Wie lange kann man eine Anzeige wegen Einmietbetrug machen?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von FrecherFrtz, 28.06.2012.

  1. #1 FrecherFrtz, 28.06.2012
    Zuletzt bearbeitet: 28.06.2012
    FrecherFrtz

    FrecherFrtz Neuer Benutzer

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    Folgendes:

    Mieter hat bei Unterschrift MV angegeben, dass er ab Folgemonat Arbeit hat (dies war Voraussetztung, dass er die Wohnung bekommt), er hätte mündl. Zusage wg. der Arbeit.

    Kaution wurde dann aber vom Amt gestellt. Nach Rücksprache warum meinte er, er hätte es grad nicht weil er noch arbeitslos sei (nachvollziehbar). Hat aber dann am Einzugstag gemeint, hätte den Job jetzt doch nicht bekommen (?). Wir sagten, er soll zum Amt gehen, damit er Miete usw. bekommt. Hat er auch gemacht, allerdings das Geld nicht an uns weitergeleitet (o-Ton: "ich habe mich schon gewundert, warum ich noch Geld auf dem Konto hab, da hab ich mir was gekauft").

    Fristlose Kündigung per Einschreiben wurde nach dem 2. nichtbezahlten Monat rausgeschickt. Lag auf der Post weil nicht zustellbar, wurde auch nicht abgeholt.

    Zufällig haben wir den Mieter dann erreicht und sind zusammen in die Wohnung. Die war leer! Haben dann noch am gleichen Tag - sofort - die Wohnung zurückbekommen (incl. Schlüssel) und offizielle Übergabe gemacht.

    Die Schulden wollte er abstottern, bis heute (1 Jahr später) hat er - wie soll es auch anders sein - nicht einen Cent sehen lassen. Wir bekamen sogar noch Rechnung vom Müllamt, auf den NK sind wir sitzen geblieben, etc.
    Wir haben dem Amt den Fall geschildert und ihn "verpetzt", dass er das Geld "unterschlagen" hat (er hat ja Geld eingeschoben, dass ihm eigentlich so nicht zustand). Er ist nicht mehr erreichbar. Bei seiner neuen Adresse (Mutter) meldet er sich nicht.

    Geschehen ist das alles vor einem Jahr. Da wir nicht auf den ganzen Kosten - die sich jetzt ja auch nach der NK-Abrechnung nochmal erhöht haben - sitzen bleiben wollen, schrieben wir einen Brief an die Mutter mit der Bitte, die Unkosten für Ihren Sohn auszugleichen (man kann ja mal fragen). Der Brief ging im Mai raus, bisher aber ebenfalls keine Reaktion.

    Er hatte nie vor, seine Sachen zu bezahlen, das ist ziemlich eindeutig.

    Jetzt sind wir am überlegen, ob man den Ex-Mieter noch wegen Einmietbetrug anzeigen kann oder ob das schon zu lange her ist.
    Was würde da auf uns zukommen? Anzeige und fertig oder langer Prozeß?

    Wir sind ja eigentlich froh, mit einem "blauen Auge" davon gekommen zu sein, es hätte sich u.U. noch über Jahre ziehen können.

    Trotzdem wäre es vielleicht gut ihn anzuzeigen, damit evtl. auch neue Vermieter irgendwie gewarnt wären.

    Eure Meinung?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 28.06.2012
    Papabär

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    Hallo FrecherFrtz ... :wink5:
    Einmietbetrug wird schwer zu belegen sein. Wenn der Mieter tatsächlich einen Arbeitsvertrag hatte und vor Beginn desselben - also quasi in der Probezeit - wieder gekündigt wurde, liegt kein Einmietbetrug vor. Ganz im Gegentum, wenn Du so eine Anzeige machst - und die nicht hinreichend beweisbar ist, dann kann das eine Verleumdung werden, sprich ein Rohrkrepierer.

    Außerdem ... was haben andere Vermieter davon, wenn Du eine solche Anzeige machen solltest? Meinst Du die Staatsanwaltschaft schaltet daraufhin ein Inserat in der Zeitung?

    Ich verstehe auch nicht so ganz, wie bei dem vorliegenden Fall noch so große Rückstände zurückbleiben können, die Wohnung wurde doch nach zwei Monaten wieder zurückgegeben - und die Kaution war vollständig bezahlt.

    Also, wenn Du mich fragst, bist Du doch mit ´nem blauen Auge davongekommen ... ich kenne genug ehem. Mieter, die man erst monatelang rausklagen musste.

    Eine Mitteilung an´s Jobcenter wg. Verdacht auf Leistungserschleichung kann man sicherlich machen - muss man aber nicht ... denn einen buchbaren Erfolg wird man dadurch kaum erhalten - und der Mieter wird die Wohnung beim nächsten Vermieter sicherlich nicht mehr so einfach herausrücken ... Danke auch!


    Ach ja, ... was bitte ist ein Müllamt?
     
  4. #3 rotz_loeffel, 28.06.2012
    rotz_loeffel

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    Hallo FrecherFrtz,

    es gibt schon eine Möglichkeit, auch einen unbekannt verzogenen Mieter anzuklagen, z.B. mit dem Ziel, dass er seine Nebenkosten bezahlt (Einmietbetrug ist schwierig, siehe Beitrag von Papabär). Aber was nutzt es, wenn Du irgendwann mit dieser Klage (kostet auch Geld) erfolgreich durch bist und die Sache öffentlich ausgehängt wird? Der ehemalige Mieter wird es nicht lesen bzw. sich nicht melden.

    Also wäre noch die Möglichkeit, zu versuchen, eine zustellfähige Adresse herauszufinden. Auch nicht leicht, wenn er nicht gemeldet ist und irgendwo ohne Namensschild an der Klingel wohnt. Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten ausser einer Nachfrage beim Einwohnermeldeamt. Und wenn Du eine zustellfähige Adresse erhalten solltest, könntest Du ein Mahnverfahren einleiten.

    rotz loeffel
     
  5. #4 Papabär, 28.06.2012
    Papabär

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    Sofern der Mieter ALG II erhält, sollte er ordnungsgemäß gemeldet sein ... denn ansonsten wär´s auch Essig mit den Grundsicherungsleistungen.

    Bei einem ALG II-Empfänger wäre auch zu überlegen, ob ein gerichtliches Mahnverfahren Sinn macht - denn mit dem bissel das er erhält, wird er seine Pfändungsfreigrenze vermutlich nicht mal streifen.

    Hinzu kommt, das er die Kaution wahrscheinlich als Darlehn vom Jobcenter bekommen hat, welches er nun ohnehin schon abstottern darf (und das JC sitzt da an einem seehr langen Hebel).

    Wir reden hier von zwei offenen Bruttomieten abzügl. der geleisteten Kaution (von idealerweise 3 NKM). Viel dürfte da an Forderungen nicht mehr übrig bleiben ... oder?
     
  6. #5 FrecherFrtz, 29.06.2012
    FrecherFrtz

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    Wie ich schon sagte, wir hatten noch Glück und sind mit einem blauen Auge davon gekommen, das ist uns schon klar. Die Kosten "halten sich in Grenzen", trotzdem ärgerlich, aber wir wissen, dass es absolut schlimmeres gibt.

    Es war hier lediglich die Überlegung, ob man dem Ex-Mieter mit so einer Anzeige zeigen kann, dass man so ein Verhalten nicht duldet und konsequent ist.

    Papabär: mit Müllamt ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises gemeint
    (die "Normalos" verstehen dass, die Studierten ?????)
     
  7. #6 Christian, 29.06.2012
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    Hallo frecher Fritz,

    ich wette mit dir, daß auch Papabär das verstanden hat und dir lediglich einen gutgemeinten Ratschlag geben wollte. Natürlich bist du nicht gezwungen, den Ratschlag wahrzunehmen oder gar anzunehmen.

    Trotzdem erdreiste ich mich, dir den Ratschlag nochmal in anderer Formulierung nahezulegen: Schreibe doch bitte demnächst das, was du meinst - dann musst du nicht mit "ist gemeint"-Aussagen nachlegen, und allen Beteiligte - auch die, die dir helfen wollen - wissen direkt, was gemeint ist und werden nicht erst in die Irre geführt.

    Gruß,
    Christian

    PS: Mit der Anrede "frecher Fritz" ist natürlich der User "FrecherFritz" gemeint, für alle "Normalos" dürfte das klar sein.
     
  8. ObiWan

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    Hallo Christian,

    diesen User gibt es nicht. Sicher meist Du FrecherFrtz .

    :smile030:

    Gruß
    ObiWan
     
  9. #8 Christian, 29.06.2012
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    Mensch, das ist doch klar, daß ich den gemeint habe. Kann sich doch jeder denken.

    Obwohl ... vielleicht habe ich auch "Frechdaxi" oder "fritz" oder "fritzfatz" gemeint - wer weiß das schon so genau?

    Und genau deswegen schreibe ich zukünftig wieder einfach immer das, was ich auch meine ;-)
     
  10. #9 Papabär, 29.06.2012
    Papabär

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    So, ... jetzt nochmal im richtigen Thread:

    Natürlich hätte ich vermuten können, dass Dein "Müllamt" etwas mit der Abfallwirtschaft zu tun hat - allerdings habe ich beim Thema "Vermuten" kein gutes Händchen ... so hat sich hat sich z.B. herausgestellt, daß meine Getränkebestellungen in diversen angeblichen "Saftläden" nicht wirklich ernst genommen wurden.
     
Thema: Wie lange kann man eine Anzeige wegen Einmietbetrug machen?
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