Wie überprüft man die Anzahl der in einer Wohnung lebenden (Mit)Mieter?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von trinchen, 08.05.2013.

  1. #1 trinchen, 08.05.2013
    trinchen

    trinchen Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    ich habe folgendes Problem, für das ich leider aus dem Netz nicht so wirklich eine Lösung finden kann - scheitert schon daran, dass ich das auf die Kürze kaum beschreiben kann :-):
    Wie definiert man die Personenzahl, die in einer Wohnung wohnt?

    Hintergrund: ich verwalte für einen Besitzer ein Mehrfamilienhaus. In diesem Haus haben wir, bauartbedingt, nicht unbedingt die zuverlässigste Klientel; viele Damen mit ganz vielen Kindern... die auch leider nicht unbedingt immer die Wahrheit erzählen.
    In zwei Wohnungen habe ich die Aussage der Mieterinnen, dass sie außschließlich mit ihren Kindern in den Wohnungen leben, die Nachbarn erzählen aber, dass dort auch täglich die dazu gehörenden Partner aus und ein gehen. Auf Nachfrage bestreiten beide Damen das " im Haus wohnen", das wären nur Gäste...
    Nun gibt es Ärger wegen der Wasserkosten, da die angemeldeten Mieter natürlich nicht die gemeinschaftlich abgerechneten Wasserkosten für die nicht angemeldeten zahlen wollen.
    Gibt es irgendwelche Richtlinien, mit denen ich eine Berechnung der vollen tatsächlichen Mieterzahl bei der NK-Abrechnung begründen kann? Ich kenne den Satz, dass 6 Wochen dauerhafter Besuch = Wohnen bedeutet, aber wo kann ich das genau finden? Gibt es irgendwelche Begrifflichkeiten nach denen ich suchen kann...?

    Und schlußendlich- was mache ich, wenn ein "Mitmieter" nicht gemeldet ist (sind beide Herren nicht), trotzdem jeden Tag angeblich von der Arbeit in´s gemeinsame Heim kommen? Muss ich mich dann tatsächlich auf die Lauer legen und diejenigen "in flagranti" ertappen? Und habe ich ein Recht darauf, einfach jemandem Hausverbot zu erteilen?

    Sorry, wenn´s alles ein bißchen konfus ist...

    LG
    das trinchen
     
  2. AdMan

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  3. kathi

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    Du musst nachweisen, dass tatsächlich noch weitere Personen irgendwo wohnen. In Beziehungen kommt es sehr oft vor, dass eine Wohnung zum Lebensmittelpunkt wird, obwohl einer der Partner noch eine eigene Wohnung hat. Vor allem dann, wenn Kinder vorhanden sind, die eine gewisse Regelmässigkeit brauchen.
    Wasserkosten werden normalerweise sowieso nach m² abgerechnet. Ist das bei euch anders?
    Der tatsächliche Verbrauch lässt sich nur mit separaten Wasseruhren erfassen.
     
  4. #3 trinchen, 08.05.2013
    trinchen

    trinchen Benutzer

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    hi kathi,
    danke für Deine schnelle Antwort.
    Lt. unseren Verträgen werden die NK nach Personentagen abgerechnet. Je mehr Personen, desto höher der Verteiler...

    Sicher wäre der Einbau sep. Wasserzähler einfacher für alle, aber dafür werde ich die Besitzer nicht begeistern können.
     
  5. #4 Papabär, 08.05.2013
    Papabär

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    Kathi hat´s bereits angedeutet: Die Frage, ob jemand zu Besuch - oder in eine Wohnung eingezogen ist, lässt sich mit irgendwelchen Zeitangaben nicht beantworten. Erst wenn derjenige seinen "Lebensmittelpunkt" in die Wohnung verlagert hat, ist er kein Besucher mehr. Dies nachzuweisen dürfte aber annähernd unmöglich sein ... auch der zusätzliche Name am Klingelschild ist dabei nicht mehr, als lediglich ein Indiz.


    Dann machst Du etwas falsch. Möglicherweise bedarf es ja auch erst einiger erfolgreicher Widersprüche gegen Eure Wasserkostenabrechnung, bevor der Eigentümer sich zu solch einer (für ihn u.U. kostenfreien) Maßnahme herablässt. Ein jeder lernt eben auf seine ganz eigene Weise ...
     
  6. kathi

    kathi Gesperrt

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    Der Einbau von Wasserzählern ist nicht so teuer. Die Wartung ist umlegbar. Mieten ist auch möglich. Schau mal hier:
    http://mietrecht-lexikon.net/download/C5fbe4e4fX125075b991eXY4860/Wasserkosten.pdf
    Bei der Abrechnung nach Personen müssen die Mieter da sonst eben durch. Solange du es nicht beweisen kannst, dass jemand fest dort wohnt, was eigentlich nur geht, wenn er dort gemeldet ist. Ansonsten wäre mir die Detektivarbeit zu blöd.
     
  7. tokape

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    Du kannst auch beim Einwohnermeldeamt kostenpflichtig nachfragen, wie viele Personen bei dir gemeldet sind. Eine Meldeadresse müssen sie ja haben, sonst bekommt dieses Klientel ja kein Geld vom Amt!
     
  8. #7 Papabär, 08.05.2013
    Papabär

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    Mal abgesehen davon, dass diese Art der Anfrage noch nicht in allen Meldebehörden funktioniert, ist ...
    ... dies ja eine (fast niederträchtige) Unterstellung. :sauer031:
     
  9. #8 Hulk Holger, 08.05.2013
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    Wäre das schön, wenn alle meine "Kunden" auch wirklich da gemeldet wären, wo sie auch wohnen. Aber so lange man sich Anmelden kann ohne nachzuweisen wo man wirklich wohnt...
     
  10. #9 Papabär, 08.05.2013
    Papabär

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    trinchen hat mit keinem Wort erwähnt, dass ihre Mieter irgendwelche Transferleistungen erhalten - es spielt für den vorliegenden Fall auch keine Rolle.


    Ein Kollege von mir verwaltet ebenfalls ein MFH, bei dem es im EG eine Einheit gibt, in der "bauartbedingt" diverse Damen mit noch viel mehr Kindern untergebracht sind. Das Kinder nicht immer die Wahrheit erzählen, ist ja nun keine Überraschung - wenn man Fragen hat, sollte man die gleich den Eltern stellen ... die kommen übrigens meist so gegen 17:00 Uhr und holen die Kinder wieder ab.
     
  11. sara

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    Wie kommst du auf diese Idee?

    Es müssen dafür die Leitungen getrennt werden. Wenn du das Bad die Küche und evtl. separate Toilette dafür aufstemmen lassen willst, dann nur zu....

    ... oder an jeden Zapfhahn eine Wasseruhr nein zwei für kalt u. Warmwasser???

    Leider ist das eben nicht so einfach durchzuführen...
    Lass mich aber gerne belehren. :unsicher016:
     
  12. Syker

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    Hallo Sara


    Genau das wäre der Weg,
    und und zwar mit gemieteten Zählern.

    Die Mietkosten sind auf die M umlegbar,
    sodass der VM allenfalls für die Zähler in seiner Wohnung zahlen müsste.


    VG Syker
     
  13. #12 sara, 08.05.2013
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2013
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    dann brauchst ca. 10 Zähler pro Whg. Die Miet/ u. Eichkosten übersteigen dann bei weitem die Kosten für das verbrauchte Wasser. Somit einfach kein effektiver Nutzen. Deshalb sind auch nach der neuen Rechtsprechung immer noch die Wasserkosten entweder auf "pro Kopf" oder "qm" umlegbar!

    Deshalb ist dieser von dir genannte Weg eben nicht der Richtige für Häuser in denen die Leitungen eben nicht so einfach getrennt werden können.

    Dein vorgeschlagener "Weg" ist unverhältnismäßig!
     
  14. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Wasser würde ich auf m² umlegen wenn keine Wasserzähler vorhanden sind. Bei uns hat jeder Mieter eine eigene Mülltonne. Zum Leid der Optik. Die Abrechnung ist daher sehr einfach.
     
  15. kathi

    kathi Gesperrt

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    Können wir uns dann in der Mitte einigen? Manchmal ist es teuer und manchmal eben nicht? Oder so?

    Wenn ein Ablagemaßstab festgelegt ist, darf man diesen nur mit Zustimmung aller Mieter ändern. Jede Mietpartei, die sich dadurch verschlechtert, würde vermutlich nicht zustimmen und das wären die fraglichen Mieter um die es hier geht.
     
  16. sara

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    Wann ist manchmal?
    Dann zeig mir mal einen Weg auf, wie es preiswert geht. Denn um die Leitungen zu trennen müssen die gefliesten Wände aufgemacht werden...
    Dann must du auch noch wissen wie damals bei der Installation die Leitungen verlegt wurden, wie die Dusche, Badewanne, Waschbecken, Toilettenspülkasten an den Strängen angebunden sind. Dann noch die Küche und evtl. noch separate Toilette.
     
  17. kathi

    kathi Gesperrt

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    Bei uns teilen sich die Wasserzuleitungen schon im Keller.
     
  18. #17 immodream, 08.05.2013
    immodream

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    Hallo,
    es gibt doch Aufputzwasserzähler.
    Da werden z. b. die Armaturen abgeschraubt und die Wasserzähler dazwischen gesetzt.
    Das funktioniert auch bei jedem Eckventil.Einfach z. b. auf die Ista oder Allmess Seite gehen.
    Das das nicht schön aussieht, ist mir auch klar.
    Ich habe für diese Zwischenlösungen auch einiges an Geld investiert , aber endliche Ruhe mit den Mietern gehabt.
    Und die am Lautsten geschriehen haben, wieviel Wasser die anderen Mieter doch verbrauchen, hatten hinterher den höchsten Wasserverbrauch.
    Das ist die späte Rache des Vermieters.
    Grüße
    Immodream
     
  19. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    das weiß ich und von dieser Möglichkeit haben wir auch schon geschrieben.

    Abgesehen, dass es wirklich nicht schön aussieht an jedem Zapfhahn einen Wasserzähler zu haben, ist der Kostenfaktor dieser vielen Zähler alleine schon durch die regelmäßige Eichung doch erheblich.
    Wenn man aber diese Geräte nun auch noch über eine Abrechnungsfirma leiht und abrechnen lässt, dann sind nur diese verursachten Kosten wahrscheinlich ein großer Anteil der umzulegenden Wasserabrechnung.

    Da geht es dann nicht um Beträge von einigen m3 Wasser die mehr oder weniger verbraucht wurden.
     
  20. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo sara


    Das mag sein das es teurer ist,
    wenn es aber schon Ärger bei der Abrechnung nach Personentagen gibt,
    wohl die beste Alternative.

    Da eine Änderung des US auf m² die Zustimmung der betreffenden Parteien bedarf,
    auf einen US der den unterschiedlichen Verbrauch berücksichtigt
    ist das durch eine Erklärung des VM möglich (BGB § 556a)


    VG Syker
     
  21. #20 lostcontrol, 10.05.2013
    lostcontrol

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    das geht - wie hier schon erwähnt wurde - auch ohne die wände aufzureissen, nämlich aufputz direkt an der entnahmestelle.
    und bitte sag jetzt nicht wieder dass man dann mehr zähler brüchte, wieviele entnahmestellen habt ihr denn bitte in den wohnungen? üblicherweise sind das höchstens 3 stellen (küche, bad, gästetoilette) und keine 10.

    wir haben das schon mehrfach gemacht und das war weder überdurchschnittlich teuer noch hätte es sich nicht rentiert.
     
Thema: Wie überprüft man die Anzahl der in einer Wohnung lebenden (Mit)Mieter?
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