Wie verhalten gegenüber Verwaltung.

Diskutiere Wie verhalten gegenüber Verwaltung. im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Sehr geehrte Damen und Herren, ich besitze eine vermietete ETW. Problem: Der Balkon war marode und Feuchtigkeit ist ins Mauerwerk eingedrungen...

  1. #1 Prüfer, 08.02.2011
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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich besitze eine vermietete ETW.

    Problem:
    Der Balkon war marode und Feuchtigkeit ist ins Mauerwerk eingedrungen und hat Schimmel in der Wohnung verursacht.

    Der Balkon wurde vor langer Zeit saniert aber die Restfeuchte ist aus dem Mauerwerk noch nicht raus.

    Seid mehreren Monaten steht bei meinem Mietern ein Entfeuchtungsgerät, und zwei Schimmelstellen sind noch vorhanden.

    Die Verwaltung reagiert nur sehr träge auf Briefe und Nachfragen wann der Mangel behoben wird. Wenn die Restfeuchte nicht mehr vorhanden ist soll ein Maler die Stelle renovieren, nur das kann ja noch dauern.

    Meine Mieter haben nun die Miete gemindert da der Mangel schon lange vorliegt und ich nach ihrer Ansicht nichts dagegen tue.

    Der Mangel betrifft ja das Gemeinschaftseigentum.

    Wie oder sollte ich am besten vorgehen?

    Kann ich selbst einen Maler auf Kosten der Verwaltung oder der Hausgemeinschaft beauftragen?

    MFG
     
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  3. #2 Verwalter24, 08.02.2011
    Verwalter24

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    Hallo Prüfer,

    Zuerst sollte durch Messung festgestellt werden ob die Feuchtigkeit bereits aus dem Mauerwerk drausen ist. Dabei setze ich mal voraus daß die Ursache erkannt wurde und danach fachgerecht behoben wurde.

    Zu dem Entfeuchtungsgerät: Das Teil kostet üblicherweise Miete je Woche/Tag und bei einem Einsaz entstehen Kosten (Strom), bzw. Personal (Wasser entfernen, Feuchtigkeit messen). Wenn über Monate so ein Gerät läuft und bei der Messung weiterhin Feuchtigkeit festgestellt wird, da stellt sich die Frage ob der Schaden fachgerecht behoben wurde bzw. ob nicht zwar was gemacht wurde, aber nicht das Richtige.

    Wenn der Schaden behoben wurde, die Arbeiten mit der Trocknung insbesondere wegen der Jahreszeit seine Zeit brauchen wird das Handeln der Verwaltung bzw. der vertretenen Eigentümergemeinschaft nicht zu beanstanden sein. Eine eigenständige Beauftragung eines Malers bei einer "nassen" Wand wird wohl aus rechtlicher wie aus fachlicher Sicht keine gute Idee sein.

    War die Sanierung nicht erfolgreich, dringt weiterhin Feuchtigkeit ein sollte erst mal baulich die Problematik gelöst werden bevor man auf die Suche nach dem Schuldigen geht. In diesem Fall ist die Frage wer ist der Schuldige? Der Handwerker, der Verwalter, der (ggf. hinzugezogene) Architekt, die Trocknungsfirma? Das ist, wenn alles abgeschlossen ist ggf. sauber zu prüfen und dann kann über Schadensersatzforderungen (gegen wen, in welcher Höhe, Rechtsgrund) nachgedacht werden.
     
  4. #3 Prüfer, 08.02.2011
    Prüfer

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    Problem ist das die Mieter schon ausgezogen sind (Wohnung steht leer) und erwähnt haben das sie keine Zeit haben das Gerät täglich zu entleeren. Der Hausmeister hatte sich angeboten, diesem wollten sie aber keine Schlüssel überlassen.

    Trotzdem sind die Mieter der Meinung das ich nicht alles dafür tue den Mangel so schnell wie möglich zu beseitigen und mindern die Miete. :?

    In wie weit das Entfeuchtungsgerät seinen Dienst verrichten könnte ist also fraglich und kann wohl nicht bewiesen werden.

    Kosten für die Aufstellung des Gerätes trägt die Verwaltung bzw. die Gemeinschaft.
     
  5. #4 Verwalter24, 08.02.2011
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    und weiter:
    Also die Frage kann ich klar beantworten. Wenn das Gerät voll ist schaltet es sich ab. Je nach Feuchtigkeit geht das von mehreren Stunden bis zu wenigen Tagen. Das Gerät verursacht Mietkosten, ggf. Stromkosten bei definitiv "Null" Wirkung.

    Das Verhalten der Mieter ist mehr als fraglich. Einen Mangel geltend machen, Mietminderung durchführen und dann auch noch die Mangelbeseitigung durch konkludentes Handeln verhindern.

    Dazu ist es notwendig Zugang zur Wohnung zu erhalten und die Trocknung abzuschließen. Die Phase "Maler beauftragen" kommt erst danach.

    Falls es sich um ein Leihgerät gehandelt hat und der Verwalter nicht so ein Teil im Keller stehen hatte und im Zustand der Gnade dies kostenlos zur Verfügung gestellt hat, habt ihr bei mehrern Monaten Standzeit einen vierstelligen Betrag verbrannt. Da das mehr oder weniger sinnlos war würde ich mich mit einer Schadensersatzforderung der Gemeinschaft gegenüber sehr bedeckt halten. Die könnten auf ähnliche Gedanken kommen. Leztlich wurde die Trocknung ja wirksam boykotiert.
     
Thema: Wie verhalten gegenüber Verwaltung.
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