Wie korrekt abrechnen?

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Honey038, 07.04.2014.

  1. #1 Honey038, 07.04.2014
    Honey038

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    Ich habe mich bereits etwas durchgelesen, aber speziell unseren Fall habe ich so nicht gefunden.

    Eckdaten:
    Einfamlienhaus bewohnt durch mich und meinen Mann.
    Anliegerwohnung vermietet mit seperatem Eingang.
    Heizung läuft auf beide, Warm/Kaltwasserzähler ist für die Wohnung vorhanden.

    Wir haben abgerechnet nach Personenanzahl, soweit so gut. Warmwasser, Kaltwasser reines Wassergeld.
    Nun haben wir letztes jahr nicht wirklich dort gewohnt, bzw. das Haus saniert, paralell dazu oben gewohnt, max 1 heizkörper laufen gehabt. Seit Herbst sind wir fertig und bewohnen nun das ganze Haus, mein Mann und ich sind sehr sparsam, sprich im gesamten Haus läuft lediglich oben in Heizkörper auf 2, den Rest des Hauses beheizen wir mit einem Kaminofen, oder ziehen uns nen dicken Pulli an.
    Mein Mann duscht grundsätzlich in der Firma oder beim Sport, wir beide sind vollberufstägig, dementsprechend nur abends zuhause.
    Wir haben einen Verbrauch von 3000l und befürchen das die NK der Anliegerwhg gerade die eingenommene Miete vollkommen auffressen.
    Mieterin heizt die Wohnung bullenheiss auf, läßt bei -5° die Fenster grundsätzlich auf Kipp, Thermostate heizen dagegen an (Heizung ist in unserem Haus, wir hören diese ständig anspringen, bsp dieses Wochenende, es war für uns warm genug das komplet alle Heizungen aus waren, Warmwasser haben wir tagsüber nicht entnommen und stündlich sprang die Heizung für mind. 15min an), desweiteren hat sie nun noch ihren Freund mit einziehen lassen. Wir hören immer nur er ist nur zu Besuch dort, letztes Jahr hat er 2 Monate dort gewohnt, also wirklich komplett. Und dieses Jahr ist er jetzt wieder seit 1 Monat dort. Angeblich solle er sich hier irgendwo eine eigene Wohnung suchen, davon merken wir aber nun wahrlich nichts. Job hat er nun hier.
    Erhöhung der NK dadurch das ihr Freund mit wohnt, lehnt die Mieterin ab.
    Einwand ihres Vaters, sie würde ja eh heizen, egal ob ihr Freund da ist oder nicht, Problem Freund auch er dreht augenscheinlich die Heizkörper hoch, läßt dann das Fenster als Gegenpol auf (Die Fliegengitter am Fenster sind bei Minustemperaturen warm), immer wenn wir an / in der Wohnung sind kommt extrem Warme Luft aus der tür heraus.
    Sie ist jetzt bereits gleich mit dem Warmwasser / Kaltwasseranteil. bevor er dort "zu Besuch" ist war der Anteil deutlich unterschiedlich.
    Ergo, er verbraucht ja doch mehr Öl als wenn wir nur 3 Personen sind.

    Ideen zur Abrechnung?
    Verdunsterröhrchen sagen die Messfirmen nicht wirtschaftlich, zumal wir im Haupthaus Fußbodenheizung haben und halt den Kaminofen.
    idee ist nun einen Wämemengenzähler an Ihren Heizkreislauf anzubauen. Um wirklich zu sagen, hey du haust hier die Wäme gerade raus und wir frieren um die Kosten in Schacht zu halten (was im Endeffekt wirklich gerade so ist, wir trauen uns gar nicht irgendwelche Heizungen anzuschalten, damit der Ölverbrauch nicht hochgeht) Wir mußten bereits zwischentanken.

    Vielen Dank für eure Meinungen.
     
  2. AdMan

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  3. sara

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    Irgendwie ist das nicht ganz verständlich wie ihr abgerechnet habt?

    Kaltwasser nach Verbrauch lt. Wasseruhr?
    Warmwasser?
    da müsste euer Verbrauch dann auch ermittelt werden.

    Heizung wird in keinem Fall nach Personen aufgeteilt, wenn dann über qm Wohnfläche.

    Aber was habt ihr denn im Mietvertrag überhaupt vereinbart, wie abgerechnet wird?
     
  4. #3 Bürokrat, 07.04.2014
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    Grundsätzlich gute Idee und in diesem Fall sicher sinnvoll
    ABER: Was steh im Mietvertrag: Wenn dort warm vermietet wurde bzw. abrechnung Hk nur über Personenzahl vereinbart wurde ist meines Wissens eine Umstellung auf Verbrauch nicht möglich bzw. kann durch den Mieter angefochten werden.
    Also: was steht im MV?
     
  5. Andres

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    Solange ihr dort nicht gewohnt habt, war eure Abrechnung unzulässig. Das einfach mal zur Kenntnis für euch.

    In jedem Fall nichts mit Personen. Da gibt es immer Streit wegen "Besuchern", ein- und ausziehenden (Lebens)([-]Abschnitts-)Partnern/Gefährten usw. - ihr erlebt das ja gerade. Feste Umlagemaßstäbe (also auch z.B. komplett nach Fläche) sind in meinen Augen auch keine gute Idee, da ihr durch den Kaminofen außerhalb der Abrechnung sonst immer an den Heizkosten des Mieters beteiligt wärt.

    WMZ sind eine gute Idee und mit überschaubarem Aufwand machbar, falls das das Leitungsnetz im Haus zulässt - das wäre also zunächst zu prüfen: Hat der Mieter eigene Heizkreise? In eurem Fall bietet es sich sogar an, die Kosten gleich komplett nach Verbrauch abzurechnen. Dazu ist eine mietvertragliche Vereinbarung erforderlich, die ihr im Zuge einer Änderungskündigung einführen müsst!

    Bei dieser Gelegenheit würde ich mich gleich mal ganz allgemein mit dem Thema Heizkostenverordnung auseinandersetzen. Ihr dürft in eurer Situation zwar abweichende Bestimmungen vereinbaren, aber es ist trotzdem gut zu wissen, was passiert, wenn man nichts vereinbart.
     
  6. #5 Honey038, 08.04.2014
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    vielen Dank.

    Doch wir haben dort die gesamte Zeit gewohnt, aber halt nicht alle Räume voll bewohnt da wie beschrieben absolute Kernsanierung in den unteren Etagen (vorzustellen als Baustelle ohne Fußboden, kein Putz an den Wänden, teilweise keine Fenster), damit wollte ich zum Ausdruck bringen, das uns das ständige anspringen der Heizung nicht durch uns verursacht worden ist, sondern eben durch unsere Mieterin, wir es aber nicht bewußt bemerkt haben.

    Änderungskündigung ok, muß sie diese akzeptieren?
    Im Mietvertrag (Vordruck von Haus und Grund) ist der Punkt Heizung nicht ausgefüllt, also nichts von wegen Verbrauch 70/30 oder sonstiges.

    Mieterin hat komplett eigenen Heizkreislauf geht direkt in Ihre Wohnung weg, Vor und Rücklauf.
    Unser Kreislauf geht komplett in unser Haus.

    Also ist die Idee Wärmezähler an die Heizung, Abrechnung über Warmwasser/Kaltwasser schon die bessere Idee.
    Nun sagte man uns, das man (eben weil wir das Warmwasser nicht mit einem Aufschlag berechnet haben) dieses noch in die Änderungskündigung reinschreiben könnte (nachberechnen geht wahrscheinlich nicht?), das ein Fehler passiert ist, dieses bei der nächsten Abrechnung dann zu berücksichtigen ist, die monatlichen Vorauszahlungen nun wirklich nicht mehr passen.
    Ebenso müßten wir nun ihren Typen beim Wasserwerk anmelden, ebenso paßt die Mülltonne auch überhaupt nicht mehr. Dort würden wir nun für sie eine komplette Tonne anmieten zur Alleinbenutzung.

    Ich hau noch einen raus um für meine Doofheit gesteinigt zu werden, wir haben im Zuge der Ablehnung der Heizkostennachzahlung (die sie aber doch gezahlt hat) auch vorgeworfen bekommen das die Heizung keine 21° schafft. Ihr Vater ist unser Heizungsbauer und er hat die Heizung so eingestellt (vor 3 Monaten), da wir alle 3 voll berufstägig sind, sich die Heizung auf Sparmodus in der Zeit von 7-15 Uhr fährt (dort sind wir def. alle 3 nicht da), nun ist ihr Typ ja tagsüber da und er meckert das ihm kalt ist.

    Bzgl der Änderungskündigung, ist es dann richtig das sie ein Sonderkündigungsrecht hat?
    Welches uns persönlich ganz gut gelegen kommen würde, da die Situation im Moment für alle Beteiligten nicht wirklich schön ist. Sagen wir mal so, dadurch das Madame nicht wirklich sauber mit den Ressourcen umgeht fahren wir bzgl. NK und auch Steuerrückzahlungen gerade eine ziemliche Nullnummer und gehen dabei an unsere finanziellen Grenzen.
     
  7. #6 Soontir, 08.04.2014
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    So wie ich das aus Deinem letzen Post herauslese, wäre es Euch nur recht wenn die Mieterin auszieht.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, hendelt es sich hier um ein Zweifamilienhaus, von welchem eine Wohnung von Euch (dem Vermieter) bewohnt wird.

    Wenn dem so sein sollte, könnt Ihr die Mieterin auch selbst kündigen (vgl. § 573a BGB).
     
  8. #7 Soontir, 08.04.2014
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    Bist Du Dir mit der Änderungskündigung sicher? Ich interpretiere den § 556a Abs. 2 etwas anderst.
    Dort steht nur geschrieben, dass der VM durch Erklärung in Textform den Abrechnungsschlüssel abändern kann.

    Oder verstehe ich das was falsch?

    Gruß
     
  9. #8 Honey038, 08.04.2014
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    nein, das hast du genau richtig verstanden.
    Denn so wie die beiden im Moment hausen, ist es auf unsere Kosten.
    Wir müssen ihn dulden, haben weder Namen sonst noch etwas, wird uns verweigert mit den Worten, er ist nur zu Besuch und sucht sich ne Whg. Nun ja, er war im Oktober November bereits 2 volle Monate bei uns, dann zum arbeiten in die Schweiz. Nun wieder da, hat nun hier einen Job (keine Ahnung unter welcher Adresse er sich da angemeldet hab, wäre auch nett zu wissen), Kennzeichen vom Auto ist weiterhin B.

    Das mit der Kündigung wissen wir, allerdings würde es ja bedeuten wenn ich das richtig verstehe das sie insgesamt nach einem halben Jahr raus sein müssen.

    Für alle beteiligten wäre es wohl wirklich das beste. Wir werden allerdings erstmal den Weg einschlagen Wärmezähler anbauen. Dann die Änderungskündigung aufgrund des Verbrauches, gleichzeitig weiterhin anfragen ob wirklich noch "Besuch" wenn es wieder Ärger gibt, kommt dann die Kündigung. Denn so ist das ganze Projekt Vermietung eher auf dem Nullnummer Stand.
     
  10. Andres

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    Eine Änderungskündigung ist ein Angebot nach dem Muster: Wir kündigen das bestehende Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt X und bieten gleichzeitig ein neues Vertragsverhältnis zu folgenden Konditionen an ...

    Wie alle anderen Angebote muss man das nicht annehmen. Das Mietverhältnis ist dann einfach gekündigt.



    Damit gilt für euch die HeizkostenV. Ihr seid zwar in einer Situation, in der ihr abweichende Vereinbarungen treffen dürft, aber das ist dann ja nicht passiert. Die Mieterin dürfte übrigens die Heizkosten wegen fehlender Verbrauchserfassung pauschal um 15 % kürzen - auch wenn sie mit Verbrauchserfassung vermutlich mehr zahlen würde.

    Die Voraussetzungen für WMZ scheinen gegeben zu sein. Ich würde es so machen.


    Auch für das Warmwasser müsst ihr euch entweder an die HeizkostenV halten oder eine abweichende Vereinbarung treffen. Einfach mal die §§ 9, 7 und 8 HeizkostenV (in dieser Reihenfolge) lesen - so sieht es ohne abweichende Vereinbarung aus.


    Ich würde da keinesfalls zu viel erklären. Bisher scheint die Mieterin ihr pauschales Kürzungsrecht nicht bemerkt zu haben.


    Die Vorauszahlung könnt ihr auch über die Änderungskündigung anpassen oder nach einer (akzeptierten) Abrechnung, falls die Nachzahlung eine Erhöhung rechtfertigt. Was schneller ist, hängt vom Abrechnungszeitraum ab, und für die schnellere Option würde ich mich entscheiden.


    Vom Wasser kenne ich es nicht anders, als das die Vorauszahlungen entsprechend des Verbrauchs angepasst werden, d.h. dass man gar nichts anmelden muss. Sofern die Mieterin keine eigene Tonne hat, um die sie sich selbst kümmert, müsst ihr eine ausreichende Tonne zur Verfügung stellen. Abrechnung erfolgt dann - falls vereinbart - über die Betriebskosten.


    Nein. Sie hat ihr ganz normales Kündigungsrecht, d.h. sie kann eurer erleichterten Kündigung mit Frist 6 Monate durch ihre ordentliche Kündigung mit Frist 3 Monate zuvorkommen oder den neuen Mietvertrag einfach nicht akzeptieren.

    Wenn ihr die Dame loswerden wollt, könnt ihr auch einfach nur kündigen. Formvorschriften entsprechend § 573a BGB beachten, Frist 6 Monate. Hat Soontir ja auch geschrieben.


    Ganz allgemein: Ihr solltet euch bevor ihr Kündigungen schreibt oder Mietverträge abschließt mal etwas mit den rechtlichen Grundlagen befassen. Denn bisher lief da einiges falsch, was für euch letztendlich nur unnötigen Stress bedeutet. Ihr genießt einige Erleichterungen, aber die muss man verstehen, um sie nutzen zu können.


    Ich bin mir sicher ;)

    Und du dir eigentlich auch: Ich möchte nicht am Umlageschlüssel basteln, sondern das gesamte Mietverhältnis kündigen und einen neuen Vertrag mit neuen Konditionen anbieten. Warum das geht, hast du ja selbst erkannt.
     
  11. #10 Honey038, 08.04.2014
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    Vielen Dank für deine Antwort.

    Bzg. Rechtliche Grundlagen, hast du da evt ein Nachschlagewerk welches wir uns zu Gemüte führen können?
    Abrechnung haben wir nach:
    Thomas Trepnau - rechne nach deinem Mieter ab
    gemacht.

    Darf ich noch einmal nachfragen?

    "Eine Änderungskündigung ist ein Angebot nach dem Muster: Wir kündigen das bestehende Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt X und bieten gleichzeitig ein neues Vertragsverhältnis zu folgenden Konditionen an ...
    Wie alle anderen Angebote muss man das nicht annehmen. Das Mietverhältnis ist dann einfach gekündigt."

    Gekündigt sofort oder nach 6 Monaten oder nach 3 Monaten? Begründung muß mit rein?
    zu folgenden Konditionen an.... d.h. da füge ich dann einen neuen Mietvertrag (Vorlage wieder Haus & Grund) ein?
    Reicht es den in einem persönlichen Gespräch zu übergeben? Mietverhältnis läuft auf meinen Mann, bin ich dann Zeuge? oder da verheiratet nicht wirklich Zeuge?

    Sie verweigert eine Erhöhung der Vorauszahlung. Sie hatte jetzt eine Nachzahlung von 124 eur ergo 10 eur mehr im Monat, die zahlt sie auch.
    Dass der Typ da wohnt interessiert sie nicht, sie bzw. ihr Vater sagt es bleibt ja alles gleich.
    Sehen wir nicht wirklich so, wir müssten eine zusätzliche Mülltonne stellen (also für Ihren Haushalt = nicht mehr den Müll zu dritt, sondern sie zahlt komplett für die Tonne), normalerweise teilen wir uns eine, hat auch immer gepasst, jetzt passt es so gar nicht mehr.
    dann Wasser wird bei uns tatsächlich nach Verbrauchsstelle abgerechnet, sprich ich ruf an bei der Versorgungsstelle, dort werde ich gefragt wie viele Haushalte und wieviele Personen da leben, danach kommt die Einstufung.(Faustregel sagt 40 m3 pro Nase)
    Und wie gesagt, wir merken die Person mehr. (Seit Januar hat sie 10 m3 Warm + 10m3 kalt verbraucht, Ihr Typ ist erst einen Monat hier, würde dann heißen sie hat hochgerechnet aufs Jahr einen Verbrauch von 80 m3.) Wir sind aber nur auf insgesamt 120 m3 angemeldet, daher auch die Raten, wer die Nachzahlung im September bis Abrechnung Januar tragen darf könnt ihr euch ja ausrechnen.
     
  12. #11 Soontir, 08.04.2014
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    @ Andres

    Okay ich eben verstehe ich auf was Du hinauswillst. Klappt dann ja aber auch nur bei der Konstellation 2-Fam.-Haus und eine Wohnung selbst bewohnt. Bei größeren Mieteinheiten müsste ich dann eben doch "nur" den Abrechnungsschlüssel umstellen.

    @ Honey

    Als Nachschlagewerke empfiehlt sich hier erstmal das BGB, die Heizkostenverordnung und die Betriebskostenverordnung. Daneben gibt es dann noch dieverse "Handbücher", die auch nicht schlecht sind (so z.B. von der Firma Minol.). Die Kür sind dann natürlich diverse Kommentare zu den einzelnen Gesetzten und Verordnungen.
     
  13. Andres

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    Aber sicher doch - dafür gibt es das Forum.


    Nach 6 Monaten. Man muss auf die gesetzliche Grundlage (erleichterte Kündigung) Bezug nehmen. Das steht wie bereits erwähnt in § 573a BGB. Einfach mal reinschauen - Gesetzestexte sind nicht immer so schlimm wie ihr Ruf :)

    Wenn es nur um wenige, kleine Änderungen geht, kann man einfach die betreffenden Klauseln neu fassen. Bei etwas umfangreicheren Änderungen macht man das genau so, wie du schreibst.


    Auch wenn das keine perfekte Rechtssicherheit liefert (das wäre die Zustellung per Gerichtsvollzieher), ist das doch schon eine ziemlich sichere Lösung.


    Ich würde es an der Stelle der Mieterin vermutlich nicht anders machen. Eine Erhöhung der Vorauszahlung aufgrund einer Nachzahlung (d.h. aufgrund von Fakten aus der Vergangenheit) ist eine relativ einfache Sache. Bei Spekulationen, wie sich die Sachlage in Zukunft wohl entwickeln könnte, wäre ich etwas skeptisch.

    Dir ist klar, dass das eine weitere Änderung des Umlagemaßstabs ist? Und nicht ohne weiteres geht?


    Und zum Rest hat sich Soontir schon gut geäußert.
     
  14. #13 Honey038, 09.04.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.04.2014
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    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
    Also quasie wenn sie es nicht akzeptieren würde ist dementsprechend die Wohnung nach 6 Monaten gekündigt? Kann sie daraufhin dann auch diese kündigen mit 3 Monatsfrist oder heißt es dann das sie nach 3 Monaten einfach ausziehen kann und fertig ist?


    bzgl. Müll, rechnen wir nach personen ab, hat sie auch akzeptiert. Nun ist eine Person mehr da, es wird mehr Müll produziert, wir wissen langsam nicht mehr wohin damit und es muß eine zusätzliche Tonne dahin, der Müll ist aber nicht unser, sondern ihrer weil sie nun Er auch noch da ist.
    Das hat doch nichts mit Umlageschlüssel zu tun, sondern einfach mit dem Fakt, es geht nicht mehr, oder?

    bzgl Mietvertrag Heizung, dort haben wir nichts eingetragen, also den normalen Vordruck von Haus und Grund und dann steht dort das man nach a) b) c) abrechnen kann, also nach m2, nach Werten oder ich bin der Meinung nach noch etwas, muß dann überhaupte eine Änderungskündigung erfolgen?
     
  15. #14 Soontir, 09.04.2014
    Soontir

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    Hallo,

    wenn Du hier die eine Auswahlmöglichkeit hast und dann dort nichts ankreuzt, dann hast Du nichts vereinbart.
    Wenn Du nichts vereinbarst ist nach dem gesetzlichen Umlageschlüssel zu verteilen.
    Der gesetzliche Umlageschlüssel wäre qm.

    Wenn Du nun nach Verbrauch abrechnen willst, musst Du entweder die Änderungskündigung aussprechen und in Textform die Änderung des Umlageschlüssels dem Mieter mitteilen.
     
  16. Andres

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    Wenn man jetzt Haare spalten will, ist das falsch. Die Wohnung ist auf jeden Fall gekündigt, aber sie kann einen neuen Mietvertrag akzeptieren.


    Wenn sie früher raus will, muss sie kündigen.


    Auch hier kann ich mich nur wiederholen: Ich halte das für den schlechtesten denkbaren Umlageschlüssel.

    Nein, du hast geschrieben, dass die Mieterin die Kosten für die zusätzliche Tonne tragen soll. Das ist ein anderer Umlageschlüssel (direkte Zuordnung). Korrekt wäre, die Mieterin statt bisher zu 1/3 künftig zu 2/4 an den Gesamtkosten der Müllentsorgung zu beteiligen. Vielleicht macht das aktuell zufällig keinen Unterschied (z.B. weil die zweite Tonne gleich viel kostet und die Mieterin aktuell ja zur Hälfte am Müll beteiligt ist), aber in Zukunft muss das nicht so bleiben: Wenn der Freund der Mieterin auszieht, zahlt sie wieder nur noch 1/3 der Kosten, obwohl die zweite Tonne noch vorhanden ist. Wenn ihr ein Kind bekommt, zahlt sie nur noch 2/5 der Kosten, obwohl sie ihre "eigene" Tonne hat. Bei "direkter Zuordnung" würde sie in jedem dieser Fälle exakt die Kosten für die zweite Tonne zahlen.

    Du siehtst: Das ist ein anderer Schlüssel.


    Mein Vorschlag zur Änderungskündigung kam zu einem Zeitpunkt in der Diskussion, an dem noch nicht klar war, dass im Mietvertrag bezüglich Heizkosten keine Vereinbarung getroffen wurde. Da ich grundsätzlich an das gute im Menschen glaube ;) bin ich damit davon ausgegangen, dass die von euch praktizierte Abrechnung nach Personen auch so vertraglich vereinbart ist und für eine Abrechnung nach Verbrauch zunächst einmal die Vereinbarung, nach Personen abzurechnen, aus dem Vertrag raus muss. Das ist ja nun nicht der Fall - ihr musstet schon immer nach HeizkostenV abrechnen und macht damit mit dem Einbau von WMZ nur das, was ihr sowieso gemusst hättet.

    Aktuell hat die Änderungskündigung für mich nur noch den Zweck, eine stärkere Gewichtung des Verbrauchsanteils durchzusetzen (bevorzugt 100 %, ihr profitiert davon aufgrund des Kaminofens) und die unsäglichen Umlagen nach Personen loszuwerden.


    Soweit richtig.

    Nö, es geht (hauptsächlich) um Heizkosten, dafür gilt die HeizkostenV. Deine Aussage wäre z.B. für den Müll richtig - und auch dann nur, wenn "nichts vereinbart" sich ausschließlich auf eine Vereinbarung zum Umlageschlüssel bezieht. Ist tatsächlich gar nichts vereinbart, ist der gesetzliche Regelfall außerhalb von Heizung und Warmwasser die Inklusivmiete.

    Bei dem Stand, auf dem sich Honey038 befindet, wäre mir diese Präzision wichtig.
     
  17. #16 Honey038, 09.04.2014
    Zuletzt bearbeitet: 09.04.2014
    Honey038

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    so langsam versteh ich.

    Da nu eh eine Änderungskündigung kommt, könnte man doch ebenso beim Müll dem Umlageschlüssel umstellen, oder? Oder halt größere Tonne bestellen.
    Klar wenn wir mal ein Kind haben, haben wir auch mehr Müll und müßten mehr bezahlen, für uns absolut verständlich und logisch. Wir wollen uns ja nicht an den NK bereichern, sondern fair für alle Parteien abrechnen.

    bzgl. der Heizkostenverordnung, da sind wir doch durch die Konstellation Haus / Anliegerwohnung grundsätzlich von ausgenommen, oder? Egal was im Vertrag drin steht oder?
    by the way, ausgerechnet ob wir nach den qm oder nach der Personenzahl (mal normale Konstellation 2:1) abgerechnet haben/hätten die Endsumme wäre gleich geblieben.

    Dadurch das sie die Nachzahlung aber gezahlt hat, keine neue Abrechnung gefordert hat, hat sie doch den geänderten Umlageschlüssel akzeptiert, sowas ähnliches stand in dem Trepnau Buch.

    Wir werden dann ja mit dem WMZ im Mai starten, wie rechnen wir dann vorher ab? Klar, WMZ funktioniert nur wenn wir den Ölstand genau an dem Tag dann aufschreiben. Auch wieder normal nach Qm/Verbrauch?
    sprich 4 Monate das, danach dann nach WMZ verbrauch zum Öl?

    Noch eine Frage die sich mehreren bei uns stellt. Es wurde uns gesagt, auf den Warmwasserverbrauch schlägt man gemäß Formel ca. 18% drauf, das wäre die verbrauchte Energie das Wasser zu erwärmen.
    Nun rechnen wir dann aber doch doppelt ab, indem wir das reine Öl abrechnen (als Heizung) und dann noch auf das Warmwasser nen Aufschlag drauf hauen? Das ist doch nicht richtig?
     
  18. sara

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    Das bezweifele ich ganz erheblich.
    dann müssten die Flächen der Wohnungen in genau diesem Verhältnis zueinander stehen. z. B. 100qm zu 50 qm.

    Kenne diese Zahl zwar nicht, aber auf jeden Fall musst du die, wie auch immer ermittelte Summe, von den gesamten Energiekosten erst mal abziehen, d. h. du musst eine Aufteilung der Kosten in Heizenergie und Wassererwärmung vornehmen.

    Dann jeweils nach den Umlageschlüssel aufteilen.

    Dann wird auch nichts doppelt verrechnet, was auf jeden Fall falsch wäre.
     
  19. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Früher hatten die Hausbewohner solche "Probleme" mit Herz und Vernunft gelöst, heutzutage scheint das wohl kaum noch möglich zu sein.
    Tipp: Jede Menge Messgeräte für x-Tausende installieren, um hundert Euronen vermeintlich "gerecht" zu verteilen... Volldampf voraus...:muede003:
     
  20. Duncan

    Duncan
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    och, es gibt Mieter die liebend gern jeden Monat 14,95€ Zählergebühren extra bezahlen, um am Jahresende dank präziser Abrechnung mehr für den Verbrauch zu bezahlen als sie vorher über eine Pauschale bezahlt haben....

    Ich hatte gerade 2 baugleiche Häuser beide mit 7 Personen "belegt" in einem alles Eigentümer im anderen Haus alles Mieter, die Mieter hatten 6mal mehr Müll....
     
  21. #20 Honey038, 10.04.2014
    Honey038

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    @berny
    mit wieviel Herz und Verstand würdest du denn deine Mieterin überreden wollen im Winter doch bitte die Fenster geschlossen zu halten, bzw. nur stoßzulüften?
    nett, witzig drauf beim gemeinsamen grillen drauf hinweisen - check (mehrmalig)
    mit Konsequenzen drauf hinweisen (schimmel, höhere NK) - check auch mehrmalig
    Nachzahlung - ebenfalls Check

    Also erzähle mir mal etwas von Herz und Verstand bitte, die Millionen habe ich leider nicht auf dem Konto. So und wenn es dann so ausschaut das ich mir in meinem eigenen Haus lieber nen dickeren Pulli anziehe, obwohl mir schweinkalt ist anstatt den Thermostat der Heizung aufzudrehen, weil man die Heizkosten sonst so langsam nicht mehr tragen kann, denke ich ist der gerechte Schlüssel nach Verbrauch der beste Weg für alle Beteiligten.

    @ Sara
    wir reden von 44 zu 90, also fast so gut wie dein Beispiel.
     
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