Wie lange dauert es, bis man einen Mieter gefunden hat, der zu einem paßt?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Wanda1, 04.09.2010.

  1. Wanda1

    Wanda1 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    wie lange dauert es durchschnittlich bis man einen Mieter findet, der zu einem paßt?

    Unsere Situation ist folgende:
    Wir haben ein Haus mit einer Wohnung unten (zu vermieten) und einer Wohnung oben (da wohnen wir). Der Garten vor dem Haus ist unserer - Manko: hier verläuft der Weg zur Haustür. Der Garten hinter dem Haus könnte zur Mitbenutzung zu Verfügung gestellt werden - Manko: Man muss um die Garagen herum, d.h. es gibt keinen direkten Weg, ist aber eigentlich nicht tragisch, da nur 30 Sekunden Fußweg.

    Die zu vermietende Wohnung hat - inzwischen nachgemessen - 115qm, ist mit einer EBK ausgestattet, hat wunderschöne Parkettböden, ein geräumiges Bad, keinen Schimmel, die Fenster werden gerade alle abgeschliffen, neu gestrichen und mit Silikon neuverfugt. Außerdem sind sämtliche Wände neu gestrichen. Jeder, der die Wohnung sieht, ist begeistert. Die Miete beträgt 500.- Euro und liegt damit, auf die Quadratmeter umgerechnet, unter dem ortsüblichen Preis für Schimmelbutzen mit wesentlich weniger Komfort. Problem: Um 500.- Euro bekommt man hier, wenn man lange genug sucht und auch abgelegene Lagen in Kauf nimmt, Häuser im nicht gerade allerbesten Zustand, aber eben ein Haus.

    Wichtiger Punkt ist:
    Ich selbst muss auch hier arbeiten, weil ich Freiberuflerin bin und ein externes Büro mehr kosten würde als es brächte.

    Wir haben Annoncen in der Zeitung sowie im Internet. Es melden sich auch Interessenten, aber durchwegs Leute, die absolut nicht zu uns passen. Entweder Familien mit Kindern - ich muss hier aber arbeiten und habe selbst zwei. Ich kann nicht auch noch anderer Leute Kinder mitbetreuen, denn letztlich ist eine Trennung in so einem Haus nicht wirklich durchzuführen. Zusätzliche Kinder bedeuten zusätzlichen Lärm und nicht jeder begreift, dass Arbeit im Home-Office eben immer noch Arbeit ist und ich keinen 9 to 5-Job habe, sondern auch oft noch nachts und am Wochenende dasitze. Es geht einfach nicht.
    Oder jemand ist angenehm - hat aber einen Hund. Wir wollen aber keine Haustiere, 1. weil ich hier nun einmal arbeite und den Lärm nicht will, 2. will ich keinen verunreinigten Garten und 3. fürchte ich um die Parkettböden.
    Oder der potentielle Mieter kommt herein und stellt im Brustton der Überzeugung eine absurde Forderung nach der anderen, die mich x-tausende von Euro kosten würden, gäbe ich ihnen nach und die sich - selbstverständlich - nicht im Mietpreis niederschlagen dürften. Inzwischen habe ich den Eindruck, dass wir hier die reinste Psychopathenwanderung erleben.

    Perfekt wäre ein kinderloses Pärchen ohne größere Haustiere, die selbst ruhig sind, nicht ständig Besuch haben, Nichtraucher sind, unsere Kinder ertragen, die nach allgemeinem Bekunden recht brav sind, uns nicht für ihre Freizeitgestaltung brauchen, auch noch gerne großzügig wohnen und die Miete zahlen können. Gibt es das vielleicht nicht, d.h. suche ich nach regelrechten Außerirdischen? Wie lange habt ihr gebraucht, um Mieter dieser Art zu finden?

    Herzlichen Dank für Euere Antworten!

    LG

    Wanda
     
  2. AdMan

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  3. kathi

    kathi Gesperrt

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    Jetzt mal ganz ehrlich: Vielleicht solltest du einfach mal deine Ansprüche etwas runterschrauben.
    Das sind Ansprüche, die man stellen kann, wenn man zu dem Preis in einer extrem begehrten Lage vermieten würde, aber ich finds trotzdem heftig. Vielleicht hättet ihr euch lieber ein Haus für euch allein anschaffen sollen, wenn ihr solche Ansprüche habt und dies so leicht ist bei euch in der Gegend.
    Du willst ein kinderloses Pärchen, das möglichst auch nicht die Absicht hat Kinder zu zeugen oder die Zeit schon hinter sich hat (dann kommen aber bald die Enkel zu Besuch). Gleichzeitig willst du aber dass das Pärchen so kinderlieb ist, dass es sich nicht durch DEINE Kinder, die immerhin auch noch DRÜBER wohnen, gestört fühlt. Das find ich schon ein bisschen dreist. Was machst du eigentlich mit deinen eigenen Kindern, wenn die mal spielen wollen, wenn du arbeiten musst? Sperrst du die dann in den Keller?
    Kinderlose jüngere Pärchen, die auch kinderlos bleiben wollen, sind idR oft berufstätig und eher karriereorientiert. Und diese können sich dann auch ein Haus leisten, oder noch was besseres oder zumindest was, wo ihnen der Vermieter nicht direkt oben drüber sitzt und ein Sonderkündigungsrecht hat.
    Da die Wohnung in dieser Grösse und mit dieser Ausstattung wirklich extrem günstig ist--- bei uns würdest du bei der Ausstattung grade mal die Hälfte an m² bekommen-- nehme ich an, dass das Angebot grösser ist, als die Nachfrage. Daher musst du Abstriche machen und zur Not bleibt dir immer noch das Sonderkündigungsrecht.
     
  4. #3 lostcontrol, 05.09.2010
    lostcontrol

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    vorab:
    ich glaube eure mieter müssen erst noch gebacken werden.
    was du an ansprüchen stellst ist definitiv derart unrealistisch dass ich von vornherein empfehlen würde garnicht zu vermieten.

    das ist normal bei gärten vor dem haus. irgendwie muss man da durch zur haustür.
    sprich: ihr werdet nicht verhindern können dass eure mieter da durchlaufen.

     
  5. Wanda1

    Wanda1 Neuer Benutzer

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    @ lostcontrol

    Hi,

    ich danke Dir erst einmal für Deine Antwort.

    Zu den von Dir angesprochenen Punkten:
    1. Der Durchgang zum Garten: Natürlich muss man irgendwie zum Haus gelangen. Ich habe es nicht gebaut, denn sonst wäre der Durchgang nicht geradewegs durch den Garten, sondern seitlich verlaufen, wie das eben anderenorts üblich ist. Irgendwo muss aber auch ich mich gelegentlich aufhalten und ich kalkuliere ein, dass einem Mieter meine Anwesenheit vor der Haustüre eventuell nicht genehm sein könnte.

    2. Ich habe mich darüber informiert, was hier in der Gegend bei Wohnungsübergaben üblich ist. Ein guter Teil der Wohnungen ist definitiv schimmelig, dass die Fenster ordentlich in Schuss gehalten sind, ist auch nicht üblich und desweiteren mehr. Ich als Mieter wäre hellauf erfreut, wenn ich alle diese Arbeiten in den nächsten Jahren nicht machen müßte.

    3. Die Aussage stammt nicht nur von meiner Mutter, die durchaus befangen wäre, sondern von potentiellen Mietern selbst, die aber eben nicht in unser Profil passen sowie von einer mit uns weitläufig bekannten Maklerin, die jedoch noch keinen Auftrag hat. Letztere bestätigte, dass die Wohnungen üblicherweise in einem ganz, aber ganz anderen Zustand sind.

    4. Dass der Vermieter im Haus nicht gewünscht ist, habe ich auch schon festgestellt, aber ich kann`s nicht ändern. Nachdem, was ich in den diversen Foren gelesen und aus Gesprächen mit anderen Vermietern erfahren habe, bin ich inzwischen zu dem Schluss gelangt, dass derjenige, der sich ordentlich verhält, den Vermieter eigentlich auch nicht zu fürchten hat. Anders ausgedrückt: Wenn ich mich in einer Wohnung aufführen will wie in einem freistehenden Haus mit ca. 3km Abstand zum nächsten Nachbarn, dann habe ich - richtig - auch Probleme mit dem Vermieter.

    5. Die Wohnung ist ein Zweitbezug, sehr gut in Schuss, die Lage ist ruhig und die Verkehrsanbindung ist hervorragend. Natürlich kann ich ein Haus auch günstig bekommen - aber eben in einem anderen Zustand und weit abgelegen. Ich denke, es kommt auch meine eigenen Prioritäten als Mieter an. Wir liegen ja eh` schon um einiges unter dem üblichen Mietpreis. Im übrigen kosten hier Wohnungen mit 80qm gute 360 Euro - das als Vergleich.

    6. Hier ist es üblich, dass sich die Kinder unangemeldet gegenseitig besuchen. Bei einem Schulkumpel meines Sohnes kann ich durchaus sagen, dass ich im Moment arbeiten muss und das wird akzeptiert - aber im eigenen Haus? Nach dem, was ich inzwischen von anderen erfahren habe, wird das zum permanenten Treppleinlaufen und zur Ablenkung meines Sohnes vom Lernen - das will ich nicht.

    7. Die Wohnung hat - ich hatte es geschrieben - ca. 115qm, EBK, WaMa und Trockner können in der Wohnung betrieben werden, Gartenmitbenutzung, Zentralheizung, eigene Wasserzähler - sämtliche Nebenkosten können über den tatsächlichen Verbrauch (!) abgerechnet werden. Das Wohnzimmer liegt über dem Heizungskeller und muss auch im Winter kaum geheizt zu werden, was natürlich einiges an Ersparnis bedeutet. Garagen haben die wenigsten ähnlichen Wohnungen hier in der Gegend.

    8. Du schreibst:
    "warum musst du voraussetzen dass die mieter deine kinder "ertragen"??? wenn du das fragst weil deine kinder in irgendeiner form "behindert" sind gehört dir dafür eine geklatscht. wenn deine kinder ganz "normale" kinder sind erst recht. wenn deine kinder total verzogen sind und du von den mietern erwartest, dass sie das akzeptieren gehört dir 'ne gehirnwäsche."

    Mit "ertragen" meine ich, dass es durchaus Leute gibt (darunter potentielle Mieter, die hier waren und selbst fünf Kinder großgezogen haben...), die selbst keine Kinder im Mietshaus haben wollen. Deren Forderung war sogar "Wir suchen Vermieter, die sich uns anpassen" - kein Kommentar. Dazu kam, dass sich die Gattin von uns ständig herumchauffieren lassen wollte, weil der Gatte mit dem Führerschein zum Pflegefall wurde. Keine Sorge, meine Kinder gelten in unserer Straße als absolut brav, ruhig und unauffällig.

    9. Ich habe nichts gegen gelegentliche Besuche, aber ich brauche weder abendlichen Sessions bei lauter Musik der pubertierenden Jugendlichen noch im Korridor dauerbobbycarfahrende Kleinkinder oder jemanden, der am Sonntagmorgen um 7 Uhr anfängt, bei offenem Fenster die Bude zu staubsaugen (wie unsere Nachbarin, die sich damit gaaanz viele Freunde gemacht hat). Ich will auch keine Hunde, die mir in den Garten ... Ich will einfach ganz normale Leute, die nicht hier anmarschieren und aberwitzige Forderungen nach sinnlosen Mauerdurchbrüchen, Abschleifen eines neuwertigen Parketts, absolute Rücksichtnahme auf sie, Fahrservice für den Mieter, die Nutzung unseres Gartenteils statt des ihren, die Überwinterung ihres Motorrads und grundsätzlich öl- und benzinverlierender Arbeitsgeräte in der Wohnung sowie den Einbau eines Schwedenofens, die selbstverständlich der Mieter dann aussucht, fordern. Es kann doch nicht sein, dass es keine einfach nur weitgehend ruhigen und normalen Mieter mehr gibt?!

    LG

    Wanda




    @Kathi

    Hi,

    das Haus ist ererbt nach achtjähriger Schwerstpflege meiner beiden Schwiegereltern und beschwert durch eine Reihe von Vermächtnissen für die arbeitsscheuen Geschwister meines Mannes. Ich hätte nie so ein Haus gebaut.

    Ich habe eine Reihe von Sachen in unsere Wohnung oben auf meine Kosten einrichten lassen und will auch nicht auf unser großes Wohnzimmer mit 5 Metern Raumhöhe verzichten, um in die untere Wohnung ziehen, um ja niemanden mit meiner Anwesenheit zu belästigen. In einem Mietshaus kannst Du auch nicht so lange Rochade spielen bis es dem neuen Mieter genehm ist. Gegen Enkel habe ich nichts, denn die zahnen meistens nicht die ganze Nacht usw., d.h. sie kommen quasi als Leihkinder zu Besuch und gehen irgendwann auch wieder.

    Wer den ganzen Tag arbeitet, hört meine Kinder nicht, die den Vormittag über in der Schule und im Kiga verbringen und auch am Nachmittag ein paar Aktivitäten haben - zwangsläufig. Wie gesagt, meine gelten hier als ruhig.
    So ein Mieter ist vielleicht auch sogar froh, wenn er mit Gartenarbeit und den üblichen in der Hausordnung geforderten Arbeiten nicht belastet ist und sich einfach nur in den Garten setzen kann.

    Die Sache mit dem Sonderkündigungsrecht kann ich nicht ändern, sehe aber auch nicht, wieso ich als Vermieter nicht auch ein paar Rechte haben sollte. Wer sich halbwegs ordentlich benimmt, hat doch eh` nichts zu befürchten.

    LG

    Wanda
     
  6. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Sorry, aber das ist ja wohl nicht dein ernst. Ein mündiger Mieter wird sich zu wehren wissen und die Dinge sowieso nicht machen. Er wird dich dazu auffordern, das zu beheben oder sofort die Miete mindern. Wenn die Fenster nicht in Ordnung sind, sind wir schon bei 50% und wenn dann noch Schimmel dazu kommt, dann kann der Mieter besser gleich wieder ausziehen. Miete kommt dann eh nicht mehr...

    Es ist eine einfache Rechnung. Eine Bruchbude mit wenigen Ansprüchen geht für LOW weg. Deine Miete ist unter dem Mietspiegel, dann bekommst du auch entsprechende Leute. Aber die rechnen auch und mit deinen erhöhten Ansprüchen wird das fast zur (sehr einseitigen) Ehe mit dem Vermieter. Da müßtest du niedriger mit der Miete sein.

    Wenn dir die Nachfrage nicht gut genug ist, dann gehe mit der Miete runter. Das macht jeder Vermieter so. Deswegen ist der Mietspiegel nur ein anhaltspunkt. Er spiegelt den Preis wieder, den eine Wohnung bei "normalen" Ansprüchen vermietbar ist. Bei dir sind einige Punkte zum Abzug zu bringen, was den WohnWERT mindert. Also ist der Marktwert der Immobilie wesentlich geringer.

    [joke on]BTW: Gibt es überhaupt Frauen, die NIE Kinder wollen? Ich habe noch keine getroffen...[joke off]
     
  7. Wanda1

    Wanda1 Neuer Benutzer

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    @ Capo:

    Hi,

    ich habe geschrieben, dass die Wohnung absolut schimmelfrei ist - ich wußte nicht, dass man sich dagegen wehren muss ***ironie off**.

    Ich suche erst seit drei Wochen - das hätte ich vielleicht dazu schreiben müssen. Ich bin ziemlich überrascht, wie weit die Forderungen der Mieter offenbar normal sind und wie wenig man als Vermieter selbst zu erwarten hat. In meinem Weltbild besteht das Leben für jeden aus Geben und Nehmen, aber offensichtlich gibt der Vermieter und der Mieter nimmt.

    Was ich bei Euerer Argumentation interessant finde, ist dass meine Kinder als dreiste Belastung für dem Mieter gelten, ich aber die Kinder des Mieters mit offenen Armen empfangen soll. Ich soll möglichst wenig Rechte haben (das böse Sonderkündigungsrecht), der Mieter darf nahezu alles (so die Gesetzeslage). Wir sind selbst so ruhig, dass uns immer wieder gesagt wird, von uns höre und sähe man nichts, wir sollen für den Mieter geradezu unsichtbar sein (da sonst Abzugspunkt gegenüber dem Mieter), aber ich soll mögliches Remmidemmi klaglos hinnehmen.

    Tut mir leid, aber ich finde das absurd. Wenn jemand anständig und ordentlich ist, dann macht er auch keinen Lärm und stellt auch nicht Forderungen nach goldenen Wasserhähnen (das ist nur ein Bild), sondern freut sich, wenn er etwas Brauchbares über dem Allgemeinniveau bekommt.

    Formulieren wir die Frage also anders:
    Wie sind Euere Mieter, dass Ihr meine Erwartungen als unrealistisch betrachtet?

    LG

    Wanda
     
  8. clline

    clline Erfahrener Benutzer

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    Richtig, das Zusammenleben von Vermieter und Mieter, sollte idealerweise durch beiderseitiges geben und nehmen angenehm verlaufen. Meine Einstellung ist aber auch, dass ich nur das von anderen erwarten kann, was ich selbst vorlebe. Ich persönlich würde nur kinderlose Mieter bevorzugen, wenn ich auch selbst kinderlos bin. Ist zwar bei mir der Fall, mir wären Mieter mit Kindern dennoch recht, wenn sie mir angenehm erscheinen.

    Für die Eltern selbst sind ihre Kinder natürlich immer die besten, wäre ja auch seltsam wenn es anders wäre. Ich selbst arbeite auch zu Hause und in der Nachbarschaft leben jede Menge Kiddies. Mir ist fröhliches Kinderlachen vor der Haustür wesentlich lieber, als Baustellen-, Fluglärm oder sonstiges. Die Jugendlichen die schon Führerschein haben, drehen ab und an mit ihren aufgemotzten Kisten ihre Runden durchs Neubaugebiet. Erstaunlicherweise stören die Motorgeräusche die Nachbarn, die selbst Kinder haben am meisten ... vermutlich haben sie vergessen, dass sie selbst mal 18 waren.

    Lärm ist ja immer relativ und eine unserer Mietparteien hat sich allen ernstes mal (erfolglos) über Vogellärm beschwert. Ist halt einer, der erst losplappert und dann überlegt. Generell bekommen wir auch immer mal wieder Wünsche unserer Mieter präsentiert, bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Was soll man dazu sagen: ein Versuch ist es wert :-) Meist sage ich dann: Klar, können wir machen. Nur bezahlen müsst ihr eure Sonderwünsche selbst. Damit ist das Thema in der Regel sofort erledigt. Obwohl wir bisher fast immer junge Mieter hatten, gab es noch nie Lärmprobleme. Nix Party und Halligalli. Inzwischen vermute ich, dass ältere Mieter wesentlich lauter wären.

    Mal ehrlich, man kann sich auch über alles aufregen. Mein Rat: wer eher intolerant ist, sollte das mit dem Vermieten besser lassen.
     
  9. kathi

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    Bei uns würde selbst eine komplett verratzte Wohnung mit 115m² für 500€ weggehen wie warme Semmeln. Wenn bei euch eine komplett renovierte Traumwohnung für 500€ schlecht vermietbar ist und die Mieter dann auch noch "goldene Wasserhähne" fordern, während du Mieter suchst, die man weder hört, noch sieht, dann liegst du mit deiner Miete UND deinen Ansprüchen einfach zu hoch.
     
  10. #9 bienemaya, 06.09.2010
    bienemaya

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    Ich denke auch, daß Ihr notfalls die Miete mindern müsst, ich weiß, man hält immer gerne an dem fest, was der Mietspiegel oder die ortsübliche Miete ist, ABER in Zeiten wie diesen, wo viele Wohnungen angeboten werden muss man halt Abstriche machen. Wenn es die Marktlage nicht hergibt...
    Zum anderen wohnen wir auch im eigenen Haus und die obere Wohnung ist vermietet. Wir haben auch schon Durststrecken gehabt, wo es schien, als würde Niemand "diese tolle, helle Wohnung" haben wollen. Und ich erinnere mich, daß es hier Leute gibt bei denen es nicht anders war.

    Aber alles in Allem solltest du deine Ansprüche ein wenig runter schrauben oder gar nicht vermieten. Die Gruppe derer denen es nichts ausmacht, den Vermieter im Haus zu haben, ist nicht die Mehrheit und je mehr Kriterien die neuen Mieter erfülllen müssen, um so schwieriger ist es welche zu finden.

    biene
     
  11. Wanda1

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    Hi,

    danke allerseits.

    Inzwischen sind zwei Dinge eingetreten:

    1. Ich habe mich `mal näher über die "Vergleichhäuser" schlau gemacht und dabei herausgefunden, dass deren relativ niedriger Preis nicht nur die die Abgeschiedenheit, sondern auch durch die weniger gute Bausubstanz und durch dermaßen veraltete Heizungsanlagen begründet ist, dass man dann zwar mietgünstig in einem Haus wohnt, aber von den Nebenkosten schier aufgefressen wird. Insofern: Punkt für uns.

    2. Gestern war genau so jemand bei uns, der unseren Kriterien, trotz Kindern, weitgehend entsprochen hat, gut erzogen war und Wünsche äußerste, aber keine Forderungen stellte. Ich muss noch ein paar Punkte abklären, war aber sehr positiv.

    Ich bin inzwischen zu dem Schluss gelangt, dass ich eine - nach wie vor - gute "Ware" anbiete, die eine Reihe an positiven Kriterien erfüllt, aber natürlich auch Punkte aufweist, die nicht für jeden, der die absurden Forderungen stellt, mit denen wir konfrontiert wurden, annehmbar sind. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, das ich mir auch klar, aber das gilt umgekehrt auch für Mieter. Als dreist empfinde ich meine Kinder und meine Arbeitssituation immer noch nicht, bedaure. Folglich lasse ich die Wohnung lieber etwas länger leerstehen und gönne mir das Abwarten als dass ich hinterher jemanden im Haus habe, der mich belastet oder bei dem ich immer das Gefühl haben muß, dass ich meine Toleranz zu niedrig verkauft habe. Man erträgt manches leichter, wenn der Preis stimmt. Folglich werde ich den Preis jedenfalls nicht reduzieren, dazu bieten die Wohnung und wir tatsächlich zu viel, so dass die von Euch angeführten Nachteile gegenüber den in der Preisklasse angebotenen Häusern ausgeglichen werden.

    Im übrigen bin ich nun auch zu dem Schluss gelangt, dass die Nachfrage zwar nicht so ist, dass die potentiellen Mieter vor der Tür Schlange stünden, aber durchaus gesucht wird. Es ist nun einmal so, dass nicht nur ich dem Mieter passen muss, sondern auch er mir, sonst ist von vornherein keine sinnvolle Basis für ein einigermaßen einvernehmliches Vertragsverhältnis vorhanden. Prinzipiell zwei potentielle Mieter, die uns angenehm wären, finde ich nun doch keine schlechte "Ausbeute" für drei Wochen Suche, zumal ja nur einer die Wohnung bekommen kann. Nach dem, was ich gestern gehört habe, was andere Vermieter tatsächlich fordern, bin ich offensichtlich noch harmlos (z.B. Einzug sofort, wenn nicht möglich, dann wenigstens Übernahme der Mietzahlungen usw. - die kriegen aber auch jemanden...).

    Also, herzlichen Dank noch einmal an alle!

    LG

    Wanda
     
  12. #11 lostcontrol, 06.09.2010
    lostcontrol

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    das instandhalten der fenster ist vermietersache - mieter sind höchstens für den regelmässigen anstrich der innenseite zuständig.
    beim schimmel kommt's drauf an wer der verursacher ist.

    das hilft dir aber nicht weiter, wenn du deine trotzdem nicht los wirst...

    bei uns sind die mietpreise deutlich höher - und für so 'ne große wohnung (obwohl ich jetzt immernoch nicht weiss wieviele zimmer die hat, und das ist ja auch ein wichtiger faktor) könntest du bei uns vermutlich locker auch 600 euro oder mehr bekommen, erst recht wenn sie gut in schuss ist.

    ich versteh das problem ehrlich gesagt immernoch nicht.
    dass kinder sich gegenseitig unangemeldet besuchen kommen dürfte wohl deutschlandweit der normalfall sein. aber dass da 'ne betreuung durch irgendwelche eltern vorausgesetzt würde wäre mir jetzt total neu.
    wir hatten auch ständig besuch obwohl meine eltern beide voll berufstätig waren. damit wir in unseren zimmern spielen konnten hat's aber ja keine aufsicht gebraucht.
    warum glaubst du dass du dich um fremde kinder kümmern müsstest? vor allem: warum um die der mieter???

    ist das, was du da aufzählst (abgesehen von EBK und gartennutzung) nicht ohnehin der standard?
    ja ok - im zwei-parteien haus in dem der vermieter/eigentümer selbst wohnt ist die abrechnung nach betriebskostenverordnung nicht zwingend, aber ansonsten...

    tja, dann sind sie halt falsch bei dir. aber warum lädst du die überhaupt zur besichtigung ein?

    das kann ein mieter ja wohl nicht verlangen - oder willst du 'ne WG gründen? selbst da wäre so ein "freundschaftsdienst" wohl eher die ausnahme.

    du solltest wirklich im vorfeld mehr ausfiltern.
    warum lädtst du solche leute überhaupt zu besichtigungen ein?

    klar ist er das. aber dann solltest du ihm die geforderten und dann von dir geleisteten arbeiten auch in rechnung stellen (betriebskosten).

    der punkt ist, dass wenn ein mieter die wahl hat zwischen einer wohnung, in der er bei gutem benehmen quasi unkündbar ist und einer wohnung, aus der er trotz guten benehmens theoretisch schon nach ein, zwei monaten wieder rausfliegen kann, sich mit hoher wahrscheinlichkeit für erstere wohnung entscheiden wird. man möchte ja doch ein bisschen sicherheit haben.
    bei kleinen wohnungen mit wenig hausstand (typische einliegerwohnungen) ist das nicht so das problem, das sind meist ohnehin übergangslösungen. aber 'ne große wohnung für 'ne ganze familie? da sieht das wieder anders aus.
     
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