Willkürliche Verwaltergebühr?

Diskutiere Willkürliche Verwaltergebühr? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo, bei Prüfung eines Neuerwerbs einer Wohnung und separatem Hobbykellerraum ist mir folgendes aufgefallen: Wohnung und Hobbykellerraum werden...

  1. #1 cfellerei, 07.09.2017
    cfellerei

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    Hallo,
    bei Prüfung eines Neuerwerbs einer Wohnung und separatem Hobbykellerraum ist mir folgendes aufgefallen:
    Wohnung und Hobbykellerraum werden separat abgerechnet, weil zwei eigenständige EInheiten.
    Die Verwaltergebühr für die Wohnung wird nach MEA abgerechnet. (70qm, 250 EUR jährlich)
    DIe Verwaltergebühr für Hobbyraum wird Pauschal mit einem Festbetrag abgerechnet (7qm, 220 EUR jährlich)

    Die Gemeinschaftsordnung und Verwaltervertrag gibt keine Sondervergütung für Verwaltung von Hobbyräumen vor.
    Nach Rückfrage beim WEG Verwalter sagt dieser, er müsse den Betrag verlangen, weil der Hobbyraum als eigene Einheit den gleichen Verwaltungsaufwand bedeute wie die Wohnung.

    Ich bin der Annahme dass auch die Verwaltungskosten für den Hobbyraum nach MEA aufgeteilt werden müssen.
    Hilft hier nur die gerichtliche Anfechtung des Genehmigungsbeschlusses über die Gesamtjahresabrechnung?
     
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  3. Andres

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    Grundsätzlich ja, aber man kann das auch anders beschließen, § 16 Abs. 3 WEG.


    Zuerst hilft ein Blick in die Beschlusssammlung.
     
  4. #3 immobiliensammler, 07.09.2017
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    Ich kenne eigentlich keine WEG, in der die Verwalterkosten nach MEA aufgeteilt werden, die Umlage (und auch der Verwaltervertrag) lautet immer auf die Einheiten. Daraus resultiert ja eben das Problem, das kleinere ETW diesbezüglich unwirtschaftlicher sind als große.
     
  5. #4 Newbie15, 08.09.2017
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    Ich kenne es auch nicht so, dass Verwaltergebühr nach MEA/Fläche abgerechnet wird, sondern pauschal nach Einheiten. Allerdings sollte das auch irgendwo festgelegt sein, Verwaltervertrag, Beschluss etc. Man könnte es ja auch anders mit dem Verwalter vereinbaren.
     
  6. Duncan

    Duncan
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    Mir ist auch geläufig die Abrechnung nach Einheiten, macht ja halt genauso viel Arbeit wenn der Mieter zur 40m² Wohnung eine verstopfte Küchenspüle meldet wie bei der 110m² Wohnung. Die Nebenkostenabrechnung verursacht den gleichen Aufwand usw.
    Sonderkonditionen gibt es ggf. bei einer Vielzahl von Einheiten in einer Hand.
     
  7. #6 Fremdling, 08.09.2017
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    Zunächst sind einmal Verwaltergebühr bzw. Verwalterkosten etwas anderes als Verwaltungskosten. Auch mir sind einerseits die Verwaltergebühr pro Wohnungseigentum und die Umlage der Verwaltungskosten nach MEA als "Standard" bekannt, wovon eine Gemeinschaft selbstverständlich abweichen kann.

    Dürfen wir hier unterstellen, dass der Hobbykellerraum der Gemeinschaft zur Verfügung steht, Gemeinschaftseigentum ist und so Teileigentum (nicht zum Wohnen bestimmt und geeignet) darstellt?

    Vor dem juristischen Gezänk empfiehlt sich dringend ein hilfreicher Blick in Teilungserklärung und/oder Gemeinschaftsordnung, Beschluss-Sammlung sowie Verwaltervertrag auf der Suche nach den Kostenschlüsseln der Verwaltergebühren. Mitunter muss man auch erst all diese sichten, denn es kommt auch schon mal vor, dass in der TE/GO steht, dass die Verwaltergebühr im Verwaltervertrag geregelt wird. Ist dann klar, dass die Gebühr X z.B. pro Wohnungseigentum berechnet wird, hat ein Hobbykellerraum (Gemeinschaftsraum?) als Teileigentum m.E. nichts in der Gebührenrechnung zu suchen. Das dann bitte aber zunächst mit dem Verwalter sachlich besprechen.
     
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