzgl. der Nebenkosten habe ich auf meine Mutter vertraut, die schon jahrelang die Abrechnung macht und sie meinte für eine Kaltmiete muss keine Abrechnung erstellt werden. Fakt ist aber, dass 69€ für jeden Monat für Schornsteinfeger usw. auf die Miete aufgeschlagen wurden. Einen Großteil der Kosten konnten wir auch für die Mietdauer belegen. Außer ca. 5€ im Monat bleiben über, weil nie eine Heizungswartung o.ä. gemacht wurde. Daraus ergibt sich eine Gutschrift von 200€. Das haben wir auch so in der Abrechnung so festgehalten.
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 29.04.2019
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    Dann dreh den Spieß doch um, nachdem du einen Anwalt dazu befragt hast.

    Lass die Mieter nachweisen, dass sie keine Inklusivmiete gezahlt haben. Mit einer Inklusivmiete würde ihr Anspruch auf eine Abrechnung über die Nebenkosten in Leere laufen. Wenn sie meinen ein Guthaben zu haben, wird ihr Expemplar des Mietvertrags dann schon wieder auftauchen und auch kopierbar sein.
     
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  6. Andres

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    Wir haben ...
    • keine Ahnung, was nun eigentlich beweisbar im Mietvertrag vereinbart ist
    • nur eine grobe Ahnung, welche Qualität die erstellte BK-Abrechnung hat,
    • keine Ahnung, woher die 1000 € andere Forderung kommen,
    • keine Ahnung, wie solvent die Mieter wohl sind,
    ... und sollen nun eine Prognose abgeben, wie sinnvoll es wohl sein mag, einen Anwalt hinzuzuziehen. Wie soll das funktionieren? Der einzige Anhaltspunkt ist, dass der Mieter einem gerichtlichen Mahnbescheid widersprochen hat. Der Mieter ist also wahrscheinlich grundsätzlich nicht bereit, die Forderung anzuerkennen, und nicht komplett dämlich.

    Das wird dann eine eher allgemeine Antwort. Es macht keinen Sinn einen Anwalt einzuschalten, wenn ...
    • man nicht wenigstens einigermaßen überzeugt ist, einen berechtigten Anspruch zu haben, oder
    • der Mieter vermutlich nicht solvent ist und folglich selbst ein berechtigter Anspruch nicht vollstreckbar wäre.

    Ich habe das hier letztens in einem anderen Thema geschrieben und ich glaube das wird mein neuer Lieblingssatz: Wenn man das fragen muss, braucht man wohl einen Anwalt.
     
    immodream, sara und immobiliensammler gefällt das.
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