Wie kommuniziert ihr die Gaspreis-Erhöhung?

Diskutiere Wie kommuniziert ihr die Gaspreis-Erhöhung? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Bisher eigentlich keine Probleme. Ich hatte nur zweimal den Fall, dass das Jobcenter die Nachzahlung nicht voll selbst übernommen hat. Ich habe...
immobiliensammler

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Wie sind denn die Erfahrungen mit der Nachzahlung von Betriebskosten bei Leistungsempfängern inbesondere in der Grundsicherung für Rentner.

Bisher eigentlich keine Probleme. Ich hatte nur zweimal den Fall, dass das Jobcenter die Nachzahlung nicht voll selbst übernommen hat. Ich habe mein Geld zwar bekommen einen Teil durfte der jeweilige Kunde dann aber via Verrechnung mit dem Regelsatz abstottern.
 

geraldxx

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Wie sind denn die Erfahrungen mit der Nachzahlung von Betriebskosten bei Leistungsempfängern inbesondere in der Grundsicherung für Rentner.

Erfahrungen keine aber die Rechtslage: Es werden "angemessene" Heizkosten übernommen, wenn jemand über den angemessenen Werten liegt bekommt er / sie eine Senkungsaufforderung und danach werden nur die angemessenen Kosten übernommen. Wie das im Detail aussieht wenn ein ALG2 Empfänger in einer zu großen Wohnung wohnt weiß ich nicht, allerdings gilt auch hier: Ein Single in einer 60qm Wohnung bekommt die Heizkosten für 45qm erstattet und nicht für 60qm.
 

teilhalt

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Na immerhin gibt es VMs die sich darüber Gedanken machen. Ich höre von meinem VM zu diesem Thema nichts. Hintergrund: EFH gemietet, Gasbezug läuft über den VM, warum auch immer er das so wollte.
Faktum für mich: Solange er sich nicht meldet und mir sagt ab wann ein neuer Gaspreis gilt und dort den Zählerstand abfragt, werde ich in der NK Abrechnung auch nur den alten Preis bezahlen. Ansonsten sehr genau darauf schauen welcher Verbrauch mit wieviel ct abgerechnet wird.
 
immobiliensammler

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Faktum für mich: Solange er sich nicht meldet und mir sagt ab wann ein neuer Gaspreis gilt und dort den Zählerstand abfragt, werde ich in der NK Abrechnung auch nur den alten Preis bezahlen. Ansonsten sehr genau darauf schauen welcher Verbrauch mit wieviel ct abgerechnet wird.

Dann viel Spaß beim Rechtsstreit mit Deinem Vermieter - der Vermieter ist berechtigt die tatsächlich angefallenen Kosten anzusetzen ohne den Mieter über irgendwelche Änderungen zu informieren. Auch ist weder er noch der Versorger verpflichtet, unterjährig Zählerstände abzulesen. Die rechnerische (vom Versorger vorgenommene) Aufteilung ist gerichtlich anerkannt.
 

teilhalt

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der Vermieter ist berechtigt die tatsächlich angefallenen Kosten anzusetzen ohne den Mieter über irgendwelche Änderungen zu informieren.
Halte ich für bestenfalls bedenklich. Bleibt die Frage ob ich als Mieter nicht einen eigenen Vertrag mit dem Versorger abschließen kann. Denn dieser kündigt Preisänderungen im Vorfeld an und sagt nicht am Jahresende "Ätsch. Kostet jetzt aber dreimal soviel wie zuvor gesagt.".
Auch ist weder er noch der Versorger verpflichtet, unterjährig Zählerstände abzulesen. Die rechnerische (vom Versorger vorgenommene) Aufteilung ist gerichtlich anerkannt.
Hierzu werde ich wohl mal Google bemühen müssen für mehr Details.
 

Hutchinson Hatch

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Bleibt die Frage ob ich als Mieter nicht einen eigenen Vertrag mit dem Versorger abschließen kann.

Es kann im Mietvertrag bei einer Einzel-/Etagenheizung beides vereinbart werden. Vielleicht hat sich der VM in der Vergangenheit an den Wechselprämien bereichert, die vor der Russlandkrise durchaus üppig waren; Stichwort Gashopping. Oder aber er möchte eine abgestellte Heizung um jeden Preis vermeiden... es mag viele Gründe geben. Maßgeblich ist hier wie gesagt der Vertrag.
 

teilhalt

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Maßgeblich ist hier wie gesagt der Vertrag.
Der schweigt sich darüber aus, ähnlich wie zur Elektrik. Auch hier läuft das über den VM. Mir war das prinzipiell egal wem ich Strom oder Gas bezahle, aber seit der angedrohten Teuerung lege ich Wert darauf, das es auch "richtig läuft". Die Frage wäre ohnehin ob er mir die Rechnungen des Versorgers vorlegen muss oder nicht. Bislang habe ich dazu keine gesehen. Aber der Gaspreis war bisher auch unauffällig und im Rahmen.
Nicht falsch verstehen, wir reden vom laufenden Mietverhältnis, nicht von Mieterwechseln.
Jepp, ist ein laufendes Mietverhältnis. Wenn ich kündige kann man mich logischerweise nicht für Zeiträume in denen ich dort nicht mehr wohne, oder besser gesagt der Vertrag geendet hat, auch nicht mehr zur Kasse bitten.
Mal schauen was die Zukunft, oder besser die nächste NK Abrechnung bringen wird.
 

hkia08

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Im Spiegel gibt es erste Details zu einem "Energiesparplan" der Regierung. Unter Anderem:

"Vereinbarungen über eine bestimmte Temperatur in Mietwohnungen »sind unwirksam«. Die Mieterinnen und Mieter sind aber weiter verpflichtet, »angemessen« zu heizen und zu lüften, um so »Substanzschäden« zu verhindern wie etwa Schimmel.
...
Außer der »Kurzfristenenergiesicherungsverordnung« will die Regierung eine zweite Verordnung mit Maßnahmen erlassen, die »mittelfristig«, nämlich zwei Jahre lang gelten sollen. Darin ist etwa die Pflicht für Eigentümer zu einer jährlichen Heizungsprüfung vorgesehen; sie sollen zudem die Vorlauftemperaturen bei der Warmwasserversorgung senken oder nachts weniger heizen. Für diese Verordnung ist aber die Zustimmung des Bundesrats nötig."
 

Hutchinson Hatch

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Darin ist etwa die Pflicht für Eigentümer zu einer jährlichen Heizungsprüfung vorgesehen; sie sollen zudem die Vorlauftemperaturen bei der Warmwasserversorgung senken oder nachts weniger heizen.

Nachdem das Heizungsunternehmen mir die Nachtabsenkung eingestellt hat, wird dies von mir eigenhändig zurückgestellt. In einem gedämmten Haus bringt eine Nachtabsenkung so gut wie gar nichts, was ich selber mit Zählerständen ermittelt habe bei gleichbleibenden Temperaturen über einen längeren Zeitraum.

EDIT: Diese Verordnung hat natürlich auch ein bißchen was von Aktionismus. Warum kann man nicht einfach ein "Schlechtes Kipp-Fenster-Gesetz" beschließen? Ich bin mir sicher, dass dort das größte Einsparpotential von allen Maßnahmen liegen würden... achso, das greift ja in den Lebensalltag der Mieter ein, das kann man ja nicht verlangen. :)
 
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immodream

immodream

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Hallo,
den Ausdruck " schlechtes Kipp- Fenster - Gesetz " find ich toll.
Ich habe es bei meinen langjährigen Mietern aufgeben, denen gebetsmühlenartig zu erklären, wie man richtig lüftet.
Selbst wenn sie meine kopierte Broschüre vom Mieterverein über richtiges Lüftungsverhalten lesen und am Anfang des Mietverhältnisses auch durchführen, kommt irgendein Schlaumeier und erklärt denen, das man gegen Schimmelbildung stundenlang die Fenster auf Kipp stellen muß.
Vielleicht können unsere Politiker im Rahmen der Energiespartips so eine Aktion vorschlagen.
Morgens um sechs oder sieben stehen alle Deutschen auf, öffnen die Fenster sperrangelweit, singen vielleicht gemeinsam mehrere Strophen der Nationalhymne und dann wird die gleiche Aktion Abends um neunzehn Uhr wiederholt.
Kollektives Lüften , vielleicht mit einer neunen Lüftungshymne .
Das wäre einmal eine sinnvolle Energiesparaktion .


zum Thema Nachtabsenkung
Selbstverständlich hat der Heizungsbauer nach dem Einbau der neuen Brennwertheizung auch eine Nachtabsenkung eingestellt.
Was passiert, zuerst beschweren sich die Mieter , die Abends bis 24 Uhr aufbleiben, das die Wohnung schon ab 22 Uhr auskühlt und dann beschweren sich die Mieter, die morgens Früh um 4 Uhr aufstehen müssen, das die Bude immer kalt ist.
Also hab ich die Nachtabsenkung auf 21 Grad eingestellt .
Und jetzt ist Ruhe ......und der Verbrauch gestiegen .

Grüße
Immodream
 

Hutchinson Hatch

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zum Thema Nachtabsenkung
Selbstverständlich hat der Heizungsbauer nach dem Einbau der neuen Brennwertheizung auch eine Nachtabsenkung eingestellt.
Was passiert, zuerst beschweren sich die Mieter , die Abends bis 24 Uhr aufbleiben, das die Wohnung schon ab 22 Uhr auskühlt und dann beschweren sich die Mieter, die morgens Früh um 4 Uhr aufstehen müssen, das die Bude immer kalt ist.
Also hab ich die Nachtabsenkung auf 21 Grad eingestellt .
Und jetzt ist Ruhe ......und der Verbrauch gestiegen .

Grüße
Immodream

Ich glaube, dass dies wirklich hauptsächlich mit dem Dämmungsgrad der Immobilie zu tun hat. Als unser Haus ungedämmt war, habe ich die Heizung nachts auch immer auf 16°C abgesenkt. Seit der Dämmungsmaßnahme verändert sich der Verbrauch kaum noch durch kurzfristige Temperaturänderungen.
 

set

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zum Thema Nachtabsenkung
Selbstverständlich hat der Heizungsbauer nach dem Einbau der neuen Brennwertheizung auch eine Nachtabsenkung eingestellt.
Was passiert, zuerst beschweren sich die Mieter , die Abends bis 24 Uhr aufbleiben, das die Wohnung schon ab 22 Uhr auskühlt und dann beschweren sich die Mieter, die morgens Früh um 4 Uhr aufstehen müssen, das die Bude immer kalt ist.

so ist es eigentlich in fast allen Mehrfamilienhäusern die wir betreuen. Eigentlich gibt es immer jemanden der Nachts die Heizung aufdrehen will oder auf die Idee zu duschen. Damit die Hausverwaltung Ruhe hat wird 24/7 geheizt und Warmwasser bereitgestellt. Idealerweise hat die Heizung noch Vorlauftemperaturen jenseits der 60 Grad. Der Mieter dreht ja beim verlassen seiner Wohnung alle Heizkörper zu und wenn er dann nach Hause kommt muss die ausgekühlte Wohnung schnell wieder warm werden.

Richtig energiesparendes heizen funktioniert nur in ganz wenigen Häusern. Dort ist Anzahl der Mietparteien recht klein, die verstehen wie eine witterungsgeführte Heizungsregelung arbeitet und stellen ihr Heizverhalten auch so ein.
 
Fremdling

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Darin ist etwa die Pflicht für Eigentümer zu einer jährlichen Heizungsprüfung vorgesehen..
Finde ich in Kombi mit der auch diskutierten Pflicht zum „hydraulischen Abgleich“ perfekt. Politik-Theorie schlägt Sannimanns Praxis? Sorry, mir fehlt hier der nötige Ernst.
 

Kirque

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Eine jährliche Heizungswartung finde ich schon sinnvoll: ein gereinigter Brenner arbeitet sauberer und effizienter, und auch das Durchbewegen aller Ventile trägt zur Haltbarkeit bei. Ich bin nur nicht sicher, ob es dafür schon wieder ein Gesetz oder Verordnung braucht. Das Schlechte Kipp-Fenster-Gesetz ist jedenfalls ein Brüller!
 

ehrenwertes Haus

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Auch ist weder er noch der Versorger verpflichtet, unterjährig Zählerstände abzulesen. Die rechnerische (vom Versorger vorgenommene) Aufteilung ist gerichtlich anerkannt.
Man kann dem Versorger (VM) einen Zwischenstand mitteilen, möglichst mit den Werten zum Stichtag einer Preisänderung. Bisher haben meine Versorger bzw. die meiner Mieter das überwiegend akzeptiert ohne Mehrkosten und nicht mit errechneten Werten die Jahresabrechnung erstellt.


@teilhalt
Rechne deine neue Gasrechnung für beide Varianten doch mal selber durch. Näherungsweise ist das kein Hexenwerk mit angenommenem konstantem monatlichem Verbrauch.

Bin gespannt, ob du dann noch immer um eine Abrechnung mit Stichtagsdaten der jüngsten Preissteigerung diskutieren möchtest. In der Vergangenheit hat sich das nicht gelohnt.
 
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