Wie Rechte wahren?

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Blauaeugig, 07.05.2014.

  1. #1 Blauaeugig, 07.05.2014
    Blauaeugig

    Blauaeugig Benutzer

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    Guten Tag,
    ich gerade wirklich wütend, also Beitrag bitte "mit Vorsicht genießen".

    Ich habe gerade meine Waschmaschine befüllt und habe durch das offene Kellerfenster den HV und den Hausmeister gehört. Wir wohnen auf der Rückseite des Hauses, die beiden standen an dem Mini-Beet, welches an der Vorderseite des Hauses, wohin auch das Kellerfenster zeigt, ist.

    Die beiden besprachen sich, dass der Hausmeistervertrag um die Pflege des Beetes erweitert werden soll. Der HV meinte, dass das unbedingt in der nächsten Versammlung geschehen muss. Sonst könne er nicht dafür garantieren, dass der Hausmeister den Zuschlag bekommt. "Nachher verlangen die da unten wieder 2 Vergleichsangebote. Wir müssen also den Vertrag schnell abschliessen, die sind in 2 Wochen aus dem Urlaub zurück. Wir müssen unbedingt die Versammlung nutzen. Die sind ja Gott sei Dank nicht da. Da haben wir Ruhe" (Original HV).

    Ich bin so etwas von wütend, dass der HV uns von wichtigen Infos fernhält. Immerhin kostet es dann immer eine schöne Stange Geld, wenn der HV wieder etwas hinter unserem Rücken anschiebt. Die anderen Miteigentümer laufen wie eine blinde und taube Herde hinter dem HV her, da wird sich kein Widerstand rühren, solange die beiden Vermieterparteien alle Kosten auf ihre Mieter abwälzen können.

    Wir suchen zwar schon nach einem neuen Objekt, aber das geht nicht von gleich auf jetzt. Bis wir die Wohnung verkaufen können, sind wir Mitglied der Eigentümergemeinschaft. Wir kommen all unseren Pflichten verzugslos nach. Ich finde, dass wir dann auch unsere Rechte gewährt bekommen sollten.

    Was können wir tun, um wenigstens an alle Informationen zu gelangen? Wäre eine Beratung bzw. vielleicht sogar die Vertretung durch einen Fachanwalt ratsam? Andererseits wird dies die Lage wahrscheinlich noch weiter verschlimmern. Aber ich kann doch nicht alles mit mir machen lassen und meine Rechte kampflos aufgeben. Ich bin wirklich sehr dankbar für Ideen bzw. Hilfestellung.

    VG,
    Blauaeugig (weibliche Teil, der männliche kocht aber auch vor Wut)
     
  2. AdMan

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  3. #2 BHShuber, 07.05.2014
    BHShuber

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    na dann

    Hallo,

    zuallererst sollten wir wissen nach Teilungserklärung und Gemeinschaftordnung, was ist hier in Bezug auf das Beet geregelt.

    Dann schriftlich den Hausverwalter um geeignete Informationen bitten, warum die Regelung in Bezug auf das Beet geändert werden soll.

    Dann und ich glaube, ich habe schon einiges von Blauäugig gelesen, wie wäre es denn, Emotionen vom Grunde her aus dem Spiel zu lassen und die Angelegenheiten endgültig einen Fachanwalt für WEG Recht zu überlassen.

    Oder sich einem Haus u. Grundbesitzerverein anzuschließen mit kostenloser telefonische Erstberatung.

    Gruß

    BHShuber
     
  4. #3 Aktionär, 07.05.2014
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    @Blauaeugig: Warum hast Du die beiden Herren nicht direkt darauf angesprochen?
     
  5. #4 Blauaeugig, 07.05.2014
    Blauaeugig

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    @BSHhuber
    Danke für Deine Antwort. Ja, ich befürchte, ohne Anwalt geht es nicht mehr. Auch wenn die anderen Eigentümer dann n o c h wütender auf uns sein werden. Ich habe bei unserer Rechtsschutzversicherung eine schriftliche Anfrage wegen Versicherungsschutz gestellt. Hoffe, dass der Weg so richtig ist, wir würden die Versicherung zum ersten Mal in Anspruch nehmen.
    Zu den Fakten: weder in der TE noch in der GO noch im aktuellen Hausmeistervertrag ist das Beet erwähnt. Es wächst sozusagen so vor sich hin. Die Anlage ging zu Lasten des Bauträgers, der die Arbeiten an einen Landschaftsgärtner vergeben und diese bezahlt hat.
    Ich bin wirklich absolut dafür, dass dieses Beet endlich gepflegt wird. Unser Haus mit den Gemeinschaftsflächen ist dasjenige, welches in unserer Strasse den ungepflegtesten Eindruck macht. Ein älterer Herr, der an unserem Haus vorbei spazierte, brachte es einmal auf den Punkt: er meinte, dass dem Haus die liebevolle Hand fehle.

    @Aktionär
    Weil ich in Puschen im Waschraum war und vor allem nicht schnell genug: die Herren waren verschwunden, als ich endlich oben im Erdgeschoss angekommen und um das Haus herum war. Da war ich schlicht nicht flott genug.

    VG,
    Blauaeugig
     
  6. #5 Papabär, 07.05.2014
    Papabär

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    Ist die Erweiterung des HW-Vertrages als TOP auf der Einladung genannt?
    Falls nicht sollte ein entsprechender Beschluss anfechtbar sein.

    Der Haken bei der Sache ist natürlich, dass das Protokoll höchstvermutlich nicht innerhalb der Anfechtungsfrist erstellt werden wird.
     
  7. #6 Blauaeugig, 07.05.2014
    Blauaeugig

    Blauaeugig Benutzer

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    @Papabär
    Nein, die Erweiterung ist nicht als TOP in der der Einladung beiliegenden Tagesordnung aufgeführt.
    Bisher lagen die Protokolle rechtzeitig vor.
    Mein Mann möchte gern Einsicht in die Unterlagen der WEG nehmen. Dazu wollte er dem Verwalter eine Email, mit der Bitte, in der Woche vom x bis y die Einsichtnahme in seinen Räumen zu ermöglichen. Oder kann der Verwalter uns dies verweigern?

    Da eine Beratung/Vertretung durch einen WEG-Anwalt nötig zu sein scheint, habe ich vorsichtshalber bei unserer Rechtsschutzversicherung eine Anfrage auf Versicherungsschutz gestellt.

    VG,
    Blauaeugig
     
  8. #7 Papabär, 07.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 07.05.2014
    Papabär

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    Als Miteigentümer habt ihr grundsätzlich das Recht auf Einsicht in jegliche Belege der WEG. Was Ort und Zeitpunkt angeht ... nun, da kann der Verwalter natürlich einiges verzögern - aber das wäre hier noch zu spekulativ.

    Des Weiteren wäre der Verwalter natürlich schön bl..., wenn er das Vorhandensein irgendwelcher Unterlagen (die er ja scheinbar gerade vor Euch verheimlichen will) eingesteht. Was sollte es auch geben - der Vertrag wird ja erst nach erfolgtem Beschluss abgeschlossen/geändert.
    Ich würde mal davon ausgehen, dass irgendwelche Angebote über die zusätzlichen Kosten ausschließlich mündlich erfolgt sind.



    Nachtrag: Ich bin mir da zwar nicht sicher, aber so wie ich das bisherige Verstanden habe, würde man Euch in einer WEG-Versammlung ohnehin überstimmen. Sollte jedoch eine Anfechtung richterlich bestätigt werden, wäre die Stimmenverteilung relativ egal. Die Frage wäre halt, ob man mit einer Anfechtung wirklich durch kommt, wenn der Verwalter dem Richter belegt, dass ihr positive Kenntnis von dem Vorhaben der WEG hattet (ich habe damit keine Erfahrung).
     
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