Wie kündigt man diese Mieterin auf die korrekt Art?

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von AndreW, 13.02.2014.

  1. AndreW

    AndreW Neuer Benutzer

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    Hallo,

    wir haben ein paar Probleme mit einer unserer Mieterinnen und würden sie aus mehreren Gründen gern kündigen. Wie stellen wir das am geschicktesten an?

    Der Mietvertrag (Haus & Grund Rheinland Standardvertrag; ich kann die exakte Formulierung posten, falls das wichtig ist) läuft seit 1.11.2013. Die Mieterin zahlt die Miete und Nebenkosten regelmäßig, hat aber trotz nachfragen noch keinen Cent der Kaution bezahlt.

    Die Kaution beläuft sich auf 2* die Nettokaltmiete. Drei Raten waren erlaubt, die letzte mit der Januarmiete fällig.

    Können wir hier nach der Mietrechtsreform 2013 fristlos kündigen, oder sollten wir erst abmahnen? Oder sowohl fristlos als auch ersatzhalber fristgerecht kündigen?

    Vielen Dank im Voraus für eure Ideen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 kranseier71, 13.02.2014
    kranseier71

    kranseier71 Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    § 569 BGB Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund - dejure.org
    IMHO ja.

    Nein

    Fristlose Kündigung sollte ausreichen - aber es ist wohl grundsätzlich besser (oder zumindest nicht verkehrt) immer ersatzhalber fristgerecht zu kündigen.

    HTH, Karl
     
  4. Andres

    Andres
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    Nicht "ersatzhalber" sondern "hilfsweise".
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo AndreW,

    Ihr habt Euch recht ungeschickt verhalten. Anscheinend musstet Ihr wohl unbedingt vermieten...?
    Ich hätte die max. zulässigen drei NettoKM als Kaution genommen und die Mietsache erst übergeben, wenn die 1. Kautionsrate UND die erste Monatsmiete bar gezahlt worden wären.
    Wenn die Mieterin ansonsten einigermassen vertrauenserweckend scheint, würde ich zunächst keine Sanktionen starten, sondern abwarten und bei evtl. Betriebskostenrückerstattungen die Beträge einbehalten.
     
  6. AndreW

    AndreW Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für Eure Hinweise bzw. Meinungen. :)

    Wir mussten nicht unbedingt vermieten, aber da es ein reines Vermietobjekt ist, bot es sich natürlich an, alle Wohnungen zu vergeben. Einen Nachmieter finden wir sofort, da die Lage sowohl ruhig als auch verkehrstechnisch günstig ist.

    Die etwas "freundlichere" Vorgehensweise, man könnte sie auch als "naiv" bezeichnen, lag an meinem Vater. Ich wollte tatsächlich die erste Mietrate und 1/3 der Kaution vor Einzug haben, aber er hielt das für unnötig.

    Die Mieterin zahlt wie schon gesagt regelmäßig Miete und Nebenkosten. Es sind aber ansonsten schon ein paar Kleinigkeiten vorgefallen, die uns missfielen. Außerdem stieg die Anzahl der Abflussverstopfungen durch Hygieneartikel sprunghaft an, seit sie im Haus wohnt. Sowas läßt sich leider nicht beweisen, aber wir haben unsere Gründe, anzunehmen, dass sie das war. Auf diesen Kosten bleiben wir leider sitzen, denn um sie abzuwälzen müssten wir das Verschulden beweisen können.
    Kurz: Wir möchten sie loswerden.

    --------

    Fragen:
    1) Reicht es aus, die Kündigung im Beisein eines Zeugen - anderer Mieter, der sich freundlicherweise zur Verfügung stellt - zu übergeben oder ist das nicht gerichtsfest?

    2) Muss ein Hinweis auf eine Sozialklausel o.ä. in das Kündigungsschreiben? Die Wohnung ist ca. 80 m² groß.

    3) Was für Fristen sollten wir setzen und welche hat sie dann sowieso, bzw. wann fangen die an zu laufen?
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    1) Reicht gerichtsfest aus. Zugangsvermerk direkt auf der Kopie.
    2) Njet.
    3) Gesetzlich, d.h. bspw. jetzt zum 31.05.14.
     
  8. #7 Papabär, 18.02.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Nuja - der § (kranseier71 hatte ihn ja bereits verlinkt) heißt nicht umsonst "Außerordentliche fristlose Kündigung aus ..."
     
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