Wieviel Kaltzählung ist normal?

Diskutiere Wieviel Kaltzählung ist normal? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo alle miteinander, ich habe folgendes Problem: Mein elektronischer Heizkostenverteiler zählt trotz kalter Heizung. Grundsätzliche...

  1. #1 Unregistriert, 18.11.2011
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    Hallo alle miteinander,
    ich habe folgendes Problem: Mein elektronischer Heizkostenverteiler zählt trotz kalter Heizung.
    Grundsätzliche Gegebenheiten:
    * Einrohrsystem/überwiegend ungedämmt
    * Funkverteiler
    * elektronische Thermostate (FHT8)
    * Danfossventile
    * Raumtemperatur 17°C
    * HK- Oberflächentemperatur: 22°C
    * Rohrtemperatur darunter ungedämmt 52-68°C, gedämmt ~22°C
    * HK steht frei unter dem Fenster, nicht zugestellt und sauber ist er auch (innen/aussen).
    * Fehlt noch etwas?

    So, nun zum Problem: In all den Jahren, wo ich hier wohnte, zählte der nix, wenn die Heizung aus ist. Neuerdings tut er das, aktuell sind wir bei 20 Einheiten in 2 Wochen.
    Mir fiel hier eines Tages auf, das die Rohre (Vorlauf/Rücklauf) ~20 Grad heißer sind als gewohnt und dies auch nach der Nachtabschaltung. (80°C Vorlauf/70°C Rücklauf)
    Meine Heizungen zählten natürlich mit, nicht nur bei mir allerdings, auch bei den Nachbar fiel das auf, dass diese plötzlich ansprangen.
    Ich hab mich natürlich bei meinem Vermieter gemeldet, die zuständige Heizfirma kam dann auch... und hielten mir einen Vortrag zum Thema Kaltverdunstung und das die HK Raumtemperatur hätten und die Sonne (? Sonne? Ich wohne im vollverschatteten EG/HH) usw, usf..... Und man schreibt auf, ich brauche neue HKV, denn die irren sich ja auch manchmal. *augenverdreh*
    Als ich sie auf die offenbar falschen Vorlauf/Rücklauftemperaturen + fehlende Nachtabsenkung aufmerksam machte (Heizung vllt. auf manuellem Betrieb), verschwanden sie im Keller: Und der Spuk war anschließend offenbar vorbei: Rohre kühlten runter.
    Auf die Frage, was es denn gewesen wäre im Keller: "Wir haben da garnichts gemacht! Alles gut!"
    Ahja ...Nunja, wie auch immer:
    Alle anderen HK stellten ihre Mitzählerei ein, bis auf einen, der tut es noch immer, 1-2 Einheiten am Tag. Als ich deshalb die Sanifirma noch einmal ansprach, hieß es, das wäre normal, ich solle die Rohre dämmen, wenn ichs vermeiden wolle.
    Nunja, das tat ich dann auch mal testweise: Rohr 22 Grad, HK 22 Grad, Raumtemperatur 16- 17 Grad ... und er tickert und tickert. Dämmung wieder ab, Temperaturen bleiben die selben, er tickert weiter.
    Ich habe natürlich auch andere (manuelle) Thermostatköpfe getestet, um auszuschließen, das die Funkdinger nen Hau haben, da ändert sich garnichts.
    Das Ventil selber dahinter hakte ziemlich und ließ sich kaum reindrücken zu Winterbeginn, aber nach ein paar Tropfen Öl und ordentlich Daumenpower gehts wieder: Wenn auch immer noch (für meine Ansicht) schwer.

    Nun eben die Frage: Ist das normal, das der hier nun jeden Tag mitzählt neuerdings (tat er wie gesagt all die Jahre davor nicht) und wenn es normal ist: Wieviel ist normal?
    Zur Kaltverdunstung: Sollten eHKV da nicht weniger anfällig sein, zumal das keine der anderen Heizungen macht. Das ist auch nicht der erste HK in der Reihe, es ist der 4. von 6 in der Reihe.
    Ich selber würde ja sagen, das Ventil hat ne Macke, aber bevor ich da wieder anfrage, würd ich gern eure Meinung dazu hören. :)

    PS.: Was da nun genau eine Einheit ist, weiß ich nicht wirklich, ich weiß nur, das sie mich letztes Jahr 0,00914696€ gekostet hat.
     
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  3. Heizer

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    Ein Blick in die EN 834 und siehe da sie müssen zählen, denn der HK gibt Wärme ab.

    Du schreibst 17 Grad Raumtemperatur und 22 Grad HK Oberflächentemperatur. Ergibt also ein DeltaT von 5K. Nach EN 834 müssen Zweifühlergeräte ab einem DeltaT von 4K einen Zählfortschritt entwickeln.

    Wahrscheinlich wurde die Systemtemperatur der Heizanlage angehoben und somit auch die Zwangserwärmung des Heizkörpers. Früher war das möglicherweise nur 20 oder 21 Grad und sie haben nicht gezählt.
     
  4. #3 Unregistriert, 20.11.2011
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    Hmm, gilt das denn auch für Einfühlergeräte? Die habe ich nämlich.
     
  5. #4 missi, 20.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 22.11.2013
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    Bei Einrohranlagen sind Einfühler höchst unwahrscheinlich und auch nicht üblich. Was ist das denn für ein Fabrikat und Typ.

    Und woher hast Du die Info, dass es sich um Einfühler handeln soll?
     
  7. #6 missi, 20.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 22.11.2013
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  8. #7 missi, 20.11.2011
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  9. Heizer

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    Den WHE26 gibt es als Ein- und Zweifühler. Für Einrohranlagen sind wie geasgt immer Zeifühler gesetzt. Also wenn der Projektant nicht ganz blind war, dann sind es Zeifühler.

    Es stimmt, dass die HKVs ab 30 Grad zählen müssen. Zweifühler zählen aber wie gesagt auch schon bei einer Temperaturdifferenz von 4K zwischen Raum- und Heizkörperfühler.

    Hängst Du nun ein Handtuch drüber, so gibt es einen Wärmestau und der Raumfühler ist nahezu genau so warm wie der HK Fühler. Der HKV erkennt in dem Fall den Wärmestau und schaltet auf Einfühlerbetrieb um und fängt bei 30 Grad an zu zählen, auch wenn der Raumfühler fast genau so warm ist.

    Die thermische Ankoppelung von unterschiedlichen Ventilen kann natürlich auch unterschiedlich sein. Ich bin mir nicht sicher ob alle wirklich 100% schließen. Selbst auf Stellung 0.
     
  10. #9 missi, 21.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 22.11.2013
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