Wie Protokolle anfordern?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Memo, 15.01.2010.

  1. Memo

    Memo Benutzer

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    Hallo zusammen. Da ich auf der Suche nach einer neuen Wohnung bin, habe ich mir auf mal überlegt, evtl. eine zu kaufen und habe mir im Forum Informationen eingeholt. Da wurde z.B. gesagt, dass man vorher sich die Wirtschaftspläne und Protokolle angucken solle, um später kostspielige Überraschungen zu vermeiden.

    Falls ich eine Wohnung im Netz finden sollte, kann ich die o.g. Unterlagen einfach vom Verwalter/Verkäufer (oder wem auch immer) einfordern? Muß ich mit Kosten rechnen? Theoretisch könnte ich ja (wenn dem so wäre) von mehreren Verkäufern die Unterlagen zukommen lassen, um Erfahrung zu sammeln, auch wenn ich kein direktes Interesse am Objekt habe. Was meint Ihr? Ich denke, wenn ich Verkäufer wäre und ständig wollen angebliche Käufer die Unterlagen von mir, würde mich das nerven. Oder gibt es dabei einen bestimmen Prozess?

    Danke im Voraus.
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Die Protokolle sind die letzte Stufe vor der Entscheidung. Du kannst sie auch nicht einfordern, sondern vielmehr einsehen. Wenn deine finanzierung steht und deine Daten bekannt sind; praktisch wenn der Notarvertrag kurz beor steht, dann kommen solche dinge ins Spiel.
    Der Verkäufer muss ja auf diverse Besonderheiten hinweisen wie zB Sonderumlagen oder Instandhaltungsrücklagen angeben. Wenn also nichts besonderes vor liegt und du dich entsprechend informiert hast, dann kannst du auch die Protokolle einsehen.

    Bei einem Makler sollte das sehr zeitig passieren. Er hat kopien...
     
  4. #3 Kitzblitz, 16.01.2010
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    So sollte es sein. Die Unterlagen sind sogar meist eingescannt und können per e-mail zur Verfügung gestellt werden. Also finanziell auch für den Makler kein großter Akt.

    Vor dem Kauf beschafft einem der Makler alle Infos und Unterlagen gerne - er möchte ja ein Objekt vermitteln.

    Auch der Eigentümer (Verkäufer) sollte eigentlich alle Unterlagen beieinander haben.

    Nach dem Kauf kann man sich an den Verwalter wenden - der könnte allerdings eine Bearbeitungsgebühr verlangen.

    Selbst bei der Einsicht der Unterlagen könnte man sich alle entscheidenden Seiten einfach abfotografieren - im Zeitalter der Digitalfotografie ist das kein Thema mehr.
     
  5. Memo

    Memo Benutzer

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    Warum letzte Stufe? Bevor ich mir doch die ganze Mühe mache mit der Finanzierung, Notar etc., möchte ich doch wissen, ob z.B. die WEG in den nächsten Tagen große Ausgaben hat (z.B. Dach erneuern) und evtl. keine Rücklagen gebildet hat, sodass ich alles mitzahlen muß. Ich habe nämlich im Forum gelesen, dass man aufgrund solcher Tatsachen die Protokolle einsehen sollte.
     
  6. #5 Kitzblitz, 16.01.2010
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Deine Äußerungen hören sich recht spontan und unerfahren an.

    Wieso macht es Mühe, eine Finanzierung zu besprechen ? - Ich weiß ja nicht, wie es um deine Finanzen bestellt ist (geht ja auch keinen was an). Wenn es dein erstes Kaufobjekt werden soll, würde ich dir den Rat geben, erst einmal mit der Bank deines Vertrauens eine fiktive Finanzierung durchzusprechen.

    So erfährst du schon einmal, ob du grundsätzlich kreditwürdig bist (heutzutage bekommt nicht mehr jeder einen Kredit). Wenn du grundsätzlich als kreditwürdig eingestuft wirst, erfährst du ganz nebenbei auch, welchen Kreditrahmen dir die Bank einräumen würde. Diese Info brauchst du schon für die Auswahl der in Frage kommenden Objekte.

    Das gibt dir u.a. auch die notwendige Verhandlungssicherheit.

    Es nutzt rein gar nichts sich mit Objekten im Detail zu befassen, wenn du dann anschließend keine Finanzierung auf die Beine stellen kannst. So hättest du nur vielen Leuten die Zeit gestohlen.

    Du siehst es schon realistisch, dass neben dem Kaufpreis u.U. auch kurzfristig anfallenden Sanierungsinvestitionen anstehen können. Das kannst du im Vorfeld aber schon durch Nachfragen klären. Wichtig ist auch, was die WEG als Rücklagen in der Kasse hat.

    Wenn eine WEG durch Umwandlung eines älteren Hauses entstanden ist, heißt es aufgepasst. Hier sind i.d.R. die Rücklagen viel zu gering vorhanden, bei hohem Sanierungsrisiko (viele WEG's entstehen aus finanzieller Not des Eigentümers, der die Instandhaltungskosten nicht aufbringen kann). Also hier nicht durch den günstigen Kaufpreis blenden lassen, sondern alle möglichen Folgekosten überschlagen und auch gleich prüfen, ob das noch in deinen Finanzierungsrahmen passt.

    Die Protokolle sind m.E. auch wichtig, weil sich neben den Beschlüssen zur Instandhaltung auch die Situation der Hausgemeinschaft darin niederschlagen können (meist steht das dann zwischen den Zeilen).

    Hier im Forum finden sich viele Hinweise in Bezug auf den Kauf einer Wohnung (Suchfunktion benutzen). Weiterhin hat die Stadtbücherei sicherlich auch noch das ein oder andere Büchlein mit Tipps zum Kauf von ETW's.

    Also: Lesen, lesen, lesen ...
     
  7. Memo

    Memo Benutzer

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    Nicht spontan, aber unerfahren. Deshalb bin ich ja auch hier. Wie sagt man so schön: "Auch der längste Weg fängt mit dem ersten Schritt an."

    Da gebe ich dir vollkommen Recht. Nächste Woche habe ich 3 Banktermine, bei denen ich genau deine Vorschläge klären wollte. Für mich sind das die ersten Themen, die geklärt werden müssen. Aber für meine Frage spielt es ja keine Rolle, ob das Objekt 50.000,- oder 500.000,- € kostet. Ich denke, der Vorschlag aus dem Forum "Protokolle etc. anfordern" muß bei jedem Kaufpreis in die Tat umgesetzt werden.


    Mündlich klären?

    Vielen Dank. Sehr guter Tip. Werde ich mir merken.


    Vielen Dank. Werde ich auf jeden Fall machen. Aber wie schon gesagt: das war mein erster Schritt und bevor ich mir eine Wohnung/ein Haus kaufe, werde ich mich noch sehr viel informieren.

    Danke nochmals für die Mühe.
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Es sei dahingestellt, ob die Vorlage der Protokolle die letzte oder vielleicht die vorletzte Stufe sein wird. Es dürfte aber nicht zu schwer nachvollziehbar sein, dass niemand gerne seine Interna auf dem Marktplatz austrägt. Es darf daher auch niemanden wundern, wenn die Unterlagen nicht auf die allererste Anfrage an jemanden herausgegeben werden, der letztlich kein Kaufinteresse hat sondern nur seine Nase in fremde Angelegenheiten stecken will.
    Selbstverständlich wird der Verkäufer der Kaufinteressenten über die genannten Aspekte informieren müssen. Die Information wird aber nicht öffentlich gemacht werden, sondern erst im Lauf von konkreten Verhandlungen erfolgen.
     
  9. #8 Vermieterheini1, 27.01.2010
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    Protokolle der WEG-Eigentümergemeinschaft kann man man am leichtesten beim Verkäufer einsehen oder von diesen kopieren lassen.

    Ein Einsicht in die Protokolle der WEG-Eigentümergemeinschaft kann beim WEG-Verwalter nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Verkäufers - genauer gesagt des derzeit im Grundbuch eingetragenen Wohnungseigentümers - erfolgen.
    Wenn der WEG-Verwalter bereit ist von den Protokollen der WEG-Eigentümerversammlungen, der Beschlußliste, usw. Kopien anzufertigen, dann wird er dafür sicherlich kassieren wollen.

    Da die Unterlagen meist extra sehr zeitaufwendig aus dem Archiv herausgesucht werden müssen, werden die "Gebühren" für den Fragesteller erstaunlich hoch sein.
    Elektronische Datenverarbeitung und Archivierung ist anscheinend für viele WEG-Verwalter ein Fremdwort.
     
  10. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    also wenn ich eine Wohnung verkaufen möchte, stelle ich zum einen ein Expose zusammen. Zum anderen habe ich eine Kopie des "Beschlussbuches" und der Protokolle verfügbar (ob digital oder als Papierkopie).
    Ebenso erwate ich das vom Verkäufer, ist er nicht in der Lage die Papiere zu bringen fällt mein Interesse deutlich ab.
    Jobo
     
  11. #10 Vermieterheini1, 27.02.2010
    Vermieterheini1

    Vermieterheini1 Erfahrener Benutzer

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    "vorher sich die Wirtschaftspläne und Protokolle angucken solle, um später kostspielige Überraschungen zu vermeiden"
    <= Das Angucken wird wohl bei weitem nicht reichen.
    Man muss die Systematik, die Langzeitfolgen und die finanziellen und mietrechtlichen Auswirkungen verstehen können.

    Da die Wirtschaftspläne und Protokolle sehr "voluminöse und intime" Unterlagen sind, würde ich als Verkäufer diese nicht jedem Interessenten zur Verfügung stellen - schon gar nicht schriftlich!
    In diese Unterlagen würde ich nur dem Interessenten - unter meiner permanenten Aufsicht - Einsicht gewähren, von dem ich vermute, dass ein ernsthaftes Interesse vorhanden ist und mit dem die Verkaufsverhandlungen schon sehr weit fortgeschritten sind.
    Erst dann wenn es kurz vor dem Vertragsabschluß steht würde ich als Verkäufer diese Unterlagen herausgeben.
     
Thema: Wie Protokolle anfordern?
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