Wie am besten HK aus Inklusivmiete herauslösen - Zeitpunkt, Messgeräte, Anschreiben

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von gast, 23.05.2013.

  1. gast

    gast Gast

    Dank des tollen Forums bin ich schon ein bisschen vorangekommen und weiß, dass ich die Inklusivmiete ändern kann bzw. aufgrund der Heizkostenverordnung ändern muss. Aber das Thema ist so komplex, dass ich ein neues Thema eröffnen möchte:

    September letzten Jahres habe ich ein MFH übernommen:
    - 4 vermietete Wohneinheiten (alle Mietverträge aus den letzten 5 Jahren)
    - 2 WE-NK (Nettokaltmiete + NK-Vorauszahlung) haben eine eigene Therme
    - 2 WE-Inkl (Inklusivmiete) teilen sich eine Therme, ein Mieter bezahlt den Strom
    Aufgrund der sehr hohen Heizkosten in den beiden WE-Inkl, ist eine Zentralheizung fürs Haus (weitere Etagenheizung nicht möglich) geplant. Dann sollen auch die entsprechenden Messgeräte installiert werden, da es derzeit weder Wasseruhren noch HKV o.ä. gibt. Ich überlege aber auch schon für den 01.07. die HKV in den beiden WE-Inkl zu installieren. Warmwasser wäre dann weiterhin ohne Zähler.

    Die beiden Inklusivmieten möchte ich so schnell es geht umstellen. Am liebsten auf Kaltmiete und NK-Vorauszahlung aber, da muss ich mal sehen, ob die Mieter dem zustimmen.

    Nun möchte ich im ersten Schritt die Heizkosten für 2011 auf Basis der Rechnungen des Verkäufers rausrechnen und dies den Mietern mitteilen. Da mir noch nicht die Rechnungen für 2012 vorliegen, möchte ich dies später abrechnen.

    1. Darf ich für 2011 nach Fläche aufteilen?
    2. Darf ich in 2012 auf die für 2011 errechnete Bruttokaltmiete aufsetzen und die Heizkosten entsprechend der Fläche verteilen?
    3. Wenn die HKV zum Stichtag 30.06. installiert sind, kann ich dann die Abrechnungsperiode beim Kalenderjahr belassen. Wenn ja, wie rechne ich den Heizkostenverbrauch aufs Kalenderjahr um?
    4. Wie rechne ich das Warmwasser raus?
    5. Gibt es Fristen, die ich einhalten muss wie Info an Mieter vor Umstellung?

    Was ist noch so alles zu beachten?
    Oder gibt es noch einen besseren Weg?

    Wäre super, wenn ich hier Unterstützung bekomme. Danke schon mal dafür.
     
  2. AdMan

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  3. aquila

    aquila Erfahrener Benutzer

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    Der Beitrag interessiert mich auch bzw. Eure Meinungen dazu... auch wenn er nicht ganz aktuell ist.
     
  4. Andres

    Andres
    Super-Moderator

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    Ok, aquila, wenn du möchtest:


    Nein. Erstens ist die Abrechnungsfrist für 2011 schon längst abgelaufen, zweitens kann man nicht den einen Fehler (fehlende Verbrauchserfassung) durch einen anderen Fehler (unzulässiger Maßstab) korrigieren.


    Nein, mit der gleichen Begründung: Der Umlagemaßstab ist unzulässig, jede derartige Abrechnung wäre zu beanstanden. Für die Vergangenheit ist der Zug abgefahren.

    Für die Wohneinheiten, in denen derzeit gar nicht abgerechnet wird, könnte man die Abrechnungsperiode frei wählen. Es ist aber eine extrem schlechte Idee, in einem Objekt verschiedene Abrechnungsperioden zu haben. Also orientiert sich die Periode sinnvollerweise an den Wohneinheiten mit Abrechnung.

    Die Heizkosten auf das Kalenderjahr hochzurechnen ist ebenso unzulässig, wie die o.g. Abrechnungsmodelle.

    WMZ. Details verrät die HeizkostenV.

    Nein. Um möglichst viele Abrechnungsjahre in die Verjährung zu bekommen, würde ich das auch nicht großartig vorankündigen. Muss aber jeder selbst mit seinem Gewissen vereinbaren.

    Bei dieser Gelegenheit sollte gleich auch noch der Rest der Betriebskosten "legalisiert" werden, damit wenigstens künftige Abrechnungen nicht angreifbar sind. Also vor allem Verbrauchserfassung: Wasseruhren, hauptsächlich für Warmwasser, WMZ für Warmwasser, korrekte Erfassung des Allgemein- und Heizstroms.

    Der Mieter wäre schlecht beraten, wenn er zustimmen würde. Die Heiz- und Warmwasserkosten sind die eine Sache, die übrigen Betriebskosten sind etwas völlig anderes.
     
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