Wie "asoziale" Mieter loswerden?

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von mad_zero, 12.11.2007.

  1. #1 mad_zero, 12.11.2007
    mad_zero

    mad_zero Neuer Benutzer

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    Guten Abend.

    Ich möchte mich - im Sinne meiner mit mir befreundeten Vermieterin - gern bei euch über ein vermutlich leider nicht seltenes Problem schlau fragen.

    Und zwar hat unsere Vermieterin (= Rentnerin) vor knapp einem Jahr den Fehler gemacht, eine weder zahlungsfreudige, noch gepflegte Familie in das insgesamt fünf Mietparteien umfassende Haus zu holen.

    Der etwa 25 Jahre alte Mieter ist mit seiner mehrfach neu begonnen Ausbildung zum Dachdecker noch immer nicht fertig, während dessen etwa 20 Jahre alte Frau ist nun zum vierten Mal schwanger (nach Verhütung durch "kurz vorher rausziehen" :D) - was die gewünschte Auflösung des Mietverhältnisses nicht gerade einfach macht. Anhand dieser Fakten lässt sich in der Regel noch nicht auf gute oder schlechte Mieter schließen, Folgendes kostet meiner Vermieterin aber deutlich Nerven:

    - Da die Familie unbedingt ein eigenes Auto braucht und auf den Luxus gelieferten Essens nicht verzichten mag, bleibt von der Ausbildungsvergütung des jungen Herrn offensichtlich nicht viel übrig. So wird die Miete oft erst dann gezahlt, nachdem unsere Vermieterin schriftlich zur Zahlung aufgefordert hat.

    - Vor der Wohnungstür stapeln sich gefüllte Müllsäcke.

    - Jeder Mieter wurde um die wöchentliche Reinigung des Treppenhauses gebeten. Dies funktioniert bei vier Mietparteien prima - ihr dürft raten, bei wem nicht. :]

    - Der Kinderwagen wird häufig im Bereich der Eingangstür abgestellt, sodass sich diese nur umständlich öffnen lässt - auch hier haben mehrmalige Ermahnungen keine Besserung schaffen können.

    - Die junge Mutter ist scheinbar mit der Erziehung der Kinder überfordert. Dies resultiert zum einen in ständiges Angeschreie und darauf folgendes lautes Weinen der Kinder (worum sich auch Nachts niemand kümmert).

    Um die Nerven meiner Vermieterin zu schonen, wäre ich dankbar für hilfreiche Tipps von euch. Doch scheinbar ist es einfacher einen Arbeitnehmer loszuwerden, als unerwünschten Mietern zu kündigen. :(

    Liebe Grüße aus Osnabrück,
    Dennis
     
  2. AdMan

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  3. #2 Suzuki650, 13.11.2007
    Suzuki650

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    Hi mad_zero,

    Immer schön weiter abmahnen. Unregelmäßige Mietzahlungen auf Dauer können ein Kündigungsgrund sein. Die Zustellung entweder unter Zeugen oder per Einwurfeinschreiben wg. der "Beweisbarkeit".

    Flure sind Fluchtwege. Auf die Brandschutzverordnung berufen. Hast du einen Bekannten bei der Feuerwehr? Der könnte das evt. "unterstützen". Also abmahnen!

    Abmahnen und darauf hinweisen, daß wenn nicht gereinigt wird eine Fa. beauftragt wird. Die Kosten dürfen dann M übernehmen.

    Eigentlich das gleiche wie bei den Müllsäcken. Aber vielleicht gibts ja ein Eckchen wo der KiWa dann wirklich nicht stört.

    Da wirst du wohl nicht dran ändern können.

    Ganz wichtig ist eben immer alles schriftlich zu machen und die Zustellung der Abmahnungen beweißbar (wie erwähnt Zeugen/Einwurfeinschreiben).

    Zur Kündigung speziell:
    Wenn der M mit 2 Monatsmieten im Rückstand ist kann fristlos gekündigt werden. Gleichzeitig kann man auch fristgerecht kündigen. Die "Fristlose" kann aufgehoben werden durch Zahlung. Die "Fristgerechte" bleibt dann aber bestehen.

    Suzi
     
  4. #3 Thomas123, 14.11.2007
    Thomas123

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  5. #4 pragmatiker, 14.11.2007
    pragmatiker

    pragmatiker Erfahrener Benutzer

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    ...und die erde ist eine scheibe. hast du ein glück, das du kein vermieter bist, wenn du DAS wirklich glaubst.
     
  6. beaver

    beaver Benutzer

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    Hallo,
    zu den Müllsäcken: Ansprechen fachgerecht zu entsorgen. Falls das nicht funktioniert, vom Hausmeister gegen Rg. entsorgen lassen. Falls es einen Hausmeister gibt.
    Treppenhausreinigung: wie vorher geschrieben wurde
    Kinderwagen:lt.Gesetz kann ein Kinderwagen, Gehwagen etc. im Hausflur stehen, solange die Fluchtwege nicht versperrt werden
    Überforderung der Mutter: Haben oder hatten Sie Kinder ???????
    In einem Haushalt mit Kindern können sicherlich böse Worte und ein erhöhter Geräuschpegel gegeben sein. Sollten Sie bei ihren Nachbarskindern immer wieder Blutergüsse, gebrochene Knochen, Wunden oder ähnliches feststellen, gehen Sie auf die Eltern zu und fragen konkret nach. Sollten die Eltern ausweichende Antworten geben, informieren Sie das Jugendamt.
    Hier noch ein Tipp:
    Kümmern Sie sich um ihr eigenes Privat-/Intimleben oder haben Sie keines mehr!?
     
  7. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    also aus den "Eckdaten" (nicht abgeschlossene Ausbildung, sehr junge Mehrfachmutter) muss man wirklich nicht zwangsläufig negative Rückschlüsse ziehen - das wäre Diskriminierung. Es ist allerdings statistisch und auch erfahrungsgemäß so, dass sich bei derartigen familiären Konstellationen weitere Probleme einstellen können. Es gibt Vermieter, die bei Vorliegen solcher Bedingungen daher von einer Vermietung lieber Abstand nehmen. Auch wenn ich selbst Familie habe, so habe ich doch für derartige Bedenken Verständnis.

    Zur Verteidigung sei aber auch angebracht, dass man auch solvente Singles mit regelmäßigen Arbeitszeiten und Einkommen in die Wohnung nehmen kann und die sich dann nächtens konsequent daneben benehmen. Man kann den Leuten immer nur VOR die Köpfe schauen.

    Egalwie, die geschilderten Verhaltensweisen sind nicht hinzunehmen. Alles Notwendige wurde bereits geschrieben; zwei Punkte sind aber dennoch wichtig:

    - Fluchtwege / Vermüllung / Reinigung:

    Wenn noch kein Hausmeisterdienst besteht, würde ich anregen, einen einzusetzen. Es gibt genügend entsprechende Dienstleister, die das für einen fairen Kurs übernehmen. Haken: Es bezahlen dann alle Mieter dafür. Vorteil: Er nimmt auch allen Mietern potenziell ungeliebte Aufgaben ab.

    Gleiches gilt für einen Reinigungsdienst: Wenn die Reinigung nicht funktioniert (nach Mahnung und Ankündigung, ersatzweise den Dienst zu bestellen und die Kosten umzulegen) zahlen alle für den dann eingesetzten Service. Auch hier der Vorteil: Die unangenehme Arbeit entfällt. Ist halt die Frage, ob sich das alle Beteiligten leisten möchten. Die Ordnungsverweigerer haben in dem Zusammenhang nicht wirklich mit zu entscheiden, da sie ohnehin die Bedingungen für den Einsatz der Dienstleister vorgegeben haben.

    - Schreiende Kinder / schreiende Eltern:

    Leider braucht man inzwischen selbst für eine Motorsäge, aber nicht für's Kinderkriegen und -erziehen einen Führerschein, so dass eine Einmischung in die Privatsphäre ein ganz schwieriges Thema ist.

    Wenn sich der Verdacht aufdrängt, dass da erziehungstechnisch irgendwas total aus dem Ruder läuft, interessieren sich inzwischen (auch auf Druck aus der Öffentlichkeit nach diversen Vorfällen der letzten Monate und Jahre) die Jugendämter sehr stark für solche Dinge. Der freundliche Hinweis ans örtliche Jugendamt mit dem Beweggrund, "es ja nur gut mit den lieben Kindern" zu meinen, kann schonmal helfen. Es soll sogar junge Eltern geben, die bloss noch nicht auf den Gedanken gekommen sind, dort mal nach Hilfe zu fragen (deswegen auf Dankbarkeit für die Einschaltung des Amtes zu hoffen, wäre allerdings vermessen ;) ).

    Gruß

    Jerry
     
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