Winterdienst an Dienstleister vergeben

Diskutiere Winterdienst an Dienstleister vergeben im Reinigung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, bei meinem MFH ist Mietvertrag Licht geregelt, dass der Winterdienst durch die Mieter nach einem aufzustellenden Plan durchgeführt...

Feline

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Hallo zusammen,
bei meinem MFH ist Mietvertrag Licht geregelt, dass der Winterdienst durch die Mieter nach einem aufzustellenden Plan durchgeführt wird. Ich habe das Haus seit letztem Frühjahr, sowohl der ehemalige Verwalter als auch ausziehende Mieter meinten, dass der Winterdienst so funktioniert.

Bei uns gibt es nur selten Schnee, trotzdem klappt es bei einigen Mietern gar nicht. Einige sind auch aus privaten oderberuflichen Gründen wochenlang nicht da, kümmern sich aber auch nicht wie vertraglich vereinbart um eine Vertretung. Andere "vergessen", dass sie dran sind.

Ich wohne nicht vor Ort, kann es auch nicht selbst übernehmen.

Wenn ich darauf warte, dass ich oft genug abmahnen kann, um eine Ersatzvornahme zu machen, bin ich ggf. jahrelang damit beschäftigt, weil ja selten Schnee liegt bzw. es glatt ist. Mal abgesehen davon, dass ich ja auch keinen Dienstleister finde, der alle x Tage Winterdienst macht. Die bieten alle nur eine komplette Saison an.

Jetzt möchte ich gerne mit den vorhandenen Mietern vereinbaren, dass ab nächstem Winter ein Dienstleister den Winterdienst übernimmt und die Kosten umgelegt werden. Bei Neuvermietung ist es ja ganz einfach zu vereinbaren, aber wie mache ich das bei den Bestandsmietern am besten?

Ein Angebot habe ich bereits vorliegen, die Kosten werden pro Mietpartei und Jahr bei rund 50€ liegen.
 

Andres

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Bei Neuvermietung ist es ja ganz einfach zu vereinbaren, aber wie mache ich das bei den Bestandsmietern am besten?

Ein Angebot habe ich bereits vorliegen, die Kosten werden pro Mietpartei und Jahr bei rund 50€ liegen.

Dann wäre es naheliegend, mit den Bestandsmietern einfach mal vernünftig zu reden. Vielleicht hast du Glück, vielleicht nicht. Wie dir wohl selbst schon klar ist, besteht kein rechtlicher Anspruch. Wenn es blöd läuft, bleiben die Kosten bei dir hängen.

Der Dienstleister soll die Lohn- und Materialkosten separat ausweisen, auf der Betriebskostenabrechnung weist du dann nachrichtlich die Lohnkosten aus - die Mieter können das dann als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen. Sind noch einmal rund 10 € weniger und die Leute machen die absurdesten Sachen, wenn man Steuern sparen kann ...


Winterdienst ist etwas, das m.E. nicht mit berufstätigen Mietern funktioniert. Tagsüber wird der Mieter woanders gebraucht (wenn er nachts arbeitet, muss er irgendwann schlafen) und die Zeiten, in denen man das der Hausfrau delegieren konnte, sind eher vorbei. Davon abgesehen dass das körperliche Arbeit ist, was bei vielen zu akuter Unlust führt, und dann gibt es ja noch die von dir angesprochene ungleiche Verteilung der Lasten. Wenn wir nicht nochmal Schnee bekommen hatte ich diesen Winter wieder einmal 2 Wochen, in denen es Schnee oder Glatteis hatte, im Abstand von ein paar Wochen. Wenn man da wöchentlich rotiert, hat ein gewisser Herr Murphy festgelegt, dass es da zweimal die gleiche Partei erwischt.

Extern vergeben schont die Nerven. Ich habe das inzwischen beim Winterdienst überall so geregelt, auch wenn ich zunächst (und wahrscheinlich auch noch längere Zeit) einen Teil selbst tragen muss. Das ist es mir wert, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
 

Feline

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Winterdienst ist etwas, das m.E. nicht mit berufstätigen Mietern funktioniert. Tagsüber wird der Mieter woanders gebraucht (wenn er nachts arbeitet, muss er irgendwann schlafen) und die Zeiten, in denen man das der Hausfrau delegieren konnte, sind eher vorbei. Davon abgesehen dass das körperliche Arbeit ist, was bei vielen zu akuter Unlust führt,...
Ich glaube langsam, zumindest in der Großstadt funktioniert es einfach gar nicht. Die berufstätigen Mieter machen es zum Teil, die Rentnerin manchmal, die Studenten und die Arbeitslose nie.

ungleiche Verteilung der Lasten. Wenn wir nicht nochmal Schnee bekommen hatte ich diesen Winter wieder einmal 2 Wochen, in denen es Schnee oder Glatteis hatte, im Abstand von ein paar Wochen. Wenn man da wöchentlich rotiert, hat ein gewisser Herr Murphy festgelegt, dass es da zweimal die gleiche Partei erwischt.
Wir wechseln immerhin täglich, aber eine Partei war schon zweimal betroffen, 6 noch gar nicht.
 

Herr_W

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Vielleicht kann ich hier was beisteuern: wir standen vor dem gleichen Problem, bei uns ist das Schneeräumen nicht starr geregelt sondern es gibt eine Reihenfolge für die "Schneekarte". Nach erfolgreicher Räumung wird die Karte von Nachbar A an B weitergegeben. Das funktioniert bei uns ganz gut, sicherlich auch weil sich keiner die Blöße geben will nicht geräumt zu haben...
 

Feline

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Vielleicht kann ich hier was beisteuern: wir standen vor dem gleichen Problem, bei uns ist das Schneeräumen nicht starr geregelt sondern es gibt eine Reihenfolge für die "Schneekarte". Nach erfolgreicher Räumung wird die Karte von Nachbar A an B weitergegeben. Das funktioniert bei uns ganz gut, sicherlich auch weil sich keiner die Blöße geben will nicht geräumt zu haben...
Vielen Dank, ich kann mir auch vorstellen, dass es Konstellationen gibt, wo das funktioniert. Gerechter ist es wohl. Es macht das ganze für häufiger mal abwesende Bewohner aber völlig unplanbar und ich kann mir bei meinen 10 Parteien in einer Großstadt nicht vorstellen, dass es besser klappt als mit dem festen Plan, mit dem es ja auch nur bei einem Teil der Mieter klappt. Mein Schusselmieter würde Dank seltenem Schneefall die Karte vermutlich auch verlieren/vergessen und dann wäre niemand mehr dran...
 

Dschei2

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Ja, aber wie oben schon @Feline geschrieben hat, in Städten, mit Studenten, etc. klappt das nicht, weil nicht jeder täglich vor Ort ist.
Da ist es mit dem wöchentlichen Wechsel nicht gerechter, aber besser planbar.

Meine Erfahrung ist auch: in der Stadt, oder Mietparteien > 5 -> externer Dienstleister
daheim -> ich als Vermieter und lege es in den Nebenkosten um
extreme Innenstadt -> gar nix, da macht es die Stadt aus Eigeninteresse
dörflich -> funktioniert gut mit den Mietern, ohne dass ich mich in die Wechselroutine einmische
 

Feline

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in der Stadt, oder Mietparteien > 5 -> externer Dienstleister
Darauf werde ich jetzt auch umstellen. Ich habe durch einen hausinternen Wohnungswechsel jetzt die Möglichkeit, in 2 neuen Verträgen die Umlage des Winterdienstes für 2 der 10 Parteien zu vereinbaren. Die Frage ist, wie ich die anderen 8 am besten überzeuge.
 
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